• Trump, Putin und die Vereinigten Staaten von Europa - Prof. Sinn

    Prof. Sinn macht eine gute und einfache zu verstehende Analyse wo Europa und auch Deutschland steht.
    Erschreckend sind auch die klaren Benennungen von Sachverhalten, die in den Main-Stream-Medien so nicht zu finden sind.

    Ich vermute mal, dass dieses Wissen aus dem Video noch lange kein Allgemeinwissen darstellt.

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst


  • Ich vermute mal, dass dieses Wissen aus dem Video noch lange kein Allgemeinwissen darstellt.

    Zek: Da hast du Recht: Das ist ganz sicher nicht der Fall.

    Der Vortrag ist hochinteressant, was die historischen Fakten und Entwicklungen betrifft.

    Den Vorschlag von Sinn, eine europäische Militär-Union einzurichten, die irgendwo zwischen EU und NATO eingeklemmt wäre, finde ich allerdings absurd. Wenn man sich schon so massiv von der NATO abwenden würde, dann könnte man statt dessen auch Frieden und einen Schulterschluss mit Russland suchen (was die USA ja offenbar mit allen Mitteln unterbinden woll(t)en).

    Das wäre deutlich friedlicher und billiger und würde ggfs. die USA zurück an den Verhandlungstisch bringen.

    Was die Abwendung der USA von Europa betrifft, kann man noch anfügen: Das wäre typisch für die Trump'sche Verhandlungs-Taktik, erst mal mit Maximal-Forderungen und Maximal-Drohungen aufzutreten. Die Chinesen haben dieses Jahr eigentlich vorgemacht, wie man das kontern kann. (Konkret: Indem sie mit einem Exportstopp bei den Seltenen Erden gedroht haben.)

  • Christian Rieck setzt noch einen oben drauf, wie sich DE mal wieder zum Depp gemacht hat:

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    Die Unfähigkeit Deutschlands, seine eigenen, berechtigten Interessen wahrzunehmen, ist einfach nur zum Heulen.

  • ...

    Die Unfähigkeit Deutschlands, seine eigenen, berechtigten Interessen wahrzunehmen, ist einfach nur zum Heulen.

    Die Politiker lassen heutzutage oftmals jedwede Sachkompetenz vermissen. Auch die Tendenz zu Beratern find ich grauenhaft. Berater können zwar Expertenwissen haben und dennoch darf es nicht sein, dass fundiertes Basiswissen als nicht mehr notwendig erachtet wird für die Ausübung eines wichtigen politischen Amtes.

    Rutte musste übrigens auch schon mehrmals bekräftigen, dass die USA sich zur NATO bekennen würden.
    Würde dies nicht in Frage gestellt sein, dann würde er es nicht mehrmals bereits gesagt haben. Verwechsele ich vielleicht auch Stoltenberg aber am Ende ist das auch egal. Kennst du einen NATO-Generalsekretär, kennst du alle. ;)

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    Technocracy was a progressive engineering movement founded by Howard Scott and Walter Rautenstrauch and centered at Columbia University School of...
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  • Abschiedsbeitrag des Frankfurt-Korrespondenten der NZZ. So deutlich bis drastisch kann man ansonsten nur als Pensionär formulieren.


    Falsche Wirtschaftspolitik: Deutschland ist für die Welt ein abschreckendes Beispiel
    «Klima zuerst, Wohlstand zuletzt» – mit dieser nicht nachhaltigen Devise hat Deutschland seine Wirtschaft in der letzten Dekade an die Wand gefahren. Leitet…
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    Kommentar

    von Michael Rasch, Frankfurt

    Schlechte Wirtschaftspolitik und falsche Prioritäten: Deutschland ist für die Welt nur noch ein abschreckendes Beispiel

    «Klima zuerst, Wohlstand zuletzt» – mit dieser nicht nachhaltigen Devise hat Deutschland seine Wirtschaft in der letzten Dekade an die Wand gefahren. Leitet die neue Regierung nicht endlich eine wirkliche Wende ein, werden sich Deindustrialisierung und Zerfall akzentuieren.


