Die Lage

  • So wie gesagt, unsere kleine Wissenschaftsdebatte zu Corona ist cool und alles, um nicht zu sagen extrem interessant!

    Aber ich hab da echt nicht mehr viel Neues beizutragen.

    Und ich brauche auch dringend die Zeit um über meine Kaufstrategie in diesen hektischen Zeiten nachzudenken...lange Diskussionen sind eigentlich ein Luxus für die bereits weitgehend Investierten.


    Also:


    Für mich persönlich liegt das Szenario jetzt eh fest und ich kann danach handeln.

    Klappte ja bislang gut! Um nicht zu sagen super. Ich wünschte man könnte jeden Crash so timen.


    Aber.

    Das wird zunehmend schwieriger, weil der Markt lernt ja. Und er gewöhnt sich wie Joe schon sagt.

    Und die Psychologie setzt ein.

    Heute also rennt alles hoch wie blöde. Ist zu erwarten als Zwischenerholung. Das würde bedeuten, Zeug abstossen, Cash freimachen für den nächsten Sturz. Aktuell ist das meine Arbeitshypothese. Also heute wie blöde hoch, nächste Woche wieder wie blöde runter.

    Nur: Was, wenn der Markt viel schneller lernt als ich denke. Wenn es das jetzt schon war? Und alle die fiesen Corona-Nachrichten die weiterhin exponentiell reinkommen schon verdaut sind? Kann das sein?
    Scheint mir jetzt sehr unwahrscheinlich. So ein Auskotzen dauert ja eigentlich immer länger. Und auf irgendeinem Zettel habe ich mir mal notiert: Scharfe, schnelle Erholungen sind ein Zeichen eines intakten Crash-Trends.


    Hm Hm.

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

  • Datenpunkt zur Diskussion der Testzahl in Deutschland: Derzeit 160.000 pro Woche, Tendenz steigend.

    Quote

    According to Lothar Wieler, the president of the Robert Koch Institute, German laboratories are now conducting about 160,000 coronavirus tests every week — more than some European countries have carried out in total since the crisis started. Even South Korea, which is conducting 15,000 tests a day and has been held up by virologists as an example to follow, appears to be testing less than Germany.

    “This is about capacity. The capacity in Germany is very, very significant. We can conduct more than 160,000 tests per week, and that can be increased further,” Prof Wieler told journalists this week. Test capabilities would be boosted not least in part by switching laboratories that specialise in animal health towards coronavirus checks. There was no sign that test kits were running low, Prof Wieler added.

    Quelle: FT: "Germany’s coronavirus anomaly: high infection rates but few deaths"

    https://www.ft.com/content/c07…bb-11ea-800d-da70cff6e4d3

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Wir werden in eineinhalb Wochen in Deutschland wahrscheinlich über 1000 Corona-Tote haben. Dann wird die Kurve irgendwann abflachen.

    Italien ist uns zweieinhalb Wochen voraus, die Holländer zwei Tage.

    Bedenklich finde ich auch, dass die Infektionsrate in Südkorea wieder zunimmt.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Das ist alles etwas spekulativ wp, meinst Du nicht? Market-Timing.


    Ich persönlich bin da wirklich ganz extrem und traue mir zu keiner Zeit zu den Markt in irgendeiner Art und Weise einschätzen zu können, also wo er hingehen wird. Ich schaue einfach auf den Preis und meine Einschätzung des Wertes und das ist alles. Vielleicht bin ich auch deshalb so extrem in Kaufstimmung.


    Wollte gestern Talanx kaufen zu unter 22, und zack, nicht schnell genug gewesen, und weg. Erst mal zumindest. Und bei Fresenius geht's auch grad in die Richtung. Aber beide finde ich extrem günstig, deshalb würde ich da gar nicht lange rumtun. Natürlich ärgert man sich da teilweise. FedEx neulich hab ich bei 105,50 nachgekauft, dann sind sie erst mal auf ca. 80 runter. Aber woher soll man das wissen.


    Wo ich mir eher noch eine gewisse Einschätzung erlaube. Ich sag mal in krassen Fällen geht der Index etwa 50 % runter. Gab natürlich krasseres, gab natürlich weniger krasses. Aber, so nehm ich es einfach. Und dann sehe ich dass wir beim DAX jetzt etwa 35 % im Minus sind, gestern war's das zumindest etwa. Dann denke ich mir schon dass nach oben langsam mehr Luft ist als nach unten. Ist natürlich so gesehen auch eine Allgemein-Annahme, also spekulativ, aber naja, keine Ahnung, ist bei mir so ne Denke.


