Die Lage

  • In meinem engeren Familienkreis gibt es auch noch einen aktiven Landwirt.


    Überspitzt verdient der mit der Solaranlage auf der Scheune mehr als mit den Feldern.


    Wenn man alles zusammenrechnet (inkl. Maschinenpark) ist der "return on Investment" ind er Landwirtschaft komplett lächerlich, insbesondere wenn man die eigene Arbeitskraft noch explizit bepreisen würde.


    Deswegen dürfte die langfristige Upside auf Landwirtschaftliche Nutzflächen doch begrenzt sind. Kurzfristig kann natürlich alles gehen.

  • Deswegen dürfte die langfristige Upside auf Landwirtschaftliche Nutzflächen doch begrenzt sind. Kurzfristig kann natürlich alles gehen.

    Es sei denn, man rechnet auch die EU-Subventionen mit ein, die selbst ein stillgelegtes Feld ergibt (wenn man denn als Landwirt eingetragen ist).

    • Basisprämie: 2019 rund 175 Euro pro Hektar
    • Umverteilungsprämie: 50 EUR pro Hektar für die ersten 30 Hektar, 30 für weitere 16 Hektar.
    • Greeningprämie: bis zu 85 Euro pro Hektar (Erhalt von Dauergrünlandflächen, Anbau von vielfältigen Kulturen anstelle von Monokulturen, Vorhandensein von “ökologischen Vorrangflächen”, Hecken, Stillegungsflächen oder Baumreihen auf fünf Prozent der Ackerflächen des Betriebs.
    • Junglandwirteprämie: 44 EUR pro Hektar/Jahr für 5 Jahre und bis zu 90 Hektar für Landwirte bis 40 Jahre.

    Was Eure Nachbarn bekommen kann man häufig hier durch Eingabe von Nachname und Ort direkt nachsehen: Empfänger EU-Agrarfonds – Suche

    Häufig ganz schön viel. Selbst fürs Nichtstun mit den Flächen.


    Edith meint, dass sich anders die Billigpreise für Milch, Fleisch, Gemüse auch nicht finanzieren lassen.

    So zahlts die EU - und subventioniert damit versehentlich die Exporte auch noch mit, was die Marktpreise in den Empfängerländern auch noch durcheinanderwirbelt.


    Die andere Edith meint:
    Hui, mein Nachbar bekommt für seine 300 ha ganz allein bewirtschaftete Fläche so schon 82.000 EUR / Jahr (Felder natürlich subventionsoptimiert aufgesplittet auf die Frau und Sohn. Der Opa, der in Rente ist bekommt auch noch mal 28.000 EUR dazu.
    Und das vor allen Erträgen aus der Landwirtschaft.


  • Ich versteh Dich absolut. Und übrigens, glaube ich, dass die Ursache dieses Problems im wesentlichen auch die Spekulation ist, dass umgewidmet werden könnte. Ich persönlich, und dafür bin ich schon als Kommunist beschimpft worden (empfinde ich als lächerlich, ich bin Voll-Kapitalist), finde es völlig falsch, dass Bauern z.B. 40 €/m² für landwirtschaftlichen Grund bekommen, der dann in Bauland oder Gewerbegrund umgewandelt wird (teilweise noch deutlich mehr). Ich finde das einfach grundsätzlich falsch. Die Gemeinde betreibt ja die Umwidmung, also die Wertsteigerung, d.h. dort sollte die auch stattfinden (sprich die Allgemeinheit). Es heißt dann gerne, wenn man Marktpreise (bzgl. landwirtschaftlichen Grund) bezahlen würde, würde ja kein Bauer verkaufen. Das glaube ich erstens nicht, denn wenn die Renditen nicht toll sind, warum sollte er es betreiben und zweitens, wenn es keine Aussicht auf ein Mehrfaches der Marktpreise gibt, sieht die Sache sicher gleich anders aus. Und falls dann nicht so viele Baugebiete und Gewerbegebiete überall hingepflanzt werden, hat das sicherlich auch Vorteile. Mal nebenher, ich finde die Grünen haben einen riesigen Punkt. Wir bauen hier in die Fläche wie die Irren, anstatt dass man mal anfängt in manchen Gegenden (schön) in die Höhe zu bauen.


