• Da ich ja sowieso gerade in Witzthread "Mit Offenen Karten" von Arte kopiere, habe ich die Meldung über die Einnahme der "strategisch wichtigen Hafenstadt Mokka" (Die Zeit) zum Anlass genommen, mir das mal anzuschauen.

    Mokka liegt strategisch günstig, hat etwa 10.000 Einwohner und besitzt 3 geteerte Straßen und ein Fleischwarengeschäft.


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    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Könnte es sein, dass die Verschiebung der KI Börsengänge stützend, prolongierend auf den Gesamtmarkt wirken?

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Die Ölstaaten im Nahen Osten waren vor der Krise schon nicht mehr cash-flow-positive. Jetzt trocknen ihre Öleinnahmen ganz ein, d.h. noch mehr Kreditaufnahme. Die Abnehmerstaaten müssen die verteuerten Energien ebenfalls mit Krediten subventionieren - also, an Schulden herrscht gegenwärtig kein Mangel ...

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  • Also so langsam macht mir die Nahost Krise doch Sorgen.

    - Kein Öl

    - Kein Dünger

    —> Weltwirtschaftskrise - wenn nicht jetzt wann dann??

    Fehlt jetzt nur noch der Funke - z.B. Aral schliesst Tankstellen oder so. Dann ist die Krise nicht mehr weit weg, sondern vor der Tür.

    Denke es könnte tatsächlich bald darum gehen, wer noch selber Assets hat und nicht mehr wer bezahlen kann.


    Ich überlege im ersten Schritt alles, was nicht dreistellig und langfristig im Gewinn ist zu verkaufen.

  • Also so langsam macht mir die Nahost Krise doch Sorgen.

    - Kein Öl

    - Kein Dünger

    —> Weltwirtschaftskrise - wenn nicht jetzt wann dann??

    Fehlt jetzt nur noch der Funke - z.B. Aral schliesst Tankstellen oder so. Dann ist die Krise nicht mehr weit weg, sondern vor der Tür.

    Denke es könnte tatsächlich bald darum gehen, wer noch selber Assets hat und nicht mehr wer bezahlen kann.


    Ich überlege im ersten Schritt alles, was nicht dreistellig und langfristig im Gewinn ist zu verkaufen.

    Um das Thema noch weiter anzuheizen Krieg bzw. Krise…

    Gestern bei Doc gewesen, der zufällig nebenbei auch als Leiter des Katastrophenschutzes in unserer Region aktiv ist..

    Über Gott und die Welt gesprochen und hat mich mal nebenbei aufgeklärt, warum es aktuell so viele Baustellen auf Autobahnen gibt und warum so viele Brücken saniert werden. ER meinte, das ist die Vorberieteung der Infrastruktur für eventuellen Krieg. Die Straßen sollen Panzertauglich geamcht würden, da Deutschland dreh und abdrückt in der Nato Strategie gegen Russland ist. Joker das etwas für übertrieben.

    Aber tatsächlich wurde 2023 darüber berichtet..


    Warum Straße und Schiene genauso wichtig sind wie Panzer

  • Ich dachte, Drohnen und Raketen seien die neuen Panzer. Die Panzer wurden doch eigentlich auch schon nach dem Jom Kippur Krieg abgeschrieben.

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  • Russland wird uns niemals angreifen, was aber nichts daran aendern wird, dass fuer ein solches Scenario jede Menge Geld ausgegeben wird, sehr unproduktiv.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Also so langsam macht mir die Nahost Krise doch Sorgen.

    - Kein Öl

    - Kein Dünger

    —> Weltwirtschaftskrise - wenn nicht jetzt wann dann??

    Wieso?
    Gibt doch Öl.

    Zu nur 107 $ pro Barrel. Was inflationsbereinigt weniger ist als der Durchschnitt von 2006-2014.

    Wenn es annähernd so wäre wie du sagst, stünde der Preis bei >200.

    Ok, Derivate wie Diesel sind bissl knapper, weil viel davon im Golf und in Russland produziert werden.

    Dünger gibts in Russland auch reichlich, ist einer der größten Produzenten.
    Wenn es sehr eng wird, wird das seinen Weg auf dem Markt finden.
    Das immerhin ist bei Kriegstreiber Trump gut, bei sowas ist er pragmatisch, er würde dann vermutlich Sanktionen aussetzen.
    Der Biden oder die Bärbock würden lieber Millionen verhungern lassen.

    Außerdem braucht man für Dünger Methan, nicht Öl.

    Fazit:
    Du guckst zu viel Medien.
    Ölpreis betrachten reicht und macht dich weniger panisch.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Russland wird uns niemals angreifen, was aber nichts daran aendern wird, dass fuer ein solches Scenario jede Menge Geld ausgegeben wird, sehr unproduktiv.

