• Kann sein dass es 2000 auch ähnliche Ausschläge gab, jetzt nur mal anekdotisch:

    Hatte damals Oracle und war total überrascht dass die nach schlechten, oder schlechter als erwarteten Quartalszahlen direkt -20% oder -25% machten, oder ein Kollege hatte Pfizer die hatten die Erwartungen pro Aktie auch nur um wenige Cent verfehlt und fielen 2 stellig — alles nur aus dem Gedächtnis, was trügerisch sein kann..

    Aber ich denke schon dass jetzt bei den Jahres / Quartalszahlen genau hingeschaut wird und alles was die Erwartungen nicht erfüllt wird verkauft

    Gruß

    dak

  • Ich habe mal gelesen, dass bevor es crasht, es heftige Ausschlaeg gibt in beide Richtungen. Sozusagen ein Vorbeben.

    Aber wo hatte ich das gelesen? Ich glaube vom Hussman weiss ich das, aber das war nicht kuerzlich.

    Letztlich ist die Erklaerung was es bedeutet genau das was woodpecker schreibt: es signalisiert Nervorsitaet.

    Ist ein bisschen wie die Situation wo mehrere Leute sich mit der Waffe gegenueber stehen. Wenn jetzt nur ein Schuss faellt, fangen alle an zu ballern.

    Aber es koennte sich auf wieder beruhigen.

    Das macht es so schwer, es empirisch zu beweisen. Wie misst man eine Gefahr, die sich oft genug wieder beruhigt?

    Das Hindenburg Omen ist ein solcher Versuch, es misst die Anzahl neuer 52-wochen hochs und gleichzeitig die Anzahl neuer 52-Wochen-tiefs. Damit es frueh warnt, misst das HO aussdem, dass der Mcap gewichtete Index noch steigt, waehrend "unterirdisch" vieles schon faellt (der gleichgewichtete Index steigt nicht).

    Das sind leider ziemlich viele Bedingungen, und nur jedem 4ten HO folgte ein Rueckgang von mehr als 5%.

    Das nehmen viele zum Anlass zu sagen, dass das HO nicht funktioniert, und zumindest in diesem Punkt haben sie auch recht: es wird zu oft getriggert, fast jedes Jahr gibt es mal eins.

    Dann gab es die "verbesserung" abzuwarten ob das HO mehrmals hintereinander innerhalb eines 6-Wochen-Zeitraums auftritt. 3x HO innerhalb von 6 Wochen, das ist schon signifikanter. Aber leider, auch das ist nicht genug. Riesige Crashs (man fuerchtet ja nicht wenn es nur 5% Rueckgang ist) sind selten, aber 3x HO dicht hintereinander passieren doch alle paar Jahre mal wieder.

    Und derzeit kann kein HO mehr getriggert werden, weil das ATH schon war. Das HO hatte ja gewarnt, und wir befinden uns jetzt wohl in einem Abwaertstrend, wir wissen nur nicht, wann er enden wird, aber derzeit ist der Trendbruch noch vorhanden.

    Die Nervositaet ist im Markt, der korrelationsindex bleibt hoch, mit weiteren ploetzlichen Absackern muss gerechnet werden, aber wenn sich alles erholt, dann ist das eben so. Mittendrinn in einem Abwaertstrend wird es zunehmen schwieriger zu sagen, wann es endet. Man stellt einfach nur die Nervositaet fest des Marktes fest. Damit alleine laesst sich schwer eine Prognose machen. Irgendwann ist es an der Zeit einzusteigen, und das muss ja immer ein Moment sein, wo die Nervositaet hoch ist. Ich fuer meinen Teil spekuliere darauf, dass die Nervositaet erhalten bleibt, moeglicherweise Monate lang. Zumindest beim US-Aktienmarkt.

    Die fundamentale Bewertung europaeischer Aktien kann wohl nicht tiefer fallen als 50%, aber die US-Aktien haben noch viel mehr potential.

    Darum muss es irgendwann eine Abkopplung geben, und leider weiss ich nicht ob schon jetzt, oder nach 20% Verlust, oder die vollen 50%?

    Als Japan anfing in einen Baerentrend zu wechseln, da folgten die Indizes weltweit ihrem Bullen-Trend weiter.

    Kann man den Japanischen Abwaertstrend seit 1990 in europaeischen Indizes sehen? Eigentlich nicht. Und das, obwohl Japan in der Spitze ein MCap Gewicht in der Welt hatte von 40%.

