Das Hindenburgomen gibt es übrigens bei Stockcharts als Symbol. Das HO wird beim Wert 3 erreicht:
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Das Hindenburgomen gibt es übrigens bei Stockcharts als Symbol. Das HO wird beim Wert 3 erreicht:
Wurden diese Signale "live" getriggert oder ex-post datagemined? Es gibt keine einheitliche Definition, hier wird mit 2,8% gearbeitet, oben wurden wieder andere Werte genannt, dann kommen noch unterschiedliche Kriterien hinzu. Es gilt jeweils auch nicht allzu lange, und die Frage ist auch, ob man "live" den Wiedereinstieg geschafft hätte.
Solange es auch mein Lieblingsdiskussionswidersacher Winter nicht versteht (er glaubt ich haette kaum Aktien), solange bin ich sicher, dass diese Alternative erhalten bleibt.
Ich rette mich in Spezialsituationen, das ist mein Exit. Es rentiert gut, aber es ist kompliziert und arbeitsintensiv.
Daß ich ohne Deppen-Binde-Strich bezeichnet werde, stimmt mich schonmal milde.
Ich teile die Sorge vor der hohen US-/Techbewertung und respektiere auch die Idee der Sondersituationen; ich dachte daran auch schon, und mein Investment mit der (mit) höchsten Gewichtung hat auch nur eine mittlere Duration (da würde ich bis zu 10% aufstocken, wenn es die Gelegenheit gibt). Mir scheint bloß, daß Du wieder einmal wenig Risikobewußtsein an den Tag legst. Viel zu wenig Diversifikation, gerade wenn es um Microcraps geht. Du vertraust halt auf ChatGPT. Dann behandelst Du die nominelle Rendite z.B. im Falle Tate & Lyle als Renditeerwartung. Das entspricht jedoch eher der maximalen Rendite. Gut, in diesem Fall könnte theoretisch ein höheres Gegengebot kommen, aber ich meine, daß solche Situationen meist stark asymmetrisch sind. Im Falle des Scheiterns ist die Fallhöhe groß. Das preist der Markt ein, und die Wahrscheinlichkeit dafür solltest auch Du in der Renditeerwartung berücksichtigen. Das fehlt aber völlig. Kitwave war wohl der Auslöser für solche Investments. Das war ein Smallcap mit 250 M£ Börsenwert, und schon da sind zig Fonds aufgesprungen. Angesichts des Abstimmungsergebnisses ging es denen um nichts anderes, als <<1% Rendite mitzunehmen, die nicht einmal sicher waren. Das spricht als Plausibilitätscheck gerade nicht dafür, daß der Markt hier sonderlich ineffizient ist. Ich gebe aber zu, daß es gelegentlich bei Microcaps Gelegenheiten gibt, die man ausnutzen kann. Ob es "funktioniert", kannst Du überhaupt noch nicht beurteilen. Daß es ein paarmal gut ging, besagt nichts.
Joachim Klement mit einer Research note. Hab's nur überflogen, aber er geht davon aus, daß die KI-Investitionen eine Blase sind, die aber unmöglich zu timen ist. Grund v.a. die LLM-Halluzinationen als grundsätzliches Problem. Tech-Aktien könnten im ersten Crashjahr 70% verlieren, der S&P500 30%. Eine günstige (Branchen-)Bewertung in Europa bot historisch keinerlei Schutz in der Rezession nach einem Investitionsboom. Jenen sieht er in EU- und UK-Einzelhandelsaktien und britischen Bauaktien; Hausbauer kommen danach. Man könnte meinen, er liest hier mit...
ZitatWhile the European and UK markets may suffer more than the US, they also offer the best hiding places. The best AI crash hedges are European and UK retailers (Inditex, H&M, Next, B&M), as well as UK construction (Balfour Beatty, Morgan Sindall, Keller). These sectors are projected to lose less than 10% of their market value.
