Wie geht es euren Depots so?
Ich kann nicht klagen. Ich habe mir neben den Oilern (still ruht da der See) ja die Speicherhersteller ins Depot gelegt, und die sind seit Anfang des Jahres ziemlich abgegangen.
Wie geht es euren Depots so?
Ich kann nicht klagen. Ich habe mir neben den Oilern (still ruht da der See) ja die Speicherhersteller ins Depot gelegt, und die sind seit Anfang des Jahres ziemlich abgegangen.
Alles anzeigenWie geht es euren Depots so?
Also meines darbt grade fürchterlich vor sich hin.
Nach dem krassen Run letztes Jahr, und auch Anfang diesen Jahren, wo ich schon dabei war in die klassische Hybis zu verfallen, ist seit dem Iranding der Wurm drin.
Das liegt einerseits am von mir mal wieder komplett verbockten Markettiming (jedesmal denk ich mir, ignorier den Politikkram, und schaffe es dann doch nicht).
Aber daran liegt es nicht nur. Das hätte mich vielleicht 5% gekostet, hätte ich die selben Aktien zurück gekauft.
Habe ich aber nicht, sondern bei der Gelegenheit mein Depot gleich umgebaut und "besser" bestückt.
"Besser" in Bezug auf wieder mehr "back to the roots", also mehr stumpf nach Tool kaufen, und weniger Aktien halten die ich eher so "aus dem Bauch raus" hatte.
Damit meine ich Fälle wie die zB ganzen Banken die ich hatte, jeweils mit der Begründung "das Land profitiert von xy", aber jeweils mit mangelnder Tool-Untermauerung, schlicht weil mein Tool Banken nicht kann.
Und Fälle wo das Toolupside eher begrenzt war, ich aber eben auf irgendeiner Welle / einem Trend mitritt (zB Südkorea, Chips, etc).Das alles also flog raus, und wurde ersetzt durch Aktien die billig sind. Also im Tool billig. Großteils richtig billig, also fast alle >100% Upside im
Das kenne ich. Teilweise sind die klassischen Branchen (Konsumgüter, Autos, klassischer Maschinenbau) momentan richtig billig. Dann kaufe ich die, und nichts tut sich. Außer, dass sie noch billiger werden. Aber ich tröste mich damit, dass teils die Dividendenrendite gut ist und dass ich in der Vergangenheit oft auf den Chart von so manchen Werten geschaut habe und mir dachte, damals hätte man kaufen müssen.
Wie geht es euren Depots so?
Bei Licht betrachtet kann ich nicht meckern: YTD (per letzten Freitag) +10%, und zwar nach Steuern und mit derzeit 45% Cash.
Bis März fühlte es sich aber noch besser an und ich habe auch andauernd das Gefühl, zu früh verkauft zu haben. Das betrifft sogar die Aktien, die ich im März 25 vertickt habe, also Bau-Aktien und Austria-Aktien. Funktionierende Trends laufen offenbar oft viel länger als ich denke - daran muss ich noch arbeiten...
Jetzt muss ich doch mal fragen weil es wundert mich schon, seitdem ich wieder zurück bin vor ein paar Wochen:
Warum ist es hier eigentlich Konsens, dass es dieses Jahr bergab gehen soll an den Märkten? Wenn ich es richtig überschlagen habe, sollen/wollen einige Billionen an Marktkapitalisierung dieses Jahr noch per IPO unters Volk gebracht werden für AI, Space und was weiß ich, die USA feiern 250 Jahre Jubiläum, im Spätherbst wollen dort die Midterms gewonnen werden. Passieren kann natürlich alles aber für mich drängt sich 2026 irgendwie nicht so recht auf.
Ich kann es insofern ein Stück weit nachvollziehen, dass ich schon seit 2011 auf den nächsten großen Crash warte (die paar Tage im März 2020 kann man m.E. ja wohl kaum als solchen bezeichnen). Ich hätte auch wirklich nichts dagegen. Aber das der nun ausgerechnet in 2026 über uns hereinbrechen soll?
Bezüglich aktuellem Stimmungsbild hole ich noch mal meine Frage von vor ein paar Wochen hoch. Mir fehlt nach wie vor die Fantasie, warum es ausgerechnet dieses Jahr crashen soll?
Nun, betrachte das mal aus Deiner Sicht, als wuerdest Du mitmachen wollen bei IPOs. Woher nimmst Du das Cash? Wenn Du es schon Jahrelang hast herumliegen lassen, wuerdest Du das mit den IPOs doch gar nicht mitmachen, das ist was fuer freaks die sich dauernd fuer Aktien interessieren.
Vermutlich wuerdest Du andere Aktien verkaufen? Und jemand anderes muesste Dir Deine anderen Aktien abkaufen wollen. Das Geld welches Du in den Markt "hineingepumpt" sehen moechtest, wird eigentlich "herausgepumpt": andere Aktien muessen bluten, damit platz gemacht wird fuer die vielen Billionen USD an IPOs. Der Effekt, wenn er ueberhaupt vorhanden ist, ist eher negativ.
Gepumpt wird eigentlich gar nichts. Denn es ist immer so: Wenn Du eine Aktien kaufst, pumpst Du nicht Geld in den Markt. Sondern jemand hat gerade seine Aktien verkauft (an Dich) und hat nun das Geld. Deshalb heisst es auch Stock EXCHANGE!
Und umgekehrt, wenn Du verkaufst, "ziehst" Du kein Geld aus dem Markt. Dein Geld hat nur jemand anderes, es ist noch immer nicht im Markt.
Die IPOs werden nicht unters Volk gebracht sondern unter die Aktien (Also im Bus, da sitzen keine "Aktien" zwischen Dir und dem Nebenmann, und auch auf der Strasse, den Geschaeften, da sieht man keine Aktien rumlaufen, sondern Aktien bleiben bei den Aktien. Ich weiss dass das ein idiotischer Humor von mir ist, aber wenn Du darueber nachdenkst ist der Bloedsinn: "Aktien werden unters Volk gebracht"), die platz machen muessen. Mehr Aktien stehen gleichbleibendem Geld gegenueber. Das hat (wenn ueberhaupt) einen negativen Druck. Ich vermute keinen Effekt bzw. nahezu einen Null-Effekt, aus komplizierteren Gruenden, aber es ist klar, das das auf gar keinen Fall positiv (in Deinem Sinne) zu werten ist.
Was also bewegt Aktienkurse? Angebot und Nachfrage! zu welchem Kurs bist Du bereit zu tauschen? Hier spielt vor allem die Risiko-Neigung eine Rolle. Wenn die Kurse steigen, werden Risiken ausgeblendet. Man ist gierig und sieht nur die zukuenftigen Gewinne und die Story. Dann, wenn die Aktienkurse fallen, wird man unruhig. Man guckt genauer nach und liest nun die kritischeren Stimmen. Beobachte es an dir selbst - so geht es allen.
Zitat von EgonKuhnMir fehlt nach wie vor die Fantasie, warum es ausgerechnet dieses Jahr crashen soll?
Das weiss keiner. Ich vermute dass es bisher schon ziemlich lange gut lief. Totortiello in seinem Buch "Achieving Alpha - Quantitative Strategien" (das Buch hatte ich mal fuer 800 Euro zum Kaufen gesehen, es ist vergriffen und unter reichen wohl en vogue es im Regal zu haben? Jedenfalls, es ist ein sehr gutes Buch, und viele haetten es gerne. Es gibt es als PDF bestimmt irgendwo, sehr empfehlenswertes Buch, wirkich! Und es steht bei mir im Regal...) ... aso Totortiello sagt, nach 18 Monaten steigenden Kursen kippt die Pro-zyklik, und es lohnt sich zunehmend anti-zyklisch fallende Aktien zu kaufen. Seit ca. Maerz/April 2025 steigen Aktien weltweit ziemlich stark an, Japan, Sued-Korea, ein paar andere. Nicht nur die USA. Insgesamt ist nicht nur die USA verrueckt teuer, andere Maerkte sind es auch. Und zwar seit "kurzem" und doch nicht so kurz im Tortoriello-Sinne. Deshalb meine Spekulation dass es 2026 scheppern wird, aber es sind schwache und vage Argumente. Wenn es keine Alternative gabe wuerde ich drinnen bleiben. Aber die Zinsen sind nicht mehr bei Null oder gar Negativ. Du bekommst in einem Geldmarktfonde/Geldmarkt-ETF bereits 4% pro Jahr. Ich finde das bereits attraktiv genug um auszusteigen. denn bei den jetzigen Aktienpreisen (90% aller Aktien in der Welt) ist eher eine leicht negative Rendite zu erwarten. Die 4% beruecksichtigen nicht die Inflation. Kann sein, dass die 4% kaum besser sind. Aber schlechter? das auch nicht. Und man vermeidet einen Crash, der ja ausgerechnet dieses Jahr auch nicht kommen koennte.
Wichtig ist doch nicht ob es crasht oder nicht, wenn man keine Aktien hat, sondern ein Geldmarkt-ETF. Es ist nur wichtig, was man attraktiver findet: die Rendite des Aktienmarktes oder die Rendite der Alternativen: beispielsweise eine Solaranlage auf dem Dach, Batterien im Haus, Warmwasserpufferspeicher, Waermepumpe und Fussbodenheizung... wenn man es billig gemacht bekommt, teilweise sich selbst drum kuemmert, gibts ca. 17% Rendite in England. Vielleicht aehnlich in Deutschland?
Nun, betrachte das mal aus Deiner Sicht, als wuerdest Du mitmachen wollen bei IPOs. Woher nimmst Du das Cash? Wenn Du es schon Jahrelang hast herumliegen lassen, wuerdest Du das mit den IPOs doch gar nicht mitmachen, das ist was fuer freaks die sich dauernd fuer Aktien interessieren.
Vermutlich wuerdest Du andere Aktien verkaufen? Und jemand anderes muesste Dir Deine anderen Aktien abkaufen wollen. Das Geld welches Du in den Markt "hineingepumpt" sehen moechtest, wird eigentlich "herausgepumpt": andere Aktien muessen bluten, damit platz gemacht wird fuer die vielen Billionen USD an IPOs. ...
Ja, aber dabei sollte man auch beachten, dass u.U. nur ein Teil platziert wird bei IPOs.
Eine theoretische Marktkapitalisierung kann dann um ein Vielfaches höher sein als der Free-Float, der im Markt monetarisiert worden ist.
Zumindest kann man festhalten, dass bei IPOs Anteile den Besitzer wechseln und das IPO eben nicht "Initial Public Offering" heißt, sondern "Its Probably Overpriced".
Das ist eben ein weit verbreitetes Missverständnis... ![]()
EgonKuhn :
Wenn SpaceX diese Woche mit seiner 1750 Milliarden USD Marktkapitalisierung platziert wird und (entgegen den bisherigen Regeln) quasi sofort in die US-Indices aufgenommen wird, dann müssen die US- und Welt-ETFs massiv umschichten. Das heißt im Klartext: Die Gewichtung der alten Platzhirsche muss deutlich reduziert werden.
Momentan rappelt es ja auch schon in der Kiste - das könnte durchaus zu einigen Unwuchten führen...
Ich glaube die Aufnahme ist 15 Trading Days nach dem IPO?
Auf jeden Fall sind die Märkte nervös wegen der Platzierung, Mir dünkt da gibt es Probleme.
Das schlimmste kommt noch (meine Einschaetzung, mich bitte nicht ernst nehmen, tut meine Frau auch nie):
Nach dem IPO wird das Schwergewicht SpaceX grandios abstuerzen, der Markt geht schonmal in Deckung... aber wieviel wird denn eigentlich platziert? Is denn das Gewicht im Index nicht an den Freefloat gekoppelt? Und was wenn wir wirklich aufbrechen into the universe and beyond?
So schlimm wird es schon nicht kommen. Platziert wird so viel, wie subscribed wurde. Und nach Tradingbeginn wird es Kurspflege geben.
Die wichtigste Kennzahl wird nicht so schnell öffentlich werden: Wie viel nicht platziert werden konnte.
Ich glaube die Aufnahme ist 15 Trading Days nach dem IPO?
Ja, ich denke, du hast recht. Das Thema SpaceX wurde zufällig gestern in der BigPicture-Präsentation von TheMarket besprochen (hier frei zugänglich, ab Minute 22:20). Die Lage ist nicht ganz so dramatisch, weil 1.) nur der free float bei den ETFs berücksichtigt wird und 2.) wenigstens der S&P500 seine IPO-Regeln doch nicht aufweicht.
