Interessante Sondersituationen

      Interactive Brokers klappt eigentlich immer. Da ist auch das raushedgen relativ simpel

      Gibt diese Odd Lots ja immer mal 1-2x im Jahr.
      Der "Trick" ob sich da lohnt liegt eigentlich nur daran wie hoch der Aktienkurs ist.

      Bei typischen Aktienkursen um die 20 USD macht das mit 99 Aktien keinen Sinn. Bei Lookhead martin hat es mit 200 USD (=2000 USD auf die 20.000 eingesetzen) dann schon ziemlich viel Sinn.
      Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klaman

      Matze schrieb:

      Interactive Brokers klappt eigentlich immer. Da ist auch das raushedgen relativ simpel

      Gibt diese Odd Lots ja immer mal 1-2x im Jahr.
      Der "Trick" ob sich da lohnt liegt eigentlich nur daran wie hoch der Aktienkurs ist.

      Bei typischen Aktienkursen um die 20 USD macht das mit 99 Aktien keinen Sinn. Bei Lookhead martin hat es mit 200 USD (=2000 USD auf die 20.000 eingesetzen) dann schon ziemlich viel Sinn.


      Ich dachte, der "Trick" würde darin bestehen, dass man (wie bei IPOs) mehrere Konten aufmacht und die gleiche Sache mehrfach parallel spielt, nein?
      Neues bei Constantin - Anfechtungsklage trotz "abgestoßenem" (oder doch nicht?) Anteil?
      dwdl.de/nachrichten/64346/cons…sklage_gegen_hvbeschlsse/

      Gerade erst ist bekanntgeworden, dass Dieter Hahn seine Anteile an Constantin Medien weitestgehend abgestoßen hat. Dennoch will er die Beschlüsse der letzten Hauptversammlung kippen, dafür hat er nun eine Anfechtungsklage eingereicht.
      na also, geht doch :D
      Gut dass ich hier ein paar eingesammelt hatte.

      Entscheidung zur Abgabe eines Übernahmeangebots an die Aktionäre
      der Constantin Medien AG


      Der Verwaltungsrat der Highlight Communications AG (ISIN
      CH0006539198) (die "Gesellschaft") hat heute beschlossen, zusammen
      mit der Studhalter Investment AG, Luzern ("SIAG"), und mit
      befreiender Wirkung auch für Herrn Bernhard Burgener, Frau Rosmarie
      Burgener, die Highlight Event and Entertainment AG, Pratteln
      ("HLEE"), und Herrn Alexander Studhalter, den Aktionären der
      Constantin Medien AG das Angebot zu unterbreiten, ihre auf den
      Inhaber lautenden Stückaktien der Constantin Medien AG (die
      "Constantin-Aktien") gegen Zahlung einer Geldleistung in Höhe von
      EUR 2.30 je Constantin-Aktie in bar zu erwerben
      (das
      "Übernahmeangebot").

      Kuka - Rasanter Abstieg eines Superstars
      wiwo.de/unternehmen/industrie/…-superstars/20679302.html

      "Denn der Markt in [China] viel schwieriger, als es von außen erscheint, .... Zwar werden alle großen ausländischen Hersteller 2017 wieder Rekorde bei den Absatzzahlen hinlegen, ... Dieser Erfolg werde aber mit immer geringeren Margen bezahlt. „Der Wettbewerb unter den führenden Roboterherstellern ist enorm“, sagt der Industrieexperte.

      Zudem drängen immer mehr subventionierte einheimische Hersteller in Anwendungen vor, die bis vor Kurzem nur von ausländischen Lieferanten abgedeckt werden konnten. In den vergangenen Jahren sind über 3000 Robotikfirmen in China entstanden. Viele davon seien allerdings „leere Hüllen“, sagt Stieler, die in erster Linie Subventionen abgreifen wollten."
      First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)
      Selten so einen schwachsinnigen Artikel gesehen wie den über Kuka.

      Wenn man sich mal den Q3 Bericht anschaut sieht man dass der Umsatz YoY bei +27% liegt und die EBIT Marge sogar gestiegen ist.

      Eigentlich ist es nicht verwunderlich bei einem produzierenden Unternehmen, dass bei starken Umsatzausweitungen erstmal Kapazität geschaffen werden muss bzw. Kapazitätsengpässe vorkommen können.

      Der Artikel scheint mir sehr politisch motiviert zu sein.
      valueandopportunity.com/

      Man kann MMI als antizyklisches Omen werten.

      jerobeam schrieb:

      Das Strabag-Spektakel geht weiter...

      STRABAG AG: OLG Köln wird den Freigabeantrag voraussichtlich
      ablehnen



      Und weiter...

