• von allen Seiten in die Zange genommen zu werden, von links und rechts und vorne und hinten.

    Tsts Winter, nicht immer deine eigenen unterdrückten Sehnsüchte auf andere projizieren! ;-)

    Aber Schwamm drüber, das ist es doch was wir an unserem Forum so lieben:
    Das ungebrochen hohe intellektuelle Niveau ^^

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Ich hatte 2022 als es diese Scharmützel um die ukrainischen Kernkraftwerke gab tatsächlich einmal geschaut "wo könnte man denn überhaupt hin im Fall des Falles". So ein richtiger guter langfristiger Plan B für ein Leben weit weg von Europa ist mir leider nicht untergekommen.

    Falscher Ansatz.

    Was du brauchst ist ein Plan B für ein leben HIER.

    Weil wenn du auf "weit weg von Europa" setzt, dann ist es sehr wahrscheinlich dass du das nicht sauber und nüchtern einschätzt, weil da bekanntlich der Projektion und Wunschdenken Tür und Tor geöffnet sind.
    Denke also drüber nach ob und wie du HIER (wo immer du wohnst) in einer unguten Situation zufrieden oder gar glücklich sein kannst. Bedenke dabei, dass alle um dich rum dann auch in dieser Situation sein werden, was enorm hilft, da Glück weniger an deinem absoluten Wohlstand hängt, als vielmehr an deinem relativen Wohlstand.

    Ok, jetzt sagst du "aba im Atomkrieg". Fair enough. Da habe ich auch lange drüber nachgedacht damals.
    Heute weiß ich, der kommt nicht, das ist eine irrationale Angst, ähnlich wie die der Atomkraftgegner.
    Und wenn er doch kommt, dann bin ich halt tot. Letztlich muss man erkennen dass die Angst vor dem Tod allgemein irrational ist, auch das ist Notwendig für echte Freiheit.

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  • woodpecker Da ueberschaetzt Du mich. Alles zu verlieren wuerde mich in eine tiefe Depression stuerzen. Was ziemlich normal ist, wuerde fast jedem so gehen. Es gibt ein paar Ur-Aengste der Menschen, und Verlust ist offenbar eine davon.

    Abgesehen davon dass ich dem Gold "anhafte", so hafte ich wohl auch dem Vermoegen an (das Gold nur ein kleiner Teil davon). Wuerde ich alles verlieren so wuerde es mir bestimmt den ganzen Nachmittag versauen.

    Siehst du, so schlimm ist es nicht.

    Bei mir war es nach dem Doppelschock Krieg vor der Haustür + 20% Vermögen einfach so weg mehrere Monate versaute Zeit und nahe dran an der tiefen Depression.

    Aber es ging rum. Und würde auch bei dir rumgehen.

    Ein Placebo ist Gold mitnichten.

    Das bringt mich zu einem Gedankenexperiment:

    Also, mein Gold verschafft auch mir ein gewisses Gefühl der Sicherheit, und liegt bekanntlich im Garten verbraben. Also das glaube ich zumindest, weil ich habe es sehr lange nicht mehr ausgegraben.

    Was eigentlich wenn es garnicht mehr dort liegt?
    -> Da ich es nicht weiß, wäre das Gefühl der Sicherheit trotzdem noch da!

    -> Vielleicht kann ich meine Frau anweisen es heimlich auszugraben, es zu verkaufen und den Profit als angebliches überraschendes Erbe auszugeben!
    Dann schnell irgendwelche Vergessenstropfen nehmen.

    Und dann hätte ich beides :-)
    Mehr Aktien UND das schöne Gefühl der Sicherheit durch das vermeintliche Gold im Garten.

    Quasi endlich könnte ich als kleiner Mann auch mal von der Schaffung eines FIAT-Systems profitieren!

    ...das solltest du für dich auch mal prüfen, Joe ;-)

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  • Ok, jetzt sagst du "aba im Atomkrieg". Fair enough. Da habe ich auch lange drüber nachgedacht damals.
    Heute weiß ich, der kommt nicht, das ist eine irrationale Angst, ähnlich wie die der Atomkraftgegner.

    Mein gedankliches Szenario war eher ein mehr oder weniger unbeabsichtigter GAU. Der anders als im Tschernobyl der 80er unter Kriegsbedingungen vielleicht nicht so eingehegt werden kann und das Leben in Europa vermutlich nicht unmöglich aber doch reichlich unerfreulich macht.