    Edit: hier ein Link auf einen langfristigen Nikkei 225 Chart.

    https://www.macrotrends.net/2593/nikkei-22…ical-chart-data

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Ich war damals genauso neu und naiv. Aber ich habe in Erinnerung, dass damals die Standardwerte noch Zuflucht boten, als der Nasdaq längst crashte. Hier der Vergleich S&P500 (gelb) gegen Nasdaq (blau):


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    Dazu ein sehr schöner Lagebericht vom Februar 2001. Offenbar meinte man da, der Tec-Crash sei jetzt gelaufen. Und ja, im Tec-Bereich ging es auch während des Crashs munter rauf und runter, wie man dem Bericht entnehmen kann:

    https://www.nytimes.com/2001/02/03/you…t-darlings.html

  • Der Unterschied wird wohl sein, das FB seine Welt auch auf die VR-Brille bringen wird.

    Wo sind denn die ganzen Brillen?

    Das Problem ist immer noch, dass bei zu schnellen Szenewechseln den Leuten schlecht wird.

    Die Geräte sind qualitativ gut geworden und preislich erschwinglich.....

    Oder meint ihr warum die Jugend weiter an TFT Monitoren zockt und die Brillen mal ein Partyspaß oder ein wissenschaftliches Projekt sind ?

  • Wo sind denn die ganzen Brillen?

    Das Problem ist immer noch, dass bei zu schnellen Szenewechseln den Leuten schlecht wird.

    Die Geräte sind qualitativ gut geworden und preislich erschwinglich.....

    Oder meint ihr warum die Jugend weiter an TFT Monitoren zockt und die Brillen mal ein Partyspaß oder ein wissenschaftliches Projekt sind ?

    Ja, so oft nutzt man diese nicht - hab ja auch und ist auch wieder Staub drauf. 8o

    Auf einer Achterbahn wird auch einigen schlecht, das ist nun mal so, wenn sich Körper und die Umgebung unterschiedlich bewegen.

    ( Achterbahn in VR - auch da spielt der Magen mit, obwohl man still sitzt )

    Nebenbei benötigt man bei einer VR-Brille auch Platz in der Bude, schließlich will man in der VR laufen.

    Kabel nerven und die Accus sind schnell leer.

    Aber klar, die VR hat noch viele Nachteile und ist aktuell mehr ein kurzer Partyspaß.

    Ich hab schon ein paar nette Anwendungen gesehen, aber ich bin bei Dir, ein Massenmarkt ist es aktuell nicht.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

  • Ich erinnere mich nicht an solche Schwankungen bei etablierten Werten. Die Schwankungen oder Vorwarnungen dieser Art war eher bei Börsengängen. 1999 startete praktisch alles über dem Ausgabekurs, und dass bröckelte dann bzw. die Werte verloren nach der Stabilisierungsphase - ich erinnere mich da noch an lycos (suchmaschine) und let`s by it.

  • Das Metaversum kommt – aber noch nicht jetzt

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/m…94-b730240f5fb0

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

  • Was ich in Erinnerung habe, aber auch mehr Kategorie "irgendwo mal gelesen/Wissen der Altvorderen": Das Handelsvolumen ist am Top sehr hoch. Gibt es Statistiken über Handelsvolumina für den S&P500 oder an der Nasdaq gesamt? Aber auch damit wüßte man nur, daß es in der Hausse gestiegen ist und nicht, wann es das Top ist.

    Die Nervosität, die sich nicht in den Erwartungen, nämlich den Optionspreisen ausdrückt, sondern in den tatsächlichen Kursschwankungen, gefällt mir nicht. Der Volatilitätsindex ist im Crash hoch, aber am Top eher nicht.

    Die Party geht so lange weiter, wie die Bilanzen der Zentralbanken sich weiter ausweiten. Ich glaube, Daniel Stelter meinte vor ein paar Tagen in seinem Podcast, das das von der Veränderungsrate der Zentralbankbilanzen abhänge, d.h. bereits wenn die Anleihenkäufe nachlassen oder die Bilanzen nur stagnieren, kracht's. Gibt es dafür Daten? Und wie erkennen wir rechtzeitig, wann die Musik aufhört zu spielen?

    Robert Shiller gab Interviews im Handelsblatt und in der NZZ, mit zwar reißerischem Titel, in denen er sich aber recht vorsichtig äußert; aber immerhin bezeichnet er den US-Markt im ersten Interview noch als überbewertet, trotz seiner Neuentwicklung des "excess CAPE yield", welches die Überbewertung des US-Aktienmarktes deutlich reduziert. Der US-Markt könnte um ein Drittel oder die Hälfte fallen, aber festlegen will er sich diesmal nicht mehr (wie andere auch kam er vor Jahren schon zu früh mit solchen Warnungen), aber er empfiehlt Technologie- und US-Aktien nicht überzugewichten. Ansonsten recht schwierig mit Vorhersagen, auch mit der Inflation. Alles nichts Neues für uns. Er gibt aber, wenn ich das an der Stelle so schreiben darf, Joes Frau recht, weil er nämlich meint, daß Privatanleger heute mehr die Kurse beeinflussen als noch vor ein paar Jahren ("Die institutionellen Anleger spielen längst nicht mehr die überragende Rolle wie noch vor einigen Jahren."). Ich hielt das für eine naive Idee.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Sorry, aber ich glaube nicht, dass die Baerbock das Recht hat in der "wir" Form zu reden !

    Und ich finde es auch verhohlen, dass die USA meint, Deutschland muss da mitmachen.

    "„Wir sind bereit, für die Sicherheit der Ukraine einen hohen wirtschaftlichen Preis zu zahlen“

    https://www.welt.de/politik/auslan…-zu-zahlen.html

    Also ich kann mit "wir"schon mal nicht gemeint gewesen sein, soviel kann ich versichern!

    Ich habe mir gestern die Pressekonferenz von Scholz und Biden angesehen. Ich vermute mal, dass nicht jeder hier im Forum das gesehen hat, deshalb eine kurze Zusammenfassung:

    Beider Ansprachen kann man als "abstrakte Entschlossenheit" gegenüber Putin umschreiben. So weit so gut.

    Interessant war dann die Fragerunde. Wie von Politikern gewohnt, beantworteten beide nur die Fragen, die sie beantworten wollten und ignorierten den überwiegenden Rest. Hartnäckig wollten einige Journalisten Scholz ein Nein zu Nordstream 2 entlocken, was dieser aber konsequent ignorierte. Stattdessen beantwortete Biden (ungefragt!!! und dabei süffisant grisend) die an Scholz gerichtete Frage - völlig untypisch - ganz konkret: Bei einer militärischen Aggression Russland wird es kein Nord Stream 2 geben! Eigentlich eine bodenlose Frechheit gegenüber dem angeblich wichtigsten Verbündeten (wie Biden mehrfach betonte, er meinte aber wahrscheinlich eher Vasall).

    Noch eine Ergänzung:

    Der einzig kritische Fragensteller fragte Biden, ob die USA ggfs. auch ihren Ölbezug aus Russland einstellen würden. Diese Frage hat Biden (natürlich) ignoriert. Hier wäre für Scholz die Möglichkeit gewesen, zu antworten: Selbstverständlich wird die USA seine russischen Ölkäufe im Falle eines Falles einstellen. Das hart er sich dann aber doch nicht getraut - oder er war zu höflich.

    Einmal editiert, zuletzt von Gulbenkian (8. Februar 2022 um 11:45) aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ich finde, man kann die Haltung Deutschlands ganz gut mit "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" beschreiben. Ich fände eine eindeutigere Positionierung manchmal ganz gut, egal ob es um das aggressive Verhalten Russlands oder die Menschenrechtsverletzungen Chinas geht. Gerade in Russland sollte man sich mal fragen, warum die ehemaligen Sowjetrepubliken (insbesondere deren Bevölkerung, weniger deren Staatslenker) sich lieber nach Westen als nach Osten orientiert. Dazu muss man gar nicht behaupten, dass die Bevölkerung von der CIA unterwandert wäre, sondern kann einfach auf die schlechten Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zurückgreifen. In China sieht das übrigens anders aus; da sind auch in der Bevölkerung viele der Meinung, Demokratie sei was für Schwächlinge. Komischerweise haben die Taiwanesen anscheinend trotzdem keine Lust, sich dem großen Bruder anzuschließen.

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Ich finde, sowohl wir, die Russen als auch die kleinen Länder dazwischen haben relativ klare Interessen.

    Wir wollen mit den Russen friedlich Handel treiben. Die Russen wollen das auch. Jede Art von Agression sind Reibungsverluste und schaden beiden. Wenn wir das umsetzen könnten, würde sich Russland automatisch weiter nach Westen öffnen. Hat auch Putin immer wieder klar so angesagt (z.B. 2003 im Bundestag). Ja, und Schröder war/ist ein Visionär.

    Auch Polen und die Ukraine könnten profitieren. Hey, wir liegen mittendrin, sind die natürlichen Transitländer. Wir wollen, dass Ihr Handel treibt. Wir bauen Eisenbahnlinien, Straßen und Pipelines für Euch, richten Konferenzen und Handelsmessen aus.

    Die Sikorski-Affäre zeigt, dass Polen das in Wahrheit auch klar ist. Aber noch sind sie nicht "frei" genug, es auch umzusetzen. In der Ukraine scheint es eher ideologisch zu sein. Daher rechne ich auf Sicht von vielleicht 5 Jahren mit einem weiteren Putsch bzw andersgearteten Machtwechsel dort.

  • Ich finde, sowohl wir, die Russen als auch die kleinen Länder dazwischen haben relativ klare Interessen.

    Wir wollen mit den Russen friedlich Handel treiben. Die Russen wollen das auch.