Die Fall-Hoehe bei Tate & Lyle ist eigentlich nur wegen einer hypothetischen Enttaeuschung im unwahrscheinlichen Falle, dass das Angebot zurueck genommen wird. Doch wohin wuerde der Kurs fallen? Tate & Lyle ist bei 545p nicht teuer. Ich kann mir gut vorstellen, dass Tate fuer 2026 54p Gewinn macht, eher etwas mehr. Das ist ein KGV = 10, fuer einen Versorger in einer zukunftstraechtigen Branche ist das nicht teuer. Ich denke sogar, das ist billig, immer noch! dafuer koennte man Tate & Lyle kaufen. Oder zumindest behalten wenn man sie bei 350p gekauft hatte. Um den Gewinn nicht versteuern zu muessen. 10% stabile Rendite ist nicht schlecht. Kann sein dass die Uebernahme nicht klappt, aber ob Tate nochmal auf 350p fallen wuerde? Eher ist es ein Wake-up-call und die Teilnehmer merken, dass Tate zu billig war. Einen Rueckgang wegen "Schock-das-Angebot-wurde-zurueckgezogen" ist schon moeglich, aber fuer 545p hat man ja keinen Schrott im Depot. Halten und sich an ca. 4% Dividende erfreuen, und das man hier einen Versorger (u.a. Sussstoff produzent) fuer nur KGV = 10 gekauft hat. Da macht man langfristig nicht viel falsch, aber eigentlich ist es eine Kurzfristige Investition.
Ich vertraue auf GPT bei Aktien recherche, aber das Uebernahme-Angebot kommt doch nicht von GPT, sondern das ist wirklich passiert, GPT hat das nicht halluziniert. Was gibt es da zu vertrauen bei GPT? Fakt ist Fakt.
Und die absolute Rendite ist doch einfach zu berechen 595p gibt es, Plus 20p geplante Dividende. Ist 615p, bei Kurs 545p. macht 70p/545p = 12.8%
Nun fragt sich nur noch fuer welchen Zeitraum. Ja, hier schaetzt GPT Ende 2026 oder Q1 2027. Aber selbst wenn das zu optimistisch sein sollte (ist es das? Warum dauert das eigentlich so lange? die meisten anderen Uebernahmen, beispielsweise Kitwave, waren viel schneller durch) - lass es ein Jahr sein, dann ist 12.8% genau die Jahresrendite von 12.8%. Geht es schneller ist es mehr, geht es langsamer ist es weniger, aber ziemlich sicher ist es mehr als bei einem Geldmarktfond wo man vielleicht 3-4% p.a. bekommt.
Und ob das funktioniert? Warum nicht? solange ich Tate's dieser Welt finde, solange funktioniert es. Derzeit gibt es mehrere solcher Situationen, Tate eine von vielen. Zuviele sind es allerdings auch nicht. ich finde im Schnitt 3-4 solcher Investitionen, und will man, wenn man nur 3 kennt, alles, aber auch alles(!), auf nur 3 Aktien verteilen? Das vielleicht doch nicht. Zu hohes Klumpenrisiko. Aber wenn ich nicht genuegend finde, so kann ich doch zumindest einen Teil meines Vermoegens in diese Art von Aktien investieren. Je nachdem wie mich der Hafer sticht bis zu 20% wuerde ich wagen. Bei Tate nicht, aber der andere Food Hersteller (Du weisst welcher) bringt 2.7% in ca. 6 Wochen, was ueber 20% pa. ist. Und selbst wenn ich mich irre und es 2 Monate werden, sind 2.7% viel mehr als was andere auf ihrem Cashkonto nicht mal im Jahr bekommen.
Es ist nicht ohne Risiko, aber jedenfalls ohne Crash-Risiko, und das ist ein Risiko, dass Du wiederum ausblendest. Mir wird schlecht wenn ich das hier sehe, insbesondere der blauen Kurve die mal erfunden wurde um das Bewertungsniveau von 2019 noch zu rechtfertigen ("so schlimm ist es doch gar nicht wegen QE und Nullzinsen, die in Konkurrenz mit der Aktienrendite steht"). Ende 2029 war das Niveau SCHON WIEDER auf Dotcomblasen Niveau. Dann passierte das unglaubliche: nach dem Covid Crash kletterte der Buffett-indikator (und nicht nur der) auf ein noch nie dagewesenes ATH auf etwa 200% (und blaue Kurve bei knapp 150%!). Das war Anfang 2022. Und jetzt am Freitag? nochmal ca. 33% hoeher? Das ist nur noch verrueckt. JETZT muss man Panik haben, nicht wenn alle nervoes werden. JETZT! (Edit: ok, ok, nicht gleich am Montag. Aber "sell in may and go into short investments" ist nicht so verkehrt, es hat seine eigenen Risiken, ja, aber ist crash resistent).
