• ...

    Der USD wird nicht von der stärksten Wirtschaft der Welt untermauert.

    Das wäre China, und solider allemal.

    ...

    Als Milliarden-Investor würde ich mir die Sache mit Jack Ma noch einmal ganz genau ansehen. Und dann wahrscheinlich nicht auf China vertrauen. Da bist du völlig abhängig von dem, der gerade die Macht hat.

    "Hey Du, möchtest Du ein A kaufen?" Standard & Poor's (zitiert aus: Marc-Uwe-Kling: Der falsche Kalender - 365 falsch zugeordnete Zitate)

  • Klar ist China korrupt.

    Du machst aber den alten Fehler nur den Splitter im Auge des "Gegners" zu sehen, wie beim Urkaine Konflikt auch (wenn ich mich recht erinnere. Vielleicht verwechsele ich auch was, dann sorry).

    Denn korrupt und skrupellos wenn es um ihre Interessen geht sind alle Großmächte. Freiheit und Liberalität gelten nur solange sie in line mit deren Interessen sind, darüber hinaus sind das nur Keulen die man gegen den Gegner schwingt und um die eigenen Leute bei der Stange zu halten.

    Achte mal drauf.


    Die Amis zB haben dir die russischen Adr weggenommen, oder DE als Staat die Option genommen günstig Gas aus RU zu kaufen.

    Ebenso kann dir als Aktionär qua Übergewinnsteuer oder Druck in Richtung Fehlallokation im Westen jede Menge Geld weggenommen werden.

    Man bombardierte Cuba und Irak als die frei entscheiden wollten.

    Die Russen klauten dir Yukos unter A**** weg und bombardieren Ukraine, die Briten haben damals China bomberdiert damit die weiter Drogen aus dem Westen kaufen (Opiumkriege). Die Chinesen hauen den Tibetern drauf. Von den Deutschen will ich gar nicht reden. Usw.


    Es sind gewisse Dinge natürlich in China mehr im Argen (individuelle Freiheiten vor Ort, und ja, ggf auch der Kapitalmarkt, bin aber bei diesem noch nicht 100% sicher).

    Andere Dinge liegen in den USA mehr im Argen (zB Waffenwahn, Militarismus, Sendungsbewusstsein, absurde Weigerung sich persönlich einzuschränken).


    In Summe kürzt es sich raus und selbstverständlich ist auch eine Welt mit China als einzige Weltmacht denkbar.


    Für den ein oder anderen hier vermutlich eine Horrorvorstellung.

    Aber vergesst nicht:

    (a) wird eure Regierung und die bisherige Weltmacht natürlich alles tun um exakt dieses Gefühl der Angst vor China in euch zu schüren

    (b) frag mal wen aus dem arabischen Raum, Cuba, Afrika, da sehen das viele anders, nicht ohne Grund

    Für mich als neutraler Zeitzeuge ist das alles einerlei.

    Mächte kommen und gehen, wer mächtig wird hat (manchmal) zu Beginn gute Absichten, aber gen Ende werden sie ALLE durch die Macht korrumpiert und immer unausstehlicher.
    Halt wie bei Politikern auch.

    Daher ist es gut und wichtig dass die Weltmacht regelmäßig durchwechselt, so wie die Politiker.

    Falls das zu meinen Lebzeiten passiert, mei, ist doch spannend, muss man sich eben auf die Chancen konzentrieren.


    Was mich zurückführt zur Kernfrage: Falls China weiter aufsteigt, wie kann man profitieren?!

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh


  • In Summe kürzt es sich raus und selbstverständlich ist auch eine Welt mit China als einzige Weltmacht denkbar.


    Für den ein oder anderen hier vermutlich eine Horrorvorstellung.

    [...]

    Für mich als neutraler Zeitzeuge ist das alles einerlei.

    Hier begehst Du den Denkfehler. Klar, die USA gehen auch über Leichen, um Ihre Weltherrschaft zu verteidigen. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen einer Herrschaft unter den USA oder unter China zu wählen, dann muss ich keine Sekunde überlegen. Und auch Du solltest bedenken, das neutrale Zeitzeugen in China nicht willkommen sind.

    Vor die Wahl zwischen zwei möglichen Alternativen gestellt, wähle die Dritte!

  • Ja und Nein.


    Erstmal muss man zwei Dinge trennen.

    1) Was du oder ich wollen

    2) Was wir für einen Einfluss darauf haben was passiert

    3) Was passiert

    4) Wie man damit umgeht


    Da meine Meinung zu (2) ist, wir beide haben 0,00% Einfluss, ist (1) für mich irrelevant.

    (1) sind Träume, wünschereien, zu stark beeinflusst durch unsere eigenen kleinen Egoismen und Ängsten, Spielball der Manipulation durch dritte Interessen auch.

    So kann ein (Hobby)Historiker nicht arbeiten.

    Er muss seinen eigenen Blickwinkel beiseite legen, das ist was ich mit neutraler Zeitzeuge meine.


    Nur so hat man eine Chance zu erkennen was (3) sein könnte. Trefferquote? Immer noch

    fraglich. Aber man hat eine Chance. Die hat der Wunschdenker nicht.


    Wichtig ist für mich persönlich dann wieder (4). Wobei auch das für meine Hobby-Geschichtsschreibung egal ist, also sind das zwei ganz unterschiedliche Dinge über die wir hier reden.


    Zu (4) gilt für mich, wie immer im Leben, wenn sich was ändert heißt es flexibel sein, Akzeptanz für Unvermeidliches zeigen, die Vorteile ausloten, offen sein.

    Ungemütlich würde vor allem der Wechsel sein!

    Weil die alte Weltmacht wird alles tun um dich in Panik zu bringen. Möglichst so weit dass du alle möglichen Opfer bringst oder gar zu den Waffen greifst um deine alten Herren zu verteidigen.


    Das ist das Übliche, bitte schau in die Chroniken der Menschheit.


    Ich für meinen Teil lehne bekanntlich dankend ab in diesem Spiel Instrument zu sein, aber ihr andern könnt das natürlich halten wie ihr wollt.


    Aber für den Fall das ein Wechsel stattfindet (was so schleichend wäre das viele das garnicht realisieren würden)?

    In China leben will ich nicht, völlig richtig.

    Ich find auch deren Filme Mist.

    Mir als Westler ist deren Kultur fremd im Gegensatz zu der der Amis.


    Aber sonst?

    China regiert extern traditionell viel weniger mit Gewalt und Militär als westliche Imperien. Sie sind INNEN brutal, aber außen eher diplomatisch.

    Beim Westen (plus Russland, das gehört kulturell zum christlichen Westen) können man fast sagen andersrum.


    Sie haben praktisch nie annektiert. Die regierten und herrschten immer durch Handel.

    Für ein Land was gut im Handel ist, also das Land wo ich aktuell lebe, sehe ich da nicht automatisch extremen Probleme.


    Vergiss auch nicht, in Summe marschiert die Karawane vorwärts.

    Die meisten Imperien sind besser als die da vor. Müssen besser sein weil die Menschen es sonst nicht annehmen.

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    Einmal editiert, zuletzt von woodpecker (28. April 2023 um 10:32)

  • Überall liest und hört man, dass die Aktien einbrechen werden, Goldman Sachs Ihre Kunden warnt, Hedgefonds massiv short sind….

    Also wenn ich so überlege, wäre es der erste heftige Absturz, der vorher angekündigt wird.

    Dann frage ich mich, wer soll denn eigentlich der Verlierer sein?

