• #Al,

    Deine Erwartung wird nur dann erfüllt wenn es nicht zu einem massiven Konjunkturabschwung kommt. Momentan stehen viele Zeichen auf Rezession und Sonderzölle helfen da nicht sondern Erhöhen das Risiko

    Mein altes "menatl Modell" sagt: Je größer und lämger der Boom desto tiefer die Rezession.

    Die letzten 11 Jahre war "buy the dip" immer richtig, aber rigendwann wird es das nicht mehr sein. Schauen wir mal.

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    Zitat

    Sales fell in all major geographic regions in June (three-month moving averages compared to the same period last year):

    • Americas: -29.5%
    • Europe: -10.9%
    • Japan: -12.8%
    • China: -13.9%
    • Asia Pacific/All Other: -13.7

    https://www.nakedcapitalism.com/2019/08/what-p…d+capitalism%29

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Staatsbankrotte: Griechenland und Zypern vergessen??? Island ebenfalls, In nicht EU auch noch diverse mehr, Argentinien z.B., sind bald schon zum 2. mal dran.

    Hyperinflation: -> Immopreise und insbesondere Land (Bau-, Acker, Weide, Wald) Ist ja nicht so, als ob in D die Bevölkerung immens zugenommen hätte, sodass eine wirklich berechtigte Knappheit am Boden vorhanden wäre, abgesehen von Innenstadtlage in 7 Großstädten. Ansonsten auch gerne mal diverse staatliche Gebühren (Grundsteuer etc.) betrachten, ist hier um 50% gestiegen ;)

    Goldrallye, ebenso Solber: Chart mal von 2008-2011 angeguckt?? Danach wurde von den Banken gedrückt, glaub nur nicht, dass wäre ein Märchen. Ich hab s einen Tag vor dem ersten 9,xx% Absturz beim Gold per Mail aus informierten Kreisen erfahren, dachte blöderweise hat ja noch was Zeit um drauf zu reagieren. Aber die nächste Rallye hat schon wieder begonnen. Einige (mMn Idioten) weichen auch auf Bitcoin etc. aus. D.h. Der Preisdruck wird etwas verlagert, es wurde eine andere Ausweichmöglichkeit geschaffen

    Bankruns: s.o. Punkt 1 GR; bin mir nicht sicher obs da nicht auch Tendenzen zu in S und PT gab

    Ich hoffe ich konnte dir einen Perspektivwechsel und einen kleinen Denkanstoss geben

  • Zitat

    Ich hoffe ich konnte dir einen Perspektivwechsel und einen kleinen Denkanstoss geben

    Um ehrlich zu sein, nicht wirklich.

    M.E. ist eine passendere Zusammenfassung so:

    Ja, an der "Peripherie" hat es einige wenige Länder "erwischt".

    Allerdings im Fall Europa nur solche, die durch den Eurobeitritt eine exzessive Schuldensause hinter sich hatten und früher oder später auch so in einen Schuldenkrise gerutscht wären. Und selbst die haben sich irgendwie durchgewurstelt bis heute.

    Bei den großen Volkswirtschaften sehe ich dagegen den längsten Aufschwung aller Zeiten. Boomende Börsen ohne Gleichen. Arbeitsmarkt in guter Verfassung. Wohlstand auf Rekordwerten.

    Und vorallem: Inflation sehr niedrig, TROTZ des Booms und jahrelanger Nullzinsen.

    Die Vorhersagen zur Inflation, Hyperinflation und Ende des "fiat money" bezogen sich ja auf "normale" Inflation, nicht die Inflation der Vermögenspreise (die in den letzten Jahren eher eine direkte Folge aus niedrigen Zinsen/Zinserwartungen sind, weniger Angst vor Währungscrash).

    Goldpreisanstieg: Nun ja, mit 20% oder so seit der Finanzkrise doch eigentlich miserabel. Ich halte selber seit der Finanzkrise 10% meiner Anlagesumme in Gold als "Sicherheit", das war ex post keine gute Idee. Was wurde dagegen nicht fabuliert von der Rückkehr zum Goldstandard etc.

    Um noch mal zu erinnern:

    Die Ereignisse damals wurden mit der Krise 1929 gleichgesetzt, und teils ähnliche Folgen erwartet.

    Bitte mal mit 1929ff beschäftigen, dann siehst du was eine echte Krise ist.

    Nun ja, zum Glück kam es anders.

    Und zum Glück bin ich (und viele andere hier) damals noch echt antizyklisch mit Mann und Maus in günstige Aktien. War die beste Entscheidung meines (Anleger-)Lebens.