    Dazu meine Meinung übrigens hier schön musikalisch zusammengefasst:

    Ringsgwandl - Dorf


    So, und ja, ein bißchen über Marktpreis müssten die Bauern schon bekommen, d.h. wenn die landwirtschaftliche Fläche bei 10 €/m² ist, bekommt er halt z.B. 12-15 €. Ich glaube aber stark, dass die Preise nicht annähernd so hoch wären, wenn diese Spekulation wegfallen würde. Und deswegen kann ich dieses Geheuchel von vielen ehrlich nicht mehr hören. Die sagen dann, das wäre ja Enteignung, wir sind doch Bauern und wollen unsere Flächen. Stimmt halt oft gar nicht, sie wollen viel Geld und haben kein Problem damit, die Flächen aufzugeben, wenn sie es bekommen. Viele, nicht alle, schon klar. Und wenn es eben um die Flächen ginge, bin ich überzeugt, dass man System dazu dienlich wäre.


    Noch was. Wie gesagt, ich verstehe Dich absolut was den Flächen-Kauf betrifft. Aber ist es nich so, dass pachten eigentlich umso interessanter ist in so einer Situation? Solange nicht die ganzen Pachten von den Biogaslern durch die Decke getrieben wurden. Aja, Biogas empfinde ich auch als völlig daneben in dieser Hinsicht, den Rent hatten wir aber dort im Faden schon mal. Aber ich meine nur, nachdem jetzt viele Investoren da sind und sowas wie Sale-und-Leaseback machen wollen, die können es ja selbst schlecht bearbeiten. Wenn ich was bekommen würde, würd ich's auch verpachten. Hab den Vorteil, dass ich einige verwandte Bauern habe. Aber nüchtern betrachtet, wäre das ja eben für die ein gutes Geschäft. Ich wäre froh wenn ich meine Ruhe hab und dafür muss die Pacht sicher nicht hoch sein. Für den Pächter also ein Asset-leichtes Geschäftsmodell :).. Du weißt was ich meine. Glaubst Du nicht, dass das für viele Bauern evtl. in dieser Hinsicht auch positiv sein kann?


    Aja, und auch was mmi schreibt kann ich nachempfinden. Die Bauern, die ich kenne, bei denen ich glaube das was reinkommt, machen entweder PV, Biogas (mit Hühnermast), Rinderzucht, Wohnung am Hof vermieten oder Baugrund verkaufen. Wer nur Milch macht, hm. Naja, einer fällt mir wiederum ein, der pachtet alles zusammen was er bekommt und baut einen Stall nach dem anderen. Der hat zwei Töchter, da frag ich mich immer, ob er die schon mal gefragt hat ob sie das überhaupt weitermachen wollen, hm.

    Naja, aber ich kenne eben auch Fälle wie, großer Hof, keinerlei Geld. Also wirklich Draufzahl-Geschäft. Immer wenn man mal was hatte, gleich in den Maschinenpark, die dann meistens rumstehen, etc. etc. Mein Opa war Geschäftsführer bei der Raiffeisenbank, der hat früher schon ehrlich gerechnet und den meisten abgeraten weiter zu investieren. Also schon vor Jahrzehnten. Manche waren dann übrigens böse, haben irgendwann kein Geld mehr gehabt, Flächen verkauft und gesagt, geht doch, ich bin doch flüssig :)..