Andererseits erfolgt gerade ein Bombardement an Kapitalaufnahme bei den Big Playern (zusätzliche IPOs, Kapitalerhöhungen, Kreditaufnahmen usw), was bei BigTech einer Gezeitenwende gleichkommt. Das setzt natürlich auch die Aktienmärkte unter Stress, zusätzlich zu allen bekannten Problemen. (Details im verlinkten Video)
EgonKuhn :
Wenn SpaceX diese Woche mit seiner 1750 Milliarden USD Marktkapitalisierung platziert wird und (entgegen den bisherigen Regeln) quasi sofort in die US-Indices aufgenommen wird, dann müssen die US- und Welt-ETFs massiv umschichten. Das heißt im Klartext: Die Gewichtung der alten Platzhirsche muss deutlich reduziert werden.
Das ist richtig, die ETFs müssten also Teile ihrer anderen Positionen abstossen und SpaceX dafür reinholen.
Man sieht hier schön wie der Markt arbeitet:
Der Preis ergibt sich aus den aggregierten Allokationswünschen.
Der (unfreiwillige) "Allokationswunsch" der ETF steigt nach der IPO von 0% SpaceX auf x% SpaceX, entsprechend wird weniger Allokation in andere ETF Bestandteile "gewünscht".
Nur:
Das trifft dann logischerweise eben auch nur die anderen ETF Bestandteile. Es trifft nicht alle Aktien die im jeweiligen ETF nicht enthalten sind (also zB Türken, Chineses, Bumbsbuden-Nebenwerte usw, mehr oder weniger alles was nicht im S&P ist dürfte wenig getroffen werden).
Weiterhin trifft es besondes stark die Bestandteile die stark im jeweiligen ETF enthalten sind, was du Platzhirsche nennst. Weil alle müssen im selben relativen Maße Anteile abgeben, also eine NVIDIA mit (geraten) 10% ETF Anteil, die muss mehr Anteile abgeben als eine kleine Aktie im ETF.
Das ist die Krux der ETF lastigkeit des Marktes.
Fließt dem ETF Geld zu, werden große Aktien quasi mit Hebel nach oben gedrückt (weil ihr Anteil ist hoch, es muss viel zugekauft werden). Fließt dem ETF Geld ab oder gibts eine IPO, dann kann es einen Hebel nach unten geben, grade bei den Großen. Das kann sogar eine Spirale auslösen, also NVidia fällt starkt, individuelle Investoren werfen sie daraufhin auch, ihr Anteil im ETF muss daher weiter runtergesetzt werden, was weiter den Preis drückt, usw.
Bislang konnten wir sowas noch nicht beobachten, weil das Aufstieg der ETF mit einem Dauerbullenmarkt einher ging.
Aber im Bärenmarkt, da kann das spannend werden, da bin ich echt gespannt, das wird durch die ETFs definitiv anders laufen als "früher(tm)".
Weiterhin, es verschwindet auch beim IPO kein Geld.
Es wandert halt zum Elon Musk oder anderen vorherigen Eigentümern von SpaceX. Die geben es für irgendwas aus, ZB für neue BMWs, oder auch für schöne billige Schwellenländeraktien, oder sie bestechen Politiker, die ihrerseits davon BMW kaufen, wir wissen es nicht.
Auch der IPO ist ein Tausch, nur eben von alten außerbörslichen Eigentümern mit neuen Aktionären. Geld gegen Eigentum.
Aus meiner Sicht ist damit also nicht automatisch ein Crash begründet.
Die Kausalität ist vielmehr andersrum:
Wenn die Kurse auf absurde Höhen steigen und Gier regiert, dann häufen sich als Folge IPOs, weil sie in diesem Umfeld einfacher sind.
Die IPO Häufung ist also schon ein Indiz für einen ungesund überhitzen Markt, das auf jeden Fall.
Aber keineswegs gibt es einen Automatismus viele IPOS->Crash.
Zuletzt bleibt auch die Möglichkeit, dass die überteuerten Techaktien abgeben, ohne dass der Restmarkt crashed.
Vor zwei Jahren war das über ein halbes Jahr lang auch mal so. Tech ging runter, Value ging sogar rauf.
Das ist auch möglich!
Es gibt kein Gesetzt das sagt dass jede Überbewertung in einem Crash ALLER Aktien enden muss.