    Als Standard Plan B ein Leben hier sind wir denke ich völlig d'accord. Nur manchmal gibt es besondere Umstände. Aber wie gesagt, ich hatte keinen wirklich überzeugenden Ansatz gefunden.

    "If it moves, tax it. If it keeps moving, regulate it. And if it stops moving, subsidize it."

    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Mein gedankliches Szenario war eher ein mehr oder weniger unbeabsichtigter GAU. Der anders als im Tschernobyl der 80er unter Kriegsbedingungen vielleicht nicht so eingehegt werden kann und das Leben in Europa vermutlich nicht unmöglich aber doch reichlich unerfreulich macht..

    Dann beschäftige dich damit!

    Diese Sorge hatte ich nämlich auch damals zu Beginn des Ukrainekriegs.
    Aber wenn du dich mit dem Atomkraftwerk da an der Front (Zaportischka oder so, vergessen) beschäftigst, siehst du:

    Selbst wenn du den Reaktor freilegst und direkt mit einer Rakete beschießt, warum sollte man das tun, aber selbst wenn, ein Tchernobyl 2 wird es nicht geben.

    Weil der Reaktor ganz anders (besser) aufgebaut ist. Er KANN nicht wie der von Tchernobyl explodieren.

    Ich kann es jetzt nicht alles hier erklären. Du kannst mit der Serie "Tchernobyl" auf Netflix starten, die ist sehr gut, danach verstehst du was damals schief lief. Dann liest du dich bissl zum Reaktortyp von Zapodingsda ein, und dann wird es sehr schnell klar.

    Die Medien, die Journalisten, die Politiker, die haben zu 95%, ach was, zu 99% keinerlei Ahnung von so Dingen.
    Und sie sind auch zu bequem sich einzulesen. Oder sie wollen es auch garnicht wissen, weil es ihr Weltbild und ihre Angstkeule erschüttert.
    Jedenfalls, praktisch ALLES was du dazu in Medien lesen kannst ist schlicht Müll.

    -> Rationalen Ängste sollte man nachspüren, fast immer werden sie entkräftet wenn man tiefer rein geht

    -> bleiben nur die irrationalen Ängste. Das "Lebensrisiko". Dort ist der Ansatzpunkt den Glaube an die eigene Wirkmächtigkeit und Anpassungsfähigkeit im Ernstfall zu verbessern. Sowie allgemein die Angst vor dem Tod abzulegen.

    Klar, klingt nach ziemlichem Geschwafel von mir jetzt, fair enough.
    Aber glaube mir, ich habe im ersten Jahr des Ukrainekrieges ziemlich gehadert, man kann es hier nachlesen. Und davor war ja direkt Corona/Lockdowns/"die Gesellschaft" zeigte ihr düsterstes Gesicht, das war (für mich) auch ultrahart.

    Und das obige war dann eben die (glücklicherweise positive) Quintessenz von diesem Hadern.

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  • Also eigentlich, theoretisch, klar kann auch eine Atombombe explodieren. Atomwaffenmaechte gibt es zuviele und es werden mehr hinzukommen: USA, Russland, Grossbritanien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nord-Korea, Israel.

    Iran will hinzustossen, und irgendwelche Laender basteln bestimmt schon dran. Wie lange kann das aufgehalten werden?

    Und was ist mit terroranschlaegen? Schmutzige Atombomben (es geht um die Verseuchung, nicht um Gebaeudezerstoerung) koennten gebastelt werden.

    Irgendein verrueckter Junger Mann hatte radioaktives Zeugs gesammelt, hatte einen Geigerzaehler am Auto befestigt, und immer wenn der ausschlug, suchte er und fand oft was. Mit der Zeit hatte er dann den Keller voller Radioaktivem Ramsch, und dann, nicht verwunderlich bekam er Krebs und starb dran. Doch sein Zuhause war verseucht.