    Man muss ja schon froh sein wenn sie teile des Geldes unter dem Vorwand "fitmachen für Panzer" unauffällig in die nötige Sanierung der Infrastruktur umleiten.

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  • Hitler hatte auch mal gesagt, die Polen haetten Deutschland angegriffen, es hat durchaus deutsche Tradition so etwas zu behaupten. Diesmal hat uns also Russland angegriffen, kurz vor der Sachsen-Anhalt Wahl. Genuetzt hat es nix, AfD und BSW wurden trotzdem gewaehlt.

    Beware Contrived Scares And False Flags In Europe
    The 'Russia did it' attribution landed in the last stretch of the Saxony-Anhalt campaign...
    www.zerohedge.com

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  • Ich glaube dieses Jahr müssen die Heiz-Öl Besteller für den Winter einen Kredit aufnehmen.

    Heizöl auf Rekordhoch.

    Die NK in den kommenden Jahren wird Schmerhaft werden und die Vermieter zittern ob die Nachzahlungen vom Mieter noch gestemmt werden können. Spannende Zeiten

  • fear & greed index war zwischenzeitlich auf 25 abgerutscht, da ist eine technische Reaktion nach oben wahrscheinlicher. Wie lange das anhaelt?

    Die HO's sind noch immer "scharf", ich warte mindestens den September ab bevor ich ueberhaupt an "long" denken darf. zuletzt wurde ein HO am 3 September getriggert, aber einige Signale duerften "hinten" rausfallen, je nachdem welchen Zeitraum man festlegt. Es sollten noch immer mehr als 3 HO's aktiv sein.

    Margin debt year-over-year - das naechste Update kommt am 28 September, je nachdem wie das ausfaellt und ob weitere HO's getriggert werden und wie sich der Bonitaetsspread "Junk vs investment grade" tut. Vielleicht kann man ab Oktober wieder long gehen, aber derzeit bleibe ich bei meinem kurzfristigen Zeug. Bis dahin bleibe ich dabei: zu hohe Crash Gefahr.

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  • Wenn ich sehe, dass Anthropic beim IPO 2000 Milliarden US$ (2 Billionen) einnehmen will (und OpenAI hat ja etwas Ähnliches vor!), dann muss das doch spürbare Folgen für den restlichen Aktienmarkt haben, wenn so viel Liquidität "gebraucht" wird? Ok, könnte man sagen, das sind nur etwas mehr als 2% aller 1280 Firmen im MSCI-World-Index. Und nur etwas mehr als ein Drittel von der wertvollsten Firma der Welt (Nvidia) - die verdienen aber Geld ohne Ende im Gegensatz zu Anthropic. Genau kann ich das nicht ausrechnen, aber das würde bedeuten, dass jahrelang (!) alles neu in Index-ETFs fließende Geld zum Kauf von Space-X, Anthropic und OpenAI verwendet werden müsste. Ich gehöre zu den Leuten, die glauben, dass spätestens nach den IPOs von Anthropic und OpenAI die Zeit der immer steigenden Aktienkurse vorbei ist.

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  • Das ist so eine Sache die gar nicht so einfach zu durchblicken ist.

    Die gängige Meinug ist ja: Es "fließt" Geld in Aktien oder hinaus.
    Das klingt eingängig, ist aber nicht richtig, es werden ja immer nur Aktien und Geld getauscht.

    Bei IPOs ist es schon ein wenig Komplexer.
    Da werden ja tatsächlich neue Aktien geschaffen.
    Jemand zahlt dafür mit Cash das er entweder rumliegen hat, oder beschaffen muss.

    Aber: Ist dieses Geld dann "verbraucht"? Ist es irgendwie "weg", also dem Markt entzogen?
    Eigentlich auch in diesem Fall nicht!
    Das Geld hat dann jemand anderes. Im vorliegenden Fall Anthropic.
    Die müssen irgendwas damit machen.
    zB können sie einen Kredit tilgen. Dann hat es der Gläubiger oder ein Anthropic Manager.
    Der muss auch was damit machen. zB Anthropic Aktien kaufen. Oder auch B&M oder Vonovia Aktien kaufen. Oder ein schönes Haus, dann hat es ein Handwerker, usw.

    Wir wissen es nicht was die Gewinner der IPO Erlöse damit machen, aber "weg" ist das Geld selbst bei einer IPO nicht.
    Es ist nicht mal unbedingt dem Aktienmarkt entzogen.

    Das ist der Denkfehler den praktisch alle Gazetten dauernd machen.
    "uhhhh! Xy passiert. Da ist dann Geld weg, ergo Aktien sinken!"
    Falsch.

    Wenn man sich dem Thema nähert, muss man in Allokationswünschen denken.

    Wer will seine Allokation in was verändern? Wie sehen diese Allokationswünsche aufaggregiert aus?
    Welche Preisveränderungen sind nötig um alle Veränderungswünsche zu erfüllen?

