Die Lage

  • Das mit den Cashbestaenden ist verwirrend. Wenn Fond manager ihre Aktien verkaufen, dann erhoeht sich ihr Cashbestand, aber derjenige, der ihnen die Aktien abgekauft hat, der hat nun einen reduzierten Cashbestand: Aktien und Cash wechseln den Besitzer, ein Null-Summen-Spiel: Geld bleibt erhalten, Aktien bleiben erhalten.

  • Die Lage zwiespältig.


    Ganz erfreulich, "Schrott"-Aktien (= Value, gute Kennzahlen, solide Gewinne, Dividenden) kommen langsam auch wieder in die Gänge, die elende Zweiteilung des Marktes scheint vorerst vorbei.


    Weniger erfreulich, hatte länger nicht auf den VDAX geschaut, sehe grade der ist nur noch bei 23.

    D.h. langsam macht sich Sorglosigkeit breit.

    Hm....

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

  • HB liefert ein positives Mosaiksteinchen, und sieht die Ralley weiterhin als "gehasst" an.

    Gutes Zeichen, denn gehasst wird sie ja weil Leute verpennt haben einzusteigen und den Kursen hinterherlaufen.

    (bzw. vielleicht sind es auch nur die HB Autoren die als einzige den Einstieg verpennt haben, das wäre gut vorstellbar ;-) )


    https://www.handelsblatt.com/f…geht-weiter/26022802.html

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  • woodpecker : die gleiche HB Überschrift hatte ich ebenfalls im HB schon vor ein paar Wochen gelesen. Hier wurde schon einmal festgestellt, dass sich das HB im Gegensatz zu Bild oder SPON nicht als (Kontra-)Indikator eignet.

    Warum nicht?

    Ich lese das HB regelmäßig, steht ja auch interessantes drin.

    Aber für den Gesamtmarkt sind sie für mich ein Kontrindikator, sie rennen eigentlich immer den Trends hinterher.

    Während Corona war das super zu sehen.


    Natürlich nicht ein Artikel alleine, weil heute schreiben sie so und morgen so, und auch nur als einer der vielen Mosaiksteinchen, aber deren Grundstimmung kann man schon mit inversem Vorzeichen verwende finde ich.


    Und deren Grundstimmung aktuell lautet: Verdammt kann doch nicht sein dass es NOCH weiter rauf geht. Jetzt muss doch endlich mal der Rückschlag kommen!

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  • Der Fear & Greed Indicator hat noch ein bisschen Luft bis 80.


    Der Indicator benutzt teilweise Messungen, die ich auch fuer sinnvoll halte, allerdings nicht fuer sonderlich zuverlaessig.


    Buffet Indicator sagt heute 0% (in Worten: NULL KOMMA NULL!:huh: ) Rendite p.a. fuer die naechsten 8 Jahre voraus (fuer den S&P 500) - das beinhaltet bereits die Dividenden, was bedeutet, es wird reale Kursverluste in Amerika geben.


    Nasdaq 100 - die 6 groessten Aktien (Microsoft, Apple, Amazon, Facebook, Google, Tesla) sind etwas gefallen.

    Den Europaischen Indizes scheint es nichts auszumachen, und doch: es ist nicht "uniform", keine "robust Speculation".


    Hier aus Twitter, das ist ja das was ich wissen will: wie "uniform" ist die Speculation?


    Today, the S&P 500 Index advanced more than 50 basis points while 8 Sectors were down. There’s only one other time when the $SPX rose more than 50 bps while 8 Sectors declined. The date of that one other time? February 23, 2000. Past is prologue? Food for thought...


    Das ist eigentlich typische fuer Baerenmaerktrallies, nur das Ungewoehnliche ist, dass es seit dem Maerz-Tief fast bis zum ATH gelaufen ist. Wie kann soetwas eine Baerenrally sein?!

    Aber kann natuerlich sein, dass die vernachlaessigten Sektoren aufholen, anstatt dass es Crasht.

    Oder es bleibt so - storystocks sind teuer, und value Aktien sind schoen billig, und beides kann friedlich nebeneinander co-existieren. Das war zwar wohl angeblich noch nie so auf Dauer, aber was weiss ich schon im Detail. Vieles was ich lese muss ich auch glauben, so wie hier zum beispiel, dass 8 Branchen gefallen sind. 8 von wievielen? Bei einer Webseite die ich abfrage sind es ca. 20 Branchen.