    Pandemien, kuenstlich genmanipulierte Viren im Geheimlabor/Keller eines Spinners (CRISP Verfahren Labor ausstattung kostet angeblich nur $3000) - bei sovielen Moeglichkeiten wird bestimmt irgendwann irgendwas passieren. Ob es die naechsten 20 Jahre passiert? Ich bin optimistisch und sage mal nein. Vollkommen ausschliessen? Da muesst ihr besser Winter fragen, dann bekommt man die beruhigenste Prognose. Fuer alles andere hilft Gold nur bedingt. Eher sollte man Geld in eine Waffe stecken. Doch Vorsicht: die meisten Menschen die erschossen werden sterben durch ihre eigene Waffe: Selbstmord ist schnell mal passiert, oder Kinder die fummeln sind auch gefaehrlich. Ein Taser oder Pfefferspray bringt einen nicht gleich um.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Boaahh, da hab ich ja mit #1.383 eine düstere Diskussion losgetreten - das war eigentlich nicht meine Absicht.

    Als Feedback zu meiner Frage und den Antworten (nochmals danke an alle!):

    Ich habe jetzt erst mal eine doppelte Portion (d.h. 4% vom Depot) als Xetra-Gold gekauft. Dazu kommen nochmal 4% über zwei Goldminen (die bereits gepostete B2Gold und eine australische Mine, die ich nach Kaufbestätigung vorstellen werde).

    Das geht dann schon mal Richtung 10% Gold-Exposure, die oft empfohlen wird.

    Der Knackpunkt in der Diskussion hier scheinen mir Katastrophenszenarien zu sein, wo man dann die Goldbarren als Notwährung ausbuddelt. Da kann Xetra-Gold natürlich nicht mithalten, weil in so einem Szenario die Auslieferung von Xetra-Gold nicht mehr funktionieren dürfte. Aber ok, da würde ich dann vermutlich meinen Garten monetarisieren und Kartoffeln anbauen ;)

    Nichtsdestotrotz bin ich durchaus ein Fan von worst-case-Szenarien, und zwar genau deshalb, weil man dann feststellen wird, dass es eigentlich gar nicht so knüppeldick kommen kann, dass man handlungsunfähig wird. Außer, natürlich, man erleidet einen Schlaganfall größeren Ausmaßes... Irgendwas ist immer...

  • Also statt Gold sollte man doch vielleicht einfach 2 Kisten Kleiner Feigling im Garten verbuddeln. Ist billiger und eignet sich im Ernstfall sicher besser als Währung.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Also statt Gold sollte man doch vielleicht einfach 2 Kisten Kleiner Feigling im Garten verbuddeln. Ist billiger und eignet sich im Ernstfall sicher besser als Währung.

    Der hat zu wenige Prozente, so das er langfristig schlecht wird.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.« Buffett

  • Jack Daniels (So hatte ich mich immer bei irgendwelchen Studentenlisten eingetragen, bzw. abwechselnd mit Jim Beam oder als Johnny Walker) - der haelt laenger? Im UK ist der beste Vodka nach Preis/Leistung "Fris"-Vodka bei Amazon zu bestellen. Der kratzt nicht im Hals und ist immer noch ziemlich guenstig. Smirnoff hingegen ist schlecht, der kratzt total, der ist eher mit Cola als Cuba-Libre zu mischen.

    Ich habe noch ein Ueberlebensbuch, kann ja sein dass es kein Internet/Strom gibt, im Ernstfall. How to survive a fall if the parachute does not open/ What to do if you encounter a grizzly bear/ How to safely get out of a swamp/ How to safely divorce your wife...

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Anekdote aus meinem Freundeskreis. Vater eines Schulfreundes hatte schon in den 80ern einiges in Gold angelegt, wir hatten einen dieser in Plastik eingeschweißten 1g oder 10g Gold "Minibarren/Plättchen" öfter zum spielen/angeben bekommen.

    Jetzt ist der vor kurzem gestorben - und keiner in der Familie weiß, wo eigentlich das ganze Gold ist. Von der Frau hatte er sich vor so 15 Jahren scheiden lasen. Bei physischem Gold also unbedingt die Nachfolge Regeln. 8o.

  • Also eigentlich, theoretisch, klar kann auch eine Atombombe explodieren.

    für mich tl:dr, man kennt es alles.

    Mei, wie antwortete ein sehr weiser Kumpel immer auf derlei?

    "...man kann auch bei ScheiXXXen vom Blitz erschlagen werde!"
    Da hat er Recht.