      Köln: Volle Berücksichtigung vom Besonderen Vertreter gegen STRABAG
      SE eingeklagter Ersatzansprüche bei Abfindung der Minderheitsaktionäre
      Am 14.12.2017 stellte das OLG Köln im Freigabeverfahren fest,
      dass Ersatzansprüche in Höhe von € 217 Mio. bei der Berechnung der
      Abfindung der Minderheitsaktionäre im Rahmen des Squeeze-out bei der
      STRABAG AG voll berücksichtigt werden. Es gab mit dieser Begründung den
      Weg zur Eintragung des Squeeze-out in das Handelsregister frei (OLG
      Köln, Az.: 18 AktG 1/17, Beschluss vom 14.12.2017).

      Auf Initiative von Minderheitsaktionären hatte die
      Hauptversammlung der STRABAG AG Dr. Thomas Heidel im Sommer 2015 zum
      Besonderen Vertreter gewählt (Newsletter vom 7.7.2015). Er sollte
      Ersatzansprüche gegen die herrschende Konzern-Gesellschaft STRABAG SE
      geltend machen. Diese sowie Vorstand und Aufsichtsrat der STRABAG AG
      entgegneten immer: An den Vorwürfen sei nichts dran, sie seien rein ins
      Blaue behauptet. Dennoch fand Heidel die Vorwürfe im Wesentlichen
      bestätigt. Er machte zunächst außergerichtlich, dann gerichtlich
      Ersatzansprüche von € 217 Mio. gegen die STABAG SE und ihren
      Vorstandsvorsitzenden geltend (Landgericht Köln, Az.: 22 O 169/17) – ein
      Betrag in der Größenordnung von einem Fünftel der Marktkapitalisierung
      der STRABAG AG.

      Die STRABAG SE reagierte mit einem sog. verschmelzungsrechtlichen
      Squeeze-out, den sie die Hauptversammlung im März 2017 beschließen
      ließ. Dadurch sollten gleichzeitig die Minderheitsaktionäre aus der
      STRABAG AG ausgeschlossen und diese auf eine andere Tochtergesellschaft
      der SE, Ilbau AG, verschmolzen werden (vgl. ad hoc-Mitteilung der
      STRABAG AG vom 07.10.2016). Die Minderheitsaktionäre haben bei einer
      solchen Maßnahme Anspruch auf angemessene Barabfindung nach dem Wert
      ihrer Beteiligung. Ob dabei die geltend gemachten
      Schadensersatzansprüche zu berücksichtigen sind, ist streitig; die
      STRABAG SE und ihre Tochtergesellschaften hatten das ebenso abgelehnt
      wie der Abfindungsprüfer. Die Verschmelzung beendet das Amt des
      Besonderen Vertreters.

      Zahlreiche Aktionäre klagten gegen den Hauptversammlungsbeschluss
      über ihren zwangsweisen Ausschluss aus der STRABAG AG. Diese versuchte
      daraufhin, die zur Wirksamkeit des Ausschlusses und der Verschmelzung
      erforderliche Handelsregistereintragung durch einen sog. Freigabeantrag
      zu erreichen. In der ersten mündlichen Verhandlung im September 2017
      signalisierte das OLG Köln die Antragsabweisung (vgl. ad hoc-Mitteilung
      der STRABAG AG vom 28.09.2017). Der Rechtsmissbrauch der Maßnahme stehe
      im Raum. Deren Zweck sei wohl in erster Linie, die Verfolgung der von
      Heidel eingeklagten Ersatzansprüche zu vereiteln. Würde die Eintragung
      freigegeben, sei nicht gesichert, dass die Ansprüche gerichtlich
      überprüft und die Abfindung der Minderheitsaktionäre entsprechend erhöht
      werde. Das werde unweigerliche Folge der Beendigung von Herrn Heidels
      Amt sein. Als Reaktion darauf gab die Ilbau AG gegenüber den
      Minderheitsaktionären Verpflichtungserklärungen bezogen auf die
      eingeklagten Ansprüche ab; eine Großbank gewährleiste die Erfüllung der
      Verpflichtungen. Dies sollte sicherstellen, dass die von Heidel
      eingeklagten Ansprüche bei der Barabfindung praktisch vollständig
      berücksichtigt werden.