    Übrigens, eins noch, weil Du schreibst, wenn der Acker nur 1000 € einbringt, kannst Du nicht 100.000 € dafür bezahlen. Das versteh ich schon. Aber andererseits sind die Zinsen halt bei 0 % und werden bei immer mehr Banken grad negativ. Ich denke, es werden also einige da sein, die genau das schon tun. Wenn sie z.B. Geld rumliegen haben. Und ja, ich denke auch, dass im Normalfall bei einigermaßen konservativer und vernünftiger Herangehensweise z.B. mit Aktien mehr verdient ist, aber nicht jeder kennt sich damit ja aus oder will sich damit beschäftigen. Und dann gibt es doch noch die Thematik mit Größen-Anforderungen, oder? Mein Onkel meinte jede Fläche ist doppelt wertvoll, weil es gewisse Regulierungen gibt? Im Sinne von, ich glaube, mehr Fläche, mehr Rinder? Naja. Sowas. Also, ich meine nur, ich verstehe Dich, ja. Aber ich glaube Du wirst auch zustimmen, dass es genug geben wird, die 1000 € p.a. für 100.000 € Invest für eine tolle Sache halten, ganz bewusst.

    When a management with a reputation for brilliance tackles a business with a reputation for bad economics, it is the reputation of the business that remains intact.


    W. B.


    Investment is most intelligent when it is most businesslike.


    B. G.

    Edited once, last by buccaneer ().

  • In meinem engeren Familienkreis gibt es auch noch einen aktiven Landwirt.


    Überspitzt verdient der mit der Solaranlage auf der Scheune mehr als mit den Feldern.

    Das Gute daran ist, dass man zur Diversifikation "gezwungen" wird :D


    Es sei denn, man rechnet auch die EU-Subventionen mit ein, die selbst ein stillgelegtes Feld ergibt (wenn man denn als Landwirt eingetragen ist).

    In den von mir dargelegten 1.000€ sind diese Förderungen schon eingerechnet. Man kann in Österreich (vermutlich auch in Deutschland) nicht alleine vom Produktpreis leben, das geht sich leider nicht aus. Ich würde auch gerne auf die Förderungen verzichten können, denn man wird über die Förderungen zu unsinnigen Sachen gezwungen. Z.B. muss bis zu einem gewissen Datum angebaut werden. Egal ob es gerade 100mm geregnet hat und man 3 Wochen nicht ins Feld fahren kann. Verletzt man diese Regeln, muss man die Förderungen von bis zu 5 Jahre für den GESAMTEN Betrieb zurückzahlen.


    Ich sehe es sehr kritisch, dass man oft nur die Förderungen der Landwirte hervorhebt. Das fördert die Neidgesellschaft - obwohl es so ist, dass es ohne Förderungen vermutlich keine Landwirte mehr in Österreich geben würde.

  • Übrigens, eins noch, weil Du schreibst, wenn der Acker nur 1000 € einbringt, kannst Du nicht 100.000 € dafür bezahlen. Das versteh ich schon. Aber andererseits sind die Zinsen halt bei 0 % und werden bei immer mehr Banken grad negativ. Ich denke, es werden also einige da sein, die genau das schon tun. Wenn sie z.B. Geld rumliegen haben. Und ja, ich denke auch, dass im Normalfall bei einigermaßen konservativer und vernünftiger Herangehensweise z.B. mit Aktien mehr verdient ist, aber nicht jeder kennt sich damit ja aus oder will sich damit beschäftigen. Und dann gibt es doch noch die Thematik mit Größen-Anforderungen, oder? Mein Onkel meinte jede Fläche ist doppelt wertvoll, weil es gewisse Regulierungen gibt? Im Sinne von, ich glaube, mehr Fläche, mehr Rinder? Naja. Sowas. Also, ich meine nur, ich verstehe Dich, ja. Aber ich glaube Du wirst auch zustimmen, dass es genug geben wird, die 1000 € p.a. für 100.000 € Invest für eine tolle Sache halten, ganz bewusst.

    Ja ich muss zugeben, dass ich es bis gestern nicht verstehen konnte.
    Aber ich muss zugeben, dass ich jetzt besser nachvollziehen kann warum die Preise so hoch gestiegen sind und es sich immer noch Investoren finden.


    Pachten ist ein zweischneidiges Schwert. Klar man bekommt sofort viel Fläche und kann sofort mit großen Maschinen kostenffizient arbeiten.