    Ich habe noch ein Ueberlebensbuch, kann ja sein dass es kein Internet/Strom gibt, im Ernstfall. How to survive a fall if the parachute does not open/ What to do if you encounter a grizzly bear/ How to safely get out of a swamp/ How to safely divorce your wife...

    Haha joe, du bist auf dem Weg zum "Prepper" ;-)

    Profitip von nem Arbeitskollege:
    Der hat sich ein Luftgewehr gekauft, weil er damit nach der Apokalypse Eichhörnchen schießen und essen kann, die würden sich dann aus irgendeinem Grund wied'Sau vermehren und er ist als Pelz(chen)-Händler dann doppelt fein raus oder so... lol.
    Und Bonus: Wenns Blei aus ist....kann man auch sein Gold verwenden um neue Kugeln zu prodzieren.
    Also DAS geht mit BTC nun wirklich nicht 8o

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  • Naja, ganz ernst meine ich das natuerlich nicht.

    Trotzdem, bei aller Witzelei muss gesagt werden: Es gab Hiroshima, es gab Covid, 1346-1353 gab's den schwarzen Tod (man vermutet die Pest) wo 60% der Europaer dran starben, es gab das Jahr Achtzehnhundertunderfroren, auch bekannt als "Das Jahre ohne Sommer" wo man in Paris auf der Seine Schlittschuh laufen konnte, der Winter ausgeloest durch einen Vulkanausbruch in Indonesien, da sind einige dann verreckt/verhungert, wenn auch in Europa und USA nicht so sehr (glaube ich). Und den zweiten Weltkrieg gabs auch, kurz nachdem es den ersten gegeben hatte, was wundert, dass die nicht die Schnauze voll hatten (von wegen "Nie wieder Krieg"), und wir hatten ein bisschen Glueck gehabt beim Ebola-Ausbruch in West-Afrika. Es blieb bei 28K infizierten und ca. 40% an Ebola verstorbenen. Ein paar Jahre danach kam mit Covid der grosse Pandemie Durchbruch, auch hier Glueck gehabt: es war nicht Ebola und auch nicht die Pest (die wegen Anitbiotika resistenz bereits wieder auflebte aber sich bisher nicht ausbreitete) sondern nur SARS mit geringer Sterblichkeitsquote.

    Meistens passiert ja nichts, aber 30-40 Jahre lang nichts? Vermutlich auch nicht, und selbst wenn: man kann bestimmt besonnen reagieren wenn es dann soweit ist. Covid war vergleichsweise harmlos, die Leute haben wohl zuviele Zombie Filme gesehen und waren m.E. geradezu hysterisch, besonders dann als eigentlich im Jahr 2021 absehbar war, wie harmlos es ist, erst da wurde alles moegliche eingefuehrt.

    Ich will an die Titanic erinnern: Es erwischt uns schon deshalb nicht, weil die meisten von uns deutsch sind und ein bisschen Geld haben. Wir haben ueberhaupt die Moeglichkeit der Flucht, das haben andere nicht. Als die Titanic unterging, da hatte es vor allem die Armen erwischt - unter den reicheren gab es doch deutlich mehr Ueberlebende. Somit: In den meisten Szenarien ist man in Deutschland besser dran (oder doch zumindest in Europa), es muss ja nicht gleich die Zombie-Apokalypse sein (in einer solchen waere man in Somalia oder Haiti oder Ukraine vermutlich sicherer aufgehoben als in Deutschland - falls man es bis dahin schafft).

    Und Gold? Schuetzt meistens nicht, ist speziell eher die Absicherung gegen Systemkrisen.

    Wenn man alle gefahren zusammenrechnet, sollte eigentlich staendig irgendwas passieren. Tut es komischerweise nicht.

    Der Blitz trifft einen eher nicht, doch auch hier muss man an Ranger Roy-Sullivan denken: der wurde gleich 7 mal vom Blitz getroffen.

    Zitat

    Flucht vor dem Wetter: In seinen späteren Lebensjahren war Sullivan fest davon überzeugt, dass Gewitterwolken ihn gezielt suchten und über ihm stehen blieben. Sah er während der Fahrt ein Gewitter aufziehen, hielt er an und legte sich flach auf den Autoboden.

    Und er fuehrte immer eine Giesskanne mit sich, damit er sich im Fall der Faelle damit loeschen konnte. Und tatsaechlich, er musste davon 2 mal gebrauch machen. Ich gebe Roy recht, wenn er trotz aller Paranoia und Vorsicht noch immer von blitzen heimgesucht wurde, dann glaube ich auch, dass da "irgendwas" hinter him her war. Soviel Pech kann man doch gar nicht haben.