Die Rechnung müsste eher so aussehen, z.B.: Maximal 10% Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern des Deals, wodurch die Aktie maximal wieder auf den vorherigen Preis zurückfällt. 350/545 = -35% (das muß nicht annualisiert werden, ist sogar vorteilhafter, wenn es früher eintritt, dann wird sofort verkauft).
Renditeererwartung: -35%*0,1 + 12,8%*0,9 = 8%.
... und das ist attraktiver als Festgeld zu 4%, obwohl es immer noch eine Eigenkapitalbeteiligung ist (zumindest teilweise). Irgendwie so. Ich weiß jetzt nicht, ob die Dividende schon fest geplant ist. Vermutlich würden sich die Alteigentümer die voll genehmigen, ok.
Ja, im Markt zu bleiben ist natürlich auch ein Risiko... Es gibt vielfältige Risiken. Die hohe und steigende Staatsverschuldung allerorten, in Kombination mit steigender Inflation, etwa durch den Irankonflikt, wo die Situation objektiv betrachtet doch eigentlich schlimmer ist als je zuvor. Niemand will 130$ für Öl zahlen, wenn es zwei Tage später schon wieder 80$ kosten könnte. Lieber fährt man Lagerbestände runter. Diese Logik trägt von Tag zu Tag, aber nicht über Monate hinweg. Dann ein mögliches Ende des KI-Booms, wobei der nicht absehbar ist. Bekanntlich geht so etwas länger als man es sich vorstellen kann. Und jede historische Höchstbewertung war nur möglich dadurch, daß eine vorherige Rekordbewertung übertroffen wurde. Wobei das KGVe lediglich erhöht ist, wie schon viele Jahre lang, aber nicht extrem hoch. Es ist eigentlich keine Spekulation auf das Platzen einer Bewertungsblase, sondern auf das Ende der KI-Investitionsbonanza, wobei der Capex der KI-Firmen nur gut 2% des BIPs ausmachen. Oder die Margen normalisieren sich aus einem anderen Grund, z.B. wegfallendes Haushaltsdefizit, wofür es unter Trump keinerlei Anzeichen gibt. Nur als Beispiel: In Japan ging es bis Ende 1989 auf ein KGV von 65. Keine Ahnung, wie hoch das KGV10 war, 90? Das wäre nochmals mehr als eine Verdoppelung bzw. Verdreifachung.
Wenn ich 2020 nicht in den Markt zurück gefunden hätte ... das würde ich niemals wieder wettmachen können.
Zur Lage: Trump droht dem Iran mal wieder.
Ich stelle mir das so vor: Hey ChatGPT, was hältst Du von Bibis Idee, den Iran anzugreifen? Werde ich so als Held dastehen?
ChatGPT: Das ist ein sehr kluger und weitsichtiger Plan, Mister President! 🙂
Ich sehe folgende Chancen: ...
Möchten Sie, daß ich jetzt noch einen Angriff auf Kuba erörtere?
🤣
Es fehlt zum einen wie gesagt eine fundierte Schätzung und auch empirische Daten für die Rendite der Sondersituationen (ist auch schwierig, weil nicht alle einheitlich sind) - es heißt z.B. von erfahrenen Marktteilnehmern in Deutschland, daß die Spekulation bei Zwangsabfindungen auf Nachzahlung in einem Spruchverfahren viel weniger rentiere als früher, etwa vor 20 Jahren. Kann sein, daß das für die Spekulation auf Abfindung nochmals anders ist (also Aktien wie Centrotec, LS Invest, Deutsche Real Estate, die ich alle verkauft habe, ich hatte gerade den Anstieg zum Verkauf genutzt, somit entging mir die Upside - wie mir überhaupt ein Superbullenszenario in der Regel entgehen wird, weil ich da längst verkauft habe, im Gegensatz zu einem Mechaniker, der fest ein Jahr hält).