    Ich denke wir knallen nach oben und bekommen Rekorde (Klugscheisser modus aus)

  • Schräg. Wenn man die Wachstumsrate Deutschlands zwischen 1901 und 1913 auf das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts projiziert, kann man fast genau vorhersagen, wo das wiedervereinigte Deutschland - nach dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Krise, dem Zweiten Weltkrieg und der Teilung nach 1945 - in den 1990er Jahren tatsächlich landete.


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    http://eprints.lse.ac.uk/118541/?utm_so…tm_medium=email

  • Verstehe nicht ganz den Absturz 1914. Kriegswaffenproduktion kam doch dazu und Bevölkerung („pro Kopf“) sank auch kräftig.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Ohne Rechnung nennt man sowas "Mafia" oder mafiöses Geschäftsgebaren.

    In der Wirtschaft nennt sich sowas "Pfizer".

    "Covid war der größte Raubzug in der Geschichte der Menschheit . Von wem auch immer"

    "Jedenfalls enthüllt Niedzielski, was Pfizer den Staaten anbiete: die Reduzierung der Gesamtmenge bei gleichzeitiger Zahlung von der Hälfte des Preises für jede Dose, die entgegen der Planung nicht produziert wird: „Das sind Kosten für buchstäblich nicht hergestellte Dosen, die nie produziert wurden und nie produziert werden und Pfizer somit nicht einen Penny kosten.“

    ZU VIELE IMPFDOSEN

    „Vollkommen sinnlos“ – Polnischer Minister schreibt Brandbrief an Pfizer

    https://www.welt.de/politik/auslan…3.B_TRENDSCORE3

  • Den Begriff "solide" habe ich als "sicher für Investitionen aus Sicht von Großanlegern" gemeint. Und Großanleger kaufen sich im Zweifelsfall die Politik (besonders krass in den USA, da kommt ohne Spenden kein Politiker hoch) oder machen einen Bogen um das Land. Als Milliardär braucht dich z.B. der Waffenwahn in den USA nicht zu stören, da stattest du deine Security entsprechend aus.

    "Hey Du, möchtest Du ein A kaufen?" Standard & Poor's (zitiert aus: Marc-Uwe-Kling: Der falsche Kalender - 365 falsch zugeordnete Zitate)

  • Ohne Rechnung nennt man sowas "Mafia" oder mafiöses Geschäftsgebaren.

    Wo genau ist der Aufreger, wenn Pfizer ankündigt vertragskonform zu liefern?

    Die EU hat (zuviel) bestellt und will die Ware nicht. Verständlich, da nicht mehr benötigt.

    Und Pfizer will Entschädigung für den bei Lieferverzicht entgangenen Gewinn. Auch verständlich.

    Das Gedöns des Polen zeigt schön, warum es bei Verträgen mit Staaten sinnvoll ist, auf Schiedsgerichte zu bestehen.

    Sonst machen die Politclowns, was sie wollen.

  • Bankenkrise in den USA, die ersten 5 Minuten erklären es ganz gut


    https://twitter.com/hendry_hugh/st…QWnoKH72ilmg2yw

    Eigentlich reicht die erste Minute.

    "Bankeinlagen werden abgezogen weil sie Yield suchen".

    Sehr guter Punkt.

    Da habe ich noch nie drüber nachgedacht, aber ja, das ist enorm logisch.

    Sollte aber umgekehrt eigentlich den Yield-Bringern, also zB Divi-Aktien, zugute kommen.

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  • Ja, es gibt da ein Problem: Die Anleger ziehen ihr Geld von den Regionalbanken ab und gehen zu den Großen, weil die Großen ja zu big to fail sind. Zweitens gibt es Akteure, namentlich Apple, die zur Zeit 4% auf Guthaben bieten. Weniger wegen dem Zinsgeschäft, sondern um Apple Pay zu pushen.

    Wenn die Banken die Zinsen für Deposits erhöhen müssen, um das Geld im Hause zu halten, dann haben sie weniger Zinseinnahmen von ihren Langläufern auf der Aktivseite wie sie Kapitalkosten haben. Dann ist auch egal ob diese als "Hold to Maturity" zum Nominalwert bilanziert werden.

