Wir sehen das nur alle falsch ...
Hallöchen,
fairerweise muss man sagen dass der Euro z.B. gegenüber dem NOK, SEK und Pfund entweder stabil war oder sogar aufgewertet hat seit Beginn des Konflikts.
Euer Gisbert
Wir sehen das nur alle falsch ...
Hallöchen,
fairerweise muss man sagen dass der Euro z.B. gegenüber dem NOK, SEK und Pfund entweder stabil war oder sogar aufgewertet hat seit Beginn des Konflikts.
Euer Gisbert
Auf Jahressicht sind die schwedische Krone und der japanische Yen deutlich schwächer als der Euro, das britische Pfund und die norwegische Krone ungefähr gleich stark und der Schweizer Franken sowie der kanadische Dollar stärker.
Hier ist ein chart, der die Entwicklung verschiedener Währungen zeigt
Wie seht ihr das?
Ob der Euro erhalten bleibt oder nicht, dürfte letztendlich eine politische Entscheidung sein. Und ich kann nicht mit einiger Sicherheit urteilen, was diesbezüglich (für Deutschland) besser wäre. Alleine die Kosten, die mit der Auflösung der Währungsunion verbunden sind, dürften auch nicht unerheblich sein?
Devisenhandel ist die Königsdisziplin. Ich wüßte nicht, wie man Wechselkurse kurzfristig prognostizieren sollte - jedenfalls nicht so, daß nach Abzug der Optionsprämie noch etwas übrigbleibt (der tendenzielle Verfall von Weichwährungen dürfte ja bereits eingepreist sein). Langfristig kenne ich nur die Orientierung an der Kaufkraftparität, und nach der ist der US-Dollar laut Daniel Stelter 20% überbewertet, nach dieser Quelle sogar gut 40%: https://fx.sauder.ubc.ca//PPP.html
Nur der CHF ist noch teurer, aber der war irgendwie "schon immer" überbewertet, ohne daß sich das korrigierte, und jetzt halt noch mehr. Aber das ist bei Aktien ja auch so - es funktioniert nur im Mittel.
Siehe zu diesem Thema diesen Thread: Bewertung von Währungen, Kaufkraftparität
95% Gewinn in 5 Tagen? Was muß man da für Optionsscheine kaufen? Unmittelbar vor dem Verfallsdatum stehende, die dann ein äußerst hohes Aufgeld haben? Mir fehlt das Gefühl dafür. Du scheinst irgendwie ein Händchen für solche Zocks zu haben, oder einfach nur Glück.
Du scheinst irgendwie ein Händchen für solche Zocks zu haben, oder einfach nur Glück.
Glück trifft es besser.
Oft genug auch schon ordentlich versenkt.
Ob der Euro erhalten bleibt oder nicht, dürfte letztendlich eine politische Entscheidung sein. Und ich kann nicht mit einiger Sicherheit urteilen, was diesbezüglich (für Deutschland) besser wäre. Alleine die Kosten, die mit der Auflösung der Währungsunion verbunden sind, dürften auch nicht unerheblich sein?
Devisenhandel ist die Königsdisziplin. Ich wüßte nicht, wie man Wechselkurse kurzfristig prognostizieren sollte - jedenfalls nicht so, daß nach Abzug der Optionsprämie noch etwas übrigbleibt (der tendenzielle Verfall von Weichwährungen dürfte ja bereits eingepreist sein). Langfristig kenne ich nur die Orientierung an der Kaufkraftparität, und nach der ist der US-Dollar laut Daniel Stelter 20% überbewertet, nach dieser Quelle sogar gut 40%: https://fx.sauder.ubc.ca//PPP.html
Nur der CHF ist noch teurer, aber der war irgendwie "schon immer" überbewertet, ohne daß sich das korrigierte, und jetzt halt noch mehr. Aber das ist bei Aktien ja auch so - es funktioniert nur im Mittel.
Siehe zu diesem Thema diesen Thread: Bewertung von Währungen, Kaufkraftparität
95% Gewinn in 5 Tagen? Was muß man da für Optionsscheine kaufen? Unmittelbar vor dem Verfallsdatum stehende, die dann ein äußerst hohes Aufgeld haben? Mir fehlt das Gefühl dafür. Du scheinst irgendwie ein Händchen für solche Zocks zu haben, oder einfach nur Glück.
Warum gerät das immer wieder in Vergessenheit?:
»Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll!«
Ludwig van Mises
Ein Kommentar in The Market sieht die Blockade der russischen Dollar-Reserven als Anfang vom Ende der Dollar-Dominanz:
https://12ft.io/proxy?ref=&q=h…g-haben-ld.7205
ZitatDas Signal ist, dass jedes Land, das einen großen Teil seiner Reserven in Dollar oder Euro hält, potenziell Gefahr läuft, dass diese im Falle eines Konflikts beschlagnahmt werden.
Eine gute Voraussicht erfordert die Fähigkeit, die Dinge aus einem nicht-westlichen Blickwinkel zu betrachten.
EUR/USD schmiert heute weiter ab.
Hab meinen EUR Put verkauft, 50% Gewinn in 8(?) Wochen.
Naukauf geplant falls wieder Parität getestet wird.
Bleiben an Puts:
Nvidia (knapp im Plus).
Tesla (wie immer bei allem was ich mit Tesla mache tief im Minus)
Nasdaq (auch leicht im Minus)
Woa wie es den Euro zerlegt!
Hardcore.
Dass Europa der große Verlierer wird in diesem Konflikt war klar, aber dass es so schnell geht?!
Würde mich nicht wunder wenn das Tief aus 2002 getestet wird innert des nächsten Jahres.
USA Familyurlaub wird wohl auf absehbare Zeit nix ![]()
Was wir aktuell sehen, ist keine Euro-Schwäche, sondern eine Dollar-Stärke. Gold (und viele andere Währungen) zerlegt es nämlich in USD ähnlich stark wie den Euro.
Oder anders ausgedrückt: in den letzten sechs Monaten hat der EUR gegenüber dem USD etwa 12% verloren. Der Goldpreis in USD ist um ca. 16% gefallen.
Für Anleger im Euroraum heißt das übrigens, dass ihre Goldanlage um nur knapp 5% im Wert gesunken ist.
Woa wie es den Euro zerlegt!
Hardcore.
Dass Europa der große Verlierer wird in diesem Konflikt war klar, aber dass es so schnell geht?!Würde mich nicht wunder wenn das Tief aus 2002 getestet wird innert des nächsten Jahres.
USA Familyurlaub wird wohl auf absehbare Zeit nix
Geht mir ähnlich. 2020 waren die USA Flüge bereits gebucht und dann kam Corona bzw. die Maßnahmen und jetzt ist es mir eigetlich zu teuer.
Könnte auch damit zusammenhängen, daß die Fed die Leitzinsen stärker erhöht als die EZB, und hat das wiederum mit dem Ukrainekrieg zu tun? Eher nicht, oder?
Der dominierende Faktor ist eindeutig der Zinsspread zwischen Dollar und EUR (gilt auch für den Yen). Unter der Annahme, dass die Inflation von der FED wieder eingefangen werden kann, kann man sich in Dollar positive Realzinsen in der Zukunft sichern. In EUR und Yen gibt es hierfür nicht den Hauch einer Chance. Deshalb schmieren diese Währungen ab.
Wobei die Realzinsen nicht nur von den Nominalzinsen abhängen, und damit von der Möglichkeit der Leitzinserhöhung, woran es in der Eurozone Zweifel gibt wegen der Staatsschulden der Südstaaten, sondern eben auch von der Inflation, und von der ist Europa wegen des Gaspreises stärker betroffen als die USA und auch als Japan, und insofern würden die Kriegsfolgen dann doch wieder eine Rolle spielen. Aber der USD ist auch stark gegen den JPY - dort interventiert jetzt die BoJ dagegen - und ebenso gegen CHF, GBP, DKK, PLN usw., wie cktest schon schrieb. Warum ist ausgerechnet der USD jetzt so stark? Die Inflation in Japan ist gering, mit 3% p.a. kein Vergleich zu den USA.
... Warum ist ausgerechnet der USD jetzt so stark? Die Inflation in Japan ist gering, mit 3% p.a. kein Vergleich zu den USA.
Vielen institutionellen Anlegern ist die Inflation relativ egal. Es geht um den maximalen Ertrag aus den Zinsen, und den bietet momentan der Dollar.
Vielen institutionellen Anlegern ist die Inflation relativ egal. Es geht um den maximalen Ertrag aus den Zinsen, und den bietet momentan der Dollar.
Kommt drauf an welche Verbindlichkeiten vorliegen. Bspw. bei Euro-Verbindlichkeiten wird man davon absehen seine Assets ohne Hedge ausschließlich in USD-Anleihen zu stecken.