    29.12.2025, 18.08 Uhr


    6 min


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    Politik sollte das Leben von Menschen verbessern und idealerweise ihren Wohlstand und ihr Wohlergehen erhöhen – zumindest im Durchschnitt. Daran sind verschiedene Regierungen in Berlin in den vergangenen Jahren zu oft gescheitert. Der Staat hat die falschen Prioritäten gesetzt; Konsum und Umverteilung gingen vor Investitionen.


    Politiker blähten den Wohlfahrtsstaat trotz endlichen Ressourcen immer weiter auf, zugleich verkamen beispielsweise Bahn und Bundeswehr über die Landesgrenzen hinaus zu Lachnummern. Deutschland ist auch deshalb längst kein Vorbild mehr für andere Nationen.

    Die einstige europäische Wirtschaftslokomotive hat die Tugenden und Werte verloren, die sie früher angetrieben haben. Die Folgen sind inzwischen stark im Arbeitsleben und in der Ökonomie spürbar. Die Regierungen betrieben unter dem unausgesprochenen Slogan «Klima zuerst, Wohlstand zuletzt» während Jahren eine wirtschaftsfeindliche Wirtschaftspolitik, die verheerend wirkt.

    Deutsche Staatsquote bei rund 50 Prozent

    Die Wirtschaftsleistung liegt derzeit auf dem Niveau des Jahres 2019. Das bedeutet sechs Jahre Stagnation, teilweise bei hoher Inflation. Eine solch lange Durststrecke hat es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben. Die privaten Investitionen befinden sich laut dem Ifo-Institut sogar auf dem Niveau von 2015. Geld gibt vor allem der Staat aus. Die Staatsquote liegt inzwischen bei 50 Prozent, in den 2010er Jahren schwankte sie um die 45 Prozent. Die Schweiz kommt auf 32 Prozent, womit sie leicht über dem globalen Medianwert liegt.

    In einer veritablen Krise steckt die Industrie. Seit acht Jahren schrumpft die Produktion im verarbeitenden Gewerbe. Davon betroffen sind vor allem energieintensive Branchen, etwa die Chemie. Der Industriestrom gehört zu den teuersten aller Industrieländer weltweit.

    Das ist eine direkte Folge einer unheilvollen Energiepolitik. Sie begann 2011 nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima mit dem völlig überhasteten Beschluss zum Ausstieg aus der Atomenergie. Dieser sorgte für die zunehmende Abhängigkeit von russischem Erdgas. Viel vernünftiger wäre eine Diversifizierung mit Atomkraft, Gas, (vorübergehend noch) Kohle und erneuerbaren Energien gewesen.

    Kein Ziel konnte den nach Anerkennung lechzenden Deutschen streng genug sein. Die EU will bis 2050 klimaneutral werden, was schon utopisch klingt. Deutschland will das bis 2045 schaffen. Und Hamburg verordnete sich im Oktober durch einen Bürgerentscheid sogar 2040. So macht sich die Hansestadt zur Hochburg des herrschenden Irrsinns, denn das Vorhaben ist so sinnvoll wie ein Verbot von schlechtem Wetter.

    Geringe Arbeitszeit treibt die Arbeitskosten

    Dennoch haben die vom Klimawandel besessenen Deutschen, angeführt von den Grünen, in den vergangenen Jahren lieber Kohlekraftwerke länger laufen lassen, anstatt die bestehenden sicheren Atomkraftwerke weiter zu nutzen. Das klingt verrückt. Deindustrialisierung und ein geringer Fortschritt beim CO2-Ausstoss gehören zu den Folgen.

    Die enormen Energiepreise in Kombination mit einer hohen Steuerbelastung, immer weiter steigenden Arbeitskosten und überbordender Bürokratie, vor allem durch teilweise absurde Umweltauflagen, haben einen giftigen Cocktail geschaffen.

    Industrielle Kernbranchen stehen dadurch unter enormem Druck, etwa die Auto- und die Maschinenbauindustrie. Arbeitsplätze und Fabriken entstehen in der Folge fast ausschliesslich ausserhalb der deutschen und teilweise sogar der europäischen Landesgrenzen. Der innerdeutsche Flugverkehr ist seit 2019 um 51 Prozent eingebrochen. Im restlichen Europa beträgt der Rückgang nur 6 Prozent. Die Liste liesse sich leicht verlängern. Hinzu kommen in vielen Sektoren externe Faktoren wie steigende Zölle, neue Konkurrenten vor allem in und aus China sowie hausgemachte Fehler bei etlichen einzelnen Unternehmen.

    Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren die Lohnstückkosten immer weiter gestiegen, während das niedrige Produktionspotenzial weiter gesunken ist. Inzwischen ist sogar das Hochlohnland Schweiz bei den Arbeitskosten attraktiver als (Süd-)Deutschland.

    Das liegt primär daran, dass die Deutschen das Arbeiten verlernt haben. Zwar sind die Bruttoarbeitskosten vor Steuern und Abgaben in der Schweiz noch etwas höher als in Deutschland. Doch diesen Nachteil kompensiert die Eidgenossenschaft mit deutlich längeren Arbeitszeiten und einer unter anderem dadurch höheren Produktivität.

    In der Schweiz kommen Beschäftigte auf durchschnittlich 1520 Jahresarbeitsstunden, in Deutschland nur auf 1330. Die Schweizer arbeiten also knapp fünf Wochen mehr als die Deutschen. Dazu kommen laut der OECD in Deutschland achtzehn Krankheitstage pro Jahr, in der Schweiz sind es nur elf. Zieht man Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) heran, ist der Unterschied sogar noch grösser.

    Politiktheater statt Problemlösung

    Der Abstieg dürfte weitergehen, denn in Berlin findet auch unter der neuen schwarz-roten Regierung nur eine Art Politiktheater statt, bei dem nachhaltige Politik vorgespielt, aber nicht gemacht wird. Die beiden jüngsten Akte waren das «Sondervermögen» für die Infrastruktur und das Rentenpaket. Ökonomen kritisierten beides scharf.

    Die als «Sondervermögen» deklarierten neuen Schulden über 500 Milliarden Euro hat die Regierung zu grossen Teilen zweckentfremdet, das diagnostiziert bei weitem nicht nur das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Die Mittel wurden teilweise zum Stopfen von Löchern im Kernhaushalt und zur Finanzierung regulärer Ausgaben genutzt, statt dass – wie versprochen – damit echte Zusatzinvestitionen getätigt wurden. Das geht einmal mehr zulasten der in grossen Teilen maroden Infrastruktur und erhöht die tatsächlichen Schulden.

    Das Rentenpaket wiederum zementiert den Anstieg der Renten über die nächsten fünf Jahre und belastet damit die junge Generation. Die oft gepriesene Generationengerechtigkeit ist längst in einer massiven Schieflage. Wie es in den 2030er Jahren weitergehen soll, ist völlig unklar. Echte Reformen hat die Regierung auf die lange Bank geschoben. Das wäre zum Beispiel eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, etwa durch die Koppelung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die zunehmende Lebenserwartung der Menschen.

    Wirksame Politik wird stattdessen delegiert. Eine Kommission soll nun Vorschläge zur Stabilisierung des Rentensystems erarbeiten, obwohl alle möglichen Massnahmen seit Jahren auf dem Tisch liegen. So kann die Regierung die Schuld an unliebsamen Reformen dann auf Experten schieben. Eine Folge dieses Politiktheaters dürfte sein, dass in drei Jahren allein die Sozial- und die Verteidigungsausgaben sowie die Schuldzinsen die gesamten deutschen Staatseinnahmen verschlingen. So kommt das heruntergewirtschaftete Land nicht wieder auf Kurs.

    Deutschland muss endlich eine wirkliche Wirtschaftswende einleiten: mehr Marktwirtschaft mit unternehmerischer Freiheit und Wettbewerb, weniger Staatswirtschaft mit Bevormundung der Bürger und absurder Bürokratie sowie teuren, aber meist sinnlosen Subventionen.

    Zu einem Zukunftspaket, einer Art «Agenda 2030», würden sinkende Unternehmenssteuern zur Erhöhung der Standortattraktivität, ein Abbau der Regulierung besonders im Umweltbereich und eine Neujustierung des Arbeitsmarktes mit höheren Arbeitsanreizen, steigender Arbeitszeit und abnehmenden Arbeitskosten gehören.

