• toska:
    Zudem, IRGENDWO muss die Liquidität ja hin.

    - viele Anleihen verliere wegen der Eurodebatte/Beteiligung des Privatsektors wohl an Attraktivität, bzw. große Investoren (Versicherer etc) sind damit schon vollgeladen bis zum Anschlag.

    - Immobilienmärkte mögen auf viele Marktteilnehmer z.Zt. auch nicht grade Vertrauenserweckend wirken (Einbruch in vielen Regionen, hierzulande Schliessung von Fonds usw.)

    - Cash ist vielen sicher aus Suspekt (Stichwort Währungsstabilität)

    - Gold ist eben doch ein kleiner Markt und wirft keine Rendite ab, für Institutionelle wohl eher uninteressant, für viele Privatanleger Neuland.

    - Schwellenländer: Da hat man Wechselkursrisiken und potentielle Blasen auch dort

    -> bleiben Aktien.

    Daher kann ich mir vorstellen, dass der Aktien-Markt (zumal in D, wo die Nachrichtenlage der Unternehmen ja sehr gut ist) sich auch weiterhin in Krisen recht robus zeigen wird.

    Deckt sich mit Stimmen aus meinem Bekanntenkreis. Credo dort: Wer weiß ob vom Geld was bleibt, lieber mal in "Sachwerte" gehen. Was auch immer damit gemeint ist.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Zitat

    Original von toska
    Mir ist es ein Rätsel, dass die Börsen (trotz allem- inkl. N/S-Korea)derartig stabil sind.

    Die Unternehmensmeldungen, Ausblicke, Prognosen sind positiv. Von den Autobauern war kürzlich zu hören, dass sie mit der Produktion nicht hinterher kommen. Hapag Lloyd hat gerade die das beste 9-Monatsergebnis in der Unternehmensgeschichte erziehlt, dabei waren vor kurzem noch die Frachtraten am Boden und den Reedern stand das Wasser bis zum Hals. Heute heißt es, die Verbraucher wären in Kauflaune.

    Vielleicht täuscht mich mein Gedächtnis, aber mich erinnert das ganze ein bisschen an 2005/2006. Die Unternehmen melden Gewinnsteigerungen/Umsatzzuwächse, die recht hoch erscheinen, da sie von einem niedrigen Niveau kommen. In der Krise eingeleitete Sparmaßnahmen wirken sich positiv aus. Investitionsstaus aus der Krise werden aufgelöst, Lagerbestände werden wieder hochgefahren. Die positiven Unternehmensmeldungen hellen die Stimmung auf und damit die Bereitschaft zum Geld ausgeben, ein sich selbst verstärkender Effekt. Die (Finanz-)Märkte werden mit billigem Geld versorgt. Die Hausse nährt die Hausse, business as usual. Wenn interssieren da ein paar Artilleriegranaten, abgefeuert von einem Diktator, bei dem einen das nicht wundert, über eine Grenze, bei der das Konfliktpotential jedem gegenwärtig ist?

  • Danke für eure Einschätzungen. Ich denke, dass wir steigende Märkte haben hängt auch daran, dass die eben genannten Aspekte der Masse und den Medien noch gar nicht so bewusst sind bzw. sie werden nicht über den Äther transportiert, das Gekriesel ist täglich dominant in den Nachrichten. Ich hab irgendwie das Gefühl, so lange das Kriesengerede anhält, können die Märkte, zwar mit Bauchweh, aber doch langsam und stätig (und halbwegs gesund) steigen.

    Kurze Anekdote: Verwandte von mir wollen nun auch Aktien kaufen. Sie haben gehört, dass ein ihnen sehr gut Bekannter(Neueinsteiger mit Geld) "in wenigen Tagen ein paar Tausend Euros Gewinn" gemacht hat. Sie führen das auf die aktuelle Qualität der Anlageklasse "Aktien" zurück. Frage: Würden sie auch Lottoscheine kaufen, wenn er im Lotto gewonnen hätte?

    Zum N-/S-Korea-Konflikt: Wenn eine unberechenbare Atommacht Krieg spielt, scheint mir das Gefahrenpotential doch etwas höher als bei anderen Krisenherden... Was ist, wenn die eine A-Bombe abwerfen? Diese Frage dürfte dann wohl die Masse Beschäftigen. Die Kriegsstrategen wissen (ich hoffe das zumindest), dass ein A-Bomben Abwurf einer Selbstzerstörung von N-Korea gleich kommt. Das kann niemand wollen, außer ein Mächtiger Koreaner plant für sich einen spektakulären Selbstmord. Das halte ich für unwahrscheinlich...

    GT

  • Der Ifo-Index jetzt auch auf Nach-Wiedervereinigungsrekordstand:
    http://www.ftd.de/politik/konjun…d/50197908.html

    Einerseits will man jetzt nicht unbedingt mehr Aktien, und zur Diversifizierung boten sich u.a. Anleihen an, andererseits habe ich am meisten Angst vor dem Szenario, das Balkenchart oben ansprach. Bis jetzt ist/war das - erstaunlicherweise - eher gering eingepreist - dann sollte man erst recht keine Bankanleihen haben, vielleicht sogar überhaupt keine Anleihen. Im Gegensatz zu soliden Aktien würde sich da nichts wieder erholen. Aber ich bringe es nicht fertig, mich auf dem an sich attraktiven Renditeniveau davon zu trennen (wobei auch dort das allgemeine Bewertungsniveau nicht mehr billig ist, genau wie am Aktienmarkt allgemein). Auch sind meine Aktien vor längerfristigem Horizont keineswegs zu teuer (wenngleich manche konjunktursensibel), und erst recht angesichts der aktuell absehbaren Gewinne keinesfalls ausgereizt.
    Eigentlich ein Grund mehr für die Immofonds - das ist neben Gold die andere, weniger volatile Nische.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

    Einmal editiert, zuletzt von Winter (24. November 2010 um 14:02)

  • Hallo,

    der Kursverlauf seit Maerz 2009 ist wieder ein glaenzendes Beispiel dafuer, dass man nicht zu sehr versuchen sollte, den Markt zu timen.

    Mindestens seit Sommer 2009 ist der US-Markt wieder ein ganzes Stueck ueberbewertet. Zudem ist dort die wirtschaftliche Erholung sehr duenn und die Arbeitslosigkeit hoch, und irgendwie schrammen sie die ganze Zeit am 'double dip' vorbei. Und ob jemand angesichts von QE x.y in Panik geraet und den Anleihenmarkt zum Absturz bringt, ist auch nicht wirklich klar. Volkswirtschaftlich kann man nur Bedenken haben.

    Trotzdem sind die typischen mechanisch ausgewaehlten Aktien wieder sehr gut gelaufen, nicht nur in 2009, sondern auch in 2010. Die boersennotierten Firmen sind wieder sehr profitabel, und der deutsche Export brummt.

    Ich hatte (Eingriff in meine Strategie) alle Finanzfirmen, also Banken und Versicherungen ausgeschlossen. Auch das hat sich (bisher) nicht als clever herausgestellt. Dreck kann eben doch fliegen.

    Ich habe uebrigens nicht den EIndruck, dass der derzeitige Kursanstieg schon der 'crack-up boom' vor der grossen Inflation ist. Ich habe eher das Gefuehl, dass wir jetzt in 2005 sind und dass 2008 2.0 noch kommt. Aber, wie gesagt, man soll an seine Strategie halten.

    Balkenchart

  • ...ich kann mich erinnern, wie joe vor ca. 1/2 Jahr regelmäßig die guten Börsentage als Austiegszeitpunkte empfohlen hat. Ich denke das war klug begründet, und drinnen zu bleiben schien mir wie ein Hazard.
    Timing ist kaum machbar weil die Summe der Faktoren, die kursbestimmend sind nicht kalkulierbar sind. Es ist nicht nur an den Börsen äußerst schwierig Zukunft vorherzusehen. Schon bei unserer eigenen Biographie versagen wir hir oft kläglich. Wenn eine bestimmte Vorhersage von 3 Vorherereignissen, von denen jede mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% eintritt, abhängt, dann bleibt für den Eintritt der ursprünglichen Vorhersage eine Wahrscheinlichkeit von 12,5%.
    Ich wundere mich oft wie versessen manche an ihren Theorien festhalten, wenn man die Unwägbarkeiten der multiplen börsenassozierten Faktoren bedenkt.
    Bei aller Expertise, die hier anzutreffen ist, scheint es mir irgendwie pervers, dass so banale Börsenweisheiten wie "wenn beim Friseur über Aktien gesprochen wird, ist es Zeit, den Markt zu verlassen" scheinbar zuverlässigere Indikatoren darstellen.

    GT

    Einmal editiert, zuletzt von toska (24. November 2010 um 22:55)

  • Zitat

    Original von toska...
    Bei aller Expertise, die hier anzutreffen ist, scheint es mir irgendwie pervers, dass so banale Börsenweisheiten wie "wenn beim Friseur über Aktien gesprochen wird, ist es Zeit, den Markt zu verlassen" scheinbar zuverlässigere Indikatoren darstellen...

    Es ist aber nunmal so, dass die Masse i.d.R. auf den Zug aufspringt, wenn der Zug schon fast angekommen ist.

    Wenn die Masse gierig ist, sollte man ängstlich sein. Die Kurse sind durch Emotionen potentiell hochgejubelt worden oder werden es noch.
    Wenn die Masse ängstlich ist, dann sollte man selbst gierig sein. Hier ist es Zeit für die potentielle Schnäppchenjagd...

    Der Frisör-Indikator macht natürlich nicht das Gesamtbild aber vervollständigt dieses durchaus. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie die Menschen in meinem privaten Umfeld vollkommen prozyklisch agieren und reagieren. ;D

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

  • Zitat

    Bei aller Expertise, die hier anzutreffen ist, scheint es mir irgendwie pervers, dass so banale Börsenweisheiten wie "wenn beim Friseur über Aktien gesprochen wird, ist es Zeit, den Markt zu verlassen" scheinbar zuverlässigere Indikatoren darstellen.


    Aber das gilt doch nicht für Aktien sondern nur für Gold. Denn nur Dummköpfe kaufen Gold, denn Gold zahlt keine Zinsen.
    Und wenn drei Zeitungen innerhalb einer Woche über Gold berichten, dann ist das ein totsicherer Indikator daß die Goldblase morgen platzt. Da muß man noch nicht mal auf den Friseur warten. So einfach ist investieren! ;)

    Gold functions like the sun, with all currencies as planets orbiting around it, with only the sun in fixed position (Zijstra)

  • Erstaunlich (und frustrierend) fand ich in den letzten 15 Jahren, das MarketTiming mit der simple 200 Tage Linie Methode, so erfolgreich war (bzw. gewesen wäre ) und die allermeisten anderen Anlage-Ansätze in diesen Zeitraum geschlagen hat.

    Gruß Paul

    Wer selbst nichts weiß, muss alles glauben...Wikipedia.

  • Ich denke mal 10 Monate = 220 Börsentage kann vielleicht im Test zufällig besser sein, ist aber sicher auch nicht entscheidend für die Methode an sich. Solche zwei kräftige Schwankungen innerhalb von 15 Jahre waren bisher nicht üblich und sind ideal für diese Methode.

    Ich finde solche Trendfolgemethoden an sich "doof", und versuche mit eher weniger Erfolg ein eigenes System zu finden, muss aber anerkennen, das die Trendfolger gut funktionierten und je mehr Marktteilnehmer danach "spielen" immer besser funktionieren werden...bis die Luft dann doch mal entweicht.

    Gruß Paul

    Wer selbst nichts weiß, muss alles glauben...Wikipedia.

    Einmal editiert, zuletzt von Paul8 (25. November 2010 um 23:11)

  • Die aktuelle Situation kommt mir irgendwie bekannt vor, nämlich wie die vor genau drei Jahren: In der zweiten Hälfte 2007 war längst bekannt, daß die Probleme mit den Haus-Hypotheken in Amerika aufs Bankensystem - wenngleich dort noch heruntergespielt - und damit aufs weltweite Finanzsystem ausstrahlen würden, trotzdem stieg der Aktienmarkt unverdrossen, mit Ausnahme von Bank-Aktien und -Anleihen.
    Diesmal sind es die Staatsanleihen. Statt Banken bekommen Staaten den Bailout. Wann kommt ein Fall Lehman?

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Zitat

    Original von Winter
    Die aktuelle Situation kommt mir irgendwie bekannt vor, [...]


    Daran habe ich auch schon gedacht. Wenn es tatsaechlich so eine Abwaertsspirale an den Kreditmaerkten wird (mit oder ohne Lehmann), dann steht am Ende wieder ganz altmodisch der klassische Run auf die Banken. Wenn dann die Regierungen keine Kredite mehr aufnehmen koennen, wer rettet dann das Bankensystem? Da bleiben eigentlich nur die Zentralbanken.

    Balkenchart

  • #Balkenchart

    Am Ende wird wohl China die USA, Japan, England und Deutschland retten, nachdem Deutschland an der Rettung der übrigen EU-Länder gescheitert ist ;-)

    2020 stellt dann China die Leitwährung.

    First focus on risk, before focus on return! (Seth Klarman)

  • Ein Interview von Thomas Grüner im D AF vom Samstagnachmittag.

    Mit bemerkenswerten Interpretation zur Krise.


    Frau Merkel beabsichtigt keine Lösung der Krise,

    das würde " Made in Germany " nicht gut tun!!!


    http://www.daf.fm/video/thomas-g…000A0S9GB0.html


    So habe ich meinen Blickwinkel noch nicht geschärft.

    Aber nicht schlecht diese Ansicht.

    Gruß RS.

    Wer sein Gesicht der Sonne zuwendet,
    hat den Schatten hinter sich!

  • Interessante Sichtweise. Natürlich könnte der Deutsche Staat der Gewinner sein, wenn die Bürgschaften zwar bezahlt (verzinst) werden, aber nicht gezogen werden.

    Frau Merkel deshalb Vorsatz beim beibehalten der Krise zu unterstellen, halte ich aber für schweren Unfug. Sie hat weder der Wirkungsmechanismus verstanden, noch ist sie zynisch und abgekocht genug, so etwas durchzuziehen.

    Interessant fand ich den Hinweis darauf, dass die Zinsbelastung in Spanien und Italien gemessen am BIP heute geringer sei als vor 20 Jahren.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Hallo,

    in 2011 muss Spanien ca 180 Mrd EUR und Italien ca 340 Mrd EUR an neuen Krediten aufnehmen (Quelle: Papierausgabe Financial Times). Wenn da die Zinsen und Risikopraemien einmal angemessene Werte erreichen, geht sehr schnell das Licht aus.

    Ich fuerchte, da bekommt unsere Angela ganz viel unverdientes Lob.

    Balkenchart

  • Es ist schon erstaunlich wie sehr so manches steigt.
    Bei den Rohstoffen kann ich es ja nachvollziehen, aber warum steigen (mir kommt es so vor) ausgerechnet jene Aktien stark, die es am wenigsten verdienen? (Ueberspitzt formuliert).
    Es sind nicht unbedingt die value Aktien die am staerksten profitieren. Ich kann heil froh sein, dass ich bei meinen Leerverkaeufen Stopp loss limits gesetzt hatte. Ich hatte es tatsaechlich geschaft, bei Infineon, Dialog Semiconductor und Aixtron mit Leerverkauf minimal Gewinn zu machen (Transaktionskosten dabei beruecksichtigt).
    Das muss man bei deren Chart erst einmal schaffen...

    Kabel Deutschland ist auch gut angezogen. Steckt da Silber in deren Kabeln?!

    Das Staatsanleihen schlecht rentieren - na schoen, passiert wohl wegen Stuetzungskaeufen (obwohl ich schon glaube, dass die Stuetzungskaeufe wesentlich groesser ausfallen muessten, wenn "der Markt" wirklich der Meinung waere, dass das Risiko wesentlich staerker in den Anleihen beruecksichtigt werden muessten).
    Aber warum rentiern dann auch die Unternehmensanleihen vergleichsweise gering? Da gibt es ja keine Stuetzungskaeufe.
    Wenn ich Inflation erwarte, dann wuerde ich auch eher Seabridge haben wollen als BMW. Man gucke sich aber mal deren Charts an. Ist es noch zu fassen?
    Der Vstoxx stuerzt heute regelrecht ab und befindet sich (mal wieder) bei 23 Punkten. Ganz so, als ob alles in bester Ordnung waere.

    Ich frage mich auch, wo denn endlich die Inflation bleibt?
    Wie machen die Unternehmen denn noch Gewinne, wenn die Rohstoffe und Transportkosten immer teurer werden. Wann wird versucht, diese Kosten an den Verbraucher weiterzureichen?
    Ich glaube ja auch das wir noch Inflation bekommen werden, ich meine sie foermlich riechen zu koennen. Und damit nicht genug: selbst ohne Inflation erscheint es mir nicht dumm, dem US-Dollar oder dem Euro zu misstrauen.

    Boe(r)se wird es enden, das ist fast allen klar. Wir spielen die Reise nach Jerusalem, doch/und noch spielt die Musik. Wer glaubt eigentlich, dass normales Wirtschaften wie bisher in 5 Jahren noch moeglich ist? Und wenn das keiner mehr glaubt - ist das dann alles nur noch das beliebte Blasen-Spiel: "kaufe und versuche einen noch duemmeren zu finden der es dir wieder abkauft?"
    --> Nein, vielleicht noch nicht einmal. Ich traue mich auch keine weiteren Aktien zu verkaufen. Schliesslich bieten auch Aktien einen gewissen Inflationsschutz. Bloss halt nicht die Aktien von BMW, Infineon und Dialog Semiconductor, und auch Kabel Deutschland ist jetzt nicht die Versorgeraktie, die mir als erstes in den Sinn kaeme.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Zitat

    Original von Joe
    Ich frage mich auch, wo denn endlich die Inflation bleibt?


    Ein Szenario: Die Amerikaner haben mit QE2 angefangen, um in China Inflation zu erzeugen und so die chinesische Regierung zu zwingen, auf die Bremse zu treten. Dadurch gibt es in China eine harte Landung. Da die Chinesen Industrie-Rohstoffe gehortet haben, um damit zu spekulieren, fuehrt das zu einem vernichtenden Einbruch der Preise bei den Industrierohstoffen.

    Natuerlich sind die Regierungen ueberschuldet, das Bankensystem insolvent, und die Waehrungen werden allmaehlich ausgehoehlt. Aber auf diese Weise koennen wir evtl noch lange auf die Inflation warten.

    Die Preisfrage ist, was Edelmetalle und Edelmetall-Minen bei einem solchen Szenario machen. Behandelt der Markt Gold und Silber noch wie einen Rohstoff oder eher schon wie eine Waehrung? Wir werden sehen.

    Balkenchart
    PS: Die Zinsen sind immer noch kuenstlich niedrig. Ein effizienter Markt wird also vorerst hoch verschuldete Unternehmen bevorzugen und solide finanzierte links liegen lassen. Diesen Effekt sehen wir vielleicht gerade.

    3 Mal editiert, zuletzt von Balkenchart (7. Dezember 2010 um 18:39)

  • Zitat

    Ich frage mich auch, wo denn endlich die Inflation bleibt?


    Du beschreibst doch selbst wo sie sich grade rumtreibt:

    Zitat

    Es ist schon erstaunlich wie sehr so manches steigt.
    Bei den Rohstoffen kann ich es ja nachvollziehen, aber warum steigen (mir kommt es so vor) ausgerechnet jene Aktien stark, die es am wenigsten verdienen?

    Und dank der Genialität der staatlichen Planwirtschaftler schaffen wir es diesmal vielleicht sogar die Inflation zu importieren ohne daß hierzulande (Europa und USA) die Löhne steigen. Balkenchart deutet es ja an:

    Zitat

    Ein Szenario: Die Amerikaner haben mit QE2 angefangen, um in China Inflation zu erzeugen

    Zitat

    Die Preisfrage ist, was Edelmetalle und Edelmetall-Minen bei einem solchen Szenario machen. Behandelt der Markt Gold und Silber noch wie einen Rohstoff oder eher schon wie eine Waehrung? Wir werden sehen.


    Ich denke das hat man schon gesehen. Und sollte doch noch mal ein deutlicher Preiseinbuch kommen umso besser für Schnellspanner mit angezogener Handbremse. Die können dann auch noch aufspringen. ;)

    Gold functions like the sun, with all currencies as planets orbiting around it, with only the sun in fixed position (Zijstra)