      Das OLG Köln hielt in seinem Beschluss vom 14.12.2017 seine Sicht
      aufrecht, die Umstände indizierten Rechtsmissbrauch und die Entfremdung
      des Zwecks der gesetzlichen Zulassung des Squeeze-out. Der enge
      Zusammenhang zwischen den Streitigkeiten über die Bestellung des
      Besonderen Vertreters sowie über dessen Kompetenzen (vgl. Newsletter vom
      15.12.2015) einerseits und andererseits der mit einem Squeeze-out
      verknüpften Verschmelzung sei ein „beweiskräftiges Indiz“: Der
      Ausschluss der Minderheit verfolge vor allem das Ziel, die vom
      Besonderen Vertreter „eingeleitete Rechtsverfolgung zu unterlaufen“; es
      dränge sich auf, dass die Verschmelzung „funktionswidrig eingesetzt“
      werde, um die Rechte der Minderheit „missbräuchlich zu schmälern“. Dem
      stehe nicht entgegen, dass der Ausschluss von Minderheitsaktionären
      keiner besonderen Rechtfertigung bedürfe, organisatorische
      Erleichterungen mit sich bringe und die Verschmelzung € 17,5 Mio. koste.

      Dennoch machte das OLG mit Blick auf die
      Verpflichtungserklärungen der Ilbau AG den Weg für den Squeeze-out frei
      (vgl. ad hoc-Mitteilung der STRABAG AG vom 14.12.2017). Die
      Verpflichtungen änderten zwar nichts am Rechtsmissbrauch. Doch durch die
      Verpflichtungen habe die Ilbau AG eine zusätzliche Abfindung zugesagt.
      Das sichere hinreichend, dass die Minderheitsaktionäre für die vom
      Besonderen Vertreter eingeklagten Ansprüche abgefunden werden. So würden
      sie im Rahmen ihrer Abfindung den auf eine Aktie entfallenden
      anteiligen Klagebetrag von € 54 erhalten. Damit sei der Entzug der
      Mitgliedsrechte der Minderheitsaktionäre an der STRABAG AG wertmäßig
      abgegolten.
      Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klaman
      Das Spruchstellenverfahren, dass die Entschädigung festsetzt, ist aber noch nicht durch?
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)
      Wie wird die Wartezeit in solchen Fällen eigentlich entgolten? Per Verzinsung? (welche?) oder per anteiliger Wertentwicklung der Firma in dieser Zeit?
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)
      Also Behandlung wie eine mittelmäsaig verzinste Unternehmensanleihe. Bei guter Firmenentwicklung profitiert man nicht anteilig, bei schrottiger Entwicklung (Insolvenz) ist man am Schaden beteiligt, aber ansonsten bekommt man sicheres Geld für die Verzögerung. Kann man mit leben.
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

      Al Sting schrieb:

      Also Behandlung wie eine mittelmäsaig verzinste Unternehmensanleihe. Bei guter Firmenentwicklung profitiert man nicht anteilig, bei schrottiger Entwicklung (Insolvenz) ist man am Schaden beteiligt, aber ansonsten bekommt man sicheres Geld für die Verzögerung. Kann man mit leben.


      Zumdest wenn in der Spruchstelle es zu einen positiven Urteil kommt was leider nicht nur dauert sondern ab und an komische Urteile bringt...

      Man merkt manche Richtern haben interessante Sichtweisen....

      Boersenhaendler schrieb:

      Zumindest wenn in der Spruchstelle es zu einen positiven Urteil kommt was leider nicht nur dauert sondern ab und an komische Urteile bringt...

      Man merkt manche Richtern haben interessante Sichtweisen....

      Selbstverständlich, in dem Bereich braucht man Zeit, etwas Glück und am besten auch juristischen Sachverstand bzw. juristische Begleitung für Gerichtsverfahren.

      Die Kombination ist nicht meine Kernbegabung, deshalb habe ich das "ausgelagert" durch ein Investment in die Spartenprofis der Sparta AG. (Als Reaktion auf den unfreundlichen Umgang von Clere mit Kleinaktionären ist mein dortiger Einsatz zu Sparta gewandert, bislang habe ich es nicht bereut, und bei einem Strabag-Urteil sollte ich so auch mitprofitieren.)
      "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
      (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."

      (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

      Al Sting schrieb:

      Boersenhaendler schrieb:

      Zumindest wenn in der Spruchstelle es zu einen positiven Urteil kommt was leider nicht nur dauert sondern ab und an komische Urteile bringt...

      Man merkt manche Richtern haben interessante Sichtweisen....

      Selbstverständlich, in dem Bereich braucht man Zeit, etwas Glück und am besten auch juristischen Sachverstand bzw. juristische Begleitung für Gerichtsverfahren.

      Die Kombination ist nicht meine Kernbegabung, deshalb habe ich das "ausgelagert" durch ein Investment in die Spartenprofis der Sparta AG. (Als Reaktion auf den unfreundlichen Umgang von Clere mit Kleinaktionären ist mein dortiger Einsatz zu Sparta gewandert, bislang habe ich es nicht bereut, und bei einem Strabag-Urteil sollte ich so auch mitprofitieren.)


      Ich habe akt 138 Spruchverfahren am laufen......mein Postbote liebt mich.....