Neu im Depot: Andreae-Noris Zahn (504700)

  • Gesundheits-Aktien liegen an der Börse momentan im Krankenbett - sie leiden an akutem Schmidt-Seehofer-Syndrom. Die Symptome sind bei allen Patienten gleich: niedrige KUV-Werte, beschleunigter Abfall des KBV, galoppierender KCV-Schwund und stark überhöhte Divi-Pegel. Die Patienten gelten als stigmatisiert - trotz robuster KGV-Struktur fasst selbst das hauptamtliche Pflegepersonal die ekelerregende Branche höchstens mit der Kneifzange an.

    Die Patienten selbst stöhnen und röcheln und klagen über Muskelschwund. Einige wirken in dieser Tristesse trotzdem erstaunlich robust - ja, es werden im Sanatorium untereinander sogar Heiratspläne geschmiedet.

    Eine dieser Bräute mit fahlem Antlitz ist Andrea(e) Noris-Zahn. Der Doppelname lässt auf einen gewissen Emanzipationsgrad und gesundes Selbstbewusstsein schliessen - ihre Freunde nennen sie kurz Anzag.

    Anzag arbeitet seit Jahren im pharmazeutischen Grosshandel und hat es dort zu einer führenden Position gebracht, bei der sie selbst in der Flaute gutes Geld verdient. Privat ist sie allerdings etwas zickig: Sie hat gleich drei feste Freunde, denen sie je ein Viertel ihrer Aufmerksamkeit widmet: die Herren Sanacorp, Noweda und DZ-Bank. Das restliche Viertel widmet sie OBC und Unichem und als free float wechselnden Bekanntschaften. DZ-Bank will das nicht länger mitmachen und hat Herrn Sanacorp seinen Anteil an Anzag versprochen. Das allerdings verschnupfte den Nebenbuhler Noweda, den Anzag postwendend aus dem Aufsichtsrat schmiss. Dieses Tohuwabohu rief ausserdem das Bundesaufsichtsamt auf den Plan, das die enge Liaison zwischen Anzag und Herrn Sanacorp erst mal untersagt hat. Herr Sanacorp - ganz Kavalier der alten Schule - kämpft jetzt vor Gericht um seine Anzag.

    Das Publikum wendet sich mit Grausen, so dass dieses Theater weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Irgendwie interessiert diese tränenreiche Krankengeschichte niemanden. Selbst in einschlägigen Klatschblättern wie w:o interessieren sich nur hartgesottene Krankenschänder für den Fall. Es sind die üblichen Verdächtigen: Syrtakihans, Mandrella und pantarhei - alle einschlägig bekannt, aber selbst sie gehen der armen Anzag seit Monaten aus dem Weg.

    Dabei ist sie - wenn man den Schleier des Grauens ein wenig lüftet - gar nicht so unattraktiv:
    Sie bringt beim aktuellen Kurs von 28 ¤ an der Börse dralle 300 mio auf die Waage, davon 28 mio frei floatend. Ihr Substanzwert liegt bei 23 ¤ / Aktie, den sie sich mit einem Umsatz von 3.000 mio angefuttert hat. Letztes Jahr blieben pro Aktie 3,33 ¤ Überschuss hängen, wovon sie 1,54 ¤ an ihre Freunde weitergab.

    Die Kliniker berechnen daraus folgende Werte:
    KUV 0,10
    KBV 1,2
    KGV (2002) 8,4
    Divi 5,2%
    KCV 5 (mit EBITDA)

    Mit diesen Werten ist Anzag zur Zeit ein Top-10-Model, das sogar Lady Turbon schlägt. Aber es schaut halt keiner hin. Dabei kann die Anzag auch noch mit Geld umgehen - sie hat Null Schulden. Jaja, die armen Mauerblümchen...

    Hier ist noch die Fieberkurve von der armen Anzag - seit Monaten ist kein rechter Schwung drin, aber früher war das anders...

    Externer Inhalt www.wallstreet-online.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt chart.bigcharts.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
  • Charties aufgepasst - hier wird's spannend! Der Widerstand bei 30 ¤ wird wieder einmal in Angriff genommen, und der Aufwärtstrend seit dem letzten November ist voll intakt - mit Unterstützung derzeit nbei 28,50.

    Anzag wäre so eine typische Aktie, mit der man in den Winterschlaf gehen kann.

