Das einzige was dieser "Moderator" kann
(zur Erinnerung fuers Forumsarchiv: er nannte sich DAQel)
ist Andersdenkende aus Norbert's ehemals tollem Forum zu ekeln.
Unser "Moderator" ist ein Troll
und das finden wir ganz toll!
Was ist die Ursache der Inflation?
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Hallo Beobachter,
ich habe natürlich eure Diskussionen verfolgt. Gerne beantworte ich Dir hier im neuen Thread fragen deinerseits. Ich möchte aber gleich um etwas Nachsicht bitten, wenn ich in der vorweihnachtlichen Zeit a' nicht gleich antworte, b' die Beiträge kurz gehalten sind. Ferner bin ich nicht gerade der Mensch der
sich in theoretische Denkmodelle vertieft, sondern eher ein Praktiker.Zu 2b:
Ich sehe das genauso. Sollte ein Staat zusätzliche neue Banknoten drucken, deren aufgedruckter Wert durch
nichts abgesichert ist, hat das eine Abwertung zur Folge. Somit steigen die Preise und die Inflation erhöht sich.Zu 1:
Nun ein bestimmtes Angebot für das sich die Nachfrage deutlich erhöht, hat immer einen höheren Preis zur Folge. Das liegt unter anderem daran, dass das Angebot nicht völlig elastisch ist. Mit anderen Worten: Das Angebot muss erst produziert werden und steht dem Markt (Nachfrager) erst nach einem bestimmten "Timelag"
zur Verfügung. Im Timelag steigt also der Preis, andere Produzenten stellen fest, dass damit Geld zu verdienen
ist und erhöhen bzw. schaffen neue Produktionsmöglichkeiten. In der VWL allg. als Private Investitionen deklariert. Ein gutes Beispiel finde ich ist Rohöl. Nur die Andeutung einiger Ölscheichs die Fördermenge zu reduzieren sprich das vorhandene Angebot zu Verringern führt unmittelbar zu Preissteigerungen. Den gleichen
Effekt hätte es, wenn die Industriestaaten plötzlich deutlich mehr Öl bräuchten und die Rohölförderung nicht unmittelbar daran angepasst wird, steigt der Preis. Das war jetzt nur 1 Produkt aus dem Warenkorb des imaginären Durchschnittsverbraucher zur Messung der Inflationsrate. Solange also die Weltwirtschaften insgesamt wachsen befinden wir uns insgesamt gesehen in einem Nachfrage-Überschuss somit hat man im Warenkorb-Mix immer höhere Preise sprich eine Inflation. Gleichzeitig erklärt das auch die Panische Angst vor einer Deflation.Zu 2a:
Mit einem niedrigeren Zins wird nicht die Geldmenge ausgeweitet. Es steht, auch wenn das vom Markt
nachgefragt wird, nicht unendlich viel Geld nur wegen eines niedrigeren Zinssatzes zur Verfügung. Ich denke Dein Problem mit dem Zinsbasierten Wirtschaftssystem liegt darin, dass Du den Zins in einem kausalen Wirtschaftskreislauf am Anfang bzw. als erstes siehst. M. M. nach ist das vorsichtig gesagt völlig falsch. Der Zins ist ein Instrument mit deren Hilfe wirtschaftliche Vorgänge in der Kausalkette geregelt (gesteuert) werden. Stattdessen steht am Anfang eine vorhandene Menge an Geld. (Anm.: ich versuche bewusst mich kurz zu halten) Wie schöpft man Geld? Nun, historisch gesehen musste früher ein Gegenwert vorhanden sein. Als prägte man Edelmetall (Gold. Silber) zu Münzen. Das hatte viele Vorteile. U. a, konnte nicht jeder das Geld selber herstellen (fälschen). Seit Abschaffung des Goldstandards muss die Geldmenge durch die Güter und Produktion der jeweiligen Volkswirtschaft abgedeckt sein. Der Hüter über die Geldmenge ist bei uns die EZB. Sie achtet sehr genau darauf um wieviel die Geldmenge erhöht wird, um nicht den Zustand 2b zu bekommen.Was macht jetzt die EZB mit der vorhandenen Geldmenge ?
Klar, sie bietet es den Geschäftsbanken (kurz GB) in Form von Krediten einem bestimmten Zinssatz (z.Z. 2,75%) an. Ob nun die GB zum einem das frische Geld braucht und zum anderen ob bzw. zu welchem Zinssatz die GB es für Private Investitionen weiter gibt, liegt an der jeweilige GB und natürlich an der Nachfrage seitens der Privaten Investoren Die GB bekommt also immer nur eine bestimmte
Menge an Geld von der EZB. Gibt es vom Markt (Privater Konsum) eine deutlich höhere Nachfrage so kann die GB nicht einfach noch mehr Geld von der EZB holen, sondern muss es sich ggf. anderweitig besorgen oder das Geschäft sausen lassen. In jedem Fall kann das frische vorhandene Geld zu einem wesentlich höheren Zinssatz in Form von Krediten von der GB weitergegeben werden.Wann kann es überhaupt eine Nachfrage sprich neue oder höhere Private Investitionen geben?
Dazu wird die Investitionsrechnung benötigt. Man leiht sich Geld, produziert und veräußert Güter bzw.
Dienstleistungen. Nur wenn der erwirtschaftete Mehrgewinn höher ist als der Zinssatz der für den Kredit bezahlt werden muss, lohnt sich eine Investition. Somit dürfte jetzt klar sein, dass durch einen niedrigeren Zinssatz eine Investition schneller lohnender wird und die EZB durch Senkung des Zins die Investitionen steuern kann. Der Käufer einer Ware bzw. Empfänger einer Dienstleistung muss somit auch den Zins mit bezahlen. Das aber erhöht nicht die im Umlauf befindliche Geldmenge, sondern die Geldmenge ist ja schon vorhanden. Wenn die Geldmenge für die Ware oder Dienstleistung nicht vorhanden ist, muss abermals per Kredit bezahlt werden usw.
usw. Fazit: An der Geldmenge insgesamt ändert sich nichts, da sozusagen der Zins mit einkalkuliert ist.. (jaja, dass ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt)Wann kann sich den eine Geldmenge unkontrolliert erhöhen - sprich eine nicht kontrollierte Geldmengenerhöhung seitens der EZB entstehen.
Ein kleines Beispiel dazu aus den 90er Jahren mit dem unsere gute alte Bundesbank zu kämpfen hatte, und zwar die Veränderung der Bargeld/Buchgeld Neigung. Vor 20, 30 Jahren war es üblich (pauschal ausgedrückt und viele Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)), am Monatsanfang sein Geld das man bis zum Monatsletzten braucht auf einmal abzuheben. Somit war also immer eine bestimmte Geldmenge per Abhebung in Form von Bargeld dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Bis zum Ende des Monats wurde dann nach und nach die Kohle unterm Kopfkissen vorgeholt und ausgegeben sprich dem Wirtschaftskreislauf wieder hinzugefügt. Eine veränderte Bargeldhaltung, weg von Bargeld, hin zu Buchgeld hat jetzt plötzlich die Geldmenge stärker erhöht als kalkuliert und geplant und man lief Gefahr in o. a. Punkt 2b zu rutschen.
Wieso?
Nun das Bargeld wurde nicht mehr abgehoben. Somit verblieb mehr Geld in Form von Buchgeld bei den Geschäftsbänken. HURRA die GB hatten somit mehr Geld zur produktiven Verwendung, denn es lag nicht mehr unproduktiv unterm Kopfkissen. Die GB konnten für das produktive Geld nur um ein Beispiel zu nennen, damit einem anderen seine Kontoüberziehung großzügig gewähren, denn sie brauchte ja zur Abdeckung nicht frisches Geld von der Bundesbank zum Lombard-Zinssatz anfordern, sondern es lag ja für 0,5% bei einem anderen länger auf dem Girokonto.Beobachter ,ich hoffe nun klar dargestellt zu haben, dass die EZB den Zins in der Geldmenge sozusagen mit einkalkuliert, und wann der Zins auch mal zu einer unkontrollierten Geldmengenvermehrung führen kann. Wobei ich aber der Meinung bin, dass auch hier nicht der Zins schuld hat, sondern wie gesagt, eine Veränderung der Bargeld-/Buchgeld Neigung die Ursache dafür ist. Aus meiner Sicht steuert der Zins nur !
Schöne Grüße Samp.s. ich sehe gerade, dass mein Beitrag nun doch ellenlang geworden ist .

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Hallo Beobachter
...noch ein Nachtrag zu 2b. Der Staat kann nicht unkontrolliert seine Bürger enteignen ohne das dagegen etwas unternommen wird.
Warum?
Nun, das Staatsdefizit darf nur 3% betragen. Dafür gibt es Abmahnungen, Geldstrafen usw. ganz böse Regierungen könnten da aus einer Gemeinschaftswährung vielleicht auch ausgeschlossen werden weil sie die Stabilität gefährten.Du hast schon Recht, dass im Falle einer zügellosen (expansiven) Fiskalpolitik oder auch schlicht und einfach die Unfähigkeit der Regierung wie wir es z. Z. schonunglos erleben (erleiden), dazu führen kann, dass die Ersparnisse überdurchschnittlich an Kaufkraft durch höhere Inflation, Abwertung etc. verliert. Im Renten-Thread habe ich ja deshalb die "jederzeitige Verfügbarkeit" des gesparten Kapitals als oberste Priorität genannt. Sollten sich die Umstände noch deutlich verschlechtern, so kann man sein selbstverwaltetes Kapital jederzeit in eine andere Form oder auch in ein anderes Land durch veräußerung retten. Nur an die eingezahlten Rentenbeiträge ob nun staatlich oder Riester kommst Du halt nicht ran; somit ist die Kohle futsch sprich hat keine Kaufkraft mehr.
Ich kann Dir nur den wirklich gut gemeinten Rat geben, Dich mit der Altersversorgung zu beschäftigen, auch wenn sich das Geldsystem in dem wir alle Leben nicht ändert und Du der Meinung bist, dass Diskussionen dann sinnlos wären. In diesem Punkt widerspreche ich Dir ganz ganz energisch. Wir Leben nun mal in diesem Wirtschaftssystem, ob Dir das nun gefällt oder nicht! Gerade Du, der die wirtschaftlichen Vorgänge kritisch hinterfragt, sollte nicht den Kopf in den Sand stecken weil es ja sinnlos ist, sondern etwas tun, um in diesem System auch später noch Leben zu können !
schöne Grüße Sam
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Hallo Beobachter,
bist Du noch mit der Analyse meiner Inflationsursachen beschäftigt, oder hat Dich mein Betrag restlos überzeugt, so das es Dir einfach nur die Sprache verschlagen hat ??
Über eine kurze Info würde ich mich freuen

ungeduldige Grüße Sam ;D
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Hallo Beobachter,
bist Du noch mit der Analyse meiner Inflationsursachen beschäftigt, oder hat Dich mein Beitrag restlos überzeugt, so das es Dir einfach nur die Sprache verschlagen hat ??
Über eine kurze Info würde ich mich freuen

ungeduldige Grüße Sam ;D
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und das finden wir ganz toll! -
Lieber Beobachter et. all,
Euer Müntedingsbums hat natürlich durch seinen Ausspruch - Kanonen statt Butter äh verzeihung Beamte statt Butter gezeigt, dass er geistig ein - wie man bei uns zu sagen pflegt - Nackerpatzerl ist. Es zeigt aber auch, wie degeneriert im Denken die Deutschen sind, dass sie diesen holden Knaben nicht geteert und gefedert aus der Stadt getragen haben.
Die Diskussion die Ihr führt wurde bereits um 1790 sowohl in Amerika als auch in Frankreich geführt, wobei die Realitätsverweigerer ("sollen doch Kuchen essen, wenns kein Brot gibt") angemessen entsorgt worden sind.
Der Schlüssel ist natürlich der Begriff FREIHEIT. Habe ich wie Münti Anschauungen wie ein Sowjet: persönliches Eigentum ist der Gesellschaft sowieso gestohlen und daher dem Eigentümer jederzeit entziehbar, dann denkt man natürlich nicht im Traum daran, die Organisationseinheiten des Staates grundsätzlich zu hinterfragen bzw sie auf den betriebswirtschaftlichen Prüfstand zu stellen.
Die Amerikaner sehen die Sache vom Grundsatz natürlich anders; mehr Eigenverantwortung für den einzelnen, radikale Schnitte wenns notwendig ist etc.
Blöderweise gibts aber in Europa keine Denker vom Format eines Schumpeters, Adam Smith , die eine Balance und Formel für eine Konsolidierung der Gemeinwesen im rahmen maximaler individueller Freiheit auf theoretische Fundamente stellen können.
Ich sehe in den deutschen Talkshows nur hirnlose und wirtschaftlich ungeschulte (oder böswillige) Subjekte diskutieren, wo es jeden Kenner der Materie die Schuhe auszieht.
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Zur Ursache (bzw. Nicht-Ursache) der Inflation äussert sich Bernd Niquet in gewohnter Weise herrlich unkonventionell...
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Tatsaechlich ein Inflationspotential?
Von Dr. Bernd Niquet
Dass es Unsinn ist, aus einer gestiegenen Geld-
menge auf Inflationsgefahren zu schliessen, habe
ich an dieser Stelle schon oft geschrieben. Die
Kaeufe der Menschen sind von ihrem Einkommen und
ihrem Vermoegen abhaengig. Und wer Einkommen und
Vermoegen hat, bekommt stets in Sekundenschnelle
Geld. Wer dies jedoch nicht hat und ueberdies
ueber keine Kreditmoeglichkeiten verfuegt , dem
nuetzt auch die hoechste gesamtwirtschaftliche
Geldmenge ueberhaupt nichts.Nehmen wir nun jedoch gleichsam gegen die eigene
Vernunft einmal an, dass tatsaechlich eine Erhoehung
der Geldmenge Inflation produzieren wuerde. Waere dem
so, dann muessten die Inflationsraten hierzulande,
in den USA und ganz besonders in Japan weit, weit
hoeher liegen als derzeit. Denn die erhoehten Geld-
mengensteigerungen seitens der Zentralbanken
begannen bereits vor Jahren.Da bis jetzt jedoch nichts passiert ist, haben
die Verfechter der Geldmengentheorie das schoene
Wort Inflationspotential geschaffen. Ein
Inflationspotential bedeutet fuer die Preis-
entwicklung in etwa so viel wie ein Radiowecker
fuer den Schlaf, eine Konservendose fuer die Linsen-
suppe oder ein Zeitzuender fuer eine Sprengbombe.
Soll heissen: Hier wird etwas eingeweckt, aufge-
hoben bis zum grossen Knall, bei dem der
schlafende Riese Inflation schliesslich auf-
geweckt wird.Das Pendant zum Inflationspotential ist auch der
neudeutsche Begriff vom Time lag, was so viel
bedeutet wie: Was heute nicht passiert, kann
morgen immer noch passieren. Und wenn es morgen
nicht passiert, dann passiert es eben erst ueber-
morgen. Insgesamt haben die Verfechter der Theorie,
dass Geldmengensteigerungen zu Inflation fuehren,
also unbegrenzte Immunisierungsstrategien zur
Verfuegung, die verhindern, dass sie ihre duemmliche
und unhaltbare Theorie irgendwann einmal fallen
lassen muessen.Dies verhindert schliesslich auch, dass sie wo-
moeglich zu der folgenden Sichtweise kommen koennten:
Wenn Geldmengensteigerungen zu Inflation fuehren,
dann muessen spiegelbildlich dazu Geldmengen-
reduktionen eigentlich zu Deflation (oder zu
De-Inflation) fuehren. Betrachten wir vor diesem
Hintergrund einmal die augenblickliche Lage,
dann sehen wir, dass uns die Zukunft ganz sicher
Zinssteigerungen und damit auch Geldmengen-
rueckfuehrungen bringen wird. In der Theorie
der Geldmengenjuenger ausgedrueckt, wuerde dies
allerdings bedeuten: Eine nicht gezuendete In-
flationsbombe kann sich ganz schnell in ein
schwarzes Loch verwandeln.Glaubt man also wirklich an den kausalen Einfluss
der Geldmenge auf das Preisniveau, dann kann man
aus der gegenwaertigen Situation sowohl auf eine
Beschleunigung als auch auf eine Rueckfuehrung der
Inflation schliessen. Die Geldmengentheoretiker
sind damit auf ihrem Gebiet mithin keinen Deut
klueger als die Fussballfans in Hinsicht auf die
anstehende Europa-Meisterschaft. Denn auch hier
gilt: Noch kann alles passieren. Noch koennen
alle weiterkommen. -
niquet hat eine sehr flotte Schreibe, aber irgendwelche sachlichen Begründungen für seine Meinungen findet man in seinen Häppchen kaum.
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für wirklich fundierte Info zum Thema Inflation empfehle ich Bill Gross auf https://www.antizyklisch-investieren.com/www.pimco.com
Leider keine spannenden Verschwörungstheorien sondern Fakten.
MMI
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ich schließe mich den vorherigen Kritikern an.
Vielleicht das selbe wie im Pimco Artikel (ich habe ihn nicht gelesen)Mehr Liquidität ist nur dann Inflationserhöhend, wenn sie auch konsumptiv eingesetzt wird. Dies ist aber z.Zt. nicht der Fall, denn die Umlaufgeschwindigkeit der globalen Liquidität ist von 1,8 Anfang 1980 auf 1,3 gefallen. Der Rückgang fand von 1980 - 1985 und dann von 1998 bis 2003 statt. Von 1983 bis 1997 gab es insgesamt eine parallele Entwicklung von Inflation und Geldmengenwachstum.
Vielleicht sind wir ja in der Liquiditätsfalle nach Keynes. Aufgrund von Unsicherheit wird mehr gespart (Die Sparquote in D steigt wieder). Sollte aber ein Aufschwung kommen und die Leute sich sicherer fühlen, wird wieder mehr gekauft - die ganzen aufgestauten Küchen und Autos, bei denen immer berichtet wird, sie müsten aufgrund des steigenden Durchschnittsalters ersetzt werden..Auch ein Blick in die Geschichte zeigt den Zusammenhang.
In den Zeiten der Goldwährungen (in den guten alten Zeiten, nicht Willy?) war das Preisniveau größtenteils stabil mit Ausnahme der Perioden, in denen das Goldangebot stieg. Hier wäre die Entdeckung Amerikas zu nennen und später die Goldfunde in Alaska. Auch nach der Abschaffung der Goldwährungen gab es dann Inflation, wenn viel Geld gedruckt wurde ohne dass es zu einer Produktionsausweitung kam. Zu nennen wäre die Superinflation in den 20-iger Jahren sowie die Wiedervereinigung mit Inflationsraten von 4% in D, einem Satz der nach den Ölkrisen anfang der 80-iger in Deutschland nicht mehr vorkam.ich bin skeptisch bei originellen (faktenfreien) Propheten
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nicht ganz so theoretisch aber relevant:
Inflation gibt es momentan v.a. bei Immobilienpreisen (s.u.). Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder die Immobilienpreise brechen ein, oder Löhne und Preise ziehen nach.
BRITISCHE HAUSPREISE
Notenbankchef warnt vor Crash
In ungewöhnlich deutlicher Form hat sich der britische Notenbankgouverneur Mervyn King zu Wort gemeldet. Er befürchtet, dass sich der überhitzte Immobilienmarkt zur Falle entwickeln könnte.
AP
Bank of England: Leitzinsen in schnellen Schritten erhöht
London - Nach einem Anstieg der britischen Immobilienpreise um 20 Prozent in den vergangenen 12 Monaten "sind sie deutlich über dem Niveau, das die meisten Leute als tragfähig bezeichnen würden", sagte King anlässlich eines Dinners des schottischen Wirtschaftsverbandes CBI. Und er schickte noch eine klare Warnung hinterher: "Jeder, der sich auf dem Immobilienmarkt bewegt, sollte sich die Richtung der Hauspreise und der Zinsen sorgfältig anschauen".Mit diesen deutlichen Äußerungen, die heute in den meisten britischen Zeitungen an prominenter Stelle zu finden waren, will King seine Landsleute davor bewahren, in eine finanzielle Zwickmühle zu laufen. In Großbritannien ist es nämlich üblich, den erwarteten Wertzuwachs des Hauses für Kredite zu nutzen. Wenn aber die Zinsen steigen und die Preise nicht mehr, dann laufen die Verbraucher Gefahr, ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen zu können.
Kings Warnung folgte nur wenige Tage auf eine Leitzinserhöhung der Bank of England. Bereits zum vierten Mal innerhalb von sieben Monaten hatte die britische Notenbank am 10. Juni ihren Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Der Schlüsselzins liegt derzeit bei 4,50 Prozent, Experten rechnen noch in diesem Jahr mit weiteren Zinsschritten bis 5,25 Prozent. Die Bank of England begründete ihren vergleichsweise hohen Leitzins mit der starken britischen Konjunktur und der Angst vor eine weiteren Überhitzung des Immobilienmarktes.
Das Maklerbüro Engel & Völkers hatte schon im vergangenen Jahr in einem Marktbericht auf die gigantischen Steigerungen am Londoner Immobilienmarkt hingewiesen. "Während in Deutschland ein Haus inflationsbereinigt kaum mehr als 1970 kostet, haben sich die realen Preise für Immobilien in London seitdem nahezu verdreifacht", heißt es in der Studie. Im Bereich Greater London, so die Makler, sei der Quadratmeterpreis für ein Reihenhaus allein von 2001 bis 2003 von 196 Pfund auf 244 Pfund in die Höhe geschnellt - ein Anstieg um fast ein Viertel.
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Die Inflation wird kommen - oder ist sie bereits da? Aus der Beantwortung dieser Frage, ersieht man bereits die Fragilität der Europäischen Union. Während die "Neuen" sowohl am Immobiliensektor als auch im Konsumbereich, deutliche Inflationsraten haben, zeigen die Kernländer in Mitteleuropa die klassische Liquidity trap. Im Westen, dh Irland, England und Schottland zieht die Liquidität in den Immobilienmarkt, wobei Sonderfaktoren wie Verlustbeteiligungsmodelle a´la Irland die Stimmung zusätzlich anheizen. Man beobachte beispielsweise die Preissteigerungen bei "geförderten" Immobilien im Raum Cork/Kenmare etc.
Nur was sagt uns dies? Machen wir uns doch vielmehr über die geldpolitischen bzw. politischen Zentrifugalkräfte Gedanken, die die EU gefährden könnten. Sollte dieses Experiment scheitern - und die Chancen stehen gut - dann ist wohl eine Inflation unser kleinstes Problem.
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Ja, vielleich ist sie wirklich schon da. Letztens habe ich irgendwo einen Artikel über Berlusconi gelesen. Dort hieß es, seine Wahlaussichten seien unter anderem wegen der hohen "gefühlten Inflation" von fast 10% sehr schlecht.
Womit ein neuer Begriff in die Runde geworfen wird. Nachdem die unterschiedlich intensiven Variationsmöglichkeiten bei der Inflationsberechnung hinlänglich diskutiert sind, ist es vielleicht wirklich mal nötig, die Inflationsmessung zu demokratisieren!
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Es gibt noch zwei Einflussfaktoren:
1. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes
2 Mill. einmal im Jahr eingesetzt erreichen die gleiche Nachfrage wie 1 Mio. 2- mal eingesetzt. Und die Umlaufgeschwindigkeit ist gesunken (s.o.) - man denke an die Mill. in Geldmarktfonds.2. Vielleicht wächst die Wirtschaft - aber nur die Schattenwirtschaft. Dies wird in der Statistik nicht ausgewiesen, aber es gilt als sehr wahrscheinlich, dass der Umfang der Schwarzarbeit zunimmt.
Deine Analyse, dass aufgrund der Globalisierung die Kaufkraft und die Löhne nicht steigen, gilt nur für Deutschland (wobei auch ein Grund für den fehlenden Kaufkraftanstieg die gestiegenen Steuern und Abgaben sind).
Die Kaufkraft (und Löhne) steigen dank der Globalisierung in einigen Entwicklungsländern. Wie kannst Du es sonst erklären, dass der Autoabsatz in China kontinuierlich steigt und sehr viele Wohnungen gebaut werden? -
Willy,
Deine Ausgangsthese ist m.A. nach korrekt, dass eine höhere Geldmenge bei konstantem realen Rahmenbedingungen zu Inflation (wo auch immer) führen muss.
Der Rest Deiner Argumentation driftet dann leider etwas in die "linke Spielhälfte" ab. Tatsache ist, dass in heutiger Zeit auf Grund der notwendigkeit zu privater Altersvorsorge auch jeder Lohnempfänger gleichzeitg Kapitalist ist.
Die Schwarz-Weiss Trennung Kapital und Arbeit gibt es schon lange nicht mehr.
MMI
-
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