Im Index würde es vielleicht sogar wie ein Crash aussehen, weil die Dickschiffe da alles überwiegen.
Aber ein Nebenwerte-PF mag sich abkoppeln können, das ist schon möglich.
Ob es Sippenhaft gibt, hängt eher davon ab wie schnell alles geht. Bei schnellen Bewegungen gibts diese Panik hin zu hohem Allokationswunsch von Cash (Joe hat ihn jetzt schon), dann wird querbeet verkauft (macht er ja auch, selbst seine Lieblinge kehrt er bald raus sagt er).
Falls es aber wie vor zwei Jahren langsam geht, dann muss das nicht sein. Dann kann sich auch der Allokationswunsch statt zu Cash eher hin zu "werthaltigen Aktien" verschieben, was nicht schlimm wäre für unsereins.
Die powers to be sollten jedenfalls ein Interesse daran haben, "langsam" die Luft abzulassen. Weil ein Crash? Ui, nicht so gut, bei den unsoliden Staatsfinanzen allüberall. Das könnte das gesamte System erschüttern von denen die powers doch gut leben.
Ob sie die Geschwindigkeit eines Luft ablassens denn kontrollieren können?
Weiß ich nicht.
Ich versuche nur aufzuzeigen dass es auch andere Möglichkeiten der Entwicklung geben kann.
Ach so, interessant noch dass ausgerechnet Gold mittlerweile der neue Nervositätsindikator geworden ist, habt ihr das gemerkt?
Also wenn der Markt ein wenig nervös wird, dann flieht er neuerdings als erstes aus dem Gold!
Ausgerechnet!
DAS solide Asset, der angebliche "sichere Hafen" schlechhin, wird als erstes geschmissen um den erhöhten Allokationswunsch nach schnöden, totgeweihten, windelweichen USD zu erfüllen. LOL.
Das ist schon ne lustige Ironie irgendwie ![]()
Interessant:
Das Marketsentiment ist bereits auf "fear". Viele Subkategorien sogar bereits auf "extreme fear".
Vor meiner "Pause" war es noch klar auf Greed. Das ging schnell....
Das ist richtig, die ETFs müssten also Teile ihrer anderen Positionen abstossen und SpaceX dafür reinholen.
Das ist ein spannendes Thema für Gedankenspiele. Bei einem "kleinen" 08/15 IPO wird man natürlich kaum eine Auswirkung auf den Index sehen. Aber machen wir mal ein extremes Rechenexempel:
Wenn SpaceXY 50% market cap vom gesamten Nasdaq100 hätte, dann müßten die ETFs bestehende Aktien so lange abverkaufen, bis sie 50% Cash haben, um SpaceXY im ETF mit 50% gewichten zu können. Richtig?
So ein Abverkauf sollte schon zu massiven Kursverlusten bei den ursprünglichen Nasdaq-Aktien führen - sagen wir mal der Einfachheit halber um -50%. SpaceXY kommt bei der Nummer +/- Null weg, weil sie ja frisch in den Index aufgenommen werden. Der Nasdaq als Index würde in dem Szenario also um -25% einbrechen, solange die Nasdaq-Marktkapitalisierung insgesamt gleich hoch bleibt.
Ist natürlich alles theoretisch, aber: Wenn die Kurse der alten Nasdaq-Aktien auch nur moderat zurückgehen, dann kann das natürlich psychologische Auswirkungen auch außerhalb vom Nasdaq haben. Nach dem Motto: "Die Stimmung im Nasdaq dreht - nehmen wir lieber bei allen Aktien die Gewinne mit."
Jedenfalls stehen die ETFs bei so einem Szenario in keinem guten Licht. Schon interessant.
Interessant:
Das Marketsentiment ist bereits auf "fear". Viele Subkategorien sogar bereits auf "extreme fear".
Vor meiner "Pause" war es noch klar auf Greed. Das ging schnell....
Wie sagte der olle Kostolanyi noch? Man solle furchtsam sein, wenn die anderen gierig sind, und man sollte gierig sein, wenn die anderen furchtsam sind.
Das Hindenburg Omen wurde nach strengerer Auslegung (da gibt es verschiedene, leider) am 3. Juni und am 8. Juni, vielleicht (knapp verfehlt, die anderen sagen doch:) am 9. Juni, am 20 Mai und am 5. Juni.
