Aber die Abneigung gegen Finanzthemen steckt aus irgendeinem Grund den ich noch nicht ganz begreife so tief in den Deutschen dass es leichter scheint ihnen nach dem Mund zu reden als sie zum Überdenken ihres Anlageverhaltens aufzufordern.
Für mich rührt die Abneigung der Deutschen gegenüber Aktienanlagen vor allem daher:
1. Die hiesigen Branchen/Unternehmen sind zu zyklisch (Auto, Chemie, Maschinenbau, Banken), gepaart mit einem zusätzlichen Hebel durch relativ hohes Fremdkapital, was dann zu enormen Kursschwankungen der betreffenden Aktien führt.
2. Die Banken und Versicherungen haben überhaupt kein Interesse, dass der Anleger direkt in Aktien investiert. Sie wollen ihre abgeleiteten Produkte wie Zertifikate, OS, Aktienanleihen, LV vertreiben.
3. Die Anleger werden in schöner Regelmäßigkeit abgezockt, sei es durch überteuerte Börsengänge (Telekom, dritte Tranche), dubiose Steuersparmodelle (Bauherren-, Container-) und andere "Angebote" am grauen Kapitalmarkt.