    Mein Fazit bleibt also:

    Die Kassandrarufer gibt es seit ich 1998 an die Börse bin. Und immer haben die die besseren Argumente. Aber am Ende gibt das Leben irgendwie immer den Optimisten recht.

    Und sowohl meine eigenen als auch fremde Zukunftsprognosen liegen fast immer daneben. Und Die der "Experten" erst recht ;)

    Daraus folgt für mich:

    Investitionsquote von nahe bei 100% ist eigentlich das einzig dauerhaft Sinnvolle.

    wp

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Wie konntest Du bei dauerhaft 100% nach der gr. Finanzkrise dann "mit Mann und Maus" in günstige Aktien gehen? Das ist nämlich das Hauptproblem bei dauerhaft 100% nach meiner bescheidenen Meinung.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Ich finde es immer wieder interessant: Verschiedene Akteure wollen die Währung schwächen und zerlegen dafür die eigene Bilanz- bis sie dann tatsächlich schächelt, aber ihnen dafür auch die Kontrolle entgleitet und sie eben dieses bereuen.
    Beispielsweise weil das zu einer Kapitalflucht in weniger verfallsfreudige Währungen führt. oder weil diverse importierte Produkte schmerzhaft teurer werden.,

    Spiel mit dem Feuer, bis man sich verbrennt.

  • Thema Hongkong:

    Ich hatte mich noch nicht allzu viel mit dem Thema beschäftigt. Aber eben mal das Video hier:

    https://www.bloomberg.com/news/articles/…nce-intensifies

    Anfangs wirkt sie mir noch recht souverän, aber es ist einfach bezeichnend dass sie am Schluss nicht klipp und klar sagen kann ob die Entscheidungen in Hongkong gemacht werden oder in Peking.

    Ähnliche Einschätzung hier:

    https://www.deutschlandfunk.de/proteste-in-ho…ticle_id=456189

    Singapur dürfte sich freuen.

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.

    W. B.

    Investment is most intelligent when it is most businesslike.

    B. G.

  • Mal einen Gedanken aus W : O reinkopiert von User DOBY:

    inverse Zinsstrukturkurve in den USA-hausgemacht ? in den letzten Tagen kamen die Märkte heftig unter Druck wegen der inversen Zinsstrukturkurve in den USA, die Analysten als Anzeichen für eine kommende Rezession werten. Ich stelle provokativ die Frage, ob nicht Herr Trump und die FED diese Inversität selbst verursacht haben, indem sie niedrigere Zinsen fordern bzw. in Aussicht stellen ? Wie ich schonmal geschrieben hatte, wenn fallende Zinsen wahrscheinlich sind, kann man am sichersten Geld verdienen (mittels Kursgewinnen), wenn man Anleihe-Langläufer kauft, genau das haben diverse Finanzakteure vermutlich gemacht-und die Umlaufrenditen dieser Papiere damit weiter in den Keller geschickt. Bis zu einer Rezession in den USA gibt es aber noch viel Spielraum, wenn man das (Noch)Wachstum von +3% p.a. betrachtet.

    https://www.wallstreet-online.de/diskussion/114…ndersituationen

    “Investment is most intelligent when it is most businesslike.” -Benjamin Graham

  • Die saure-Gurken-Monate an der Börse neigen sich zu Ende.

    Trotz anhaltender politischer Turbulenzen weltweit und ständige Unkenrufe der Auguren vor kommender Rezession steht der DAX nahe an seinem ATH und sieht auch chartmäßig wieder deutlich besser aus als Anfang des Jahres.

    Meiner Erfahrung nach hat in solchen Situationen immer die Börse recht und nicht die Schlauberger in den Konjunkturprognose-Abteilungen.

    Ich lehne mich daher mal aus dem Fenster und sage:

    Zu einer anhaltenden Rezession in DE wird es in naher Zukunft nicht kommen, sonder höchstens zu einer kurzen Flaute.

    Für die USA und die meisten westlichen Märkte sowie für Rohstoffe gilt das m.E. ebenfalls.

    Wir leben in goldenen Zeiten und keiner merkt es.

    Finger weg höchstens von China.

    Was meint ihr?

    wp

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Hallo wp,

    seit die EZB angekündigt hat, dass sie die Geldschleusen wieder öffnet, bin ich in Norberts Wochenumfrage vom Bären zum Bullen umgeschwenkt. Allerdings sehe ich das eher für den Finanz-/Kapital-/Immobilienmarkt auf Grund der Geldflut. In der realen Wirtschaft bin ich mir nicht so sicher wie du in deinem Posting. Mich wundert aber, dass die Politik schon jetzt finanzielle Maßnahmen gegen eine Rezession bespricht. Normalerweise passiert das erst zu einem späteren Zeitpunkt im Konjunkturzyklus.