    Einmal hatte er ein Gewitter aufziehen sehen, und sofort hat er eine Kehrtwendung gemacht mit dem Auto und ist auf und davon. Ein Auto ist ein Farraday'scher Kaefig und schuetzt einen, aber sein Fenster war einen kleinen Spalt offen - und ZACK! - hatte ihn der Blitz doch noch eingeholt.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Joe (22. Juli 2026 um 21:38)

  • -> Rationalen Ängste sollte man nachspüren, fast immer werden sie entkräftet wenn man tiefer rein geht

    -> bleiben nur die irrationalen Ängste. Das "Lebensrisiko". Dort ist der Ansatzpunkt den Glaube an die eigene Wirkmächtigkeit und Anpassungsfähigkeit im Ernstfall zu verbessern. Sowie allgemein die Angst vor dem Tod abzulegen.

    Ich würde hier vielleicht noch die Erkenntnis ergänzen, dass man letztlich ein Kind seiner Zeit und den jeweils bestehenden Umständen ist. Als Einzelner ist es denke ich rational, sowohl die Welt als auch das eigene Sein zunächst einmal relativ rigoros so anzunehmen, wie sie/es nun mal gerade ist. Um idealerweise das Beste daraus zu machen, wo dann die Anpassungsfähigkeit ins Spiel kommt.

    Wenn ich meine laienhaften Geschichtskenntnisse her nehme, fallen mir ehrlich gesagt auch kaum andere Zeiten oder Umstände auf, unter denen ich mit meinen überschaubaren Kenntnissen und Fähigkeiten auch nur annähernd so gut zurecht gekommen wäre, wie im hier und jetzt. Vermutlich wäre ich da schon lange verhungert, erschlagen, geknechtet, verletzt, schwer erkrankt oder was weiß ich...

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    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Zitat von EgonKuhn

    sowohl die Welt als auch das eigene Sein zunächst einmal relativ rigoros so anzunehmen, wie sie/es nun mal gerade ist. Um idealerweise das Beste daraus zu machen, wo dann die Anpassungsfähigkeit ins Spiel kommt.

    Idealerweise, ja. Eher weiss ich es allerdings erst hinterher.

    Wie war das? Ich bin nicht der, der ich sein will, und will nicht sein wer ich bin.

    Wenn ich mein Leben nochmal leben koennte, ich wuerde einiges anders machen. Aber ich braeuchte dafuer 'ne Menge mehr Geld!

    Naja, dieses Leben ist noch nicht zu Ende. Wenn es das mal sein wird, auf meiner Beerdigung sollte man selbstverstaendlich "Haenschen Klein" spielen, was denn sonst?!

    Vielleicht ginge noch "Always look on the bright side of life" von Monthy Python aus dem Film "Das Leben des Brian".

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Ich würde hier vielleicht noch die Erkenntnis ergänzen, dass man letztlich ein Kind seiner Zeit und den jeweils bestehenden Umständen ist. Als Einzelner ist es denke ich rational, sowohl die Welt als auch das eigene Sein zunächst einmal relativ rigoros so anzunehmen, wie sie/es nun mal gerade ist.

    Korrekt.

    Im Buddhismus heißt dieses Konzept "radical acceptance", kannste mal googeln.
    Es war dieses Konzept das mich damals von der Ukraine-(Atom)Kriegsangst befreit hat.

    Konkret gab das Video von Norbert über Thich Nhat Hanh den Ausschlag, das zeigt radical acceptance in Reinform.
    Es war eine Zeitlang auf der Startseite verlinkt, aber aktuell sehe ich es dort nicht mehr.
    Auch Eckhard Tolle sagt Einiges spannendes dazu.

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  • Im Buddhismus heißt dieses Konzept "radical acceptance", kannste mal googeln.
    Es war dieses Konzept das mich damals von der Ukraine-(Atom)Kriegsangst befreit hat.

    Interessant. So hatte es bei mir dann auch gewirkt.

    Konkret gab das Video von Norbert über Thich Nhat Hanh den Ausschlag, das zeigt radical acceptance in Reinform.

