Macht euch keine Sorgen, nach der Erfahrung mit Lehmann wird man die Banken diesmal alle retten. Im Zweifel um Putin zu schaden oder den dringend notwendigen Klimaschutz nicht durch eine Rezession zu gefährden. Außerdem kann man ja im dazu bildenden Sondervermögen noch ein paar Dinge unterbringen,
Apropos Scholz: Ich habe irgendwann letztes Jahr einen Brief(!) meiner Girokontobank erhalten, dass die Einlagensicherung für dieses Jahr runtergesetzt wird. Wer sich dunkel erinnert, gab es mal ein Gesetz, dass die Banken sich im Falle eines Falles gegenseitig stützen müssten. Das wurde von 10 Jahren mal gekippt, und die Sicherung der Einlagen der Privatkunden wird stufenweise herunter gesetzt (Falls es jemand interessiert: Eure Kredite bleiben natürlich voll erhalten).
Ich will übrigens noch auf folgenden Passus im Insolvenzrecht hinweisen:
Normzweck ist hier, dass Gläubiger, die von der bevorstehenden Insolvenz wussten/wissen mussten, mögliche Zahlungen wieder in die Insolvenzmasse zurückführen müssen. Stilblüte deutscher Rechtsprechung war, dass bei der Insolvenz von Karstadt Karstadt vorher mit seinen Vermietern um eine Stundung und Verringerung der Miete verhandelt hatte. Damit "wussten" die Vermieter von der bevorstehenden Insolvenz, und mussten vor der Insolvenz gezahlte Miete wieder zurückzahlen. Merke: Als Vermieter bist du bei einem insolventen Mieter voll gearscht.
Ich bin mal gespannt, ob man §129 auch auf Banken anwenden kann. Dann nützt das ganze Abziehen von Geldern gar nichts,
Naja, allerdings wurde auch die Privatinsolvenz "entschärft", die Wohlverhaltensperiode ist von 7 auf 3 Jahre gesunken.