• Hallo Looser,

    "... Seitwärtsmarkt ohne Interesse der Medien ..."

    das ist der Haken, ich kann wirklich noch keinen Seitwärtsmarkt erkennen. Wäre ich nicht (leider) schon investiert, dann würde ich jetzt noch abwarten wollen.

    Gruß, wisi.

    Einmal editiert, zuletzt von wisi (3. März 2009 um 18:55)

  • wisi.

    Bei den Branchenindices ist schon etwas Ruhe eingekehrt. DJII, GSPC, FTSE, usw. sind aber leider sehr von den Bankkursen abhängig. Ich könnte mir auch vorstellen, daß Kurse über Futures in die gewünschte Richtung gedrückt werden. Es ist für mich nicht undenkbar, daß man Politiker manipulieren möchte. Günstige Kredite sind für Spekulanten eine feine Sache und für Medien sind Banken in Not ein wunderbares Thema.

    "If it sounds too good to be true, it probably is."

    "Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht."

    "Erfahrung ist das was man bekommt, wenn man nicht bekommt was man möchte."

  • Ich habe auch langsam das Gefühl die falschen Aktien gekauft zu haben.
    Da ich aber die gleichen Aktien kaufen würde, warte ich ab.

    looser,
    da kommt ja schon die Erklärung.
    Danke, so sieht es dann doch etwas anders aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Zero (3. März 2009 um 19:23)

  • Was man dieser Tage wieder sehr schön beobachten kann, ist das Aufgeilen diverser populärer Schundblätter an schlechten Nachrichten.

    Wenn es wie Ende letzter Woche und Anfang dieser bergab geht, lauten die ersten fünf Artikel auf der Startseite "Industrieproduktion bricht dramatisch ein", "DAX taumelt ins Bodenlose" (bei 3% Minus), "Eilmeldung: DAX stürzt unter 4000", "Konjunkturpaket verpufft wirkungslos", "Eilmeldung: Ifo-Index fällt immer weiter" u.ä. Dazu die immergleichen Bilder von Börsenhändlern, auf denen sie aussehen, als hätten sie grad ne Herzattacke und dazu noch ein schönes Bild der Frankfurter Skyline mit Gewitter drüber. Dazu dann noch möglichst viele rote Pfeile nach unten, so wie bei der ARD:

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    Heute dagegen: DAX 5% / 200 Punkte nach oben und die Börse ist quasi von den Titelseiten gestrichen. Wahlkampf (Spiegel), Cebit (Wiwo) usw. bestimmen das Bild. Wenn das nicht selektive Wahrnehmung ist, dann weiß ich auch nicht. Bloß ja nichts positives melden, wo kämen wir da hin. Schön weiter suhlen in Depression, Unglück und Weltuntergang. Da sind wir ja sowieso Weltmeister.

    Besonders schön sind unabhängig davon auch die Unmengen Bilder, die es mittlerweile z.B. zum Thema Opel gibt: Angefangen vom riesigen Opelzeichen das gerade (ab?)montiert wird, das Opelzeichen hinter einem Schild fotografiert, auf dem Rettungsweg steht, das Opelzeichen hinter dem Schild "Lasst Opel nicht sterben" usw. Und alle in zigfacher Variation, von ein bisschen weiter links usw. Ich glaube in Rüsselsheim gibt es derzeit mehr Fotografen als Opelmitarbeiter.

    Was ich damit sagen will: Ich habe keine Ahnung wo es hin geht, vielleicht sehen wir die 2000 auch noch von unten wer weiß. Aber diese gezielte Angstmacherei und sich gegenseitig überbieten in "Krisenbildern" ist mittlerweile schon amüsant. Bzw. sie wäre es wenn nicht ein großer Teil der Bevölkerung solche Blätter wie den Spiegel als seriös ansehen würde und sie auch noch kauft.

    Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer.

  • Dan
    "Was ich damit sagen will: Ich habe keine Ahnung wo es hin geht, vielleicht sehen wir die 2000 auch noch von unten wer weiß".
    Niemand hat eine Ahnung wohin es geht.

    Mir ging vorher die "robuste Amerikanische Wirtschaft"
    tüchtig auf den Geist.
    Es ging schon mächtig bergab, da war die Amerikanische Wirtschaft immer noch robust.

    Nun geht die Welt unter.
    Das haben wir auch schon gehabt.

  • Ja, das stimmt natürlich. In diesen Zusammenhang passt auch der quer durch die Gesellschaft und Medienlandschaft herrschende Konsens, dass das ja nun wirklich niemand kommen sehen konnte und infolgedessen auch keiner was dafür kann (außer "die Banken"). Schließlich war die Wirtschaft ja bis vor kurzem noch robust... Am schönsten ist "unschuldiges Opfer der Finanz/Wirtschaftskrise".

    Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer.

  • Zitat

    Original von Dan...
    Heute dagegen: DAX 5% / 200 Punkte nach oben und die Börse ist quasi von den Titelseiten gestrichen. Wahlkampf (Spiegel), Cebit (Wiwo) usw. bestimmen das Bild. Wenn das nicht selektive Wahrnehmung ist, dann weiß ich auch nicht. Bloß ja nichts positives melden, wo kämen wir da hin. Schön weiter suhlen in Depression, Unglück und Weltuntergang. Da sind wir ja sowieso Weltmeister...

    Ich glaube Medien verbreiten gerne schlechte Nachrichten, weil sich damit wohl gutes Geld verdienen lässt.
    Positives interessiert niemanden oder eben wesentlich weniger. Wenn man wieder einmal einen Skandal an das Tageslicht bringen kann, dann scheint das Interesse sehr groß.
    Negative Nachrichten vermelden oft, das irgendeine Gefahr droht oder drohen könnte. Diese potentielle bzw. tatsächliche Gefahr führt zu Angst und diese wiederum zu mehr Wachsamkeit und das ist was die Medien eben erreichen wollen. Die neue Hiobsbotschaft wird dadurch eben automatisch interessant und lässt sich gut verkaufen...

    Des Weiteren sind negative Nachrichten im privaten Umfeld bei mir auch beliebt, denn mein Vater ruft mich auch immer an, wenn mein Lieblingsfussballverein wieder einmal verloren hat.
    Dann meint er stets "die steigen doch eh ab", aber wenn sie mal gewonnen haben, dann verliert er kein Wort darüber... ;)

    Auch irgendwie seltsam... ;)

    Edit: Typo

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

    Einmal editiert, zuletzt von Zek (4. März 2009 um 19:37)

  • Letztendlich kann man das ganze auch positiv sehen: die Berichterstattung schürt die Emotionen der breiten Masse und widerlegt die Theorie des "effizienten Marktes". Und das ist doch irgendwie genau das, was der Antizykliker will (bzw. was ihm in die Hände spielt).

  • Das erinnert mich an einen alten Spiegel-Artikel: In Rumänien wurde mal versucht, eine 50%ige "Gute-Nachrichten-Quote" zu verordnen, was aber dann gerichtlich untersagt wurde. Ich habe den Artikel sogar noch im Netz gefunden:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells…,564871,00.html

    Eine Umsetzung könnte für uns bedeuten, dass die Nachrichten dann nur noch aus der Veröffentlichung von Fussballergebnissen bestehen. Da gibt es immer einen Gewinner und einen Verlierer (oder wenigstens ein Unentschieden).

    Mit den restlichen Nachrichten... Naja, da wird es wohl auf unabsehbare Zeit ziemlich schwierig werden...

    EDIT: Da fällt mir ein: Ein Fussball-Ergebnis Schalke-Bayern München 2:0 könnte man als doppelt gute Nachricht zählen. Schalke hat gewonnen, Bayern hat verloren...

    Einmal editiert, zuletzt von Milchmädchen (5. März 2009 um 10:40)

  • Es war ein erster Versuch Richtung Norden :( .

    Aber: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben - wir haben ja noch sehr viel Zeit um an der Trendwende zu arbeiten.

    "If it sounds too good to be true, it probably is."

    "Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht."

    "Erfahrung ist das was man bekommt, wenn man nicht bekommt was man möchte."

  • Im Eurostoxx 50 haben wir den Stand von Dezember 1996 erreicht !

    "If it sounds too good to be true, it probably is."

    "Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht."

    "Erfahrung ist das was man bekommt, wenn man nicht bekommt was man möchte."

  • nehme auch lieber den EuroStoxx50, als den DAX als Massstab, DAX ist ein Performanceindex mit teilweise verzerrendesn Schwergewichten 2000 die Telekom, heute VW, der EuroStoxx50 ist ein Preisindex, und zeigt damit etwa das Preisniveau der darin enthaltenen Aktien an.
    D.h. das einzige was geblieben ist, für einen Langfristanleger in Europäische BlueChips seit 1996 sind die Dividenden !

    Gruß

    dak

  • Auf ihrer Homepage bietet BO eine Umfrage an, wie tief der Dax fällt. Das höchste Ziel, das man wählen kann, liegt bei 3000. Ich weiß nicht, wie alt die Umfrage ist...

    Nach 40% Verlust im letzten Jahr und schon wieder 25% dieses Jahr setzt die Mehrheit auf weitere mindestens 35% Kursverlust.

    derzeitiges Ergebnis:
    bis 3000: 35%
    2500-3000: 19%
    2500-0: 46%

    Time is on our side (TFF)

  • In USA gibt es Geld für null Prozent.

    Warum sollen die Aktienkäufer dann hier nicht Geld ausgezahlt bekommen? Meinem Tagegeldkonto würde das gefallen. :)

    Gruß mit ß, weil ich nicht im "Schweizer Deutsch" schreibe.
    gobi, der mal vellau war

  • Es wird Zeit für einen Schutzschirm für Aktienbesitzer. Wozu haben wir denn Superwahljahr? Ohne die FDP wird es sowieso nur eine Notregierung geben können (vulgo Große Koalition).

    Time is on our side (TFF)

  • Zitat

    Original von Matze
    Wobei 0 als Kursziel für den DAX ja schon "recht" dämlich ist.

    Die 0 ist von mir, BO schreibt nur unter 2500. Damit nicht die Falschen beschuldigt werden.

    Time is on our side (TFF)

  • Commerzbank Frühindikator erstmals seit Ende 2006 über Null

    "Insgesamt sei der Early Bird einer der bisher recht wenigen Indikatoren, die zumindest etwas Hoffnung für die Konjunktur in Deutschland machen, schreiben die Ökonomen weiter. Sein aktueller Stand stützt ihre Erwartung, dass sich die deutsche Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf stabilisieren wird. Mit einer Belebung, die auch eher schleppend verlaufen dürfte, sei aber erst 2010 zu rechnen".

    Mir ist dieser Indikator bisher entgangen, was ist denn davon zu halten?

    http://nachrichten.finanztreff.de/news_news,awer…uebersicht.html

  • gab es ungefähr schon die gleichen Erkenntnisse wie deismal:

    http://optionarmageddon.ml-implode.com/2009/03/11/panics-and-booms-1897/

    During prosperous times, there being work for all, all are supplied with the means of accumulating wealth, and thus all are enabled to provide themselves, and families with all the necessaries, and many of the luxuries, of life; and hence, during the prosperous times the demand for goods and property increases and soon the demand exceeds supply, and then prices advance.

    This rule, which is applied to the laborer, is also applied to the business man. Prosperous times induce business men to branch out in their several lines of trade&.The volume of trade being large, each gets a corresponding proportion of it. Many business men find that they can do more business than is allowed by their limited capital. They then buy on credit.



    During the years of depression, values of all kinds of property shrink. In the case of incumbered property this shrinkage falls entirely on the margin and not on the debt. Sometimes it wipes out the margin and a portion of the debt also. Sometimes the margin is so nearly wiped out that the alleged owner of the property transfers his interest in the property to the one who holds the claim against it, and another debt is paid. Sometimes the holder of the debt declines to thus take the property and releases the owner.


    Einfach geschrieben, klar in der Aussage. Und das 1897. Verblüffend.

    MMI