    Daran kann ich mich auch erinnern, angeschaut hatte ich es mir leider nicht.

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    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Das Gute am Alter, der allgemeine Weltuntergang verliert völlig seinen Schrecken bzw. wird durch den individuellen ersetzt ...

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Da muesst ihr besser Winter fragen, dann bekommt man die beruhigenste Prognose.

    Ich lese es erst jetzt: Moment mal, das habe ich nie behauptet. Mir sind diese Gedanken hier alle nicht fremd, sie sind per se nicht unvernünftig, sofern man sich das leisten kann (reich genug ist), allerdings bin ich weniger extrem als Du. Genau mein Thema eigentlich, ich stehe keineswegs auf der anderen Seite, ich halte mich nur für realistischer und werfe nicht Dinge durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben. Wie so oft: Für die Verschwörungstheoretiker bin ich Mainstream-Lemming, und für den Mainstream bin ich im Narrensaum.

    Im Falle des begrenzten Atomkrieges könnte Gold einem ein Ticket nach Australien sichern, wobei wahrscheinlich die Welt als ganzes dann nicht mehr bewohnbar sein würde - es ist ein schmaler Grat, wo es helfen kann. Die verschiedenen Katastrophenszenarien sind jeweils unwahrscheinlich, aber nicht (fast) unmöglich, und im Schadensfall kann die Versicherung sehr viel wert sein, jedenfalls wenn man das materielle Vermögen (vernünftigerweise) nicht als entbehrlich betrachtet. Diversifikation und derartige Szenarien einmal zu durchdenken hatte ich für sehr vernünftig, man sollte aber die Opportunitätskosten abwägen und sich nicht von einer Lust an Untergangsszenarien leiten lassen, wo man fast hoffen muß, daß die Katastrophe kommt, damit es sich auch gelohnt hat. Dafür lieber mal wieder einen apokalyptischen Film anschauen.

    Rein für die Versicherung, ohne den Diversifikationsaspekt und die langfristige Rendite, die es bei Gold m.E. durchaus geben kann, erscheint mir 10% Depotanteil jedoch viel zu viel, außer vielleicht für den Durchschnittsanleger mit Marktrendite - wenn man 100 Millionen Euro hat, sieht es wieder anders aus, dann wird dieser Aspekt wichtiger als 10 Millionen mehr Renditeanlage. Wer hingegen außer der eigenen Immobilie z.B. nur über 100.000 Euro verfügt, sollte mit solchen Gedanken nicht so viel Zeit verschwenden - welches Vermögen will man da schon sichern? Da muß alles Kapital Rendite bringen. Analog zum Spruch Kostolanys: wer viel Geld hat, kann spekulieren, wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, und wer kein Geld hat, muß spekulieren.

    Er ist also von seinem Gold "psychologisch abhängig", die Buddhisten nennen das "Anhaftung" und (in meiner Weltsicht) haben die Buddhisten rechte wenn sie sagen, man müsse sich jeder Anhaftung entledigen.

    Der Buddhismus ist genauso albern wie alle anderen Religionen. Da geht es darum, den Leuten Versagung und Verzicht zu predigen, aus welchen Gründen auch immer. Ohne diese "Anhaftung" ist man ein emotionaler Zombie, wie scheint's bei diesen GLP-1-Medikamenten, wo die Leute weder Lust auf Essen, Drogen noch sonst irgendetwas haben. Das gehört zum Leben dazu, Mann! Ohne "Anhaftung" keine Liebe, ohne Leidenschaft zwar kein Leiden, aber eben auch kein Leben!

    Sowie allgemein die Angst vor dem Tod abzulegen.

    Klar, klingt nach ziemlichem Geschwafel von mir jetzt, fair enough.

    Beim letzterem wage ich nicht zu widersprechen, beim ersteren ist meiner Meinung nach leider wieder das Gegenteil richtig. Die meisten Leute haben zu wenig Angst vor dem Tod, machen sich zu wenig Gedanken und leben zu sorglos. Wenn sie es sich bewußt machen würden, was sie aus verstehbaren Gründen nicht tun, würden sie vermutlich mehr für die eigene Gesundheit tun/ ausgeben, und würde die Menschheit als ganzes das tun, dann würde sie mehr investieren in die Anti-Aging-Forschung.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Winter (28. Juli 2026 um 00:56)