  • Jetzt kenne ich auch den Grund für den Kursanstieg von gestern:


    Zitat

    DZ-Bank gibt Anzag-Beteiligung ab

    Die DZ Bank hat ihren knapp 25-prozentigen Anteil an dem Pharmagroßhändler Andreas-Noris Zahn AG (Anzag) veräußert.


    HB FRANKFURT. Über den Kaufpreis und den Käufer sei Stillschweigen vereinbart worden, so die Bank. Die Marktkapitalisierung der Anzag liegt aktuell bei rund 315 Mill. ¤.

    Der Verkauf sei Teil einer Portfoliobereinigung der nicht-strategischen Beteiligungen der DZ Bank, hieß es. Das Anzag-Paket hatte die DZ Bank seit Anfang der neunziger Jahre im Bestand. Bei dem Verkauf seien die Interessen des bayerischen Arzneimittel-Händlers Sanacorp gewahrt worden, der auf das Paket eine Kaufoption hat. Sanacorp hält seit Jahren knapp 25 % an der Anzag und wollte seinen Anteil durch die Übernahme des Pakets der DZ-Bank aufstocken. Allerdings hatte das Kartellamt 2001 ein Zusammengehen von Anzag und Sanacorp untersagt, weil das fusionierte Unternehmen dadurch in einigen Regionen marktbeherrschend werde.

    Bei w:o heisst es, dass die Anteile der DZ-Bank an die Wettbewerber Phoenix und Celesio (Gehe) abgegeben wurden. Sanacorp ist ja bereits an Anzag beteiligt. So ein "joint venture" wird dem Kartellamt auch nicht schmecken.

  • Gehört eigentlich in den Sanacorp-thread, aber dennoch:

    Sanacorp will sich offenbar nicht mit dem Verkauf des Anzag-Aktienpakets durch die DZ-Bank abfinden - es besteht ein Vorkaufsrecht. Die Sache bleibt spannend...


    http://www.deutscher-apotheker-verlag.de/daz_neu/public…s20030926b.html

    Zitat

    Großhändler: Sanacorp will Anzag-Anteile
    Der Markt der pharmazeutischen Großhandlungen ist in Bewegung. Nach dem Verkauf des Anteils der DZ Bank am Kapital an der Andreae-Noris Zahn AG (Anzag) verweist die Sanacorp AG auf ihr nach wie vor bestehendes Interesse, diese 25 Prozent Anzag-Anteile zu erwerben. Ungeachtet des jetzt erfolgten Verkaufs bleibe der Vertrag zwischen Sanacorp und DZ Bank bestehen, sagte ein Sprecher der in München ansässigen pharmazeutischen Großhandlung der Apotheker Zeitung.

    Der Verkauf sei unter Wahrung der Interessen der Sanacorp erfolgt, welche eine Kaufoption auf das Paket habe, teilte die DZ Bank im hessischen Frankfurt mit. Sie bestätigte den am 23. September erfolgten Verkauf ihrer Anteile, nannte jedoch weder Kaufpreis noch Vertragsparteien. Aus Großhandelskreisen wurde unterdessen bestätigt, dass die Großhandlungen Celesio und Phoenix zu jeweils 12,5 Prozent bei diesem Paket einschlugen. Die Bank gab auf Nachfrage keine weiteren Erklärung ab, außer der, dass man sich im Zuge der Portfoliobereinigung der nicht-strategischen Beteiligungen von dem Anzag-Anteil getrennt habe, den die Bank seit Anfang der 90er Jahre in ihrem Bestand hatte. Sanacorp will die genannten Anzag-Anteile nach eigenen Angaben auf jeden Fall kaufen, sobald das entsprechende Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) im laufenden Fusionskontrollverfahren vorliegt. Bekanntlich gibt es kartellrechtliche Bedenken beim Kauf der Anzag-Anteile (Anzag ist in Deutschland die Nummer 3) durch die Sanacorp, die viertgrößte Großhandlung im Markt. Eine Entscheidung durch den BGH wird nicht vor Frühjahr 2004 erwartet.

  • Celesio (ehemals Gehe) meldet heute überraschend gute Zahlen und die FAZ sieht Kurspotenzial für die Aktie:
    http://www.faz.net/s/Rub2C201996B…n~Scontent.html

    Da besteht wohl berechtigte Hoffnung, dass auch die Ergebnisse von meinen beiden Depotwerten Anzag und Sanacorp nicht so schlecht sein werden, wie die Diskussion um die Gesundheitsreform viele befürchten liess. Ich sag's nochmal: sämtliche Pharma-Grosshändler haben m.E. gewaltigen Nachholbedarf bei der Kursentwicklung. Sanacorp und Anzag sind auf Rang 7 bzw. 29 in meiner Datenbank! Celesio belegt Rang 95.

    Gruss, witchdream

  • Informations-Splitter aus dem Spiegel zur Auswirkung der G-Reform auf Apotheken und Grosshandel:

    Besonders argwöhnisch beobachten die Apotheker jetzt ihre eigenen Großhändler: Firmen wie Gehe, Anzag und Phoenix scharen, teils über Verbände, niedergelassene Pharmazeuten um sich. Gern mit einem einheitlichen Logo - so baut man eine Marke auf.

    "Das ist die Vorstufe zur Kette", sagt Unternehmensberater Brodtkorb, und für ihn ist das durchaus kein Schreckgespenst: Ketten könnten sich gegenüber der Pharmaindustrie besser durchsetzen.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,283592,00.html

    Falls diese Spekulation Realität wird, dann dürfte beim Pharma-Grosshandel eine Goldgräberstimmung aufkommen.

    Was die aufkommenden Internetapotheken betrifft: auch dort rechne ich damit, dass sich die etablierten Grosshändler an die Spitze der Bewegung setzen werden.

    Beides ist keine kurzfristige Spekulation, aber die Kurse von Anzag und Sanacorp kommen in Bewegung. Vor allem Sanacorp wurde immer der Mangel an internationalen Expansionsmöglichkeiten vorgeworfen - ich sehe da momentan mehr Chancen, als eine Firma wahrnehmen kann.

  • Ich hab mir heute die Anzag wieder ins Depot genommen. Die Aktie schläft einen Dornröschen-Schlaf und schafft es in der Datenbank trotz mittelmäßiger RS auf Rang 34 (Rang 22 ohne RS). Sanacorp betreibt ja bekanntermaßen eine Übernahme von Anzag, was bisher am Kartellamt gescheitert ist. Die Entscheidung wird geprüft, vermutlich bis Ende des Jahres. Komischerweise profitiert derzeit nur Sanacorp von der Fusionsphantasie, dabei ist die Anzag das "Objekt der Begierde". Wie auch immer die Fusions-Entscheidung ausfallen wird: Wenn Sanacorp nicht zum Zug kommt, dann dürfte es subito Spekulationen über andere Heiratsanwärter geben.

    Anzag steht derweil gut da (siehe HJ-Bericht unten - nicht ganz taufrisch), und die Divi-Rendite von derzeit 4,2% läßt Oma's Sparbuch blass aussehen. Umsatz von Anzag in 2004 übrigens 3,4 Milliarden Euro, also wirklich kein nobody.

