Terror, Religion und sonstiges (ohne Zuwanderungsbezug)

      Lando schrieb:

      war aber anscheinend nur grüne Propaganda


      Nichts für ungut, Lando. Ich neige nun mal zum Hinterfragen nicht nur grün angehauchter Behauptungen und insbesonders von solch verblüffende Aussagen. Gefühlte >90% stellen sich bereits nach wenigen Klicks als falsch heraus. ^^
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      Europäische Werte: vorübergehend vernünftig
      spiegel.de/kultur/gesellschaft…irrational-a-1100180.html

      Lando schrieb:

      @chfin
      .... war aber anscheinend nur grüne Propaganda.


      Nein, du täuscht dich.
      Daran ist eindeutig Angela Merkel schuld!

      Wie an allem anderen auch...

      huffingtonpost.de/2016/08/10/a…el-schuld_n_11404430.html

      https://www.facebook.com/dankemerkel/photos/a.1133831783326432.1073741828.1133763006666643/1153077448068532/?type=3


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      60 Jahre Europa. In Vielfalt geeint.
      Scheinbar doch keine Propaganda und Hirnkasten doch nicht ganz vermüllt.

      Über Wiki "Verkehrstod" kommt man zu dieser Untersuchung aus 1986:

      link.springer.com/article/10.1007%2FBF00200759

      Offenbar gab es Gründe zur Kritik an der 30-Tage-Frist. Aus dem Abstract:

      Eine Analyse der Letalität bei Straßenverkehrsunfällen ergibt einen Anteil von 5–16 Prozent der Verunfallten, die erst nach der statistischen Frist von 30 Tagen an Unfallfolgen versterben.

      Bei 500T Unfallopfer aus der obigen Grafik wären 5% zusätzliche 25.000 Tote.

      Sinngemäß: durch die verbesserte Erstversorgung am Unfallort sterben die Opfer später, der Schaden ist nicht sosehr geschrumpft, wie die Zahlen vermuten lassen.

      Aber das war ja nur ein Nebenaspekt.

      Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

      Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

      Lando schrieb:

      der Schaden ist nicht sosehr geschrumpft, wie die Zahlen vermuten lassen.


      Finde ich gut, dass Du die Untersuchung ausgebuddelt hast. D.h. die Todesfallzahlen liegen vermutlich alle etwas höher.

      Der Schlussfolgerung bzgl. geringere Schrumpfung folge ich allerdings nicht. Die Grafik zeigt eine deutliche Verringerung der Todesfälle von 1995 bis 2015. Wenn die Untersuchung von 1986 ist, dann gab es den Basiseffekt schon damals und mutmasslich auch weiterhin im gesamten Zeitraum 1995-2015. D.h. das ist ein Basiseffekt aber kein Grund für die in der Grafik zu sehende Änderung.
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      Die Schlussfolgerung ist m.E. "totaler Käse".

      Wenn seit 1952 gleich gezählt wird (30 Tage), dann ist innerhalb dieser 30 tage die Anzahl der Todesfälle um ca. -75% zurückgegangen. Ohne weitere Nachweise muss man davon ausgehen dass sich Prozentual auch nicht nach den 30 Tagen nichts geändert hat.

      destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wi…7CA16B3C30860AE33BD4.cae1

      Ich gehe im übrigen davon aus dass sich die Prozentzahl nicht auf die Verkehrsunfälle mit Personenschaden bezieht sondern auf die Todesfälle.

      Eine Analyse der Letalität bei Straßenverkehrsunfällen ergibt einen Anteil von 5–16 Prozent der Verunfallten, die erst nach der statistischen Frist von 30 Tagen an Unfallfolgen versterben.Bei 500T Unfallopfer aus der obigen Grafik wären 5% zusätzliche 25.000 Tote.


      Es wäre schon seltsam, dass innerhalb von 30 Tagen 0,9% der Verunglückten sterben und dann danach dann plötzlich alle wie die Fliegen sterben. Wobei natürlich langfristig sogar 100% aller Verunfallten sterben, aber halt nicht am Unfall.
      valueandopportunity.com/

      Man kann MMI als antizyklisches Omen werten.
      Edit: Hier eine ganz gute Datenquelle:

      gbe-bund.de/oowa921-install/se…D.100=10101&D.002=1000002

      Laut der Statistik gab es im Jahr 2015 67 Tsd Schwerverletzte. Die Definition von Schwerverletzter ist wie folgt:

      Nach der Statistik der Straßenverkehrsunfälle des Statistischen Bundesamtes:Schwerverletzte sind Personen, die unmittelbar zur stationären Behandlung (mindestens 24 Stunden) in einem Krankenhaus aufgenommen wurden.


      Nach Landos Zählweise sterben also knapp die Hälfte aller ins Krankenhaus eingelieferter Unfallopfer. D.h. eigentlich alle die kein Schleudertrauma haben. Unwahrscheinlich.

      Noch mehr Daten:
      bast.de/DE/Publikationen/Medie…_blob=publicationFile&v=3
      valueandopportunity.com/

      Man kann MMI als antizyklisches Omen werten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „memyselfandi007“ ()

      Die deutsche Polizei scheint sich auch nicht wirklich mit Ruhm zu bekleckern.
      Nach den Anschlägen in Paris, USA oder Türkei werden sehr zeitnah Erfolgsmeldungen gebracht und der Bürger fühlt sich wieder etwas sicher. (Türkei ist hier natürlich Rekordhalter . Es sei mal dahingestellt ob positiv oder negativ)
      Aber Deutschland bringt eine Pannenmeldung nach der anderen. In der Baubranche bzw. dem Kampfflieger war man das ja gewohnt, aber daß die Justiz sich dazugesellt, ist nicht unbedingt die Beruhigungspille die der Bürger aktuell braucht. Bis jetzt tappt man im Dunkeln was in Berlin wirklich passiert ist. Nach Köln Sylvester, Al Bakr, nun auch Berlin.

      focus.de/politik/deutschland/w…rfahndung_id_6383974.html
      Man müsste halt mal den Artikel lesen, was die hundert zu den genannten Prozenten waren.

      Eine Analyse der Letalität bei Straßenverkehrsunfällen ergibt einen Anteil von 5–16 Prozent der Verunfallten, die erst nach der statistischen Frist von 30 Tagen an Unfallfolgen versterben.

      Die Interpretation, dass die hundert die binnen 30 Tagen Verstorbenen sein sollen, ist genauso wackelig, wie die, dass die hundert die gesamten Verunfallten sind, denn die später gestorbenen sind eigentlich rein semantisch kein "Anteil" der früher gestorbenen.

      Auf jeden Fall gab es 1986 noch kein weit verbreitetes ABS und keine Airbags und kein Mobilfunk in jeder Hosentasche, Gurtpflicht kam auch erst in diesen Jahren, insofern haben solche Faktoren auch nach 86 noch Einfluss ausgeübt.

      Meine Mutter würde allerdings jetzt sagen, habt ihr nichts besseres zu tun ;)

      Freuen wir uns also lieber, dass die Wahrscheinlichkeit gesunken ist, im Auto zu sterben.
      Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

      Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

      mobilpage schrieb:

      Die deutsche Polizei scheint sich auch nicht wirklich mit Ruhm zu bekleckern.

      36 Stunden nach er Tat eine steile These.
      Gib den Leuten mal etwas Zeit.

      Sie sollen schließlich richtige Täter finden und nicht nur Sündenböcke. Auch wenn natürlich Gülen und Merkel immer dankbare Sündenböcke für alles Schlechte in der Welt abgeben.
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

      mobilpage schrieb:

      Die deutsche Polizei scheint sich auch nicht wirklich mit Ruhm zu bekleckern.
      Nach den Anschlägen in Paris, USA oder Türkei werden sehr zeitnah Erfolgsmeldungen gebracht und der Bürger fühlt sich wieder etwas sicher. ...


      Also ich fühle mich Null unsicher und bin morgen am Weihnachtsmarkt verabredet.

      Aber ich bin (neben meiner Frau) vermutlich auch der einzige in meinem Bekanntenkreis, der konsequent seit dem Anschlag kein TV geschaut hat, keine endlosen (uns sinnlosen) Analysen und Talk-Runden zum Anschlag, nur wenig Zeitung etc.
      Twitter und Facebook mach ich eh schon lang nicht mehr.
      Ich hab nur ein paar Schlagzeilen gelesen, etwas Radio gehört und einmal versehentlich ein Bild gesehen im Internet (nicht schön), und schnell wieder weg geklickt, das war es.

      Die wesentliche Info ist doch in 1 Minute zusammengefasst:
      - Ein Verrückter rast in eine unschuldige und ungeschützte Menge
      - Etliche sterben und werden verletzt
      - Noch ist unklar wer es war
      - Weihnachtsmärkte werden nun mehr oder weniger intensiv zusätzlich geschützt
      - Solche Dinge werden wieder passieren, sind aber für den Einzelnen extrem unwahrscheinlich. Wie eben Verkehrsunfälle oder Kokosnüsse auf den Kopf auch

      Fertig.

      Wozu soll ich da 50 Sondersendungen ansehen oder fiese Handy-Aufnahmen von Verletzten? Ausser aus Sensationsgier oder um mich in irgendwas reinzusteigern?

      wp
      Blog: www.gooddaytolive.net
      60 Jahre Europa. In Vielfalt geeint.

      Lando schrieb:

      Man müsste halt mal den Artikel lesen, was die hundert zu den genannten Prozenten waren.

      Eine Analyse der Letalität bei Straßenverkehrsunfällen ergibt einen Anteil von 5–16 Prozent der Verunfallten, die erst nach der statistischen Frist von 30 Tagen an Unfallfolgen versterben.

      Die Interpretation, dass die hundert die binnen 30 Tagen Verstorbenen sein sollen, ist genauso wackelig, wie die, dass die hundert die gesamten Verunfallten sind, denn die später gestorbenen sind eigentlich rein semantisch kein "Anteil" der früher gestorbenen.