    Wundern wuerde mich das wirklich nicht. Tatsaechlich haben sich viele Aktien seit dem Maerz-tief nur schlapp entwickelt, stiegen oft bis Anfang Juni, aber dann machten sie sich auf nach unten und manche sind jetzt bereits wieder in der Naehe des Maerz-Tiefs (wochendurchschnittskurs), etwas 25% aller Euro-Aktien. Muss sich also keiner wundern, dass wir ATHs in den Indizes haben, aber im Depot gibt es die eine oder andere Aktie die sich nicht entsprechend entwickelt hat.


    Wenn jemand die Rally "hasst", dann kann ich ihn troesten: es gibt viele Aktien (ca. 25% aller Aktien die in Euro notieren), die sind wieder dort wo sie starteten im Maerz (oder tiefer). Sie sind guenstig und sie haben natuerlich eine schlechte relative Staerke.

  • Hehe, ja hast recht Joe, aber das ist natürlich nicht der Grund warum die Leute die Ralley hassen.


    Der Grund ist dass sie sich im Januar sagten, beim nächsten Setback kaufe ich fett Tesla und FAANG, dann haben sie gezögert und nun sind sie wieder nicht dabei, sehen die Kurse davon rasen und beissen sich in der A****.


    Und das ist die mentale Mischung die dann dazu führt dass diese Leute am Ende "kapitulieren" und kaufen zu egal welchem Preis.

    Diese Leute werden den finalen Turbo-Nachbrenner für die Hausse liefern.
    Wenn die auch noch drin sind - dann wirds richtig gefährlich.

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  • Also ohne mir das jetzt genauer angeschaut zu haben, aber ist es nicht kompletter Unsinn das so anzugeben, schließlich waren die Präsidenten unterschiedlich lange im Amt? Dazu noch "price change only"? Scheint irgendwie Müll/Meinungsmache zu sein oder vielleicht auch Humor den ich nicht verstehe:)

  • MMI hat es schon fuer den S&P 500 gepostet: die groessten Aktien (nach Mcap) sind die teuersten.


    Ist es in Europa auch so? Ja, ist es, zumindest was die relative Staerke angeht. Fundamental habe ich auch den Verdacht dass die schlecht laufenden Aktien eher value-Aktien sind mit guenstigen KxV-Kennzahlen.


    geprueft habe ich wie folgt:

    a) ist es eine grosse Aktie?

    b) ist es eine deutsche Aktie?


    Wenn a) zutrifft --> dann 10% bessere Performance seit dem Tief. Trifft ausserdem noch b) zu, dann nochmal 10% dazu, also insgesamt 20% besser als die durchschnittsaktie (die seit dem 2-Wochendurchschnittskurs von Mitte Marz bis Anfang April nur 15% teurer wurde).


    Dann habe ich noch gefiltert:

    a) ist es eine kleine Aktie (aber groesser als 30 mio, was ich als mindestgroesse ansehe um auch Insolvenzaktien zu meiden)?

    b) ist es eine deutsch Aktie?


    Also trifft a) zu, dann -1.5%, aber wenn es eine Deutsche Aktie ist, dann nur -0.5% gegenuber dem Durchschnitt.


    Je groesser desto besser die RS-Performance, und je kleiner die Aktie, desto mieser.


    Der Markt hasst kleine Aktien (die kennt keine Sau, sind kaum story-stocks), vielleicht wurden die schlecht laufenden Aktien aber auch erst kleine Aktien?

  • Bei der bisher grassierenden Euphorie: Die Börsenmasse kann auch noch anders - Intel heute -17%.

    Interessant finde ich, dass solche Abstürze bei Aktien stattfinden, die nicht über dem Hoch vor Corona sind.

    Komischerweise steigen die Aktien, die über dem Hoch vor Corona sind, nach schlechten News noch weiter hoch. Erst ein kleiner Dip und weiter gehts nach oben.


    Bei den anderen fühlt sich das so an (hier als Beispiel Intel), als ob die Käufer sich nicht ganz sicher sind und erstmal mit angezogener Handbremse agieren. Und bei einer schlechten Nachricht sofort die Reisleine ziehen. Vermutlich sind da Profis (Value-Fans) am Werk und bei den anderen hippen, Trend-Werten die Robinhoods, die "Buy the Dip" spielen.


    Nur mal laut gedacht.