    Was somit aber im Fall einer IPO stimmt:
    Es kommt eine neue Allokationsoption hinzu - Anthropic Aktien.
    Das kann also schon dazu führen dass einige denken (oder, im Fall eines Index ETF, denken MÜSSEN): Ich will 2% meiner Allokation in Anthropic. Die 2% kürze ich bei den anderen Aktien weg.

    Eine These wäre:

    Das Kursive denken Leute die in so Zeug investieren, die also auch jede Menge anderen Techschrott bereits haben.
    Durch diese Gruppe sollte also vorallem anderer Techschrott in der Allokation, und in Folge im Preis gedrückt werden, eher nicht B&M, oder Vonovia oder Pantoro? Weil wer B&M, Vonovia oder Pantoro hat, der wird kaum plötzlich in Anthropic allokieren wollen?

    Und die Index-ETFs, die müssen das auch machen, die MÜSSEN Anthropic kaufen.
    Bei denen wird dann alles leicht runterallokiert / gedrückt was halt sonst noch in diesem ETF ist. Also vorallem Techschrott, US-Large Caps, in sehr geringen Maße auch andere Large-Caps. Small caps, B&M und Vonovia und Pantoro, eher nicht?

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  • Ich habe meine ETFs zumindest dahingehend umgeschichtet, dass vorerst kein Geld in SpaceX fließt, und das wird vermutlich für Anthropic und OpenAI auch zutreffen (sofern S&P nicht plötzlich doch noch die Regeln ändert).

    Lt. ChatGPT hat SpaceX im MSCI World einen Anteil von inzwischen etwa 0,2%, etwa doppelt so viel wie direkt nach dem IPO. Das läge daran, dass der Free Float seit dem IPO gestiegen ist.

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Aber: Ist dieses Geld dann "verbraucht"? Ist es irgendwie "weg", also dem Markt entzogen?
    Eigentlich auch in diesem Fall nicht!
    Das Geld hat dann jemand anderes. Im vorliegenden Fall Anthropic.
    Die müssen irgendwas damit machen.
    zB können sie einen Kredit tilgen. Dann hat es der Gläubiger oder ein Anthropic Manager.
    Der muss auch was damit machen. zB Anthropic Aktien kaufen. Oder auch B&M oder Vonovia Aktien kaufen. Oder ein schönes Haus, dann hat es ein Handwerker, usw.

    Das Geld bei einem klassischen IPO, wenn neues Kapital aufgenommen wird, landet nicht auf den privaten Konten der Manager, und die Firma wird damit in der Regel keine Kredite tilgen und erst recht nicht andere Aktien kaufen, sondern es investieren in der Realwirtschaft. Deine nachfolgenden Aussagen stimmen natürlich trotzdem prinzipiell, unabhängig davon. IPOs sind tatsächlich dazu geeignet, das Preisniveau zu dämpfen. Sie erhöhen die Zahl der Aktien. Es ist nach Smithers & Wright die Arbitrage, die im Zeitverlauf, natürlich nicht augenblicklich, dazu führt, daß die Aktienmarkt-Bewertung wieder zu ihrem historischen Mittelwert zurückfindet. Wenn sie hoch ist, dann lohnt es sich, Firmen zu gründen und an die Börse zu bringen, was sozusagen zu mehr Angebot bei gleicher Nachfrage führt.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Die gängige Meinug ist ja: Es "fließt" Geld in Aktien oder hinaus.
    Das klingt eingängig, ist aber nicht richtig, es werden ja immer nur Aktien und Geld getauscht.

    Das ist wie beschrieben nicht einmal formal richtig und veranlaßt einen nur zur falschen Schlußfolgerungen, wie daß mehr Geld (an der Seitenlinie) nicht zu steigenden Kursen führen würde. Der Denkfehler liegt darin, nur den Geldbestand und nicht dessen Veränderung zu betrachten. Wir haben das gesehen, als in den USA zu Beginn der Pandemie Schecks an die Haushalte versandt wurden. Das hat nicht nur den Konsum angekurbelt, sondern auch Zockerei am Finanzmarkt begünstigt, bei Bitcoin, AMC und allgemein spekulativen Techwerten, die Leute saßen ja zu Hause und konnten nicht viel anderes tun. Ich hatte diesen Effekt der Kleinanleger damals unterschätzt. Wenn Trump wie geplant diesmal 5000$ statt damals 1200$ an alle Bürger ausschütten läßt, steht dann die finale Rallye erst noch bevor? Aber darauf wetten würde ich nicht, schon weil es immer andere Einflußfaktoren gibt, und viel zu vieles, was theoretisch stimmig war, kam in den letzten Jahren anders, von den steigenden Zinsen und schrumpfenden Zentralbankbilanzen bis zum Irankrieg.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
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