ZitatZuletzt bleibt auch die Möglichkeit, dass die überteuerten Techaktien abgeben, ohne dass der Restmarkt crashed.
Vor zwei Jahren war das über ein halbes Jahr lang auch mal so. Tech ging runter, Value ging sogar rauf.
Das ist auch möglich!
Es gibt kein Gesetzt das sagt dass jede Überbewertung in einem Crash ALLER Aktien enden muss.
Wenn ich ca. 25 Jahre lange zurueck blattere hier im antizyklischen Forum, da war die Tec-Blase damals die Nemax und dotcom Blase. Im Prinzip aber auch Tec. Und da hat man genauso argumentiert. Ein Paar Monate gings auch gut, nur das der Salami crash 3 Jahre andauerte. Am ende hatte es auch die letzten Mohikaner erwischt, und man waere - egal was es war - besser bedient gewesen, langlaufende Bonds zu kaufen die damals mit 7% rentierten. Spaeter sank der Zins, die Bonds haben nicht nur fleissig bezahlt, sie haben sich ausserdem ver-vielfacht.
Man, das war damals ein No-Brainer! Leider sieht es heute nicht so gut aus: langlaufende Bonds rentieren 4%-5%, wenig mehr als kurzlaufende Bonds. Meine "Alternative" - ihr fehlt der hebel den langfristiges Zeugs hat. Dafuer hat man mit kurzlaufenden Aktien Risiken, die man nicht gut statistisch erfassen kann, jede Situation fuer sich eine kleine Story, man kann das Risiko schwer einschaetzen, ausser: das Crash Risiko ist weitgehend eliminiert. Weitgehend, nicht ganz. Darauf hat witchdream und winter richtigerweise hingewiesen.
Wenn es bei kurzfristigen schief geht, crasht der Kurs sehr heftig in 1-3 Tagen.
Trotzdem: blicke ich auf die Bewertung von ca. 80-90% aller Aktienmaerkte, dann ist mir klar, dass das groessere Uebel sein wird im allegemeinen Aktienmarkt zu bleiben. Wenn die Leute erstmal angst haben, ist ihnen egal ob das value ist was sie da wegwerfen. Es geht ihnen eher darum, die schoenen Gewinne zu "retten". Man verkauft die gut gelaufenen, und verkauft die verhassten Aktien (um die Verluste mit Gewinnen zu verrechnen). Und genau das misst das Hindenburg Omen.
Es werden keine Geiseln genommen! Wir sind gefangen! Niemand wird Entkommen! Wir werden alle stoerben! PANIK!
(Edit: VStoxx heute in der Spitze schon auf 22 geklettert, aber fuer mich gefuehlte 40)
(Dennoch: blickt man auf Aktien langfristig: Jeder Crash wurde ueberwunden, es hat sich immer gelohnt in Aktien investiert zu bleiben. Vielleicht ist die schlechte Aktienrendite in Zukunft normal, wir werden keine Bewertungen mehr bekommen wie damals vor Covid (vor 2020). und auf gar keinen Fall shorte ich irgendetwas, wer das glaubt hat mich misverstanden.)
Crisis? What Crisis? (Supertramp)
Ja gut, hat seit dem Peak 100% verloren ![]()
da brauchst Du gar nicht einzelne Aktien zu bemuehen.
Hier die Nadaq: Crisis, what crisis?
Space X ist tatsaechlich die Kursrakete. Man haette zeichnen sollen, und nach ein paar Stunden nach Eroeffnung der US-Boersen dann verkaufen sollen. Denn Elon Musk ist beliebt, Space Ex hat mit ihm zu tun, und wir wissen doch dass Aktien immer nur steigen, und das fundamentale Daten keine Rolle spielen (Beweis: warum waere es denn sonst so teuer?)
Ich habe nicht gezeichnet. Noch irgendwer von euch der nicht gezeichnet hat oder noch keine Space exploration Aktien am Freitag gekauft hat? Oder bin ich der einzige Depp, der noch keine hat?