Vielen institutionellen Anlegern ist die Inflation relativ egal. Es geht um den maximalen Ertrag aus den Zinsen, und den bietet momentan der Dollar.
Ich dachte daran, daß sch die Kaufkraftparität langfristig entsprechend der Inflation verschiebt, und man das beim Zinsvergleich miteinbeziehen müsse. Denn was nützt der nominale Zinsvorteil, wenn die Währung langfristig ent- und abwertet. Allerdings ist das eine realwirtschaftliche Größe, und die reinen, von der Realwirtschaft völlig entkoppelten Finanzmärkte sind wohl um ein Zigfaches größer und damit bedeutender als jene. Daher hast Du vielleicht recht. Ich würde mich trotzdem damit nicht wohlfühlen. Eine Fremdwährungsanlage wegen wenigen Prozent Rendite ist nur attraktiv, wenn man die Währung zugleich absichern kann [zumindest, wenn sie fundamental überbewertet ist] und das kostet wahrscheinlich mehr als 2% oder so, die es an Zinsvorteil gibt? Zur Abgrenzung: Die Anlage in Aktien eines Landes ist interessant bei unterbewerteter Währung, weil man in der Hinsicht zusätzlich Rückenwind hat (von der Unterbewertung, nicht von den Zinsen für Festverzinsliche), und das messe ich eben fundamental, nach KKP. Das ist quasi das Gegenteil, deswegen sind US-Aktien derzeit besonders unattraktiv.
Ich dachte daran, daß sch die Kaufkraftparität langfristig entsprechend der Inflation verschiebt, und man das beim Zinsvergleich miteinbeziehen müsse. Denn was nützt der nominale Zinsvorteil, wenn die Währung langfristig ent- und abwertet. Allerdings ist das eine realwirtschaftliche Größe, und die reinen, von der Realwirtschaft völlig entkoppelten Finanzmärkte sind wohl um ein Zigfaches größer und damit bedeutender als jene. Daher hast Du vielleicht recht. Ich würde mich trotzdem damit nicht wohlfühlen. Eine Fremdwährungsanlage wegen wenigen Prozent Rendite ist nur attraktiv, wenn man die Währung zugleich absichern kann [zumindest, wenn sie fundamental überbewertet ist] und das kostet wahrscheinlich mehr als 2% oder so, die es an Zinsvorteil gibt? Zur Abgrenzung: Die Anlage in Aktien eines Landes ist interessant bei unterbewerteter Währung, weil man in der Hinsicht zusätzlich Rückenwind hat (von der Unterbewertung, nicht von den Zinsen für Festverzinsliche), und das messe ich eben fundamental, nach KKP. Das ist quasi das Gegenteil, deswegen sind US-Aktien derzeit besonders unattraktiv.
Institutionelle Anleger denken anders. Nimm zum Beispiel eine Lebensversicherung: Die weiß ziemlich genau, wann sie wie viel Geld auszahlen muss (statistische Schwankungen durch Corona mal ausgeblendet). Was dieses Geld dann wert ist, ist dem Unternehmen egal.
Außerdem werden institutionelle Anleger nicht so langfristig investieren, dass die Kaufkraftparität eine Rolle spielt. Die segeln auf einer Welle mit, und wenn die Welle vorbei ist, kommt eine andere.
Ja schon. Das erklärt, warum solche Institutionellen in Festverzinsliche investieren, trotz niedrigen Zinsen und hoch-negativer Realrendite. Klar, wenn ich in x Jahren nominale Zahlungsverpflichtungen habe, will oder darf(!) ich nicht mit Aktien spekulieren. Aber das gilt nur innerhalb der betreffenden Währung, doch nicht beim Spekulieren mit Fremdwährungen, bei denen man doch auch das Wechselkursrisiko hat! (Oder zählt das anders nach Basel III oder Solvabilität 2?)
Also ich zweifle nicht, daß sich der starke US-Dollar damit erklären läßt, das liest man ja auch oft, aber wirklich verstehen tu' ich's nicht. Aktien haben Volatilität, aber dafür auch eine positive Renditeerwartung. Fremdwährungen haben nur die Volatilität und keine langfristige Renditeerwartung bzw. eben nur die Differenz der künftigen Realzinsen.
Aber das gilt nur innerhalb der betreffenden Währung, doch nicht beim Spekulieren mit Fremdwährungen, bei denen man doch auch das Wechselkursrisiko hat!
Falls du mit diesem Satz die Anlage in Fremdwährungsanleihen meinen solltest: siehe Dienstleistungen der Record PLC