    PS: Eine Sache würde mich brennend interessieren. Wieviele Milliarden Berkshire schon investiert hat.

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

  • Zum aktuellen Markt Timing: wenn ich eines gelernt habe während der diversen Market Crashes (Dotcom, GFC, Euro Krise) dann Folgendes: Entscheidend ist nicht so sehr der genaue Einstiegszeitpunkt. Das Tief erwischen eh nur die Dummschwätzer ohne es nachzuweisen zu können.


    Das Entscheidende ist wie lange man durchhält. Es gibt nach einem Crash immer Gegenbewegungen. Manche sind kurze Bärenmarkt Rallys oder aber der Anfang einer längerfristigen Erholung. Das kann man aber immer nur nachher erkennen.


    Die tatsächliche längerfristige Gegenbewegung wenn sie kommt wird aussehen wie eine typische Bärenmarktrally. Da hilft es auch nix zu schauen wie es 2008/2009 war. Jeder Crash ist anders.


    Für mich gilt deshalb die Devise: Kein (wesentliches) Markttiming. Das ist wie beim "Bull Riding": Nicht abschütteln lassen, auch wenn es noch so weh tut.

  • Das ist alles etwas spekulativ wp, meinst Du nicht? Market-Timing.


    Ich persönlich bin da wirklich ganz extrem und traue mir zu keiner Zeit zu den Markt in irgendeiner Art und Weise einschätzen zu können, also wo er hingehen wird.

    Jein.

    Also generell bin ich voll bei dir, Market timing ist ein übles Biest, geht meist schief.

    Aber dieser Corona-Crash war nun mal (zumindest aus meiner Sicht) tatsächlich timebar, einfach weil sich in jedem Land die selbe Folge von Ignorieren/Als fremdes Problem betrachten/schnell erledigen zu meinen/auf ein Mittelchen hoffen usw, wiederholte (und weiter wiederholt) während die Ausbreitung wie ein Soldat stumpf voranschreitet und sich nix schert um den Lärm.

    Daher klappte das in den letzten Wochen gut, fast auf die Tage genau. Das hat mir jetzt echt zu ner schönen Ladung trockenem Pulver verholfen.


    Aber ja klar, danke für den Hinweis. Das kann man nicht ewig so fortsetzen und man muss dann Obacht geben dass keine Hybris zu Stande kommt.

    Denke an dem Punkt bin ich jetzt auch wieder, wo ich sagen muss: Hm, null Plan was wann kommt.


    Andererseits ist es wie du selber sagst, ein bisschen Hypothese hat man immer, also bissl Market-Timer ist fast jeder.


    Die 50% vom Top Hypothese teile ich zum Beispiel und da sind wir im S&P noch lange nicht.

    Also heute ist Grün, in so rennende Märkte kaufe ich nicht rein und ist auch gut wenn grad Ruhe, weil ich erstmal paar Tage sortieren muss. Das war ja echt wild die letzten Wochen, ich hab jede Nacht am Rechner am Tool gearbeitet.


    Ich rechne also schon nochmal mit nem dicken Rutsch.

    Wie bei Lehman. Vola sinkt, da haben wir das peak m.E. schon gesehen. Aber dennoch neue Tiefs.

    Aber who knows.

    Also überlege ich grade wie tief ich Limits reinlege. Es gibt so viel das ich kaufen will, da kann man schon bissl gierig sein, kein Thema wenn nicht jeder Fisch ins Netz geht.

    Jetzt schau ich mir mal Henkel an und Unilever. Spannend. Einen Staples oder Food hätte ich schon gerne.

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  • Schau vielleicht auch mal Hermle an. M.M. nach eine geniale Firma. EK-Quote ist sehr hoch, bei der Auslastung scheinen sie mir recht flexibel (Arbeitszeitkonten-Abbau & dann Kurzarbeit) und vor allem, das Produkt ist scheinbar einfach das Beste in dem Bereich. Weiß man natürlich auch nicht ob man da schon so weit ist, man könnte z.B. annehmen dass die noch länger Auftrags-Flaute haben weil sie quasi nachgelagert sind, also anderen Branchen die jetzt vielleicht erst mal ganz wenig bestellen.


