Fiat-Money, Gold und Euro

  • Hallo Beobachter,

    erst mal neidlose Gratulation zu deiner Gold-Spekulation - man kann dir wirklich nicht vorwerfen, dass du nicht frühzeitig auf diesen Trend hingewiesen hättest. Nachdem inzwischen sogar AZ-Fonds über einen Einstieg nachdenken, mal eine (logische?) Frage:

    Der Goldpreis ist (gemessen in US-$) vom Tief bei 260 $ über die Aufsehen errregende Marke von 300 $ gestiegen - aktuell etwa 310 $.

    Hintergrund ist wohl ein Vertrauenslust in den US-$ - nach deiner Diktion "Fiat-Money", also eine Flucht in Sachwerte.

    Paralell dazu wird über eine Überbewertung des US-$ zum Euro gemunkelt - man liest von Währungsparität und mehr, also von einem Abwertungspotenzial des $ zum Euro von gut 10%.

    Gold und Goldminen werden offensichtlich in US-$ abgerechnet.

    Frage: was bringt es für Euro-basierte Anleger (noch), jetzt (noch) in US-$-notierte Goldminen einzusteigen, wenn mit einem $-Kursverlust von +10% zu rechnen ist - selbst ein Anstieg von Gold von 310 $ auf 340 $ wäre für Euro-basierte Anleger "wertneutral". Oder habe ich da einen Denkfehler?

    Gruss, witchdream

  • Das einzige was dieser "Moderator" kann
    (zur Erinnerung fuers Forumsarchiv: er nannte sich DAQel)
    ist Andersdenkende aus Norbert's ehemals tollem Forum zu ekeln.
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    und das finden wir ganz toll!

    Einmal editiert, zuletzt von Beobachter (17. März 2009 um 02:26)

  • Unter der Annahme, daß der Goldpreisanstieg auf eine Dollarschwäche zurückzuführen ist, bringt eine Investition in Gold momentan nichts. Falls aber nicht nur das Vertrauen in den Dollar, sondern in Papiergeld (fiat money) allgemein sinkt (z.B. aufgrund einer weltweiten Wirtschaftskrise wie in den 30ern), ist eine Investition in Gold sicherlich sinnvoll.
    Leider weiß ich von keinem Chart, der Goldpreise in EUR anzeigt. Auf Comdirect finde ich nur den Goldpreis in USD.

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Hallo Beobachter,

    ich lese deine Beiträge sehr gerne und versuche immer wieder deine Aussagen realitätsnah zu beurteilen.

    Vielleicht kannst du mir ja bezüglich meiner Verständnisprobleme ein wenig unter die Arme greifen.

    Ich glaube aus deinen postings herauslesen zu können, dass die Uhr für das gängige Währungssystem auf `5 vor 12` (wenn nicht sogar schon nach 12) steht und ein Zusammenbruch in den nächsten ein bis dreißig Jahren, ohne entsprechende Reformen – insbesondere die Koppelung an einen Standard ( hier bevorzugst du Gold) – zu erwarten ist.
    Das dies nicht ohne einer Kollaps der Weltwirtschaft vonstatten gehen könnte ist wohl unbestritten!

    Bis hierhin kann ich deinem `Blick in die Zukunft`, wenn auch nicht explizit zustimmend folgen, und maße mir keinesfalls an deine Aussagen als Hirn-Gespenster abzutun.
    Sollte der `Tag X` eintreten (natürlich kommt dieser nicht von heute auf morgen), dann ist es ohne Zweifel von Vorteil, optimal gerüstet und vorbereitet, der neu zu gestaltenden Wirtschafts-und Sozialordnung ins Auge zu sehen.
    Genau an diesem Punkt angekommen stellt sich mir die Frage - was ist richtig und was ist falsch - wie soll ich mich vorbereiten – wer weiß was kommt – soll ich auf Gold setzen? –
    Jetzt meldet sich immer mein, durch übermäßigen Foren-Konsum, auf die Größe eines goldenen Schneidezahns geschrumpftes Hirn, und bringt mich auf den Boden der Tatsachen zurück.

    Folglich frage ich mich, was du am `Tag X` mit deinen Aktien machst?

    Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass Paku, im Falle des ökonomischen SuperGAUS, eine `Konservendose Rindfleisch` gegen bedrucktes Papier, das dich als Anteilseigner einer südafrikanischen Goldmine ausweist, eintauschen würde ( mal ganz davon abgesehen, dass du diese Papiere nicht in einem `Tafelgeschäft` erworben haben wirst)
    Würdest du dagegen zu mir kommen und physisches Gold gegen Nahrungsmittel eintauschen wollen, dann könnte ich der Versuchung durchaus erliegen.