    Wenn sie hingegen die Zinsen für Deposits nicht erhöhen, dann haben sie Kapitalabflüsse und müssen ihre Langläufer zu billigen Preise liquidieren.

    Nur: Wenn das Geld auf Apples Konten liegt, ist es ja nicht weg, sondern auch auf irgendwelchen Konten bei Banken.

    Die Strategie, die ich als Fed fahren würde, wäre strauchelnden Banken die Langläufer zum Nominalwert abzunehmen, damit sie Kapitalabflüsse bedienen können, oder anderswie Liquidität zukommen zu lassen (Lender of Last Resort eben).

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Und nebenbei verschwinden die kleinen Banken, die braucht sowieso kein Mensch ;-)

    Aus Anlegersicht fand ich den Blick auf die laanglaufenden Anleihen interessant. Immerhin sind die Zinsen in den USA so schnell angehoben worden, wie nie zuvor. Wenn das dreht, könnten sie die Aktien locker in den Schatten stellen.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Und nebenbei verschwinden die kleinen Banken, die braucht sowieso kein Mensch ;-)

    Aus Anlegersicht fand ich den Blick auf die laanglaufenden Anleihen interessant. Immerhin sind die Zinsen in den USA so schnell angehoben worden, wie nie zuvor. Wenn das dreht, könnten sie die Aktien locker in den Schatten stellen.

    Und wann dreht das?

    Kannst du mal in deine Glaskugel schauen?

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  • Die USA ist uns einfach 6 Monate voraus, einfach schauen welche Bank euch aufs Tagesgeld immer noch mit 0.1% abspeist. Die Sparkassen stechen da besonders hervor, würde mich nicht wundern wenn denen auch das Wasser bis zum Hals steht, nur spricht komischerweise noch niemand drüber.

  • Haben die sich auch mit langlaufenden Staatsanleihen vollgesaugt? Der Zinsanstieg ist aber bei uns noch nicht in dem Tempo nachvollzogen worden.

    Der Basiszinssatz ist erst seit 1.1.23 positiv bei 1,62%. Der Anstieg von minus 0,88% war allerdings happig.

    https://www.bundesbank.de/de/bundesbank/…zinssatz-607820

    woodpecker

    Tja, das wissen die Götter. Das Kürzel für den ETF bei Yahoo ist TLT. Am Besten eine kleine Position anschaffen mit SL bei 100, dann bleibt man am Ball. Im Finanzwesen gilt ja reversion to the mean, dass die Zinsen im gleichen Tempo weitersteigen ist nicht zu erwarten.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

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  • Sollte aber umgekehrt eigentlich den Yield-Bringern, also zB Divi-Aktien, zugute kommen.

    Eigentlich umgekehrt, wenn schon. Die Realzinsen sind in den USA wieder positiv geworden. Die Begründung der hohen Bewertung, nämlich die Nullzinsen, ist jetzt weggebrochen. Auch die Zentralbankbilanz schrumpfte zuletzt, bis es wieder nach oben schoß wohl durch das BTFP. Weiß jemand, wie die Entwicklung im letzten Monat war? Die breiter gefaßte Geldmenge sinkt ebenfalls.

    Die Strategie, die ich als Fed fahren würde, wäre strauchelnden Banken die Langläufer zum Nominalwert abzunehmen, damit sie Kapitalabflüsse bedienen können, oder anderswie Liquidität zukommen zu lassen (Lender of Last Resort eben).

    Siehe Banking Term Funding Program (BTFP). Die Fed nimmt die Anleihen als Kreditpfand zum Nominalwert. Technisch betrachtet also kein QE, weil sie sie nicht kauft. Die Pleite der First Republic Bank hat das offenbar nicht verhindern können.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.