• Zum Preis, hier eine Chartbetrachtung, nur den chart betrachten:

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    Es gibt auch die Weisheit: from false moves come fast moves. Wenn die Bewegung Richtung 5000 sich als ein 'falscher' breakout entpuppen sollte, wäre auch ein deutliches Abtauchen drin. Nach diesem Bild stünde der Preis gerade am Scheideweg ...

    Ja, so ist es halt immer :-)

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Die Generationen vor mir, wuerden sie noch leben, wuerden mich warnen es auf die leichte Schulter zu nehmen.

    Mein Vater war Historiker, Dr. der Philologie, und hat mir bestaetigt, Kreditgeld hat noch nie lange gehalten. Der USD ist auch nicht ueber 100 Jahre alt, sondern man muss das von Bretton Woods aus betrachten, denn da wurde das Geld erst zu Kreditgeld.

    Wuerde er noch leben, er wuerde bezweifeln dass Kreditgeld 100 Jahre lang bestand haben kann, wuerde mir aber auch bestaetigen, das im Gegensatz zu frueheren Papiergeldversuchen das jetztige System ein einziges riesiges Experiment ist, dass es so vorher noch nie gab.

    Die Skepsis gegenueber dem jetztigen Kreditgeld ist mehr und mehr verschwunden, die alte Generation stirbt weg, und die Jungen Leute (das betrifft eigentlich alle lebenden heute) kennen keine schlimmen Zeiten, haben keine Skepsis gegenueber dem Kreditgeld System. Jeder geht heute davon aus, dass das Wirtschaftswachstum weiterhin anhaelt, niemand hinterfragt es, niemandem ist klar, dass 200 Jahre Wirtschaftswachstum, und vielleicht weniger als 120 Jahre ernsthafter Aktienhandel, und 53 Jahre lang Kreditgeld, 17 Jahre lang QE, 17 Jahre Kryptowaehrungen, 5 Jahre Boersenbewertungen hoeher als das was es vorher je gab, etwas neues ist was es vorher nicht in diesem Ausmass jemals gegeben hat.

    Ich weiss nicht genau wie die Krise aussieht, ob Apokalyptisch nach dem Atombombenrkrieg (der Iran lacht so lange, bis eine A-Bombe auf ihn geschmissen wird, also das ist eine Moeglichkeit da schuetzen Drohnen wenig, diese art von Krieg wird es weiterhin geben), ob totaler Orwell'scher Ueberwachungsstaat, Buergerkrieg, Geldentwertung... schlechte Szenarien gibt es einige, und bei fast allen lautet die Antwort: mit physischem Goldbesitz bist Du besser dran, auch wenn es insgesamt eine schlechte Situation ist, auf die niemand scharf ist. Nur eben... dann lieber mit Goldbesitz als ohne.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Mein Vater war Historiker, Dr. der Philologie, und hat mir bestaetigt, Kreditgeld hat noch nie lange gehalten

    Also bisher sind alle goldgeckten Währungen untergegangen, während wir ca. hundert Kreditwährungen haben, die derzeit funktionieren und noch nicht untergangen sind.

    Aber vermutlich ist es schlicht so, dass alle Geldwährungen irgendwann einmal untergehen?!

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Wobei, war es nicht so, dass die goldgedeckten Währungen durch Kreditgeld ersetzt wurden? Das Gold ging ja nicht unter.

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  • Der Betrug ging unter, wenn Du Goldmuenzen hattest, ob nun als Roemer oder im tiefsten Mittelalter, oder auch im 20. Jahrhundert - es ging nicht verloren, wenn es Dir nicht physisch weggenommen wurde. Es loest sich nicht in Luft auf, wird nicht "entwertet".

    Oma wuerde sagen "Gold ist immer etwas wert. Fuer eine Unze Gold bekommst Du immer einen guten Anzug."

    Nixda, Du musst hier schon unterscheiden zwischen dem Versprechen auf Gold das misbraucht wurde, oder ob das Gold an sich wertlos wurde. Bei der deutschen Reichsmark - die wurde wertlos. Die DM wurde abgeschafft/gewandelt in Euros.

    Auf den englischen Pfundscheinen steht heute noch "I promise to pay the bearer on demand the sum of [Five / Ten / Twenty / Fifty] Pounds" - geloescht wurde offenbar "Sterling Silver"?

    Auf dominikanischen Peso Scheinen steht sogar noch das Wort "Oro" = Gold. Peso ist eigentlich Gewicht.

    Natuerlich bekommt man kein Gold mehr. Wertlos ist das dominikanische Geld zwar nicht, aber das Versprechen auf Gold ist nicht mehr wert als das Papier auf dem es steht. Buchstaeblich!

    Wer damals, als das Versprechen frisch gemacht wurde, lieber sein Gold behalten hatte anstatt es in ein Versprechen auf Gold einzutauschen, der hat auch heute noch sein Gold (so er noch lebt, ansonsten seine Nachkommen).

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  • Geld ist nur ein Tauschmittel und sollte nicht zu lange aufbewahrt werden.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

  • Was ist das fuer schlechtes Benehmen von Dir winter? [...] Mensch, das macht Dich total unsympathisch!

    Das ist wohl das Schicksal des Antizyklikers, unbeliebt zu sein - ich bin nicht hier, um zu schmeicheln und kann Unsinn nicht als "interessanten Gedanken" verklären -, so wie es das Schicksal des woodpeckers ist, von allen Seiten in die Zange genommen zu werden, von links und rechts und vorne und hinten. ;)

    Willy, N.N. Taleb oder Klaus Kinski wurden für ihr schlechtes Benehmen gefeiert, da bin wahrscheinlich noch viel zu brav? ;)

    Wenn ueberhaupt, dann wird als Krypogeld ein EZB-Coin eingefuehrt. Aber ob das die Hyperinflation des Euros aufhaelt weil nun jeder den wahren wert des Euros erkennt, weil er mit Bitcoin unterlegt ist

    Der Staat gibt die Währung vor, die man zum Bezahlen der Steuern verwenden muß; diesbezüglich hat das Publikum keine Wahl. Es gäbe auch wenig Grund, einer hypothetischen neuen Fiat-Währung - der D-Mark oder dem neuen Euro - nicht zu vertrauen, wenn sie mit einer grundsätzlichen Geldsystem- bzw. Bankenreform einhergeht. Das könnte z.B. eine Vollgeldreform sein, evtl. auch als Kryptowährung, bei dem Schulden und Geld getrennt sind, anders als im Kreditgeldsystem. Es liegt auf der Hand, daß das Vorteile gegenüber einer Goldumlaufwährung hätte. Eine Deckung der Währung hingegen ist an sich schon ein vollkommen antiquiertes Konzept und erst recht mit Gold, von dem die Bundesbank auch nicht genug haben dürfte (und nein, sie kann den Weltmarktpreis nicht festsetzen). Das Argument, daß dieses (Krypto-)Vollgeld einmal ersetzt werden könnte durch ein anderes - genau das kann mit Gold auch passieren und ist auch historisch immer geschehen. Gold hat null Vorteile und nur Nachteile. Wer will, kann es privat halten, genauso wie private Kryptowährungen. In einer Währung hat es nichts zu suchen.

    man muss das von Bretton Woods aus betrachten, denn da wurde das Geld erst zu Kreditgeld.

    Natürlich gab es auch lange vor 1971/73 schon USD-Kreditgeld. Bretton Woods regelte die internationale Ordnung. So viel dazu, wer noch nicht einmal qualifiziert ist, überhaupt eine Meinung zu diesem Thema zu haben.

    Du lernst halt auch nichts dazu, sondern wiederholst einfach den immer gleichen Schmarrn.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Meine Oma hat der deutschen Reichsmark irgendwann nicht mehr vertraut, offizielles Zahlungsmittel war es trotzdem.

    Das fuehrt dann dazu, dass es eine Schattenwirtschaft gibt. Letzlich waren auch Zimbabwe-Dollar ein offizielles Zahlungmittel. Du meinst, es gibt oder gab keinen Grund dem Zimbabwe-dollar zu misstrauen? Das Volk hat sich dann auf andere Waehrungen spezialisiert, das war sicherlich illegal, aber sieh das mal aus sicht von Buergern, die nicht so treu sind wie Du und dem Staat blind vertrauen.

    Ich denke dass die Reichsmark und der Zimbabwedollar sehr wohl ein Vertrauensproblem hatten.

    Und das stoert am Ende die Politiker an der Macht dann eben doch, irgendwie, irgendwo. Interessant ist derzeit wie Erdogan dazu steht, was ist jetzt mit der tuerkischen Lira?

    Zitat

    Der Staat gibt die Währung vor, die man zum Bezahlen der Steuern verwenden muß; diesbezüglich hat das Publikum keine Wahl. Es gäbe auch wenig Grund, einer hypothetischen neuen Fiat-Währung - der D-Mark oder dem neuen Euro - nicht zu vertrauen

    Wenn Du das sagst...:/ muss es wohl so sein?

    Ich haette gedacht, dass dann eben doch das folgt:

    Zitat von winter

    ...wenn sie mit einer grundsätzlichen Geldsystem- bzw. Bankenreform einhergeht.

    Ich bitte zu bedenken, dass ein "weiter so" nicht zum Vertrauen fuehrt, es also sehr wohl einen Grund gaebe "nicht zu vertrauen".

    Wenn die Schmerzen hoch sind, dann wird der Ruf laut nach Vertrauenschaffenden Massnahmen. Wuerde Zimbabwe Gold besitzen, und einen Goldgedeckten Zimbabwe-dollar einfuehren, ohne dabei korrupt zu schummeln (ein versprechen auf Gold verlangt auch Vertrauen) - es koennte funktionieren. Ganz am Anfang wuerde man tatsaechlich mit physischen Goldmuenzen bezahlen. Aber mit der Zeit wuerde man auch Scheine akzeptieren, auf denen das Versprechen auf Gold gedruckt ist. Und online transaktionen will man ja auch taetigen.

    Derzeit, vermute ich, wird auf fremde Waehrungen ausgewichen, nicht auf Gold. Beispielsweise wird mit US-Dollars bezahlt. Ich habe keine Ahnung wie es derzeit bei Zimbabwe ausssieht, aber das ist ja nur ein Beispiel.

    In einem Szenario einer Systemkrise, und insbesondere einer US-Dollar Krise, wird man auch dem Euro nicht mehr vertrauen, die ja auch QE gemacht haben, und auch der japanische Yen wird nicht die Ersatzwaehrung werden. Nach Jahrelanger Krise wird Vertrauen gebraucht, und niemandem wird vertraut, USD, Euro, Yen... alles hyperinflationiert. DANN wird man sich an Gold erinnern. Wie es in der Welt dann aussieht? Tumulte, oder gar apokalyptische Szenarien... schon moeglich. Selbst wenn man dann Gold hat, will man ein solches Szenario nicht wirklich erleben. Man hat "gewonnen" in einer Welt die verloren hat und richtig kaputt ist, auf die eine oder andere Weise.

    Ich hoffe nicht dass es passiert, ich hoffe/glaube immer noch, dass es glimpflich ausgeht mit dem Waehrungsexperiment seit Bretton Woods, dem QE experiment, dem Abschaffen der Maastrichtkriteren. Alleine, es sieht wirklich nicht gut aus. Wenn es "knallt" dann nicht unbedingt ueberraschend. Jeder hat doch QE mitbekommen. Die Systemkrise wird nicht kommen, sie ist doch schon laengst da? In ihren Anfaengen. Die hoffnung ist, dass es nicht schlimmer wird.

    Mal gucken.

    Und auch deshalb steht Gold nicht mehr unter 1000 USD pro Unze. Ich sichere mich halt ab, "vollkommen ausgeschlossen" bei der Vorgeschichte? Wie gesagt, viel Glueck dabei, dass wirst Du brauchen. Ich bin zu 90% sicher dass nichts weiter passieren wird. Fuer das restrisiko bin ich mit Gold abgesichert.

    "Vollkommen ausgeschlossen" klingt fuer mich als wuerdest Du all das nicht mitbekommen haben, und jeden historischen Hinweis leichtfertig ignorieren, und wirst sogar ausfallend und beleidigend. Das ist nicht antizyklisch, Du benimmst Dich einfach schlecht.

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  • Zitat von winter

    PS. Gibt es eigentlich einen Namen für Eure schwul anmutende Praktik, woodpecker und Joe? Snowballing der wechselseitigen Speichellecker?

    antizyklisch, ja?

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  • Ich denke dass die Reichsmark und der Zimbabwedollar sehr wohl ein Vertrauensproblem hatten.

    Das hatten wir doch auch schon. Beides ist nicht vergleichbar mit heute, aber selbst wenn es einmal soweit kommen sollte: Die D-Mark hatte nach der Währungsreform nach dem Krieg dieses Vertrauensproblem nicht mehr, obwohl sie nicht gedeckt war. Es geht ja gerade eben nicht um die alte, sondern um die neue Währung.

    Du argumentierst unlogisch und unstrukturiert und vermischst auch verschiedene Dinge und argumentierst gegen Strohmänner. Niemand hat behauptet, Du sollst in Geld langfristig sparen, auch wenn ich zugestehe, daß ein wertstabiles Geld durchaus wünschenswert wäre. Es ging nixda auch in keiner Weise darum, ob Gold an sich wertlos wurde nach der Aufhebung des Goldstandards, das geht komplett am Thema vorbei.

    Ebensowenig habe ich behauptet, daß es nicht Kriege, Inflation, Überflutungen, Pandemien, Staatspleiten, Atomkrieg usw. geben kann - sondern nur, man solle nicht auf die Einführung eines Goldstandards setzen (und daraus Kursziele aus der Deckung von M3 ableiten). Daß Gold in solchen Krisenszenarien einen Wert haben kann, weil es dann antikorreliert mit anderen Vermögenswerten ist, bestreite ich doch gar nicht.

    Ich bin mir sicher, daß Du von woodpecker auch für diese wirren Gedanken eifrig Zustimmung bekommen wirst, wie es sich für unabhängige, kritische Denker eben gehört! 🤣

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    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Geld ist nur ein Tauschmittel und sollte nicht zu lange aufbewahrt werden.

    Hehe, ja genau! Und Gold auch.

    Das ist was ich meine mit "my precious".
    Trifft nicht nur auf Gold zu, sondern irgendwo auf Reichtum allgemein.

    Ich kann das durchaus beurteilen, weil ich startete ohne Reichtum, und heute hab ich ihn.
    Naja bescheidenen Reichtum, viele Privatiere hier haben sicher nochmal deutlich mehr, aber egal, es ist schon Reichtum nach allem was ich vorher, als ich nicht reich war, als Reichtum ansah.
    Und es zeigte sich das was auch gemeinhin gesagt wird: Je mehr man hat, desto mehr wird das Geld (bei Gold denke ich noch schlimmer, wegen der Magie, oder des Fluches der vom Metall irgendwie ausgeht) zum Selbstzweck.
    Desto mehr verschiebt sich die Alltagssorge von "was kann ich mir leisten" zu "wie kann ich meinen Reichtum sichern".

    Erst wird man beim Anhäufen von Reichtum risikofreudiger, weil man sich mehr Fehltritte erlauben kann ob des Polsters, aber dann irgendwann wird man wieder risikoaverser.
    Das ist was man beobachtet: Witch wird sehr sicher nie wirklich in Not geraten, aber er macht sich Sorge drum sein Geld zu sichern.
    Joe auch. Ich (manchmal) auch.

    Je reicher, desto mehr hängen Leute irgendwelchen Apokalypsevorstellungen und "zurück ins Mittelalter" Szenarien an.
    Lest doch nur hier im Forum! Und vergleich es mit den Sorgen der Leute in der Kantine, oder sonstwo.

    Oder die Superreichen Spinner in den USA, die fangen an Bunker zu bauen!

    Nene, es gibt da irgendeie Erklärung für.
    Vielleicht ist es einfach der problemsuchende Menschliche Geist, der sich eben immer dem zuwendet was er noch nicht gelöst hat. Hat er alle Lebensaufgaben gelöst, sucht er sich eine neue, und da kommt die unbegrenzte Phantasie ins Spiel, die beliebige üble Szenarien erdenken kann -> zack hat der Geist was zu tun!

    So ganz kapiere ich es noch nicht, aber irgendwas in diese Richtung.

    Der Golum und der Ring geben da schon eine gute Metapher für ab.
    Er ist glücklich solange er nur sein Gold hat. Sogar wenn er in zerfetzer Unterhose in einer kalten Höhle sitzt und rohen Fisch isst.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • woodpecker: Ich koennte ohne Gold & Silber nicht ruhig schlafen. Nachdem ich es gekauft hatte, gab es mir das Gefuehl von Sicherheit, die Zuversicht, in Aktien munter zu spekulieren. Apokalyptische Szenarien - tja, man glaubt solange nicht an sie, bis sie dann doch passieren, zuletzt 1945, da wurde zumindest Deutschland in die Steinzeit zurueck gebombt, und Hiroshima war auch nicht ohne.

    Die DM war quasi ein indirekter Goldstandard solange der USD ein Goldstandard war. R.I.P. seit 1973 Bretton Woods. Zu DM zeiten gabs spaeter noch die Waehrungsschlange, ein Mechanismus des Leistungsbilanzdefizit ausgleichs. R.i.p. seit Einfuehrung Euro, mit harten Maastrichtkriterien. RIP Maastrichtkriterien Streichung 2020, seitdem keine Muss Regelung sondern eine Orientierung, ein ideal an das man sich nicht halten muss, sondern kann, wenn man wollte, aber wer will schon. Doch, doch, Maastrichtkriterien gibt es, aber man nimmt sie halt nicht mehr ernst, und niemand widerspricht mir, dass es doch sehr wohl noch die Maastrichtkriterien gibt und Lippenbekenntnisse diverser Politiker. Denn alle von uns wissen - Maastrichtkriterien werden nicht mehr gelebt, "Blaue Briefe" nicht mehr erwaehnt.

    Wie gesagt, man muss gar kein "Spinner" sein, der an den Untergang glaubt. Man muss den Untergang nur nicht vollkommen ausschliessen wie winter das tut. Es genuegt, wenn man ihn zu 97% ausschliesst um eine Goldabsicherung von 3% fuer vernuenftig zu halten. QE, Edward Snowden, Maastricht-Kriterien, Verschuldungsgrad diverser Laender, 5% des BIPs in Waffen ausgeben, Rettungspakete/Faszilitaeten, Eurobonds, SoH, Yellow Stone, AI disruption, ... Schlagworte gibt es genuegend, alles haette das Zeug zur Katastrophe, bisland alles cool, es ist ja nix passiert.

    Ich hoffe weiterhin das nix passieren wird, und fuer den Fall das nicht... da hab ich ein bisserl Gold & Silber. Du doch auch!

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  • Ich koennte ohne Gold & Silber nicht ruhig schlafen.

    Jetzt muss ich hier doch mal einhaken Joe .

    Lassen Dich nicht Deine Erfahrungen in der Karibik ruhig schlafen? Natürlich muss man da im Zweifel erst mal hinkommen und in gewissen tail risk Szenarien (a la Asteroideneinschlag oder Atomkrieg) nützt sie Dir dann auch eher wenig. Aber das Know How über das Leben vor Ort sowie die Kontakte, die Du Dir dort aufgebaut hast, sind die am Ende nicht deutlich mehr wert als vergrabenes Gold? Letztlich auch die Erfahrung wie wenig es unter passablen Rahmenbedingungen braucht, um ganz manierlich zu (über-)leben?

    Bei woodpecker in gewisser Weise das Gleiche. Ich kann mich noch gut an Deine Anfangsjahre zurück erinnern und daran, wie Du frugal leben relativ kompromisslos umgesetzt hast. Lässt Dich diese Erfahrung nicht im Grunde ziemlich gelassen allem entgehen sehen, was da noch kommen mag?

    "If it moves, tax it. If it keeps moving, regulate it. And if it stops moving, subsidize it."

    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Joe Du offenbarst sehr geringe Lesekompetenz. Es ist immer das gleiche Spiel, nicht nur bei diesem Thema, sondern auch bei vielen anderen. Ich habe weiter oben mehrfach klar geschrieben, worum es mir ging und worum nicht. Das ignorierst Du beharrlich, wie immer, nachdem Du Dir eine Idee in den Kopf gesetzt hast.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Aber das Know How über das Leben vor Ort sowie die Kontakte, die Du Dir dort aufgebaut hast, sind die am Ende nicht deutlich mehr wert als vergrabenes Gold? Letztlich auch die Erfahrung wie wenig es unter passablen Rahmenbedingungen braucht, um ganz manierlich zu (über-)leben?

    Ja, schon.

    Doch schliesst das eine das andere doch gar nicht aus? Gold ist einfach nur eine Absicherung. Ob wir in der Karibik besser aufgehoben waeren wenn es hart auf hart kaeme? Wir sind dort Auslaender mit weisser Hautfarbe. Sicher, wir haben dominikanische Freunde, doch insgesamt waere es eher ein gefaehrlicher Ort fuer uns, besonders in der Krise. Waeren wir schwarz waere es vielleicht besser, aber nett zu schwarzen Haitianern sind die dominikaner schon jetzt nicht. Wir sind die verhassten weissen Reichen. Nicht bei unseren dominikanischen Freunden, aber wenn wir in der Krise frei rumlaufen, werden wir garantiert als erstes ermordet, weil wir einfach auffallen.

    Wenn es hart auf hart kaeme, sind wir wohl in Polen am besten aufgehoben. Kein idealer Ort in der Krise, immer noch besser als die meisten Europaeischen Laender, weil man sich dort noch eher erinnert wie man autark leben kann, beispielsweise: dort wird der Schnapps noch selbst gebrannt, und Essen eingeweckt. Die ueber 60jaehrigen koennen das alles noch, wissen es noch aus Zeiten des Kommunismus. Hier habe ich einfach Glueck gehabt dass meine Frau eine Polin ist. Ich kann sogar ein bisschen Polnisch. Richtige Unterhaltung geht nicht, aber einkaufen, nach dem Weg fragen, "wo ist?" im Haushalt fragen, man kann mir anweisung erteilen, das geht schon. Ich bekomme auch mit ueber was gesprochen wird. Wenn es nicht ausgerechnet die polnische Sprache waere, ich koennte es vermutlich inzwischen ganz gut sprechen, aber verdammt - diese Sprache ist viel schwerer als die romanischen oder germanischen Sprachen. Nur Chinesisch stelle ich mir noch schlimmer vor zum erlernen (aus deutscher Sicht). Spanisch ist hingegen viel leichter. Eigentlich ist englisch gar nicht so leicht wie immer behauptet wird: Aussprache ist eher schwierig, Rechtschreibung auch. Gramatik ist sehr leicht, und weil man so oft Musik gehoert hat und anglizismen allgegenwaertig, so erscheint englisch leichter als es eigentlich ist. Waere das nicht, so erinnert Englisch eher an schmutziges franzoesisch, harter Slang. Auf der anderen Seite, Franzoesisch ist auch kaum besser. Da denkt man, franzoesisch hat man doch in der Schule gelernt, um dan in Marseille NULL zu verstehen.

    Und Deutsch? Naja, da gibt es das schweizer deutsch, da hat wohl selbst ein Preusse keine Chance, und schon als Bayer muss man schon gut hinhoeren. Und Bayrisch oder Oesterreichisch? Hat da ein Germanist aus Peking ueberhaupt eine Chance was zu "checken"? Mei, wenn I so d'rueber nochdenkn tua, z'fix, des is scho a harder Broken, des boarische. Selbst wennst a gscheits Deitsch glernt hoast, des huilft Da ois nix, da is scho wurscht wos ma Dia sogt, da hoast koa Chance net.

    Dieses Lied hat wohl mal ein Witzbold auf den Deutsch-Server einer Peking Universitaet hochgeladen, fuer die chinesischen Studenten um Deutsch zu lernen.

    Ok, abgeschwiffen: Gold hilft in der Krise, aber die Krise ist trotzdem nicht schoen, sie ist ohne Gold einfach nur noch ein bisschen haesslicher.

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  • Doch schliesst das eine das andere doch gar nicht aus? Gold ist einfach nur eine Absicherung.

    Ist denke ich klar und nachvollziehbar.

    Ob wir in der Karibik besser aufgehoben waeren wenn es hart auf hart kaeme? Wir sind dort Auslaender mit weisser Hautfarbe. Sicher, wir haben dominikanische Freunde, doch insgesamt waere es eher ein gefaehrlicher Ort fuer uns, besonders in der Krise.

    Das hingegen hätte ich so nicht erwartet. Da war meine Vorstellung dann wohl doch etwas naiv.

    Ich hatte 2022 als es diese Scharmützel um die ukrainischen Kernkraftwerke gab tatsächlich einmal geschaut "wo könnte man denn überhaupt hin im Fall des Falles". So ein richtiger guter langfristiger Plan B für ein Leben weit weg von Europa ist mir leider nicht untergekommen.

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    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Praktisch gesehen ist man vermutlich einfach auf dem Land am besten aufgehoben, Menschenmengen meiden, gleichzeitig nicht zu einsam, eingebettet in einer kleinen Gemeinschaft?

    Die weisse hautfarbe ist ein grosses Problem, man kann nirgendwo hin fliehen, saemtliche Laender mit weisser Hautfarbe sind Industrienationen, wo die Menschen keine Ahnung haben wenn die just-in-time Kette mal reissen sollte, und die Regale in den Geschaeften leer sind.

    Gerade die Ukraine oder Russland waeren ein guter Ort in der Krise, weil man die Krise dort schon gewoehnt ist. Die Sprache ist schwer, dem polnischen sehr aehnlich, und auch russisch ist nicht wirklich eine leichtere Sprache.

    Natuerlich, aus heutiger Sicht muss man raus aus der Ukraine, denn wir haben ja noch keine weltweite schwere Krise. Moege sie niemals kommen.

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  • Jetzt muss ich hier doch mal einhaken Joe .

    Lassen Dich nicht Deine Erfahrungen in der Karibik ruhig schlafen? ... Letztlich auch die Erfahrung wie wenig es unter passablen Rahmenbedingungen braucht, um ganz manierlich zu (über-)leben?

    Bei woodpecker in gewisser Weise das Gleiche. Ich kann mich noch gut an Deine Anfangsjahre zurück erinnern und daran, wie Du frugal leben relativ kompromisslos umgesetzt hast. Lässt Dich diese Erfahrung nicht im Grunde ziemlich gelassen allem entgehen sehen, was da noch kommen mag?

    Hervorragende und spannende Frage.

    In meinen Fall: Doch, tut sie.

    Es war ja Joe der gesagt hat er würde ohne Gold nicht ruhig schlafen können, nicht ich.
    Mein erster Impuls war: Er ist also von seinem Gold "psychologisch abhängig", die Buddhisten nennen das "Anhaftung" und (in meiner Weltsicht) haben die Buddhisten rechte wenn sie sagen, man müsse sich jeder Anhaftung entledigen.

    Somit zur Frage ob ich (oder jeder andere hier) auch Anhaftung ans Gold empfinde. Oder an die Aktien.
    Für mich kam der Test auf diese Frage, als ich zu Beginn der Ukrainesache viel über Krieg, Worstcase Szenarien, und auch Wohlstandsverlust nachdachte.
    Übernacht waren damals immerhin 20% meine Portfolios (Russische Aktien) pulverisiert worden, wurden wir im Handstreich weggenommen, totale Ohnmacht.
    Das hat mich viele schlaflose Nächte gekostet, mit dem Inhalt: Was, wenn du durch Pech irgendwann alles verlierst?
    Klingt melodramatisch, aber es war damals auf die ein oder andere Weise eine psychologisch heftige Zeit für viele meine ich, damals ging es entsprechend hart her im Forum auch, und die Hälfte der Foristen ist seitdem weg.

    Aber, gute Nachricht, du hast Recht, am Ende gewann die frugalistische Weltsicht, ich konnte Frieden damit machen.
    Mein Fazit war:
    Wenn man alles verliert, dann muss man das abhaken können. Man muss alle Erinnerung an die Mühen mit denen man seinen Reichtum aufgebaut hat, alle Hoffnungen und Pläne und Ziele, wenn es notwendig ist mit einem Handsteich wegwischen können. Man muss sagen können: "Das war das Kapitel von gestern in diesem schrägen Schauspiel dass sich Leben nennt! Das ist egal. Nun gehts halt anders weiter, eine neue spannende Erfahrung wartet.

    Nur wenn man das kann, ist man frei.

    Sogesehen ist Joe nicht frei.
    Oder vermutlich ist er es doch, ich denke schon dass er es ist, er sagt nur bescheiden er brauche Sicherheit dafür und es wäre wichtig am richtigen Ort zu sein, aber in Wahrheit käme er klar auch wenn er alles verliert und den Ort nicht wechseln kann, da bin ich recht sicher.

    Und ich bin auch frei. Es wäre schmerzhaft wenn alles weg ist, aber ich würds überstehen.
    Und ja, das frugal living war dafür sehr wichtig, kann ich jedem empfehlen das mal zwischendrin 20 Jahre lang zu betreiben :-)

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  • woodpecker Da ueberschaetzt Du mich. Alles zu verlieren wuerde mich in eine tiefe Depression stuerzen. Was ziemlich normal ist, wuerde fast jedem so gehen. Es gibt ein paar Ur-Aengste der Menschen, und Verlust ist offenbar eine davon.

    Abgesehen davon dass ich dem Gold "anhafte", so hafte ich wohl auch dem Vermoegen an (das Gold nur ein kleiner Teil davon). Wuerde ich alles verlieren so wuerde es mir bestimmt den ganzen Nachmittag versauen.

    Ein Placebo ist Gold mitnichten. Ich halte die Wahrscheinlichkeit fuer groesser als 10% das wir in einen System-Reset hineinlaufen innerhalb meiner oder doch zumindest der Zeit meines Sohnes. Ich glaube auch nicht so sehr (obwohl das schon sein koennte), dass es sehr ploetzlich passiert. Nein, es passiert allmaehlich, und wir gucken zu. Es passiert so langsam, dass wir es zwar mitbekommen, aber es uns nicht sorgt: 17 Jahre lang QE, Negativ-Zinsen, wie gesagt, habe ich ja schon alles aufgezaehlt. Das sieht gar nicht gut aus. Und Gold ist gegenueber von vor 20 Jahren auch deutlich im Preis gestiegen, es zeigt dass der Markt sich dessen durchaus bewusst ist. Und so wird Gold vielleicht weiter steigen, moeglicherweise weitere 20 Jahre. Es ist keine Entwarnung in Sicht, meine Arbeitshypthese bleibt: Die Wahrscheinlichkeit dass mich der grosse "Reset" erwischt halte ich fuer groesser als 10%. Gold sichert mich nur teilweise ab. Ist die Welt kaputt, ist Gold nur schmerz lindernd, doch bestimmt nicht gluecklich machend.

    Nach diesem pessimistischen Ausblick habe ich auf der anderen Seite Hoffnung. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich oder mein Sohn keinen "Reset" erleben schaetze ich recht hoch ein. Soll ich eine Zahl nennen? bis zu 90% vielleicht, eher weniger, weil ich ja dem Reset-Szenario eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 10% zutraue. Diese Zahlen kann man nicht einmal "Wahrscheinlichkeit" nennen. Es ist einfach nur geraten, mein Bauchgefuehl.

    Gute Chance, dass alles glimpflich ausgeht. Falls nicht habe ich Gold & Silber. Anhaften wuerde ich es nicht nennen. Eher vergleichbar mit dem Sicherheitsgut den ich anlege wenn ich Auto fahre. Ich tue das nicht nur um bei einer Polizeikontrolle einer Strafe zu entgehen, sondern im unwahrscheinlichen Fall eines Autounfalls bessere Ueberlebens Chancen zu haben. "Hafte" ich dem Sicherheitsgurt an? Nein, das ist einfach nur vernuenftig. Aber zugegeben, wenn ich ohne Sicherheitsgurt Autofahren wuerde, ich wuerde mich unsicherer fuehlen, aehnlich wie ich ohne Gold schlechter schlafen wuerde, weil schlechter vorbereitet fuer einen unwahrscheinlichen Fall.

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (21. Juli 2026 um 12:32)

  • "Sicherheitsgurt" ist gut. Der ist nämlich ein Schutz vor sowas wie einem inversen Lottogewinn - ganz niedrige Wahrscheinlichkeit, aber ganz große Auswirkung.

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