Die Lage

  • https://www.n-tv.de/panorama/Z…lich-article21572843.html

    Quote

    Die Zahl der nachgewiesenen Infektion stieg um 14 840 auf nun 48 208 bekannte Fälle. Am Vortag waren in Hubei noch 97 Todesopfer und 1638 neue Infektionen gemeldet worden. Landesweit lagen am Donnerstag zunächst keine neuen Angaben über die Verbreitung des Virus vor. Allein durch die neuen Infektionen in Hubei, wo die Lungenkrankheit in der Stadt Wuhan ursprünglich ausgebrochen war, ist die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland aber auf über 59.000 gestiegen.

    https://gisanddata.maps.arcgis…740fd40299423467b48e9ecf6

    13-02-_2020_06-03-02.jpg

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Andererseits sollte es aber so sein, dass Personen, die das Virus tragen, aber keine Symptome zeigen, nicht mehr mitgezählt werden. Offenbar gibt es aber mehr Personen mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung als nachgewiesene Virusträger (oder mehr Kapazität an CT-Geräten als in S3-Labors).

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

    Edited 2 times, last by cktest ().

  • Das Corona-Thema ist nun definitiv im Mainstream angekommen.

    Es ist zu erwarten dass das in den nächsten Tagen/Wochen erheblichen Einfluss auf die Märkte haben wird.


    Was für Folgen sind eurer Meinung nach denkbar?

    Da die bis zum 2. Februar verlängerten Neujahrsferien in China vielerorts nochmals verlängert wurden oder gar noch andauern, müssten so langsam die Lieferketten für einzelne zeitgerechte Teile zum Erliegen kommen.
    Was bis dahin schon versandt war befindet sich derzeit noch auf See. Nach 5-6 Wochen Laufzeit sollte aber auch die letzten Schiffe Europa (USA ähnlich 30-40 Tage) erreichen.

    Was machen die Automobilhersteller, wenn in China hergestellte, zeitgerecht eingeplante Kleinteile wie 'simple' Plastikstecker für ein Airbag Steuergerät die Werke nicht mehr erreichen? Solche Teile sind nicht eben mal schnell in Europa herstellbar, da zuvor Produktionsanlagen qualifiziert werden müssen, von kurzfristigen Kapazitäten ganz zu schweigen.

    Hyundai liegt näher an China und ist jetzt schon von Produktionsausfällen betroffen. Ich reche damit, dass es auch hierzulande bis ca. 10. März zu ersten Lieferengpässen auf dem Seeweg kommt, dann werden noch wenige Tage mit Vorräten der Fahrzeughersteller und Großhändler überbrückt (die vermutlich derzeit Vorräte kaufen wo immer möglich) und dann stehen möglicherweise einzelne Bänder still, wenn sie auf Teile aus betroffenen chinesischen Werken angewiesen sind.

    Als Datum für einen Wiederanlauf in China wird derzeit häufig der kommende Montag 17.2. genannt, vorrangig haben dann OEMs Zugriff auf die Ware. Für den Seeweg ein Gap von mindestens 18 Tagen, falls die Werke in China dann wieder produzieren.

    wie seht Ihr das?


    Damit das ganze nicht ohne Referenzen für die Aussagen dasteht:
    https://www.reuters.com/articl…pping-trade-idUSKBN2002K1

    https://www.automobilwoche.de/…eder-autos-in-china-bauen

  • Die NZZ zeigt auf, dass es wahrscheinlich viel mehr Infizierte gibt als gemeldet sind. Das bedeutet aber auch, dass die Gefährlichkeit des Virus nicht so hoch ist wie ursprünglich befürchtet oder wie errechnet, wenn man die Zahl der Todesfälle durch die Zahl der Infizierten teilt (gut 2%) oder gar die Zahl der Todesfälle durch die Zahl der geheilten Patienten, wie von looser vorgeschlagen (knapp 18%).

    An die deutschen Medien: wo bleiben Interviews mit den behandelnden Ärzten der Münchner Patienten?

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Die NZZ zeigt auf, dass es wahrscheinlich viel mehr Infizierte gibt als gemeldet sind. Das bedeutet aber auch, dass die Gefährlichkeit des Virus nicht so hoch ist wie ursprünglich befürchtet oder wie errechnet, wenn man die Zahl der Todesfälle durch die Zahl der Infizierten teilt (gut 2%) oder gar die Zahl der Todesfälle durch die Zahl der geheilten Patienten, wie von looser vorgeschlagen (knapp 18%).

    An die deutschen Medien: wo bleiben Interviews mit den behandelnden Ärzten der Münchner Patienten?


    Stimmt nicht ganz. Mein "Vorschlag" ist anders. Man teilt die Zahl der Todesfälle durch die Summe von Todesfälle plus Geheilte. Derzeit ca. 15% bei 1666 Todesfällen und 9420 Geheilten. Andere Zahlen wie die erwähnten 2% sind, um die Gefährlichkeit der Erkrankung zu beurteilen, imho Unsinn.

    "If it sounds too good to be true, it probably is."


    "Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht."


    "Erfahrung ist das was man bekommt, wenn man nicht bekommt was man möchte."

  • Die Geheilten werden nur nicht systematisch gezählt. Und die Dunkelziffer derer, die nur leichte Symptome haben, nie ins Krankenhaus gehen, und weder als krank noch als geheilt auftauchen, ist vermutlich sehr hoch.


    BTW: Außerhalb Chinas ist der Virus ja bisher offenbar sehr gut im Zaum gehalten worden.

    An der Börse kennt man den Preis von allem, aber den Wert von nichts.

  • Die Geheilten werden nur nicht systematisch gezählt. Und die Dunkelziffer derer, die nur leichte Symptome haben, nie ins Krankenhaus gehen, und weder als krank noch als geheilt auftauchen, ist vermutlich sehr hoch.

    Das ist bei vielen Krankheiten so, ich gehe auch nicht für jede Kleinigkeit zum Arzt, erst wenn ich es nicht selbst in den Griff bekomme und fachlichen Rat benötige. Jeder weis doch, eine Erkältung dauert 14 Tage, mit Medikamenten nur 2 Wochen.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
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    Buffett

  • Donglengcha

    Ich gehe mittlerweile davon aus dass sich die Pandemie mit WKeit 50/50 weltweit (also auch bei uns) ausbreiten wird.


    Grund:

    Es mosern natürlich jetzt viele (opportunistisch) über China, aber Fakt ist doch dass China deutlich rabiater reagierte als die meisten Staaten das können. Inklusive vieler Westlicher Staaten: Krankenhaus bauen in einer Woche, Heerscharen Ärzte im Militärstil rumkommandieren, ganze Städte abschotten, Ausgangssperren etc.

    Man mache sich nichts vor, in DE ist der Instrumentenkasten letztlich kleiner.


    Das RKI äußert sich mittlerweile ähnlich: Es geht nun primär darum die Pandemie zu verzögern, auf dass sie nicht mit der Grippewelle zusammenfällt.

    Und es bleibt die Hoffnung auf wärmeres Wetter, sonst sähe ich die WKeit eher bei 90%.


    Die Folgen scheinen ja nicht so schlimm zu sein zum Glück, also wirds nicht der Untergang sein.

    Aber im zunehmend schwierigen Kampf gegen diese Ausbreitung sehe ich für die globalen Lieferketten noch sehr, sehr viel Ungemach.
    Die laufen ja nicht sofort wieder an. Der ein oder andere Zulieferer ist wiederum von anderen Zulieferern abhängig usw.

    Der Lieferverkehr/Schiffsverkehr wird auch runtergefahren werden (macht die Post schon jetzt), also wird es auch dort zu entsprechendem Rückstau & Chaos von Gütern kommen.

    Unterbricht man also dieses Netzwerk für sagen wir 2-3 Monaten an vielen Stellen gleichzeitig, so dass die Ersatzteilpuffer allerorten völlig ausgelutscht sind und anderorts sich die Güter stapeln, wird es ziemlich stottern das alles wieder in Gang zu bekommen.

    Das ist wie die Thailandflut vor paar Jahren, aber Faktor 100, oder eher Faktor 500.


    Ich bin aber nicht sicher was das für die Aktienmärkte bedeutet, denn andererseits sieht man m.E. grad eine massive Kapitalflucht / Rotation von China in Richtung Westen. Das ist es was m.E. die westlichen Märkte grade von Hoch zu Hoch schiebt.


    Am Besten werden also m.E. westliche Aktien laufen, die wenig vom Corona tangiert werden. Dazu vielleicht Gold etc.

    Weniger toll westliche Aktien mit Lieferketten/Absatz nach Asien (Auto, Maschbau etc).

    Mit der Kneifzange nicht anfassen würde ich momentan alle asiatischen Märkte inkl Japan (das die Olympiade ausfällt halte ich für gut möglich).

    Tourismus, Rohstoffe, Logistik, auch nicht grad meine erste Wahl momentan...

  • Nachdem mir die Apotheke meines Vertrauens in einem kurzen Klönschnack über Corona vs. Grippevirus erzählt hat, dass es ziemlich eng ist, Sterillium und Masken zu bekommen - in Hamburg, nicht in China oder in Nachbarschaft zu Webasto, habe ich mal die IR bei Paul Hartmann angerufen. Folgende Informationen gab es:

    a) Bode Chemie, der Hersteller von Sterillium ist eine Tochtergesellschaft von Paul Hartmann. Okay, wusste ich natürlich

    b) Paul Hartmann stellt u.a. OP-Masken her. Auch nix Neues.

    c) Paul Hartmann hat eine Tochtergesellschaft in China und eine in Hong Kong.

    Also keinen Millimeter über Banalitäten hinaus.

  • Was das betrifft. Unser Hauptlieferant in China hat nach Masken gefragt, damit die Produktion gut weiterlaufen kann. Dort gibt's ja quasi nichts mehr. Die Mutter eines schwäbischen Kollegen aus der Gegend hat dann direkt "beim Hartmann" angefragt und ein paar bekommen. Aber nicht mehr wirklich viele. Könnte schon sein dass die profitieren, aber ich schätze viel wird das nicht ausmachen.


    Ansonsten, ich weiß nicht wie's bei Euch war, aber die letzten Wochen waren bei mir wie verhext. Ich wollte ständig was kaufen und ständig ging's dann gleich hoch entweder bevor ich's eingeben konnte oder das Limit war zu knapp (in dem Fall selbst schuld natürlich). Nur ein paar dieser Firmen, vielleicht ist für den einen oder anderen ja was interessantes dabei:


    3M, BP (wollte ich aber bei unter 5,40 €), Unilever (wollte ich bei unter 50 €, jetzt eher grad nicht mehr), China Pacific (große Versicherung), Taiping (ebenso, groß und günstig), Bangkok Bank (hatte ich schon mal, zahlen gut, wieder günstig).


    Ja, grad die beiden chinesischen Versicherungen finde ich recht interessant. Taiping kenn ich schon länger, die überleg ich nach wie vor zu kaufen. Bei China Pacific überlegt die SwissRe schon länger einzusteigen. Die kannte ich zuvor zwar nicht, aber insofern wirken sie mir nicht gänzlich unsolide. Möglicherweise haben Autoversicherungen in China kurzfristig Sonder-Konjunktur. Sehr viele Leute bleiben einfach zuhause, nicht nur in Hubei, da dürften auch die Unfallzahlen in diesem Jahr deutlich geringer sein. Natürlich alles Spekulation und tut auch nichts zur Einschätzung, nur ein Gedanke.


    Apropos, die China Reinsurance ist auch schon länger günstig, optisch zumindest. Kann die nur nicht sonderlich einschätzen. Generell kauf ich übrigens keine chinesischen Banken, bei Versicherungen wär ich etwas mutiger.

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

  • Nachdem mir die Apotheke meines Vertrauens in einem kurzen Klönschnack über Corona vs. Grippevirus erzählt hat, dass es ziemlich eng ist, Sterillium und Masken zu bekommen

    Sterillium bekommst du ohne Probleme literweise bei Amazon.

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