      Auf jeden Fall gab es 1986 noch kein weit verbreitetes ABS und keine Airbags und kein Mobilfunk in jeder Hosentasche, Gurtpflicht kam auch erst in diesen Jahren, insofern haben solche Faktoren auch nach 86 noch Einfluss ausgeübt.

      Meine Mutter würde allerdings jetzt sagen, habt ihr nichts besseres zu tun ;)

      Freuen wir uns also lieber, dass die Wahrscheinlichkeit gesunken ist, im Auto zu sterben.


      Ich glaube ich habe meine "These" ganz gut mit Daten unterlegt. Aber egal, Daten werden eh überbewertet heutzutage.
      valueandopportunity.com/

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      memyselfandi007 schrieb:

      Ich glaube ich habe meine "These" ganz gut mit Daten unterlegt. Aber egal, Daten werden eh überbewertet heutzutage.


      Ich hab nen eigenen Faden für die Verkehrs-Statistik-sonstiges Diskussion aufgemacht.
      (Mich nervt der Vergleich von Terror mit Verkehrstoten und ich glaub die Diskussion hat sich leicht vom eigentlichen Thema des Fadens entfernt)

      Verkehrstote, Fakten und höhere Statistik
      beati pauperes spiritu

      If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention.
      Mal ne andere Frage:

      Es wird jetzt nach einem Tunesier gefahndet, warum wird das Gesicht von dem in den Medien gepixelt? Ist das nicht ein wenig kontraproduktiv für die Fahndung?

      (keine rhetorische Frage! Dieses Vorgehen scheint wirklich auf den ersten Blick nicht ganz nachvollziehbar zu sein, aber vielleicht gibt es einen guten Grund. Hat da jemand eine logische Erklärung?)
      beati pauperes spiritu

      If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention.

      mobilpage schrieb:

      ... Türkei werden sehr zeitnah Erfolgsmeldungen gebracht

      klar, ist auch sehr einfach in der Türkei, weil für alles pauschal die Gülenbewegung, die Kurden und der IS verantwortlich sind. Die AfD weiss auch schon wer Schuld ist: alle Asylanten, Moslems und Ausländer (ist nicht meine Meinung).
      Ich fühle mich allerdings sehr sicher vor der Deutschen Justiz und Polizei und möchte nicht in den Fingern der erfolgreichen Türksichen Justiz/Polizei sein. Für mich sieht es so aus, dass sie hier das schuldige Individum suchen und nicht ein politisch opportune Gruppe, die als Sündenbock dient. Das kostet eben mehr Zeit, weil es nicht ganz so einfach ist. Dass dabei auch Fehler passieren kann ich nicht ausschließen, als aussenstehender aber nicht beurteilen.
      Mir geht es aber so wie WP: ich habe weder TV noch Facebook noch Twitter und habe im Spiegel nur die Überschriften gelesen, ohne die Artikel angeklickt zu haben. Dabei kam ich auf die gleiche Zusammenfassung wie WP.

      Übrigens mobilepage, damit das nicht falsch rüberkommt: ich habe nichts gegen Türken (schon gar nichts gegen die Personen, die ich real und virtuell kenne) und die Türkei. Ich habe aber etwas gegen die gegewärtige Politik in der Türkei, obwohl ich selber nicht deren Opfer bin.

      Morgen bin ich auch auf dem Weihnachtsmarkt verabredet und freue mich schon darauf.

      nixda schrieb:

      In Deutschland gibt es da eigentlich weniger Probleme, weil bei uns die Täter regelmäßig ihre Ausweispapiere am Tatort verlieren


      meinst Du den Tunesier, der jetzt wg. Berlin gesucht wird?

      Bei solchen Berichten bei politisch angehauchten Ereignissen drängt sich mir ganz verschwörungstheoretisch der Gedanke auf, dass die "verlorenen Ausweispapiere" ein billiger Trick sind, Geheimdiensterkenntnisse publik zu machen (ohne auf Geheimdienst hinweisen zu müssen).
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      Die Weihnachtsmärkte können mit Sattelschleppern nicht mehr angefahren werden, zumindest waren da in Ffm heute Polizisten mit Bulli und MP vor. Es gehen nur noch die guten alten Sprengstoffgürtel oder Rucksackbomben.
      Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

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      chfin schrieb:

      Bei solchen Berichten bei politisch angehauchten Ereignissen drängt sich mir ganz verschwörungstheoretisch der Gedanke auf, dass die "verlorenen Ausweispapiere" ein billiger Trick sind, Geheimdiensterkenntnisse publik zu machen (ohne auf Geheimdienst hinweisen zu müssen).


      Klingt für mich aber auch cleverer als die Aussage
      Wir haben per Handyortung festgestellt, dass der Typ im Mordtruck sass / Die im Schuh eingebaute Wanze hat uns sein Bewegungsbild verraten ...

      Nachher reagiert der Typ noch und entsorgt eben jene Gegenstände - oder andere "Gefährder" machen das bei sich. Da sind "verlorene Ausweisdokumente" schon cleverer, weil nichtssagender.
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)