Jedenfalls, jetzt koennte endlich die lang ersehnte Kurs-Rally kommen, jetzt wo der Iran-Krieg beendet wird, auch wenn der Krieg (und der hohe Oelpreis) gar nicht eingepreist war. Ja, sicher, Trump sagt staendig dass der Deal fast schon da ist, aber neu ist, dass es der Iran diesmal nicht abstreitet, und das Land Pakistan, dem ehrenwerten Vermittler dem wir alle mehr Vertrauen schenken als Trump's 10facher Aussage dass der Deal so gut wie abgeschlossen sei, bestaetigt: Ein Deal wird tatsaechlich ausgearbeitet.
Wer es nicht glauben kann, blicke auf den Oelpreis. Schmieriges Crude Oil schmierte ab - nun bei nur noch $84 - nur an der Tankstelle merkt man es (noch) nicht. Die EZB, wie immer antizyklisch zur Konjunktur, hebt den Leitzins an, wegen hohem dauerhaften Oel-Preis, und sagt, sie werden bis Ende des Jahres noch mindestens einmal erhoehen. Das freut uns alle, und deshalb machten die Kurse auch gleich einen Freudenhuepfer.
Ich gucke ein bisschen spaet drauf, Microsoft war vor ein paar Wochen bei $550, jetzt nur noch $390. Aber die £390 bedeuten noch immer knapp $3Tn (3000 mrd), gar nicht so weit weg von NVidia. Google derzeit noch 4.3T, stand aber auch mitte Mai hoeher.
Somit war mitte Mai Microsoft wohl bei etwa $4Tn, Google mit $5Tn und NVidia mit $6Tn bewertet.
Zum Vergleich: der gesamte Dax40 ist mit $2.3Tn bewertet, und ganz Deutschland vielleicht $2.8Tn (sagen wir mal $3Tn - 4Tn fuer die ganze Wirtschaft Deutschlands, wenn man auch die nicht-Boersennotierten Unternehmen hinzurechnet, mitsamt aller kleinen Laeden, aber ohne Drogenhandel) - Tendenz fallend (nicht jedoch Drogen), Deutschland bald das neue Argentinien (Argentinien war in den 70 Jahren auch eins der fuehrenden Wirtschaftsnationen, mindestens Top 20, vielleicht auch Top 10 - mittlerweile immer noch den Status eines Entwicklungslandes?).
Space Exp. scheint nur knapp $2.1Tn wert zu sein? Das ist zwar gewichtig, aber nicht so sehr das es den groessere Indizes sonderlich bewegen kann, da gibt es einige Unternehmen die mehr wert sind. Der freefloat ist wohl nur so ca. 5%, somit ist bei "nur" $0.1Tn das Gewicht so winzig, dass mir nur BMW als Vergleich einfaellt mit $T0.04bn ein Zwerg. Selbst dann ein Zwerg wenn ich es mit Tesla's $1.5Tn vergleich. Man multipliziere die Marktkapitalizierung von BMW mit Faktor 10 und man ist noch nicht einmal nahe dran. Werden wirklich 40 mal mehr Teslas verkauft als ich BMWs und Mini's sehe? Ich muss blind sein. Sowas nennt man "Delusions", wenn man glaubt es gaebe mehr BMWs auf den Strassen als Tesla's, und man das auch dann noch glaubt, wenn man den Wert von Tesla mit BMW vergleicht. Will etwa wer behaupten, Tesla Aktionaere waeren doof?
Ich bin so alt, ich erinnere mich noch an Zeiten, da war das mit Abstand teuerste Unternehmen Exxon Mobile Oil mit $300bn (also $0.3Tn), das gehoerte damals zu gutem Allgemeinwissen in Quiz-Spielen, und Bitcoin gabs fuer ein paar Cent und war weitgehend unbekannt. Ist das schon 15 Jahre her oder laenger? ... muss die Inflation sein.
Inzwischen reden alle von der Boerse, und insbesondere Space Exploration Technologies und Elon Musk. Ich meine ALLE! Alle beide! Meine Frau und mein Sohn.
Ich kann nur vermuten, dass es die ganze restliche Welt auch tut, also die lieben Nachbarn, die netten Arbeitskollegen, die Kinder auf dem Spielplatz. Die ganze Welt redet davon und ausserdem die Taxifahrer, und deren Muetter! Und die KI !! - sie alle wissen es:
Die nigerianische Börse steuert auf ihr bestes Jahr seit 2007 zu: