Die Lage

  • Also ohne mir das jetzt genauer angeschaut zu haben, aber ist es nicht kompletter Unsinn das so anzugeben, schließlich waren die Präsidenten unterschiedlich lange im Amt? Dazu noch "price change only"? Scheint irgendwie Müll/Meinungsmache zu sein oder vielleicht auch Humor den ich nicht verstehe:)


    Natürlich könnte man argumentieren das die Performance auch zufällig ist und das ganze nur Infotainment wäre. Schließlich hatte der eine oder andere Präsident halt auch Pech mit dem Timing, egal ob seine Wiederwahl scheiterte oder die 2. Amtszeit mit einer Wirtschaftskrise endete.


    Andererseits machen die Republikaner sehr viel Werbung mit Market Performance. Die aktuelle Regierung wollte sich auch an der Performance messen lassen:


    https://www.businessinsider.co…uchin-stock-market-2017-2

    https://www.cnbc.com/2017/02/2…trations-report-card.html



    Das ganze wurde auch schon mehrfach im Forum dokumentiert:


    Trump

    Trump

    Trump

    Trump

  • https://www.wellenreiter-inves…/Druck-auf-die-Sparkonten


    Nochmals zu: wo könnte denn das ganze Geld mal hingehen.

    Der Schlussfolgerung liegt leider der gleiche Denkfehler zu Grunde:


    Das Geld kann nicht "in den Aktienmarkt" fließen. Es kann nur vom Käufer einer Aktie zum Verkäufer fließen bei unveränderter Gesamtsumme der Einlagen.


    Nur ein Kauf einer Aktie auf Kredit erhöht durch die "Geldschöpfung" bei der Kreditvergabe potentiell die Einlagen bzw. der Verkauf einer Kredit finanzierten Aktie reduziert die Einlagen.

  • Ich habe ein andere Theorie. In den "intelligenten" Kommentaren der Massenmedien wird oft gesagt: Es sind nur Käufer am Markt oder es sind nur Verkäufer am Markt. Wie kann das sein? Meine Lösung: es gibt ein Aktien-Nirwana, wenn nur verkauft wird gehen sie ins Nirwana ein, wenn nur gekauft wird, erleben sie eine Wiedergeburt aus dem Nirwana heraus. So muss das einfach sein.

  • Ich habe ein andere Theorie. In den "intelligenten" Kommentaren der Massenmedien wird oft gesagt: Es sind nur Käufer am Markt oder es sind nur Verkäufer am Markt. Wie kann das sein? Meine Lösung: es gibt ein Aktien-Nirwana, wenn nur verkauft wird gehen sie ins Nirwana ein, wenn nur gekauft wird, erleben sie eine Wiedergeburt aus dem Nirwana heraus. So muss das einfach sein.

    Das hatte Kostolany viel besser ausgedrückt, es ist ein Wechselspiel zwischen den Zittrigen und den Hartgesottenen und das Nirwana sind die Tresore Depots der Hartgesottenen. :D

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Der Schlussfolgerung liegt leider der gleiche Denkfehler zu Grunde:


    Das Geld kann nicht "in den Aktienmarkt" fließen. Es kann nur vom Käufer einer Aktie zum Verkäufer fließen bei unveränderter Gesamtsumme der Einlagen.


    Nur ein Kauf einer Aktie auf Kredit erhöht durch die "Geldschöpfung" bei der Kreditvergabe potentiell die Einlagen bzw. der Verkauf einer Kredit finanzierten Aktie reduziert die Einlagen.

    Das ist richtig. Joe reitet ja auch dauern darauf rum.


    Was aber schon geht:

    Der Anteil der Aktienallokation am Gesamtvermögen steigt wenn die Aktienkurse steigen.

    Es kann dann irgenwann der Durchschnitt der Anleger zB statt nur zu 10% dann zu 50% in Aktien investiert sein, bei gleichbleibender Menge Geld.


    Es kann also schon sein dass Druck nach oben (oder unten) entsteht wenn die Anleger ihre Allokation verändern wollen.


    Und der zweite Punkt sind die Opportunitäten der Aktienverkäufer.

    Haben die welche, zB PE, Immos, whatever, geben sie eher Aktien ab, falls nicht gibts nen Verkäuferstreik.


    Ich denke dass sind so sie Dinge die man eigentlich meint wenn man so flapsig sagt „Geld will in den Markt“.

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

  • Quote from woodpecker

    Das ist richtig. Joe reitet ja auch dauern darauf rum.

    Ja, mache ich. Aber in dem Falle wars MMI. Und da bin ich froh drum, dass es auch mal wer anderes sagt als ich.

    Dein Satz zeigt mal wieder:

    Nicht "was" gesagt spielt eine Rolle, sondern "wer". Wenn MMI sagt was ich sage, dann wird allenfalls daran erinnert, dass ich darauf herumreite. Hingegen niemand ist genervt, wenn MMI den Irrtum kurz nach mir auch wieder von neuem aufklaert. ("Das ist richtig." schreibst Du)




    Quote from woodpecker

    Es kann dann irgenwann der Durchschnitt der Anleger zB statt nur zu 10% dann zu 50% in Aktien investiert sein, bei gleichbleibender Menge Geld.

    Es kann also schon sein dass Druck nach oben (oder unten) entsteht wenn die Anleger ihre Allokation verändern wollen.

    Also angenommen Du hast eine feste Anzahl an Anlegern. Und eine Feste Anzahl an Aktien. Und eine gleichbleibende Geldmenge.

    Und Du redest vom Durchschnitt.

    Um es sich leichter vorzustellen: das Durchschnittsdepot hat 90.000 Euro, und 10.000 Euro sind die Aktien wert. --> 10% Aktienquote.

    Wenn den Aktien dann ein Wert von 90.000 Euro zugestanden wird, dann ist der Aktienanteil nun 50% wert, (90.000 Aktien, 90.000 Cash)

    Aber woher soll der Druck kommen?

    Wenn jemand alles verbleibende Geld los werden moechte um Aktien zu kaufen, dann gibt er die 90.000 Euro her und bekommt Aktien im Werte von 90.000 Euro (Die globale Aktienanzahl aendert sich nicht, denn es hat ja jemand die Aktien verkauft, dem fehlen sie in seinem Depot, dafuer bekommt er das Geld). Die Aktienanzahl die er fuer die 90.000 bekommt ist immer eine Frage des "wechselkurses". Als sich der Preis der Aktien noch nicht ver-9-facht hatte, da hatte man 9 mal mehr Aktien fuer das Geld eingetauscht.


    Du kannst es ganz gut bei manchen Pennystocks sehen: da wechseln Aktien zehntausender Weise die Besitzer. Hingegen bei Aktien die 100 Euro kosten, da ist die Stueckzahl niedriger.

    Aktien und Geld wechseln weiterhin den Besitzer, aber es wird eben verhandelt wieviel Aktien fuer wieviel Geld.

    Druck nach oben oder unten sehe allein hierdurch allerdings nicht aufkommen.

  • Ja klar, wenn die Anleger Aktien höher gewichten ist das was anderes. Dann steht erstmal eine höhere Nachfrage einem relativ konstanten Angebot gegenüber und das führt zu steigenden Kursen. Aber mir geht es nur darum, dass die Grafik mumpitz ist. Die Höhe der Sichteinlagen hat keine kausale Auswirkung auf solche Allokationsentscheidungen.


    Im Übrigen steigt mit jedem IPO und SPAC auch das Angebot, das sollte man nicht vergessen, weswegen man den IPO Indikator nicht außer acht lassen sollte wenn man den Timing betreiben möchte.