    Am grünen Wesen wird die Welt nicht genesen

    Zum Kampf gegen den Klimawandel kann Deutschland mit seinem global gesehen sehr geringen Anteil an schädlichen Emissionen vor allem mit seinen vielen Unternehmen beitragen: durch den Export von technologischen Innovationen zur CO2-Reduktion sowie durch das Angebot von klimafreundlichen Produkten und Dienstleistungen. Zugleich sollte sich Berlin nicht mit kleinteiliger Regulierung verzetteln, sondern sich auf den wirksamen Emissionsrechtehandel verlassen, der den CO2-Ausstoss zu den geringsten Kosten reduziert.

    Der richtige und wichtige Schutz des globalen Klimas kann für Deutschland nur ein Teilziel neben anderen Zielen sein, beispielsweise der Armutsbekämpfung, der Vermehrung von innerer und äusserer Sicherheit, der Gewährleistung einer funktionierenden Infrastruktur und der Wohlstandserhöhung. Gelingt die Wende zu einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik, kann Deutschland vielleicht andere Nationen wieder inspirieren. Derzeit ist das Land mit seinen falschen Prioritäten nur noch ein abschreckendes Beispiel für die Welt.

    Abschied aus Frankfurt

    Mit diesem Text verabschiedet sich Michael Rasch (ra.) aus Frankfurt. In der Stadt am Main hat er ab dem Frühjahr 2016 über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, den Banken- und Finanzplatz sowie verschiedene Wirtschaftsbranchen geschrieben – zuletzt vor allem über den angeschlagenen Automobilsektor. Auf Anfang 2026 kehrt Rasch in die Redaktion nach Zürich zurück. Dort wird er unter anderem über die Energiebranche berichten. Die Nachfolge in Frankfurt übernimmt Cornelius Welp, bisher Sonderkorrespondent bei der «Welt».

  • Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, aber die Eliten wollen, dass die Spatzen wieder nur von Zweigen pfeifen. Wer braucht Wirtschaft, wenn er Klima hat ... und mit dem Krieg mit Russland wird alles wieder in Ordnung kommen.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Der scheint mir eher eine neue Version des Angriff Steiners zu werden.

    Man braucht ja eben genau diesen Potemkinschen Krieg, um der Bevölkerung die weitere Verschuldung vermitteln zu können, die nötig ist um nicht zugeben zu müssen, dass man die letzten 15 Jahre gewaltigen Mist gebaut hat. Die bisherige Mittelverwendung (93% laut Bundesbank war im Oktober zu lesen), dient ja eher dem Stopfen der vorhandenen Haushaltslücken und nebenbei kann man noch ein paar andere Unannehmlichkeiten für die politische Klasse ein wenig schleifen. Handeln spricht da deutlich lauter als Sonntagsreden.

  • In der Schweiz kommen Beschäftigte auf durchschnittlich 1520 Jahresarbeitsstunden, in Deutschland nur auf 1330. Die Schweizer arbeiten also knapp fünf Wochen mehr als die Deutschen.

    Deutschland ist der Zeit halt voraus. Laut Herrn Musk muss in 10 Jahren dank AI keiner mehr arbeiten.

    Time is on our side (TFF)

  • Aber nur, wenn er preiswerte Energie hat. An seinem Optimus vermisse ich das Solarpanel, am Tesla übrigens auch ...

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Ein sehr interessanter Ausblick auf die Zukunft mit verschiedenen Themen-Bereichen.

    Eigentlich ein Must read :


    „Late-Cycle Investment Theory

    The foundation for the coming decade

    Today's essay sets out what I call ‘late-cycle investment theory’, which I'm developing with reference to Carlota Perez's seminal work on technological revolutions.“


    Late-Cycle Investment Theory
    The foundation for the coming decade
    www.driftsignal.com
  • mobilpage , Danke, interessant.

    Falls du Zugang zu seinen Folgeposts hast, gerne hier einstellen.

    Mich würde interessieren, was er an Investmentideen aus seiner These ableitet.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • mobilpage , Danke, interessant.

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    Mich würde interessieren, was er an Investmentideen aus seiner These ableitet.

    Würde mich auch interessieren. Ich hab mal die KI auf das Thema und den Blog losgelassen und folgende Antwort bekommen - das ergibt zumindest eine Idee, in welche Richtung die Reise wohl geht:

  • Danke, witchdream .