    Leider werden diese Pachtverträge nicht auf ewig abgeschlossen. Meistens so 5 Jahre. Jetzt hat man folgendes Problem: Man möchte den Boden verbessern (mit Gülle, Kompost, richtige Fruchtfolge) damit man in Zukunft höhere Erträge hat. Sprich man muss jetzt investieren um dann später mehr Ertrag zu haben. Wenn man dir die Fläche aber ganz einfach wieder nach 5 Jahren wegnehmen kann, dann überlegst du dir es zweimal ob du zusätzlich etwas investierst.

    Aber natürlich Pachten ist auch eine super Sache - ich kenne ein paar Landwirte die innerhalb von wenigen Jahren über 1000ha zusammengepachtet haben und anscheinend nicht so schlecht fahren.

  • Wir wollten mit Freunden vor einiger Zeit Wald in England, bzw Schottland kaufen bzw Flächen für Anpflanzungen von Holz (ua. keinen Nachweis von Borkenkäferbefall auf der Insel). Kurz gefasst: neben endlosen Nachforschungen über Bodenbeschaffenheit, Wachstumsaussichten vor dem Hintergrund des Klimawandels etc, war verblüffend wie heiß der Markt gelaufen ist. Nicht nur das zukünftige Pflanz-/Aufforstungsprämien vom Verkäufer unmittelbar dem Kaufpreis aufgeschlagen wurden. Der Elefant im Raum sind die Mitspieler: große, sehr vermögende Familien, die alles weg kauften was auf den Markt kommt (Stichwort: Anlagedruck). Beispiel: so hatten sich drei europäische Familien zusammengeschlossen, um auf einen Schlag 135 Betriebe für über 200 Mio GBP auf einen Schlag zu kaufen. Glaubt nicht, dass die dahinterstehenden Familyoffices sich die Mühe geben, den Boden richtig einzuschätzen oder groß zu analysieren. Das macht jedem privaten Investor die Kalkulation kaputt.

    Aber vielleicht ist der eine oder andere ja auch nur auf der Suche nach einem Hobby ;).

  • Wir wollten mit Freunden vor einiger Zeit Wald in England, bzw Schottland kaufen bzw Flächen für Anpflanzungen von Holz (ua. keinen Nachweis von Borkenkäferbefall auf der Insel). Kurz gefasst: neben endlosen Nachforschungen über Bodenbeschaffenheit, Wachstumsaussichten vor dem Hintergrund des Klimawandels etc, war verblüffend wie heiß der Markt gelaufen ist. Nicht nur das zukünftige Pflanz-/Aufforstungsprämien vom Verkäufer unmittelbar dem Kaufpreis aufgeschlagen wurden. Der Elefant im Raum sind die Mitspieler: große, sehr vermögende Familien, die alles weg kauften was auf den Markt kommt (Stichwort: Anlagedruck). Beispiel: so hatten sich drei europäische Familien zusammengeschlossen, um auf einen Schlag 135 Betriebe für über 200 Mio GBP auf einen Schlag zu kaufen. Glaubt nicht, dass die dahinterstehenden Familyoffices sich die Mühe geben, den Boden richtig einzuschätzen oder groß zu analysieren. Das macht jedem privaten Investor die Kalkulation kaputt.

    Aber vielleicht ist der eine oder andere ja auch nur auf der Suche nach einem Hobby ;).

    Genauso so ähnlich gehts den Farmern laut dem oben verlinkten Artikeln.

    Da kaufen Gates & Co den Farmern das Land weg und zahlen deutlich höhere Preise wie es sich ein kleiner Farmer leisten kann.

  • Der Elefant im Raum sind die Mitspieler: große, sehr vermögende Familien, die alles weg kauften was auf den Markt kommt (Stichwort: Anlagedruck). Beispiel: so hatten sich drei europäische Familien zusammengeschlossen, um auf einen Schlag 135 Betriebe für über 200 Mio GBP auf einen Schlag zu kaufen. Glaubt nicht, dass die dahinterstehenden Familyoffices sich die Mühe geben, den Boden richtig einzuschätzen oder groß zu analysieren.

    Ich denke, das ist deren Alternative zu Gold.