    Aber insgesamt und wenn man 10 Jahre vorandenkt, könnte das was sein..

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    B. G.

  • woodpecker, scharfe Erholungen sind leider kein Zeichen. Das was Du Dir auf Deinen Zettel geschrieben hast ist falsch?


    Ich kenne jetzt nicht die Tagescharts, eher die Monatskurse, aber selbst beim Crash von 1929-32 gab es eine "V" erholung am Tief.

    Ich nehme an, beim reinzoomen in die Tagescharts wird es nicht anders sein?


    Gucken wir auf einen Auszug vom Crash 2008/2009:

    Der fing eigentlich schon mitte 2007 an, denn im August 2008 stand der S&P 500 schon ca. 20% tiefer.

    Der Abwaertstrend beschleunigte sich.


    Das ist ein Unterschied, wir kommen von einer scharfen Spitze, aber ich weiss nicht ob das relevant ist. Dazu spaeter mehr.

    Das Zwischentief am ca. 20. November 2008 haette das ende sein koennen. Es ging dann doch nochmal runter, aber das liegt auch am Anleihe-Crash, den wir heute gleichzeitig haben, der wird nicht verzoegert nachrollen, sondern es sieht so aus als ob er gerade losgeht, bzw. wenn die Zentralbanken erfolgreich sind, bleibt der Anleihecrash aus?


    So glaube ich, dass das Tief am 20.November das Tief haette sein koennen. Und es haette auch gar nicht so einen grossen Unterschied ausgemacht, denn das Maerz 2009er Tief war "nur" ca. 10% tiefer oder so. (ca. 750 vs 675 Punkte)

    Wie Du am 20.November siehst - es ging steil nach oben.

    Eigentlich ging es auch steil nach oben beim 2009er Tief. Es war eher so, dass es zuvor nicht ganz so steil abwaerts ging. Aber Aufwaerts? Brutal schnell.


    Hier der link zum Chart, habe schon das Anfangs und Enddatum angepasst und logarhythmisch angepasst, um den gefuehlten steilen Abstieg besser darzustellen.

    https://www.comdirect.de/inf/i…te=26.09.2009&log=true&e&


    Also nix von langsam auskotzen... leider!


    Und jetzt noch "von wo wir herkommen".

    Das Sentiment war, dass man schon Mitte 2007 mitbekommen hatte das die Banken schwierigkeiten hatten. Hypovereinsbank in Deutschland, da wurde drueber geredet, das eigene Hypobank-Management kauft Hypobank-Aktien (Insiderkaeufe), ich erinnere mich.


    Und der S&P 500 verlor bis August 2008 schon 20% an Wert. Es gab einen Minicrash im Januar 2008, dann war wieder eine leichte erholung Seitwaertsbewegung.


    Ich vergleiche das Sentiment mit heute: Wir hatten einen Crash Ende 2018, der im Dezember 2018 endete. (Was war ich enttaeuscht).

    Wenn ich jetzt mal ignoriere dass es danach so kraeftig sich erholte und sogar von einem allzeithoch zum naechsten kletterte, dann wuerde ich den 2018 Crash als das Sentiment werten dass wir mit dem Mini-Januar crash 2008 hatten. Viele Leute sind bis Mitte 2018 eingestiegen, so meine Vermutung.

    Der Chartverlauf ist nicht der gleiche, und der Zeitraum ist von 2019-2020 Februar etwa doppelt so lange, aber das lag vielleicht auch an dem Kursverlauf. Weil es 2019 so gut nach oben ging, hielt es sich auch laenger.

    Trotzdem, vielleicht war den Leuten nach dem 2018er Crash schon unwohl, es hat Spuren hinterlassen, so wie 2007 die Diskussion ueber Bankenschwierigkeiten.

    Man hat von Corona auch schon Mitte Januar mitbekommen, und erst Ende Februar ging es steil bergab.

    Corona war der Ausloeser, aber selbst wenn es verschwindet - wir hatten eine Ueberbewertung im Markt, und Seit Ende 2018 ist das auch mehr Teilnehmern bewusst. Sie wollten nur noch weiter die Welle nach oben reiten, aber tief drinnen, da war Dezember 2018 ein Warnschuss.

    Von August 2008 bis November 2008 - das waren nur 3 Monate. Wir hatten Mitte Februar etwa das, was ich fuer "August 2008" halte.

    Wenn es genauso schnell crasht wie damals, dann sind es nur 3 Monate bis zum Tief.

    Vielleicht passiert es schneller. Die Computer waren damals schon schnell genug, ich glaube es macht kaum einen Unterschied heute.

    Es ist das Sentiment, was seine Zeit braucht, der Mensch ist nicht schneller geworden.

    3 Monate ist ein grober Richtwert fuer unseren Crash.


    Aber 1 Monat? Das ist zu kurz, vermute ich. Du kannst Dich nicht am "V" orientieren, Baerenmaerkte enden abrupt und scharf, kein langsames auskotzen.


    Ich glaube nicht das wir gleich morgen oder uebermorgen wieder abtauchen werden, die Boerse macht es einem normalerweise nicht so leicht. Vielleicht werden wir etwas erleben das wie November 2008 bis Maerz 2009 aussieht: Eine laengere Pause.


    Das wird den Baeren weh tun. Jeder ist mal dran.

    Wenn es gut laeuft (fuer Dich und mich und andere mit unserer Einstellung), dann koennte es aussehen wie 27.10.2008 bis 4.11.2008

    Erholung von 848 auf 1005, ca. 18% erholung in grob ner Woche.


    Disclaimer (An stille Mitleser --> Zur Erinnerung: Niemand kann die Kurse vorhersagen, auch ich nicht. Nicht mal fuer eine Minute. Ich weiss nichts, bin total dumm und lernresistent! Alles haarstraeubender Bloedsinn, Ich teile nur meine Gedanken mit. Im Schutze der Anonymitaet ist mir nichts peinlich.)

    Ich bin short und das schon ziemlich long.


    Hier nochmal meine beruehmte Beschreibung zum Boersen-Sentiment - wann endet ein Baerenmarkt?

    Market-Timing

  • Nein, wird mit dem EK erfolgsneutral verrechnet.

    Und was ist wenn die Aktien noch in der Bilanz sind und nicht vernichtet wurden?

    Kursverlust xx%, folgt dann eine Abschreibung?

    War das nicht sogar das Problem von Berkshire Ende 2018?


    ... oder ich hab das was völlig falsch verstanden, dann vergeßt das einfach.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Zum aktuellen Markt Timing: wenn ich eines gelernt habe während der diversen Market Crashes (Dotcom, GFC, Euro Krise) dann Folgendes: Entscheidend ist nicht so sehr der genaue Einstiegszeitpunkt. Das Tief erwischen eh nur die Dummschwätzer ohne es nachzuweisen zu können.

    Also ich bin mittlerweile von den Allzeithochs der Volatilitätsindizes als Einstiegszeitpunkt und Market Timing Indikator überzeugt. Auch wenn man damit die Kurstiefs nicht erwischt, so hat man dann doch zu Panikzeiten gekauft. Das mildert die Ungewissheit doch erheblich.

  • Joe, gute Analyse.

    Kurzfassung: Wir wissen nicht was kommt ;-) Oder?


    Niemand kann die Kurse vorhersagen, auch ich nicht. Nicht mal fuer eine Minute. Ich weiss nichts, bin total dumm und lernresistent! Alles haarstraeubender Bloedsinn, Ich teile nur meine Gedanken mit. Im Schutze der Anonymitaet ist mir nichts peinlich

    Haha, der verdient nen Extra-Daumen hoch! :thumbsup:



    buccaneer

    Henkel VZ bin ich durch. Gefällt schon mal. Deine Meinung zu denen fänd ich spannend.

    Hermle schau ich später.

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  • Meine Meinung zu Henkel Vz.? Klasse. Stabil. Richtung Anleihen-Aktie. Preis-Frage. Da hätte ich keine Sorgen. Die Frage ist halt, wie hieß es an der Uni (dass es mir nicht einfällt ist vielleicht mit ein Grund dass ich geschmissen hab..), jedenfalls welche Alternative man in Betracht zieht. Da seh ich jetzt eben grad z.B. Fresenius, Alphabet, Berkshire.


    Eine witziger Gedanke der mir grad kam: Ich frage mich schon, auf welches Portfolio wir uns einigen könnten wenn wir ein Aktienclub wären..!



