• Ich habe heute unter marketscreener.com die DAX-Werte auf erwartete KGV18 durchgeschaut.

    Die Ergebnisse haben mich überrascht:

    4 Werte (13%) haben einen KGV18e < 7,5

    11 Werte (37%) haben einen KGV18e < 11

    Ich kann mich nicht erinnern, wann der DAX das letzte Mal den höchsten Anteil günstig bewerteter Titel aller mir bekannten Indizes hatte. Meine Sorgen vor einem weiteren heftigen DAX-Einbruch sind damit jedenfalls stark gesunken - viele Werte sind günstig, viele Zukunftssorgen sind schon jetzt stark eingepreist.


    DAX-Wert KGV18e EV/Ebdita18e
    Lufthansa 5,15 2,75
    Volkswagen 5,6 1,17
    Daimler 6,3 2,14
    BMW 7,1 2,15
    Vonovia 8,8 29,4
    Heidelberger Cement
    10,3
    6,52
    Allianz
    10,3
    ---
    Covestro 10,4 4,08
    Continental 10,4 5,05
    Münchner Rück
    10,7 ---
    Commerzbank 10,8 ---



    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Ich finde generell nicht dass insbesondere deutsche Aktien zur Zeit sonderlich oder extrem hoch bewertet sind. Bloß weil (oder gerade weil) so viel von aktuellen Krisen geredet wird, muss das ja nicht heißen dass es auch kracht. Das hieß es ja eigentlich schon seit Jahren öfters mal. Oder anders gesagt, übertrieben positiv ist die Stimmung ja eher nicht, oder? Wovor man als Antizykliker ja mehr Angst haben dürfte.


    Apropos die Autowerte, da würd ich immer Porsche statt VW direkt nehmen, ist noch ein bißchen günstiger, oder?


    Naja, ich glaube generell nicht an Market-Timing, insofern.


    Stahlwerte find ich nach wie vor günstig, z.B. Arcelor, die machen massiven Schuldenabbau.


    Ölaktien find ich auch sehr interessant, zahlen hervorragend, find jetzt z.B. Shell überhaupt nicht sonderlich teuer.


    Und manche Banken in Europa find ich fast lächerlich günstig. Tja, mal schaun.

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

  • Mal ein paar Punkte die FÜR eine niedrige Bewertung v.a. der Autoaktien sprechen könnten


    - die aktuellen Margen der Autohersteller liegen deutlich über den langjährigen Mittelwerten .

    - alles was aktuell auf Makroebene abläuft (Zölle, Brexit, EM Krise) läuft gegen das Deutsche Exportmodell läuft

    - Die Umstellung auf Elektromobilität wird einen sehr großen Investitionszyklus nötig machen mit unklaren Ausgang

    - über die Finanzierungstöchter haben die Konzeren ordentliches Exposure zum Finanzmarkt

    - EIn Großteil der Autogewinne werden in China erzielt, wobei es unklar ist ob und wieviel davon je ausser Landes gehen kann


    Kann alles im Preis drin sein, muss aber nicht.

  • Ich bleibe -trotz optisch günstiger Werte im DAX (KGV etc)- vorsichtig.

    Die Signale sind gemischt und meiner Meinung nach eher negativ:


    1. ZEW Indikator ist überraschend stärker als gedacht:


    https://www.n-tv.de/wirtschaft…eigt-article20617579.html


    aber immer noch unter der Null Linie.


    2. Sentix Indikator gestern etwas besser, aber immer noch schwach (September 12 ggü 14,7) im August:


    https://de.investing.com/econo…x-investor-confidence-268


    3. Schwacher Auftragseingang:


    https://www.bundesbank.de/Navi…gang/auftragseingang.html


    Deutschland leidet unter der Krise in den Emerging Markets. Daher kommt auch die relative Schwäche der deutschen Aktien gegenüber der Performance zu den USA, die einen relativ stabilen Binnenmarkt ausweisen.

  • Der Sprit an der Zapfsäule steigt kontinuierlich weiter (ich glaube so hoch war es noch nie), Heizöl steigt weiter und komischerweise gibts bisher kein Aufschrei in den Medien. Auch keine Stammtisch Gerede über teure spritpreise .

    Entweder verdient jeder prächtig und es geht den meisten zu gut oder es interessiert niemanden .

    Hmmh, komisch. Ich denke viele Firmen sollten doch die spritpreise zu spüren bekommen oder täusche ich mich?

  • Ich habe gestern unter €1,47 je Liter Super bezahlt, ich erinnere mich aber auch noch an Preise über €1,60.


    Die Mineralölsteuer ist je Liter konstant (etwa 0,65), nur die Mehrwertsteuer steigt mit dem Preis. In €1,19 stecken 19c Mehrwertsteuer, in €1,60 etwa 25c, also 6c der Differenz von 41c.

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Ich habe gestern unter €1,47 je Liter Super bezahlt, ich erinnere mich aber auch noch an Preise über €1,60.


    Die Mineralölsteuer ist je Liter konstant (etwa 0,65), nur die Mehrwertsteuer steigt mit dem Preis. In €1,19 stecken 19c Mehrwertsteuer, in €1,60 etwa 25c, also 6c der Differenz von 41c.

    <klugscheißer> 1,47 * 19 / 119 = 0,2347 Euro MwSt pro Liter Sprit </klugscheißer>

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • phoenix Runde: "10 Jahre nach der Lehman-Pleite – Wo stehen wir heute?" vom 11.09.2018

    Ich weiß nicht, ob dies schon an anderer Stelle gepostet wurde...

    Sehr interessant. Vor allem die individuellen Sichtweisen der einzelnen Teilnehmer, die doch recht unterschiedlich sind.


    Finanzkrise ist aus? Bekommen wir aber bestimmt bald wieder rein...

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

  • Salzgitter heute mit Prognose-Erhöhung.


    https://www.finanznachrichten.…-hebt-prognose-an-016.htm


    Bei Klöckner kauft der Loh in einer Tour Aktien auf.


    Verdienen zur Zeit ordentlich und die Schutzmaßnahmen laufen zum Teil erst an, bzw. neuere wie aktuell in der EU (als Reaktion auf die Schutzmaßnahmen in USA).


    Finde Stahl nach wie vor sehr interessant.


    Auch Öl, Dünger, europäische Banken. Ich weiß ich wiederhole mich, aber ich kann nicht anders :). Jeweilige Beispiele, BP/Shell, K+S beim Dünger und bei den Banken vor allem auch die französischen. Grade beim aktuellen Präsidenten dort sollte von oben her doch auf die geschaut werden, Societe Generale find ich da am günstigsten, aber nimmt sich nicht so viel mit BNP bzw. Credit Agricole.

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    W. B.


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    B. G.

  • Societe Generale klingt interessant.
    Wie stark sind die eigentlich in schwierigen Ländern wie Türkei, Russland oder Brasilien investiert? (Das starke Engagement in jenen Ländern ist mein zentraler Kritikpunkt an der spanischen BBVA)

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Alle relevanten Steuern steigen weiterhin ( gegenüber Vormonat bzw. Jan-Aug. Vorjahr ), sollte also weitere Gewinnsteigerungen in DE geben.


    https://www.bundesfinanzminist…bietskoerperschaften.html

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
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    Buffett