    Gruß, witchdream


    Andreae-Noris Zahn AG, Frankfurt (M) Seite 1 von 3
    PRESSEMITTEILUNG
    ANZAG Halbjahresbericht 2004/2005: Verbesserte
    Ertragskraft trotz Marktrückgang
    Frankfurt, den 24. Mai 2005 (ANZAG) In einem Markt,
    der weiterhin von scharfem Wettbewerb geprägt ist,
    hat die ANZAG ihre Ertragskraft weiter verbessert.
    Während der Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr
    2004/2005 um 2,1 % auf 1,67 Mrd. Euro zurückging,
    konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
    um 28,1 % auf 22,9 Mio. Euro gesteigert werden. Das
    Wachstum im deutschen Arzneimittelmarkt hat sich weiter
    verlangsamt, dabei verlief die Marktentwicklung äußerst
    unregelmäßig. In der zweiten Jahreshälfte 2004 kam das
    Marktwachstum fast völlig zum Stillstand.
    Die Neuregelung der Vergütungsstrukturen durch das
    GKV-Modernisierungsgesetz seit dem 1. Januar 2004 hat
    die durchschnittliche Spanne des Pharmagroßhandels um
    mehr als die Hälfte reduziert. Außerdem werden seitdem
    im rezeptpflichtigen Bereich zunehmend Großpackungen
    verschrieben dieser Trend wirkt sich direkt auf den
    Umsatz und ebenfalls auf die Spanne des
    pharmazeutischen Großhandels aus. Im Dezember 2004
    erreichte die Handelsspanne mit rezeptpflichtigen
    Arzneimitteln mit 6,16 % den bisher niedrigsten Wert.
    Investitionen in die Zukunft
    Leistungen für den Apotheker werden in diesem
    Wettbewerbsumfeld zum entscheidenden Faktor. Die
    konsequente Optimierung der vorhandenen Strukturen
    und der Schritt in neue Märkte sind nur ein Teil dieses
    Prozesses: So betrug das Investitionsvolumen in den
    ersten sechs Monaten (September bis Februar) des
    laufenden Geschäftsjahres bereits 24,3 Mio. Euro, beinahe
    so viel wie im gesamten Geschäftsjahr 2003/04.
    Investitionsschwerpunkt ist wie im Vorjahr die neue
    Niederlassung Rostock. Sie wird den Standort Güstrow
    ersetzen. Die Inbetriebnahme erfolgt im Juni dieses
    Jahres.
    Andreae-Noris Zahn AG, Frankfurt (M) Seite 2 von 3
    PRESSEMITTEILUNG
    Mit der Beteiligung an dem kroatischen
    Pharmagroßhändler Oktal Pharma engagiert sich die
    ANZAG erstmals auch außerhalb Deutschlands. Oktal
    Pharma ist der drittgrößte Pharmagroßhändler des
    Landes und erwirtschaftete im Jahr 2003 einen Umsatz
    von 110 Mio. Euro. Die Zusammenarbeit ist als
    strategische Partnerschaft angelegt.
    Die Mitarbeiterzahl liegt nahezu unverändert bei
    umgerechnet 2.228 Vollzeitkräften. Engagement und
    Kompetenz der Mitarbeiter sind Schlüssel für den Erfolg
    am Markt und das hohe Ansehen der ANZAG in der
    Apothekerschaft. Deshalb gehört die ANZAG zu den
    Unternehmen, die ihre Aus- und Fortbildungsaktivitäten seit
    Jahren gezielt ausbauen. Dr. Thomas Trümper,
    Vorstandsvorsitzender der ANZAG: Wir sind überzeugt,
    dass langfristig angelegte Nachwuchsförderung die beste
    Investition in die Zukunft ist. Die Zahl der Auszubildenden
    bei der ANZAG liegt im aktuellen Geschäftsjahr bei 129.
    Erfolg mit vivesco mit vivesco zum Erfolg
    Mit vivesco dem Zukunftskonzept für die selbständige
    Apotheke antwortet die ANZAG auf die veränderten
    Rahmenbedingungen im Arzneimittelmarkt. Ein Jahr nach
    dem Start sind bereits mehr als 1.000 Apotheken in
    dieses Netwerk eingebunden. ANZAG und vivesco eint
    dasselbe Ziel, so Trümper, nämlich den selbständigen
    Apotheker stärken zu wollen.
    Ausblick
    In einem fast stagnierenden Markt ist der Wettbewerb im
    Pharmagroßhandel seit Mitte 2004 unverändert scharf.
    Die ANZAG strebt für das laufende Geschäftsjahr eine
    marktkonforme Umsatzentwicklung und ein operatives
    Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahres an.
    Der vollständige Zwischenbericht der ANZAG zum
    28. Februar 2005 kann unter https://www.antizyklisch-investieren.com/www.anzag.de eingesehen
    werden.
    Andreae-Noris Zahn AG, Frankfurt (M) Seite 3 von 3
    PRESSEMITTEILUNG
    ------------------------------------------------------------------------------
    Über die ANZAG
    Mit im Geschäftsjahr 2003/04 (AG) umgerechnet 2.206
    Vollzeitmitarbeitern und einem Umsatz von 3,33 Mrd.
    Euro gehört die Andreae-Noris Zahn AG zu den
    führenden Pharmagroßhändlern in Deutschland. Die
    ANZAG verfügt mit 23 Niederlassungen über das
    dichteste Auslieferungsnetz im Pharmagroßhandel. Seit
    Anfang 2004 unterstützt die ANZAG die selbstständigen
    Apotheken mit dem Zukunftskonzept vivesco bei der
    Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unter sich
    verändernden Marktbedingungen.
    Kontakt
    Andreae-Noris Zahn AG
    Karin Laberenz
    Solmsstraße 25
    60486 Frankfurt am Main
    Tel. (069) 7 92 03-237
    Fax (069) 7 92 03-342
    mobil 0171 551 3260
    E-Mail: karin.laberenz@anzag.de
    https://www.antizyklisch-investieren.com/www.anzag.de

  • Anzag schwächelt heute etwas, drum hab ich nach Neuigjeiten gegoogelt. Dabei bin ich über folgenden Artikel gestolpert, der das Thema "Apothekenketten" betrifft, also Schreckgespenster wie DocMorris oder Boots.