  • weswegen man den IPO Indikator nicht außer acht lassen sollte wenn man den Timing betreiben möchte.

    gibts da eine handfeste Kennzahl / Chart?


    Joe, du hattest meine ich mal Zahlen geliefert neulich, aber habe ich vergessen.


    Ich habe nur anekdotisches Gefühlt in peto, nämlich in jeder Sause wird ein neuer hot shit Anlagevehikel erfunden / gepushed, und das sind diesmal die SPACS. Davon gibts einige, aber so eine richtige Flut sehe ich noch nicht prominent in den Medien etc.

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

  • Frage des "wechselkurses"

    MIt "Druck" meine ich der Wechselkurs steigt. DIe Anleger sind bereit einen höheren Wechselkurs (=teurere Aktien) zu akzeptieren.

    Das geht dann eine Zeitlang, und wenn die Kurse genug gestiegen sind, ist die Aktienallokation so hoch, dass keiner die mehr erhöhen will und daher keine noch höheren Preise mehr akzeptiert.


    Wenn ich schreibe "Geld will rein" meine ich das, also Anleger möchten den Anteil Aktien an ihrem Gesamtvermögen erhöhen.

    Exponentialfunktion zu Polynomfunktion zu linearer Funktion verhält sich wie: Darth Vader zu Frodo zu Mickey Mouse.

    "If you have a nail and a hammer, then use it!"

  • Quote from Woodpecker

    Joe, du hattest meine ich mal Zahlen geliefert neulich, aber habe ich vergessen.


    Ich habe den Link nicht mehr, aber ich kann mich gut erinnern und weiss es noch. Fuer mich reicht es.

    Wenn ich es allerdings preis geben, --> Al Sting und Du wuerden mir wieder fehlende Quellenangabe vorwerfen, wenn ich hierzu sage, was ich "irgendwo" gelesen habe.

    Ich habe keinen Link, also lass ich es (ich passe), obwohl ich mir 100% sicher bin.

  • Apple, Amazon, Facebook, Alphabet melden zahlen und die Rally geht weiter.

    Apple kündigt auch noch einen 4:1 Split an.

    Anhänger von "the Trend is your friend" freuen sich und Party geht weiter.

    Andere Nebenwerte in Europa berichten von einstelligen Prozenten Umsatzrückgang und brechen ein. Mal schauen, wann die Value-antizyklische Anleger aufgeben und auch auf den FAANG Zug aufspringen.

  • Heute kamen in D etliche Q2-Zahlen. Wir hatten ja schon darüber spekuliert, wie die Börse darauf reagiert. Mittlerweile hätte ich es mir nicht mehr vorstellen können, daß die Börse so drarauf reagiert, und ich kann es auch nicht nachvollziehen.

    Gestern BASF Tagesverlierer, wohl wegen des unsicheren Ausblicks auf Q3.

    Heute Fresenius mit Prognose: Statt 5% Umsatzwachstum nur 3-6% und beim Gewinn -4% bis +1%. Deswegen zwischenzeitlich -8% und Tagesverlierer?! Die weiteren Tagesverlierer VW und HeidelCement ebenfalls mit/wegen Zahlen heute.

    Takkt deutlich runter, obwohl sie im 2. Quartal weiterhin profitabel waren; aber eben kein Ausblick.

  • Winter


    Außerdem kam heute das BIP für Q2/2020 und war so schlecht wie noch nie.


    Quote

    Bruttoinlandsprodukt (BIP), 2. Quartal 2020


    -10,1 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
    -11,7 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
    -11,7 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)



    WIESBADEN – Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 2. Quartal 2020 gegenüber dem 1. Quartal 2020 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 10,1 % gesunken. Das war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Er fiel noch deutlich stärker aus als während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (-4,7 % im 1. Quartal 2009). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind im 2. Quartal 2020 sowohl die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen massiv eingebrochen als auch die privaten Konsumausgaben und die Investitionen in Ausrüstungen. Der Staat erhöhte dagegen seine Konsumausgaben während der Krise.