    Wenn man Geld wie Heu hat und diversifizieren will mit möglichst guter Katastrophenabsicherung, dann sind Land und Gold recht weit vorne, dank der difinitiven Endlichkeit der Ressourcen. Das erhält sich. Rendite ist zweitrangig, da geht es um langfristigen Kapitalerhalt.


    Wie schon geschrieben, in Deutschland sind unter den größten Waldbesitzer immer noch sehr viele Adlige. Und ich kenne sonst kaum Wirtschaftsbereiche (mir fallen nur noch Auktionshäuser ein), in denen der Adel mit seinen aus dem Mittelalter ererbten Besitztümern sonst noch tonangebend ist.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Zur reinen Pacht, die man als Grundbesitzer erhält (die Subventionen erhält doch der Pächter, der ja auch die Arbeit damit hat):

    Ich hatte einen Erbfall in der Familie, wo überraschenderweise eine Wiese aufgetaucht ist, von der man dachte, sie sei bereits in den 60er Jahren verkauft worden, und für die ich auch die Kaufpreisquittung fand. Verrückte Geschichte. Jedenfalls ist sie kürzlich nun verkauft worden für 3,60€/m², bei Bodenrichtwert von 2,70€/m² (Äcker das Doppelte wegen des Umbruchverbots), wobei nach bereits erteilter Zusage einer sogar 4,50€/m² zahlen wollte. Ein erster Interessent meinte, die örtlichen Bauern hätten für die Hanglage, wenn überhaupt, dann nur rund 150€/ha Pacht zahlen wollen. Das wären dann 0,42% p.a.! Und das scheint auch eine realistische Pachtrendite zu sein. Google liefert, daß selbst in Bayern - wo die Preise weit höher sind als überall sonst - 200€/ha für Grünland und 400€/ha für Äcker üblich seien.

    Was die Wertentwicklung angeht: laut stat. Landesamt BW waren die Preise über Jahrzehnte nominal stabil, und erst in den letzten 10 Jahren gab es starke Steigerungen. Ist wohl regional sehr unterschiedlich: https://www.wochenblatt-dlv.de…kraeftig-gestiegen-548751

    Die Bodenrichtwerte in der Gemeinde wurden zwischen 2016 und 2018 bereits um 50% nach oben angepasst. Beim o.g. Grundstück komme ich auf 3,5% p.a. Wertsteigerung über mehr als fünf Jahrzehnte. Die Pacht kenne ich für frühere Zeiträume natürlich nicht, wäre vermutlich aber nie mehr als 1-2% gewesen.


    Als Nicht-Landwirt kann man in BW ohnehin nur Flächen unter einem Hektar genehmigungsfrei kaufen, darüber haben Landwirte ein Vorkaufsrecht.

  • Genauso so ähnlich gehts den Farmern laut dem oben verlinkten Artikeln.

    Da kaufen Gates & Co den Farmern das Land weg und zahlen deutlich höhere Preise wie es sich ein kleiner Farmer leisten kann.

    Das klingt wie Gentryfizierung auf dem Lande.

    Bekanntlich hält man ja nur jene Menschen für normal, die man noch nicht so gut kennt. (SPON)

  • Richtig reiche Leute suchen nicht Rendite, sondern Sicherheit. Da hat Agrarland gewisse Qualitäten.


    Im übrigen Politik, Zentralbanken, Niedrigzinsen. Nicht nur urbanes Bauland, sondern auch Ackerboden MUSS im Preis steigen, wenn Reiche, also Leute mit ausreichend Sicherheiten für Kredite, das Geld für Finanzgeschäfte praktisch umsonst kriegen. Stichwort Vermögenspreisinflation.


    Mit Agrarland ist nichts groß zu verdienen, genausowenig mit Wald, aber wenn der große Krach noch auf sich warten lässt finden sich in ein paar Jahren greater fools. Und solange die Linken nicht die Erbschaft abschaffen, kann man Vermögen damit auch über mehrere boom-bust Zyklen bugsieren.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Klimaneutralität ist kommunistische Planwirtschaft in neuem Gewand.