    Fragt sich nur, ob der Zar aller Reußen dies auch so findet. Jedenfalls zeugt es schon von einer etwas verqueren Logik, seine Friedfertigkeit durch einen massiven Truppenaufmarsch an der Grenze eines Nachbarlandes zu demonstrieren. Will der Zar tatsächlich auch noch Schweden und Finnland mit aller Macht in die NATO treiben?

  • Die Sikorski-Affäre zeigt, dass Polen das in Wahrheit auch klar ist. Aber noch sind sie nicht "frei" genug, es auch umzusetzen. In der Ukraine scheint es eher ideologisch zu sein. Daher rechne ich auf Sicht von vielleicht 5 Jahren mit einem weiteren Putsch bzw andersgearteten Machtwechsel dort.

    ''Frei Genug'' ihren Vorbehalte Russland betreffend, oder der zu proamerikanischen Einstellung? Die dir anscheinend gar nicht bekommt.

    Fakt ist dass sich die Polen zwischen zwei großen Nationen (Deutschland, Russland) eingekesselt sehen, die auch schon einige Male in der Geschichte über sie geherrscht haben. Gegen Russland sind die Vorbehalte um eine Spur größer, da noch aktueller. War klar das nach dem Fall der Sowjetunion die Polen schnellst möglich in die NATO, anders gesagt sich unter amerikanischen Schutz begeben wollten.

    Rede mal mit einem Polen, kann sein bzgl. Deutschland betreffend sie zu mir als Österreicher ehrlicher sind, sich eher kein Blatt vor den Mund nehmen.

    Kurzum den Polen geht es aktuell um den Schutz vor Russland, im weiteren Sinne kommt noch der Schutz gegen Deutschland dazu. Die polnische Seele hat eine regelrechte Neurose dies betreffend. Denke aber dass du das weißt.

    Ist der Joe nicht gebürtiger Pole? Seine Ansicht würde mich interessieren.

  • Fragt sich nur, ob der Zar aller Reußen dies auch so findet. Jedenfalls zeugt es schon von einer etwas verqueren Logik, seine Friedfertigkeit durch einen massiven Truppenaufmarsch an der Grenze eines Nachbarlandes zu demonstrieren.

    Nun, zum 2+4 Vertrag in 1990 wurde zugesagt, dass die NATO nicht nach Osten wachsen wolle. Mittlerweile ist diese Zusage in der Mülltonne gelandet, genauso wie die USA einseitig den ABM und den INF-Vertrag aufgekündigt haben.

    US-Truppen sind über die NATO-Anbindung zahlreicher weiterer Länder bis oder bis fast an die russische Grenze vorgerückt. Die Verträge, die einmal die Nicht-Stationierung von Atomwaffen dort garantiert hätten, haben die USA inzwischen einseitig gekündigt.

    In 2014 haben die USA mit 1,5 Mrd USD den Umsturz in der Ukraine finanziert. Quelle: Victoria Nuland, US-Beauftragte für Europa im State Department. O-Ton Nuland: "Fuck the EU". Dann hat die neue Regierung dort angekündigt, den Vertrag über die russische Schwarzmeerflotte auf der Krim aufzukündigen.

    Zum Vergleich: Als die Sovietunion 1962 Raketen nach Kuba verschiffte, haben die USA sofort eine Seeblockade errichtet und Kennedy/Macnamara haben den Konflikt direkt hocheskaliert. Als sie das sowietische U-Boot vor Kuba mit Wasserbomben zum Auftauchen brachten, hatten sie kurzzeitig Defcon 2, d.h. die Bomber mit den Atombomben waren schon in der Luft und wurden rotierend betankt.

    Was hier eigentlich bemerkenswert ist, ist verglichen damit die Geduld und Gelassenheit des russischen "Bärens". Viele andere hätten schon längst auf den roten Knopf gedrückt gehabt. Insofern bin ich dankbar, dass der Putin eher ein Schachspieler als ein Cowboy ist. Ich gehe davon aus, dass er den Mackinder auch gelesen hat und weiß, dass das Wasser langfristig immer bergab fließt, dass er nur abwarten muss.

    Der Selenski hat übrigens Ende letzter Woche gesagt, dass er keinen Angriff Russlands befürchtet, dass er nicht aufgrund irgendeines Truppenaufmarsches in Angst sei.

    Wäre zu prüfen, wieviel vom derzeitigen Drama in Wahrheit nur Propaganda in Sachen Nord Stream 2 ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Balkenchart (8. Februar 2022 um 22:01)

  • Die Geschichte ist auf jeden Fall spannend zu verfolgen.

    Allerdings passt der Spruch "politische Börsen haben kurze Beine" für Russland nicht so richtig, denn die Bewertung von Gazprom beispielsweise hängt irgendwie dauerhaft und zum Großteil von der politischen Lage ab.

    Dummheit schafft Freizeit!