    Viel geschrieben, wenig vermittelt - ..... aber immerhin war ich auch dabei 8) ;D 8)
    Gruß

    Brain

  • Hi Brain, und deshalb bin ich vor ca. 2 Monaten auf physisches Gold umgestiegen, mit einer durchaus relevanten Summe. der Rest ist Cash und ein paar kleine Renten- und Aktienfons (Weltweit) sowie ein paar Thiel für den Thrill!

    Du siehst, wenn es crasht, werde wir nicht verhungern.

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

  • ...und falls du Lebensmittel brauchst, für dich hab ich immer ein paar leckere Vorräte mit hoher HD liegen! Fest und flüssig!

    Durchhalten, Spass haben, Mensch bleiben.

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    Einmal editiert, zuletzt von Beobachter (17. März 2009 um 02:26)

  • Spoilsport:

    Meine tagesaktuellen Goldpreise in EUR beziehe ich von der Dresdner Bank, da brauche ich nichts zu rechnen :-) Gerade eben habe ich da auch einen Chart gefunden; dank der bisher noch kurzen Lebensspanne des Euros reicht er aber nur drei Jahre zurück. Hier auch gleich der Vergleich Gold in EUR (rot) vs. Gold in USD (schwarz). Man sieht, daß man als Europerson mit einem Goldinvestment schon wesentlich länger vorteilhaft gefahren wäre:

    Externer Inhalt www.mis.dresdner-bank.de
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    3 Mal editiert, zuletzt von cktest (16. Mai 2002 um 21:32)

  • Hallo zusammen,

    danke für euere Antworten und die Infos zur Goldpreis-Entwicklung in USD bzw. EUR.

    Der Chart von cktest zeigt überdeutlich, dass Gold in den letzten (gut) 3 Jahren kein tolles Investment war. Den Anstieg um ca. 8% (auf Basis USD) hätte man auch mit dem Sparbuch hinbekommen, und selbst der CDAX hat trotz Börsencrash nur leicht schlechter abgeschnitten (etwa +/- Null).

    Die tolle Performance von Gold (in EUR) gerechnet liegt damit ausschliesslich an der tollen Performance des USD zum EUR. Anfang 1999 erhielt man 1,18 USD je EUR, heute nur noch 0,90 USD, d.h. der USD ist gegenüber dem EUR um satte 31% gestiegen. @ Beobachter: da haben die Währungsspekulanten bislang deutlich besser abgeschnitten als die Goldspekulanten, auch wenn das eher eine staatliche Domäne ist ;D

    Interessant finde ich aber, dass bei den Goldminen an der Börse offensichtlich eine gewaltige Hebelwirkung zum Einsatz kam - gemessen an dem schlappen Goldpreisanstieg (in USD) hat der DJ-Mining-Index wohl deutlich besser performt - zumindest seit dem 11. September:

    Externer Inhalt chart.bigcharts.com
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    Seit Anfang 1999 hat der Mining-Index allerdings auch nur um gut 10% zugelegt.

    Die Goldpreis- und Minenspekulation ist damit ganz klar eine Folge des 11. September, und somit - wenn man es so bezeichnen will - eine "politische Börse". Politische Börsen haben aber bekanntlich kurze Beine, und ich halte eine reine Goldspekulation auf USD-Basis deshalb für ein Spiel mit dem Feuer. Dazu kommt ein ganz erhebliches Abwertungsrisiko des USD gegenüber dem EUR.

    @ Beobachter: du bist in den letzten Monaten mit deiner Spekulation extrem gut gefahren - nochmals Gratulation. Ich würde es aber jetzt nicht mehr wagen, auf diesen Zug aufzuspringen. Gerechtfertigt wäre ein Gold-Engagement allenfalls, wenn man - wie Du - sich kurzfristig gegen einen Zusammenbruch des Welt-Währungs-Systems absichern will und in Sachwerte flüchtet. Da wüsste ich mir aber ehrlich gesagt nützlichere Sachwerte als Gold - etwa einen Acker, auf dem man wie Paku Hühner züchten kann ;D

    Stutzig macht mich auch, dass mittlerweile Institutionelle einer Gold-Spekulation das Wort reden - ob da die ersten Instis den eigenen Ausstieg vorbereiten???

    Gruss, witchdream

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    Einmal editiert, zuletzt von Beobachter (17. März 2009 um 02:26)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Beobachter (17. März 2009 um 02:27)