    Falls du den KI Chat noch offen hast, kannst du mal nach chinesischen Unternehmen fragen?
    Und die KI direkt auch noch filtern lassen nach value und Dividende?

    Dass die Chinesen fehlen fällt nämlich auf, wo sie doch eigentlich die Vorreiten sind angeblich.
    Und ich vermute bei denen findet man eher noch ein Schnäppchen als in den westl. Märkten, jedenfalls sind die meisten bisher oben genannten Namen für den Contrarian nicht wirklich sexy.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Hier das Ergebnis - tut mir leid, dass die Formatierung nicht übernommen wird...

    Syntheseanalyse: Programmierbare Strominfrastruktur und ihre globalen Profiteure

    Die Konzeptidee der programmierbaren Strominfrastruktur – maßgeblich geprägt durch Nicolas Collin in seinem Blog Drift Signal – beschreibt einen tiefgreifenden strukturellen Wandel in der globalen Energieversorgung, der weit über herkömmliche Netzmodernisierung hinausgeht. Es handelt sich um eine fundamentale Transformation hin zu einer digital gesteuerten, intelligent vernetzten Elektrizitätslandschaft, in der Software, Daten und Automatisierung zentrale Rollen spielen.

    1. Wesen und Bedeutung der programmierbaren Strominfrastruktur

    Alle drei Quellen (Claude 3.7 Sonnet, Gemini 2.5 Flash, GPT-4.1) stimmen überein, dass diese Entwicklung nicht bloß eine technologische Weiterentwicklung darstellt, sondern einen Paradigmenwechsel im Energiesystem markiert:

    Digitalisierung und Datenintegration: Sensoren, Smart Meter und KI-Algorithmen ermöglichen eine kontinuierliche Datenerfassung, -analyse und Steuerung in Echtzeit.
    Dezentralisierung und Bidirektionalität: Stromnetze wandeln sich von linearen Strukturen zu dynamischen, bidirektionalen Systemen, in denen Verbraucher auch Produzenten („Prosumern“) sind.
    Intelligente Steuerung (Smart Grids): Netzstabilität und Versorgungssicherheit werden zunehmend durch KI-gesteuerte Mechanismen gewährleistet, etwa durch Demand Response, Predictive Maintenance und Fehlermanagement in Echtzeit.
    Integration erneuerbarer Energien: Durch die programmierbare Infrastruktur lassen sich fluktuierende Quellen (z.B. Wind und Sonne) wesentlich besser ins Netz integrieren.
    Sektorkopplung: Verbindungen von Stromsektor mit Wärme, Mobilität und Industrie erhöhen Systemeffizienz und Flexibilität.
    Neue Marktmodelle: Die Digitalisierung schafft Raum für neue Akteure (z. B. Energieplattformen, Aggregatoren) und verändert Geschäftsmodelle von Versorgern und Technologieunternehmen grundlegend.

    Kernbotschaft:

    Die programmierbare Strominfrastruktur bildet die technologische Grundlage für die Energiewende, Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung globaler Energiesysteme.

    2. Schlüsseltechnologien

    Aus der Synthese der Quellen ergeben sich fünf Kerntechnologiebereiche:

    Smart Grids & Netzautomatisierung – digitale Steuerung, Sensorik, Energieflussmanagement
    Energiespeicherung – stationäre Batterien, bidirektionales Laden (Vehicle-to-Grid)
    Leistungselektronik & Halbleiter – Komponenten für Effizienzsteigerung und Energieumwandlung
    Software & Datenanalyse – KI, Cloud-Plattformen, Netzoptimierung
    Verknüpfte Infrastrukturen – Integration von Wärme, Mobilität und industriellen Verbrauchern

    3. Europäische Unternehmen, die profitieren könnten

    Die Modelle nennen teils unterschiedliche, aber sich ergänzende Unternehmen. Zusammengefasst gehören zu den wahrscheinlichen Gewinnern in Europa:

    Unternehmen Land Rolle / Relevanz
    Siemens Energy / Siemens AG Deutschland Führend in digitaler Netzsteuerung, Energieautomatisierung und Smart Grid-Softwarelösungen.
    Schneider Electric SE Frankreich Spezialist für Energiemanagement, Microgrids und Automatisierung (EcoStruxure-Plattform).
    ABB Ltd. Schweiz Innovator bei Netzautomatisierung, Schaltanlagen und Energieverteilungssystemen.
    Enel S.p.A. Italien Wegbereiter für digitale Stromverteilnetze und Smart Metering-Initiativen.
    Infineon Technologies AG Deutschland Führender Anbieter von Leistungshalbleitern für erneuerbare Anlagen und E-Mobilität.
    Ørsted A/S Dänemark Globaler Vorreiter für Offshore-Windenergie und Integration erneuerbarer Großanlagen.
    Alfen N.V. Niederlande Hersteller von Energiespeichern, intelligenten EV-Ladesystemen und dezentralen Netzlösungen.
    SPIE S.A. / SSE plc Frankreich / UK Anbieter für smarte Energiedienstleistungen und digitale Netzmodernisierung.
    4. Asiatische Unternehmen, die profitieren könnten

    In Asien treiben besonders China, Japan und Südkorea den Wandel voran. Die Synthese ergibt folgende Schlüsselfirmen:

    Unternehmen Land Rolle / Relevanz
    Mitsubishi Electric Corp. Japan Hersteller von Netzleittechnik, Automatisierung und digitalen Steuerungssystemen.
    Hitachi Ltd. / Hitachi Energy Japan / Schweiz Anbieter von IoT-gestützten Netzlösungen und Plattformen für Smart Infrastructure.
    Fuji Electric Co., Ltd. Japan Entwickler von Leistungselektronik und industriellen Energiemanagementsystemen.
    Samsung SDI Co., Ltd. Südkorea Führend in Energiespeicherung und Batterietechnik.
    BYD Company Ltd. China Kombination aus Batterietechnologie, E-Fahrzeugen und bidirektionalem Energiemanagement.
    Sungrow Power Supply Co., Ltd. China Führender Anbieter von Photovoltaik-Wechselrichtern und Netzspeicherlösungen.
    TDK Corporation Japan Hersteller wichtiger passiver Bauelemente für Leistungselektronik in Netzinfrastrukturen.
    State Grid Corporation of China (nicht börsennotiert) China Weltgrößter Netzbetreiber, Vorreiter in Smart Grid-Implementierungen.
    5. Bewertung und Schlussfolgerung

    Alle drei Quellen konvergieren in der Auffassung, dass die programmierbare Strominfrastruktur den nächsten Entwicklungsschritt in der globalen Energiewirtschaft darstellt.

    Sie ermöglicht:

    eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien,
    die Erweiterung von Kapazitäten durch digitale Flexibilitätssteuerung, und
    die Entstehung neuer Wertschöpfungs- und Geschäftsmodelle.

    Europa bringt starke Industriekonzerne mit Digital- und Automatisierungskompetenz hervor, während Asien durch technologische Tiefe in Elektronik, Speichertechnologie und großskaligem Netzausbau dominiert.

    Der Wandel verlagert Wertschöpfung zunehmend von der physischen Infrastruktur hin zu Software, Datenverarbeitung und algorithmischer Steuerung – eine Entwicklung, die Energieversorgung, Mobilität und Industrie langfristig intelligent und resilient verknüpft.

    Fazit:

    Die programmierbare Strominfrastruktur ist das Rückgrat einer neuen Energiewirtschaft. Unternehmen, die Automatisierung, KI, Datenauswertung und Energiespeicherung intelligent kombinieren, gehören zu den wichtigsten Profiteuren dieses globalen Strukturwandels – in Europa ebenso wie in Asien.

  • Vielleicht ist es so einfach gedacht
    aber wäre nicht die deutsche E.ON als großer Netzbetreiber ein Gewinner?

    Ja - jedenfalls ist E.ON auch in dem Index im vorletzten Beitrag mit 4% Gewicht vertreten, unter der Rubrik Multi-utilities. Ist aber m.E. kein "pure-play".

    Nebenbei: Die Kurse in dem gesamten Bereich haben schon saftig zugelegt. Ich bin aber ernsthaft am überlegen, ob ich bei KEPCO aufstocke - die sind explizit auch an der Entwicklung von Smart Grids und Rechenzentren-Kühlung beteiligt, in Kooperation mit LG Electronics.