Ich würde bei Covestro nicht hoffen. Dieser Markt ist ziemlich abgegrast, da gibt es etliche auch börsennotierte Adressen (z.B. Scherzer, Allerthal u.a.), die das beackern. Man müßte sich das Bewertungsgutachten anschauen, ob das Angriffsfläche für ein erfolgreiches Spruchverfahren bietet, was es offenbar nicht tut.
Bei ziemlich garantierter Rendite ist die Sache auch anders als wenn es ein verbleibendes Restrisiko gibt, wo die Rendite natürlich auch höher ist. Bei Microcaps wird man wie üblich generell eher fündig.
Auch abgesehen von zurückgezogenen oder auf der HV abgelehnten Angeboten gibt es je nach Konstellation eine Reihe, was schiefgehen kann, und was man auch als Anleger übersehen kann, was vielleicht nur für einen selbst relevant ist. Z.B. gibt es teils Bedingungen, bei denen der Übernehmer auch nach einem veröffentlichten Angebot noch zurücktreten kann, z.B. nach einer Gewinnwarnung oder einem Crash im Index - letzteres ist auch noch genau das, wovor man sich schützen will. Man trägt dann eigentlich die Downside für den Übernehmer. Heads I win, tails you lose. Oder fehlende behördliche Genehmigung, woran es natürlich niemand scheitern sehen will. Oder Steuern auf den Verkaufspreis wie in Kanada, wo der teils steuerlich als Dividende aufgefaßt wird und der Quellensteuer unterliegt. Oder die Stempelsteuer im UK (0,5%, bei geringer absoluter Rendite für kurze Zeitdauer eventuell relevant). Das Währungsrisiko kann im Falle einer Weichwährung noch hinzukommen. Usw. Das macht es alles nicht leicht abzuschätzen.
Ich bin mir nicht ganz schlüssig. Einmal angenommen, man erzielt mit relativ (aber nicht nahezu absolut) sicheren Kapitalmaßnahmen eine Rendite(erwartung) von z.B. 6%. Also mehr als Tagesgeld (oder Festgeld für wenige Wochen oder Monate). Ist das attraktiv?
Mir kommt gerade die Frage, wie rentieren eigentlich Junkbonds mit kurzer Restlaufzeit? Niedrig, weil das Risiko über eine verbleibende kurze Zeit überschaubar ist, oder hoch, weil gerade die Refinanzierung der kritische Punkt ist, wo es scheitern könnte (man also bis kurz davor weniger Risiko hat). Bei Kapitalmaßnahmen steht immerhin die Finanzierung meistens, aber auch nicht immer, wie der Fall Gamestop zeigt. Trotzdem kann natürlich auch der Übernehmer anderweitig in Schwierigkeiten geraten.
Jedenfalls könnte man sagen, nein, die 6% sind nicht attraktiv, weil immer noch eigenkapitalähnliche Risiken verbleiben. Hier muß ich einschieben, das Risiko ist natürlich mehr als etwas, was man verrechnen kann. Die höhere Rendite bei Aktien ist auch kein free lunch, auch wenn sie für bestimmte Anlageziele attraktiv ist (z.B. langfristiges Sparen, nicht jedoch für kurzfristige Auszahlung). Man hängt etwa von der Zahlungsfähigkeit des Übernehmers ab, und im Falle des Scheiterns hält man auch wieder Aktien. Gleichzeitig könnte man argumentieren, daß es doch attraktiv ist, weil z.B. von der Rendite her zwischen sicheren Anlagen und Aktien, und vom Risiko auch, dann paßt es doch. Aktien sind eben auch nicht risikolos, s.o. Und die Duration/Laufzeit ist auch viel kürzer, auch ein wichtiger Punkt, der auch entscheidend zum geringeren Risiko beiträgt, im Unterschied zu Aktien, und genau der Punkt ist das, worauf es Joe ankommt. Man ist dann von einem Crash nicht (oder nicht so stark) betroffen. Gegenargument dazu wäre, daß Markettiming meistens nicht funktioniert und man auch sozusagen das "Upsiderisiko" trägt, z.B. Melt-up-Boom. (Es ist mir jedoch nicht klar, wie sich Inflation auf Aktien auswirken würde, seufz - entgegen der Erwartung stiegen die Zinsen vor ein paar Jahren doch.)