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/Pre…2020/07/PD20_287_811.html

  • Apple, Amazon, Facebook, Alphabet melden zahlen und die Rally geht weiter.

    Apple kündigt auch noch einen 4:1 Split an.

    Anhänger von "the Trend is your friend" freuen sich und Party geht weiter.

    Andere Nebenwerte in Europa berichten von einstelligen Prozenten Umsatzrückgang und brechen ein. Mal schauen, wann die Value-antizyklische Anleger aufgeben und auch auf den FAANG Zug aufspringen.

    Interessanterweise hat Apple, Facebook und Amazon bombenstarke Zahlen geliefert während Alphabet tatsächlich einen leichten Umsatzrückgang und stärkeren Gewinnrückgang hinnehmen musste.


    Insbesondere der Unterschied von Facebook zu Alphabet ist erstaunlich, wenn man die schlechte Presse von Facebook an sich berücksichtigt.

  • Apple erinnert mich an Nokia 1999/2000,

    https://www.focus.de/finanzen/…u-halten_id_12267980.html


    damals hiess auch Nokia kaufen für die Rente, dann kam Apple und hat Nokia (Blackberry u.a.) mit seiner TouchScreen Wischtechnik einfach weggewischt


    Ich hatte damals auch nur Nokia MobilePhones, heute iPhone.


    Ich meine selbst wenn Apple es auf 1 Mrd aktive user schafft müsste es um die Market Cap oder Enterprise Cap zu rechtfertigen aus jedem user mehr als 1500 € Gewinn erwirtschaften, selbst bei einer Netto Marge von 20% sind das 7500 € pro user, eine stolze Summe.

  • Ich meine selbst wenn Apple es auf 1 Mrd aktive user schafft müsste es um die Market Cap oder Enterprise Cap zu rechtfertigen aus jedem user mehr als 1500 € Gewinn erwirtschaften, selbst bei einer Netto Marge von 20% sind das 7500 € pro user, eine stolze Summe.

    Was ist denn ein aktiver user bei Apple? Bei Facebook verstehe ich das, zur Not auch bei Amazon und Google,

    Bekanntlich hält man ja nur jene Menschen für normal, die man noch nicht so gut kennt. (SPON)

  • Ich bin z.B. ein aktiver Apple user, der iPhone und iMac benutzt und Dienste wie Apple Music abonniert hat, und an den Apple dann in den nächsten 10 Jahren über 7500 € an neuer Hardware und Software Abos verkaufen kann. ( 2. Teil mit Fragezeichen )

  • Ich meine selbst wenn Apple es auf 1 Mrd aktive user schafft müsste es um die Market Cap oder Enterprise Cap zu rechtfertigen aus jedem user mehr als 1500 € Gewinn erwirtschaften, selbst bei einer Netto Marge von 20% sind das 7500 € pro user, eine stolze Summe.

    Was ist das denn für eine Rechnung ? Ein Bewertungsmodell dass ich nicht kenne ?

  • Du kannst aber einfach Apple nicht mir Nokia vergleichen.

    Nokia war damals primär ein Hardware Verkäufer. Die mussten immer wieder andere Hardware präsentieren um die Ware loszuwerden.


    Bei Apple hast Du eine Hardware, die eigentlich zu nichts zu gebrauchen ist, wenn Du nicht das Apple Angebot nutzt.

    Letztendlich kaufst Du mit der Apple Hardware nur das Ticket für die "Malll". Manche haben ein VIP Ticket "iPhone 11 Max Pro 512 GB" und manche ein einfaches Ticket ohne Vip Zugang "iPhone 6".

    Die Apps, Software, das intuitive Benutzen macht Apple für die Nutzer interessant. Wenn es irgendwann mal einer schaffen sollte was neues wie damals das iPhone , zu erfinden, erst dann wird Apple Probleme bekommen.

    Vorher nicht.