    Interessant dabei: Während alle noch vor der Invasion der ausländischen Apothekenketten zittern, hat die Anzag über die Tochterfirma Vivesco bereits einen eigenen Apothekenverbund mit 1.250 Apotheken aufgebaut.

    http://www.ftd.de/unternehmen/ge…aft/149321.html

    Wirklich erstaunlich, wie die Arzneimittel-Großhändler nicht nur eine gesetzliche Reglementierung nach der anderen wegstecken, sondern sich auch an Marktveränderungen anpassen.

    Die ganze Branche gilt aber offenbar als Auslaufmodell, was nach wie vor zu günstigen Bewertungen sorgt. Sanacorp hat Rang 7 in der Datenbank, Anzag Rang 49.

  • trotz nach wie vor vorhandener Übernahmephantasie geht es ganz schön abwärts, v.a. bei ANZAG:

    Externer Inhalt aktien.wallstreet-online.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Von der Bewertung her mittlerweile mehr als billig.

    Man bezahlt derzeit (inkl. des HJ Ergebnis) nur den Buchwert, KUV bei 0,10 und das KGV dürfte dieses jahr aufgrund des Steuer-Sonderefffektes unter 10 rutschen, dividende gibt es gut 4,7%.

    Der Haken sind momentan natürlich die Unsicherheiten im Gesundheitswesen, antizyklisch wäre es aber wohl schon....

    MMI

  • direkte Auswirkungen auf ANZAG hat das eigentlich nicht.

    Sanacorp hats ähnlich "erwischt"

    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    und auch Celesio ist auf dem Weg nach unten

    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    2 Mal editiert, zuletzt von memyselfandi007 (13. August 2007 um 16:46)

  • Kollegen,
    wenn ich hier die letzten Jahre was gelernt habe, dann, dass das, was ihr hier beschreibt, gerade NICHT antizyklisch ist.
    Das ist vielleicht kamikaze oder so.

    Aber das wisst ihr doch selbst, oder?

    Klare Verkaufssignale entwickeln sich bei den drei gerade bzw. haben sich entwickelt.

    "SpontanVERkäufe ohne gründliche Analyse sind die Hauptursache teurer Fehlentscheidungen" (HF, 15.3.2007, modif.)

  • so in die Richtung meine ich das:

    "Was nützt mir die billigste Aktie, wenn sich niemand dafür interesiert?"

    Das ging bei mir schon öfter schief und ich lasse es inzwischen möglichst.

    PS: Mit Interesse verfolge ich den Südzuckerkauf von MMI! Sah erst ziemlich gut aus. Aber inzwischen (?)

    "SpontanVERkäufe ohne gründliche Analyse sind die Hauptursache teurer Fehlentscheidungen" (HF, 15.3.2007, modif.)

  • der perfekte Antizykliker kauft natürlich immer nur ganz kurz bevor sich alle anderen plötzlich anfangen für eine Aktie zu interessieren.

    Tatsache ist allerdings, das sich in der letzten Zeit auch hier im Forum mit "auf den (Value-)Zug aufspringen" auch viel Geld und dazu noch schneller verdienen liess.

    MMI

  • zurück zu ANZAG:

    Sanacorp meldet deutlich höheren Umsatz, aber auch deutlich niedrigere Gewinne. Da wird ANZAG wohl nachziehen....

    Zwischenbericht des Sanacorp Pharmahandel AG Teilkonzerns (...)
    2007-08-14 02:49 (New York)


    Zwischenbericht des Sanacorp Pharmahandel AG Teilkonzerns fuer den Zeitraum 01.
    Januar bis 30. Juni 2007

    Gesetzlicher Eingriff und Konditionenwettbewerb belasten
    Ertragssituation ? Anstieg der Umsatzerloese auf T? 1.308.863 ?
    Ergebnis vor Steuern T? 10.804 ? Ergebnis je Aktie 1,00 ? -
    Geschaeftsentwicklung der neuen Niederlassung uebertrifft Erwartungen ?
    Fortsetzung des Umsatzwachstums erwartet


    --------------------------------------------------------------------------------
    ots.CorporateNews uebermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
    europaweiten Verbreitung. Fuer den Inhalt der Mitteilung ist das Unternehmen
    verantwortlich.
    --------------------------------------------------------------------------------


    Pharma/Unternehmen

    Planegg (euro adhoc) - Bereits mit der Einfuehrung des Gesetzes zur
    Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung
    (AVWG) zum 01. Mai 2006 hat der Gesetzgeber Voraussetzungen
    geschaffen, die es der deutschen Pharmagrosshandelsbranche kaum noch
    erlauben, den Apotheken weiter Rabatte zu gewaehren. Dennoch setzte
    bereits gegen Ende des Geschaeftsjahres 2006 ein verschaerfter
    Konditionenwettbewerb zur Umverteilung von Marktanteilen ein. Dieser
    Trend setzte sich auch in den ersten drei Monaten des Geschaeftsjahres
    fort und verschaerfte sich noch im zweiten Quartal 2007.

    So konnte die Sanacorp Pharmahandel AG zwar im ersten Halbjahr 2007
    einen Anstieg der Umsatzerloese von TEUR 1.270.243 auf TEUR 1.308.863
    verzeichnen. Das aus Sicht des Unternehmens ungesunde Niveau der
    Konditionen der Branche und die gesetzlich bedingte Verschlechterung
    der Einkaufkonditionen im Vergleich zu den ersten vier Monaten des
    Vorjahres fuehrten jedoch zu einem Rueckgang der Rohertragsmarge. Der
    erreichte merkliche Umsatzzuwachs konnte den Effekt aus der
    verschlechterten Rohertragsmarge nicht vollstaendig kompensieren.
    Somit ging das im Halbjahr erzielte Ergebnis der gewoehnlichen
    Geschaeftstaetigkeit von TEUR 17.110 auf TEUR 10.804 zurueck. Der
    Periodenueberschuss im ersten Halbjahr 2007 belief sich auf TEUR 8.167
    nach TEUR 11.821 im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie
    von EUR 1,00 nach EUR 1,45 im ersten Halbjahr des Vorjahres.

    Die Geschaeftsentwicklung des am 02. April 2007 in Gelsenkirchen neu
    eroeffneten Service- und Logistikzentrums uebertrifft bislang die
    Erwartungen. Aus der Niederlassung werden Apotheken in
    Nordrhein-Westfalen bis zu viermal taeglich mit Arzneimitteln und
    Health-Care-Produkten beliefert. Aufgrund der starken Nachfrage
    entwickelte sich auch die Mitarbeiterzahl erfreulich. Seit
    Inbetriebnahme wurden dort bereits mehr Arbeitsplaetze geschaffen als
    urspruenglich vorgesehen.

    Der Vorstand ist zuversichtlich, dass sich das im ersten Halbjahr
    2007 zu verzeichnende Umsatzwachstum auch in der zweiten Jahreshaelfte
    fortsetzen wird. Auf Jahressicht rechnet das Unternehmen mindestens
    mit einem Umsatzzuwachs auf Marktniveau. Angesichts des drastisch
    verschaerften Konditionenwettbewerbs und der gesetzlichen Eingriffe
    geht der Vorstand derzeit davon aus, dass das Ergebnis des
    Geschaeftsjahres 2006 im Geschaeftsjahr 2007 unterschritten wird.

    Der vollstaendige Zwischenbericht kann unter https://www.antizyklisch-investieren.com/www.sanacorp.de abgerufen
    werden oder unter der Rufnummer 089/85 81 - 239 bzw. der Faxnummer
    089/85 81 - 445 angefordert werden.


    Ende der Mitteilung euro adhoc 14.08.2007 08:40:46
    --------------------------------------------------------------------------------

  • seit dem Tief wieder netter Rebound bei ANZAG:

    Externer Inhalt aktien.wallstreet-online.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
  • Jahresabschluss bei ANZAG (GJ geht bis 30.09.)

    http://web.anzag.de/de/presse/deta…643d/index.html

    Aufgrund des erwarteten Steuereffekts 3,52 EUR Gewinn pro Aktie. Operativer Gewinn relativ unverändert, Divdende konstant.

    Im Vergleich zu Sanacorp eigentlich sehr positive Entwicklung, Sanacorp hatte ja niedrigere Gewinne gemeldet.

    KBV von annähernd 1, KUV von 0,11 und KGV von unter 10 (im nächsten jahr natürlich höher) und 4% Dividendenrendite. Optisch wohl einer der billigsten Titel, dazu die Übernahmephantasie.

    Kann man halten.

    MMI

  • War heute auch ein großer Artikel im Handelsblatt, dass den Pharmahändlern die Margen wegschmelzen

    Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klarman