Ich habe mir am Wochenende Gedanken zur Japanische Zinserhöhung am 18. Dezember gemacht, könnte aber auch falsch liegen.
Zunächst zum Hintergrund und Mechanismus des Carry-Trade-Unwinds:
• Der Carry Trade: Ein Carry Trade liegt vor, wenn sich Investoren in einer Währung mit niedrigem Zinssatz (historisch der japanische Yen) verschulden, um dieses Geld in einer Währung mit höherem Zinssatz (wie dem US-Dollar) anzulegen. Das führt typischerweise zu einer Schwächung des Yen.
• Wie Japan den Yen stärken kann: Japan müsste den Yen nicht zwingend durch den direkten Kauf von Dollar stützen, sondern könnte über eine Zinserhöhung diejenigen unter Druck setzen, die sich in Yen verschuldet haben, ihre Positionen zu schließen und die Yen-Kredite zurückzuzahlen.
• Der Unwind-Effekt: Um den geliehenen Yen zurückzuzahlen, müssen diese Investoren ihre Dollar-Anlagen verkaufen und dafür Yen kaufen. Das ausstehende Volumen der Yen-Finanzierungen wird auf rund 7 Billionen US-Dollar geschätzt.
• Die Folge: Der umfangreiche Verkauf von US-Dollar, um Yen zu kaufen, würde die Liquidität im Markt verringern und könnte einen Marktcrash auslösen.
• Die Ironie: Die vielfach erwartete Zinssenkung der US-Notenbank würde in diesem Szenario die Liquidität ebenfalls reduzieren, weil Dollar aus dem Markt abgezogen werden, um Yen-Schulden zu bedienen. Die Liquidität würde damit nach Japan abfließen, statt den US-Markt zu stützen.
Was würde also mit der FOMO Rally passieren? S.a.: