• Ich weiß nicht wie das in den USA ist, aber hier fallen die Löhne real erstmal.

    Was man so an Tarifabschlüssen hört, über 3-4% ist da kaum drin momentan.

    Man kann es aber privat immerhin managen.

    Sparquote & Arbeitszeit runter. Sowenig es geht in irgendwelche Systeme hier einzahlen.

    Realwerte kaufen.

    Oder Geld im Ausland investieren (Import von Assets).

    Oder gggg.

    Je mehr mal Gläubiger ist, desto höher halt das Risiko angeschmiert zu werden.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Wenn wir in den Defizit-Modus wechseln wollten, dann müssten wir ja jetzt schon Forderungen an das Ausland haben.

    Haben wir gegen den USD-Raum, aber die werden sich durch Abwerten entziehen.

    Und die TARGET-Forderungen gegen Griechenland oder Portugal sind eher nicht so werthaltig.

    Langfristig einen Außenhandels-Überschuss erzielen können wir nur, wenn wir permanent Währungsreserven anhäufen. Tun wir es nicht, gleicht sich die Handelsbilanz automatisch aus.

    Das können wir derzeit am Rubel beobachten. Die Russen haben folgende Alternativen.

    1) Sie verkaufen alle EUR. Dann steigt der RUB solange, bis ihre Importe an Konsumgütern so gestiegen sind und ihre inländische Rostoffproduktion in EUR so teuer geworden ist, dass ihr Handelsbilanz-Überschuss verschwindet.

    2) Sie fangen irgendwann wieder an, EUR oder USD anzuhäufen,

    3) Sie kaufen für ihren Handelsbilanz-Überschuss Gold.

    Balkenchart

  • Gold ist noch schlimmer als FX. Da bewegt sich der Preis erst, wenn sich hinter den Kulissen alle einig sind.

    Ende der 1990er wurden nur zu dem Zweck etwa 14000 Tonnen vorwärtsverkauft ode verleast, und die Finanzierung einer ganzen Branche umstrukturiert (nach Vorbild Barrick).

    Ich habe (leider) keine Insider-Kontakte. Daher kann ich keinen Tip geben, ob es eher wie 2003-2011 gehen wird, mit einem schön gleichmäßigen Anstieg, oder ob es irgendeinen Unfall gibt und dann hochspringen würde.

    Muss jeder für sich entscheiden, wie gut diese Idee als "Makro"-Argument ist und wie man es umsetzt.

    Über die vergangenen 20 Jahre sehe ich in EUR einen Anstieg von 341 auf 1769 EUR/oz. Das sind 8.5% p.a.. Dafür, dass das Zeug nur rumliegt und Staub zieht, gar nicht schlecht jedenfalls.

  • Wo würde man denn in so einem Szenario den Preis von Gold sehen, wenn z.B. auch die Saudis auf Gold umstellen?

    Die letzten 20 Jahre stellen auch nahezu den optimalen Einstiegszeitpunkt dar. Die 20 Jahre zuvor ging es stetig bergab, das darf man auch nicht vergessen. Und 8,5% p.a. relativiert sich angesichts dieser Volatilität bei fehlenden Cashflows. Dabei ist entgegen der üblichen Volatilitätsmessung ein Verlust von 60% schlimmer, der sich über 20 Jahre hinzieht als einer, der in einem Jahr vollzogen und aufgeholt wird.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Nach 1972 mußte sich vielleicht erstmal wieder ein Marktpreis bilden, so daß man den starken Anstieg in den ersten Jahren danach vielleicht nicht mitrechnen sollte? Also bis 1980 dann Goldhausse, dann um 20 Jahre Baisse (in USD 21), jetzt wieder 22 Jahre Hausse (in USD 21). Prinzipiell eine interessante Portfoliobeimischung, aber aktuell leider kein richtig antizyklischer Einstiegspunkt ... wobei in USD gerechnet liegt Gold schon seit elf Jahren nahezu +/-0, in Euro jedoch nicht.

    Wenn Gold um über 8% p.a. nominal steigt, also etwa gleich wie andere Vermögenswerte wie der Aktienmarkt, dann ist das Potential für eine neue Rolle im Weltfinanzsystem vielleicht auch schon weitgehend eingepreist?

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
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  • Hab mich dann statt für EUR/CHF Put doch für EUR/USD Put entschieden.

    War die richtige Entscheidung, es geht mit erschreckender Geschwindigkeit Richtung Parität.

    Der Markt hat nun auch kapiert wer die Kosten dieses Krieges trägt, und wer gewinnt.

    Fürchte der EUR könnte in Folge richtig übel abrauschen. Das befeuert wiederum die Inflation.

    Das erhöht dann den Druck die Zinsen anzuheben. Das bringt dann die Südländer weiter in Schieflage.

    Und das lässt den EUR dann weiter abrauschen.

    Dazu noch die Aussicht solche ökonomischen Hochleistungszentren wie Ukraine, Serbien, Bosnien, Moldawien in die EU zu bekommen.

    Nicht gut.

    Ich halte leider für möglich dass der EURO in zehn Jahren weg ist.

    Der Weg dahin würde aber sehr sehr schmerzhaft sein.

    Vielleicht dennoch besser - alle Mechanismen die man zu seiner Stabilität eingebaut hat versagen und werden ausgesetzt, das Experiment sieht zunehmend gescheitert aus.

    Wie seht ihr das?

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  • Wie seht ihr das?

    Ich persönlich im Moment sehr pessimistisch (Kursentwicklung gut für US Aktien im PF, ein Trost), habe insofern keine ungetrübte Sicht auf die Dinge.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ein Währungsverfall um 20% einen Energiepreisanstieg um 400% außenhandelsmäßig kompensieren kann ... vor allem wenn nicht genug Energie zu kaufen ist und dieselbe ausschließlich aus dem Dollarraum bezogen werden soll, aber was weiß ich schon.


    Die Fibo Schwellen zwischen Tief 2000 und Hoch 2008 liegen übrigens bei

    100% - 1,5973

    78,6% - 1,4327

    61,8% - 1,3034

    50% - 1,2126

    38,2% - 1,1217

    23,6% - 1,0095

    14,6% - 0,9401

    0% - 0,8278

    Tiefs sind dazu da, um unterschritten zu werden ... ;-)

    PS: Vielleicht ist das ja Scholzens Masterplan, die Deutschen mit Lastenfahrrad (ohne Akku) und Hacke zurück auf die Steckrübenäcker zu schicken und sich dadurch der ganzen Kostgänger wie von selbst zu entledigen ...

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Langfristig habt Ihr natürlich recht. Ich wäre jetzt nur gerade vorsichtig und erwarte zunächst einmal einen Rebound auf vielleicht 1,07? Ab da, geht es dann in gewohnter ABC Weise wieder abwärts auf die von Lando genannten Abwärtsziele.

  • Hallöchen,

    volle Zustimmung. Der Euro ist vor allem dazu da, Bleigewichte an ein starkes Deutschland zu hängen und um uns zu schwächen un die Duetschen Bürger zu verarmen.

    Je schneller wir da rausgehen desto besser für uns. Ein starkes Land braucht eine starke Währung.

    Euer Gisbert

    Die Welt wird erst richtig schön durch Kommentare von Gisbert Föhn.

    :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

  • balkenchart meinte ja vor ein paar Jahren, dass das brit. Pfund nicht durchhält und die Briten auch in den Euro gehen ;-) Geldpolitisch mag er richtig gelegen haben und vielleicht auch noch liegen. Politisch wird das aber nicht passieren.

    Umgekehrt beim Euro: woodpecker mag geldpolitisch Recht haben, dass der Euro zerfällt. Politisch ist das nicht erwünscht. Auch nicht von Deutschland. Und schon gar nicht von Baerbock. Mal sehen, ob die Marktmacht groß genug wird, einen Zerfall in die Einzelwährungen doch zu erzwingen.

    Als jemand der inzwischen mehr und mehr in Europa rumreist, schätze ich es sehr, wenn ich kein Geld wechseln muss.

  • Ich schätze den EUR persönlich aus bequemlichkeit auch.


    Und klar ist der gewollt.

    Nur steigen die Kosten immer höher um den zusammen zu halten.


    Und zwar Kosten auf beiden Seiten:

    DE muss dauernd zuschießen bzw könnte sich mehr leisten sonst.

    Und der Süden hat auch hohe Kosten, weil er nicht wie früher abwerten kann, und so dauernd an Wettbewerbsfähigkeit verliert, viele Qualifizierte nach DE abwandern etc.


    Denke auf Dauer setzten sich die wirtschaftlichen Kräfte durch. Zumal man ja alle Korrekturen die der Markt versucht immer verhindert.


    Aber klar, ne Glaskugel hab ich nicht, ist eher so ein Gefühl.

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  • Und der Süden hat auch hohe Kosten, weil er nicht wie früher abwerten kann, und so dauernd an Wettbewerbsfähigkeit verliert, viele Qualifizierte nach DE abwandern etc.

    ist das in USA fly over states und east/west coast anders?

  • Der EUR war zum Einführungszeitpunkt schon mal schwächer gewesen (s.u.). Manchmal halten Währungen länger als gedacht. Ich halte es eher mit Bernard Baruch: "Hört nicht auf die Crash-Propheten! Denn "die Bären machen Schlagzeilen, aber die Bullen machen Geld"."

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    Ich denke, dass sich der USD in einer Trendpghase 5 befindet, die möglicherweise noch -langfristig- bis 0,90 reichen wird (III./IV. Q 2022). Dazwischen wird es immer wieder Trading-Opportunitäten geben. Ob ma die man nun mitmachen muss, sei dahingestellt.

  • Beim EUR/USD ist offenbar erst noch mal ein Up-Bounce fällig an der Parität.

    Put verkauft. Gewinn ca 95% in fünf Tagen.

    Auf Wiedervorlage je nachdem wie die Gas-Story weitergeht.

    Verbleibende Puts aktuell im Depot:
    Nasdaq, Tesla, Nvidia.

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