    PS: Grad noch gesehen zum Thema Alphabet, https://boerse.ard.de/aktien/a…tt-auf-die-bremse100.html


    Nachdem youtube zum großen Teil Werbe-finanziert sein dürfte, sollte das auch direkt durchschlagen wenn mehr geschaut wird. Bei Netflix könnte es ja sein dass hauptsächlich Bestandskunden mehr schauen und davon haben die erstmal nichts, wegen Abo-Modell. Zumindest hab ich neulich eine Einschätzung in die Richtung gesehen, ob's dann so ist, keine Ahnung. Aber wie gesagt, Werbe-Modell bei youtube, sollte direkt zu Mehr-Einnahmen führen.

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    W. B.


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    B. G.

  • Eine witziger Gedanke der mir grad kam: Ich frage mich schon, auf welches Portfolio wir uns einigen könnten wenn wir ein Aktienclub wären..!

    Coole Idee.

    Bin grad echt busy, aber leg doch mal nen Faden mit deinen Vorschlägen an damit wir das nicht vergessen.

    Schnittmenge sozusagen :-)

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  • Und auf irgendeinem Zettel habe ich mir mal notiert: Scharfe, schnelle Erholungen sind ein Zeichen eines intakten Crash-Trends.


    das findet man so ähnlich auch bei Hussman


    Yet although I expect dramatically greater market losses over the completion of this cycle – and safety nets remain essential – investors shouldn’t rule out a rather violent “clearing rally” in the coming days, to relieve this short-term compression, possibly including one or more daily advances on the order of 4-6% (yes, I mean 100-175 points on the S&P 500).

  • https://www.cnbc.com/2020/03/20/clearing-firm-ronin-capital-unable-to-meet-capital-requirements-at-cme-sources.html?__source=sharebar|twitter&par=sharebar


    Quote

    Clearing firm Ronin Capital unable to meet capital requirements at CME: Sources


    Additional sources said Ronin’s problems stemmed from positions in futures tied to the CBOE Volatility Index, or the security that tracks market volatility.


    Vermutlich nicht die letzten ;) Short Vol war eine der beliebtesten Strategien (im Augenblick vermutlich nicht mehr)




    Die Projektion für die nächsten US Zahlen sind auch historisch häßlich ... Laut den Schätzungen von Goldman (erwartbar, aber schon ziemlich heftig, besonders wenn man bedenkt, dass die USA einen sehr viel geringer ausgeprägten Sozialstaat haben)


    beati pauperes spiritu


    If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention.

  • Hab heute beim Guardian einen Zahlenticker gesehen, der etwas so aussah:


    246.000 Infizierte

    10.000 Tote

    86.000 recovered.


    Nun, die recovered Zahl, die war wohl gedacht um zu beruehigen?

    Aber der Schuss ging wohl nach hinten los, denn man kann das auch so interpretieren:


    10.000/86.000 = 11.6% Sterberate.

    Denn entweder man wird wieder gesund, oder man wird es nicht sondern stirbt.


    Ich habe den guardian dann 2 Stunden spaeter aktualisiert, und sie haben den Zahlen-Ticker wieder rausgenommen.

    Ich nehme an, bei denen laeuteten die Telefone heiss, und die email Inboxed wurden geflutet?


    Das hat mich auf die Idee gebracht nach einem aehnlichen Zahlen-ticker zu suchen:

    Inzwischen sind uber 90.000 gesund, und ueber 11.000 tod. Auch nicht besser.


    Ich denke dass diese Sichtweise statistisch nicht einwandfrei ist, Sterben tut man schneller, aber bis man als recovered gezaehlt wird dauert es laenger.


    Auf der anderen Seite,, ich glaube nicht, dass die Sterberate unter 1% ist, das Princess-Schiff hin oder her, es sind schon verdammt viele Tote.

    Und wenn es wirklich relativ harmlos waere, dann gehen die Regierungen aber sehr hart vor, ohne Ruecksicht auf die Wirtschaft.

    Menschenleben sind wichtig, schon. Aber wenn kaum noch wer arbeitet - wir wollen doch nicht auf Dauer hungern, auf die Ausbildung verzichten, und in Angst leben?

    Wie waere es denn damit? Man koennte die alten Leute evakuieren, auf Sylt und Helgoland, oder sonst irgendwo ein Gebiet freimachen, wo man die gefaehrdetsten Menschen isolieren kann, Ihnen einen schoenen Urlaub ermoeglichen, und das waere bestimmt billiger als all diese Massnahmen?

    Ich bin short und das schon ziemlich long.


    Hier nochmal meine beruehmte Beschreibung zum Boersen-Sentiment - wann endet ein Baerenmarkt?

    Market-Timing

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