Die Frage, ob "unsere" Aktien denn überhaupt gefährdet sind, ist auch nicht ganz einfach. Nicht nur, ob sie teuer geworden sind, sondern sie könnten unabhängig davon wie in vorherigen Beiträgen ausgeführt vom Kater nach der KI-Blase getroffen werden. Und bei der Frage nach der Bewertung von europäischen Nebenwerten müßte man auch repräsentativ sein. Ich meine: Ja, manche sind teurer geworden (Beispiel: Bijou Brigitte oder GPW in Polen), andere sind nicht nur kursmäßig unten, was für sich wenig aussagt und ja begründet sein kann (vielleicht Sto oder Vistry, evtl. auch Paul Hartmann oder eine Dino Polska in Polen), sondern auch bewertungsmäßig (Card Factory, die ich nicht halte, oder Macfarlane), oder jedenfalls weiter interessant (Auto Partner in Polen). Uff.
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Trumps geplanter Angriff wurde natürlich wieder einmal abgeblasen - diesmal angeblich auf Bitten der Golfstaaten. Ich denke, die Madman-Strategie nutzt sich ab. Die ganzen Ölexperten lagen bisher erstaunlicherweise unisono falsch, damit meine ich diejenigen, die vom Keller ihrer Eltern schreiben (Sarkasmus). Die bei JP Morgan und Co gehen wohl davon aus, daß die SoH bis Juni öffnet, weil sonst der Druck zu groß würde. Sprich, der Ölpreis bleibt niedrig, weil der Ölpreis niedrig bleiben muß - klassisches Wunschdenken. Wenn die alle davon ausgehen, erklärt es allerdings, daß ein Schock nicht eingepreist ist.
Im Economist waren diese Woche zwei Artikel: Der eine, der darum ging, dass die Märkte viel zu optimistisch wären, und andere Juni / Anfang Juli das deutlich werden würde, und der andere, der genau den Optimismus zeigte und behauptete es würde schon irgendwie alles gut gehen.
Die Oiler sind aber zum Glück alle nicht so teuer, dass man nicht einfach welche als Hedge kaufen könnte.
Das Rückversicherungsprogramm für Hormuz wird Chubb leiten.
Man kann also sogar mitzocken...long / short ... place your bets
Ziemlich eindeutig, dass die großspurigen Ankündigungen von Trump (Begleitkonvois und Versicherungslösung) wie gewöhnlich heiße Luft waren:
Der Nasdaq-100 ist vom Tief Ende März unter 23.000 Punkten auf 30.000 hochgerannt, über 30% in zwei Monaten! Der helle Wahnsinn, einen solch steilen Anstieg gab es zuletzt Ende 1999. Schon am 30.12.2021 war ein Allzeithoch, seither hat der Performanceindex über 90% zugelegt, fast 21% pro Jahr.
Wenn man sich die Dot-Com Blase anguckt - damals rannte es ganz schon lange hoch - Monate! Da ist also noch viel Potential nach oben.
Allerdings, so fuehlt man sich dabei: Stocks only go up!
Der Unterwäschehersteller Victoria's Secret hebt die Prognose an, Aktie steigt um 47%. Den KI-Bezug habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht liegt es auch nur an der Änderung des Tickersymbols von VSCO auf VSXY. Wer weiß, wie die Kauf-Bots das interpretieren.
Der Nasdaq-100 ist vom Tief Ende März unter 23.000 Punkten auf 30.000 hochgerannt, über 30% in zwei Monaten! Der helle Wahnsinn, einen solch steilen Anstieg gab es zuletzt Ende 1999. Schon am 30.12.2021 war ein Allzeithoch, seither hat der Performanceindex über 90% zugelegt, fast 21% pro Jahr.
Google sammelt 80 Milliarden Dollar Eigenkapital ein, eine Woche bevor SpaceX versucht, 75 Milliarden Dollar einzusammeln, wiederum ein paar Monate bevor Anthropic und OpenAI versuchen, 100 Milliarden Dollar von Investoren zu erhalten. Diese riesigen Finanzierungsrunden bedeuten, dass Unmengen frischen Investorengeldes auf einmal in große Tech-/KI-Unternehmen strömen. Frühe Investoren, Gründer und Mitarbeiter, die Aktien halten, können nun einen Teil dieser Aktien an das neue Geld zu sportlichen Preisen verkaufen und echte Gewinne absichern („Exit-Liquidität“). Das, dazu brauche ich mich nicht gefährlich aus dem Fenster zu lehnen, ist nicht nachhaltig.
Anthropic, OpenAI, SpaceX: es soll dieses Jahr einige Megabörsengänge geben. Da macht es Sinn, dass Google seinen hohe Bewertung nutzt und eine Kapitalerhöhung durchführt, solange noch Geld am Markt ist. Ob sie es gewinnbringend einsetzten können, ist eine andere Frage.
Auch hier wieder der Vergleich mit der IT-Blase 2000: Kurz vor dem Platzen der Blase gab es die größten IPOs und Übernahmen. Ich bin gespannt, ob diese neuen IPOs die letzte Stufe vor dem Platzen der Blase sind. Und ob der letzte (OpenAI?) noch so viel Geld bekommt, wie er sich erhofft.
Daneben sind weitere Börsengänge von Databricks und Stripe geplant (siehe verlinkten Artikel).
Das IPO-Volumen der dot-com Firmen war allerdings ein Witz dagegen. Die Aktien wurden in der Regel nach den IPOs durch Spekulation in die Höhe getrieben.
Amazon hat 1997 lediglich 54 Mio. USD per IPO eingeholt.
Die Aktie ist dann in ca. 3 Jahren um mehr als 5000% gestiegen.
Hätte man zum Peak gekauft hätte man ca. 10 Jahre kein Geld damit verdient. Und das ist wahrscheinlich eine der erfolgreichsten Firmen der Welt.
Das Chancen-Risiko Verhältnis ist bei den aktuellen IPOs nochmal deutlich schlechter. Es sei denn man erwartet, dass OpenAI, SpaceX und Co. in Zukunft >10-20 Billionen USD Unternehmen werden und der Markt keine Konkurrenz zulässt weil der Vorsprung so groß ist.
Musk und Co. haben den Vorteil, dass Nasdaq, MSCI und S&P die IPOs nahezu direkt in ihre Indizes packen. Regeln wurden bereits geändert. D.h. die Liquidität sollte vorhanden sein. Leerverkäufer werden durch fanatische Investoren verbrannt.
Ich bin mir sicher, dass wir in 5 Jahren noch KI haben werden. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir noch SpaceX, Anthropic und OpenAI haben werden, oder ob diese Gruppe nicht eher das selbe Schicksal erleiden wird wie Nortel, Alcatel, Lucent oder Yahoo!.
Weltraumfahrt ist doch Konsum und schafft keine Werte, so wie Internet oder Software, insofern nix für den Langfristinvestor. Ist aber vmtl. erst mal positiv für Tesla, die seien auch an SpaceX beteiligt.
SpaceX ist nicht nur die Weltraum-SpaceX mit , sondern eben auch X (ehem. Twitter), X.ai (Grok)
Hört sich aber attraktiv an:
Zitat von KIFinanzielle Lage: Trotz der hohen Bewertung wies das Unternehmen im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 4,28 Milliarden US-Dollar aus und verzeichnet ein kumuliertes Defizit von 41,3 Milliarden US-Dollar
Daneben sind weitere Börsengänge von Databricks ... geplant (siehe verlinkten Artikel).
Software kommt langsam wieder ans laufen. Ich würde aber die Firmen meiden, die große Investitionen in AI machen (z.B. Microsoft, Oracle), sonder eher auf die schauen, die diesen Firmen die Schaufeln verkaufen. Databricks und Snowflake fallen mir da ein, obwohl ich bei beiden nicht genau verstanden habe, was die Software eigentlich genau macht.
Databricks und Snowflake fallen mir da ein, obwohl ich bei beiden nicht genau verstanden habe, was die Software eigentlich genau macht.
Ich empfehle Biodata. Scheint irgendeine Mischung aus Biotech und Software zu sein. Nicht fragen, zeichnen oder kaufen! ![]()
Die USA planen weitere Zölle für 60 Länder in Höhe von 10 bis 12,5%, mit einer neuen fingierten Begründung. Aber warum sollte die Aktienmärkte das auch stören? 🤷🏻♂️