Irak hat es damals versucht Öl in anderen Währungen abzurechnen, wurde mit Krieg bestraft.
Russland hat das versucht bzw sogar gemacht, wurde mit Krieg bestraft.
Iran hat es gemacht, wurde mit Krieg bestraft.
Quelle hierfür bitte?
Irak hat es damals versucht Öl in anderen Währungen abzurechnen, wurde mit Krieg bestraft.
Russland hat das versucht bzw sogar gemacht, wurde mit Krieg bestraft.
Iran hat es gemacht, wurde mit Krieg bestraft.
Quelle hierfür bitte?
Acheron, den Iran Krieg hast Du doch mitbekommen? Die Verbindung Russland - EU wirst Du doch auch mitbekommen haben? Bleibt nur Irak. Vermutlich bist Du zu Jung, es liegt also nicht an Deiner Erinnerung, sondern Du hast es einfach nicht mitbekommen. Hier im Forum hat Balkenchart uns aufgeklaert, aber es ist muehsam das jetzt herauszusuchen. Irak wollte in Euro fakturieren, dann hiess es Irak wuerde Atomwaffen besitzen, und es kam schliesslich zum Golf-Krieg. Atomwaffen wurden keine gefunden, und der Irak hatte bis zuletzt abgestritten Atomwaffen zu besitzen, aber der Irak ist trotzdem erobert worden. Die Verschwoerungstheorie sagt dass das mit den Atomwaffen ja nur die Rechtfertigung war, in Wahrheit wurder der Irak bestraft weil er nicht mehr in USD abrechnen wollte sondern in Euros.
Kann mir mal jemand erklären, wie „Russland mit Krieg bestraft“ wurde? Irgendwie hab ich das andersrum mitbekommen.
wisi die Antwort auf deine berechtigte Frage wird sehr schnell einen verschwörungstheoretischen Charakter haben. Aber ich stelle hier mal das Interview vom Russischen Botschafter in ungeskripted rein. Da könnte man raushöhren, dass zumindest die Russen das tatsächlich so sehen und dass die milit. Spezialoperation(osten) = Angriffskrieg(westen) ein Akter der Selbstverteidigung sind und Russland in eine kriegerische Auseinandersetzung gegen ihren Willen hineingezogen wurden. "Die Wahrheit" liegt wie immer irgendwo in der Mitte.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: ich verurteile den russ. Überfall auf die Ukraine.... genauso wie den Überfall auf den Iran..... oder die Grenzschamützel im chinesischen Meer gegen die Philippinen.... oder, oder. Ich bin für eine friedliches Miteinander.
Ich halte das auch für eine Verschwörungstheorie dass der Irak damals angegriffen wurde, weil er Öl in Euro verkaufen wollte. Dafür war er dann doch zu unbedeutend, zumal mir auch die Quellen fehlen, um das zu belegen. Und selbst wenn: Ist das vor oder nach den gegenseitigen Sticheleien zwischen USA und Saddam passiert?
nixda: Das ist vorher passiert. Laut Gemini erklärt die Petrodollar-Theorie so ziemlich alle US-Angriffskriege (zumindest teilweise), auch die gegen Saddam Hussein und aktuell gegen den Iran. Die Quellen-Links fallen leider bei copy&paste raus, dehalb hier separat:
https://barebone.ai/resources/petr…-for-the-dollar [cave: Das ist selbst ein KI-Text!]
ZitatAlles anzeigenJa, das stimmt. Es ist eine historische Tatsache, dass Saddam Hussein im Jahr 2000 entschied, irakisches Öl nicht mehr in US-Dollar zu verkaufen.
Hier sind die genauen historischen Zusammenhänge, die Reaktionen der USA und wie dies in eine größere geopolitische Theorie – auch in Bezug auf den Iran – eingeordnet wird:
Der Währungswechsel (2000)
Im Herbst 2000 kündigte der Irak unter Saddam Hussein an, seine Ölverkäufe im Rahmen des UN-Programms „Oil-for-Food“ ab sofort in Euro statt in US-Dollar abzuwickeln. Hussein bezeichnete den Dollar damals als „Währung des Feindes“. Ironischerweise profitierte der Irak anfangs sogar finanziell von diesem Schritt, da der Euro in den Folgejahren gegenüber dem Dollar an Wert gewann.
Die US-Reaktion und der Irakkrieg (2003)
Offiziell wurde dieser Währungswechsel von der US-Regierung nicht als Grund für den Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 genannt. Die Bush-Administration rechtfertigte den Krieg primär mit der (später widerlegten) Existenz von Massenvernichtungswaffen, Verbindungen zum Terrorismus und den schweren Menschenrechtsverletzungen des Regimes.
Es gibt jedoch die sogenannte „Petrodollar-Theorie“ (oder Petrodollar-Kriegsführung). Diese geopolitische Theorie besagt, dass der wahre Grund für den Irakkrieg die Verteidigung der globalen Dollar-Hegemonie war.
Tatsache ist: Kurz nach dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 stellte die irakische Übergangsregierung die Ölverkäufe umgehend wieder auf den US-Dollar um.
Bevor wir auf den Iran blicken, ist es wichtig zu verstehen, warum der US-Dollar im Ölhandel für die USA so existenziell ist. Dieses System wird als Petrodollar-Recycling bezeichnet:
Der Zusammenhang mit dem Iran
Sie sprechen den Konflikt der USA mit dem Iran an. Wenn man der Petrodollar-Theorie folgt, gibt es hier eine direkte Parallele zum Irak unter Saddam Hussein.
Auch der Iran ist ein massiver Ölproduzent und steht seit Jahrzehnten in tiefer Feindschaft zu den USA. Um US-Sanktionen zu umgehen, hat der Iran zunehmend darauf bestanden, sein Öl außerhalb des Dollar-Systems zu verkaufen – etwa gegen chinesische Yuan, Euro oder im Tauschhandel.
Anhänger der Petrodollar-Theorie argumentieren, dass die aggressive US-Außenpolitik gegenüber dem Iran (sowie auch gegenüber anderen Staaten wie Venezuela oder Libyen unter Gaddafi, der eine goldgedeckte Währung forderte) nicht primär vom iranischen Atomprogramm oder Terrorismusbekämpfung getrieben ist, sondern von der Angst, dass ein erfolgreicher Ölhandel außerhalb des US-Dollars die amerikanische Wirtschaftskontrolle kollabieren lassen würde.
Kritische Einordnung:
Mainstream-Historiker und Ökonomen weisen die Petrodollar-Theorie oft als zu simpel oder als Verschwörungstheorie zurück. Sie argumentieren:
- Länder wie der Iran oder der Irak unter Saddam verkauften ihr Öl nicht in anderen Währungen, um die USA anzugreifen, sondern weil sie durch bestehende US-Sanktionen gar keinen Zugang mehr zum US-Bankensystem hatten.
- Die geopolitischen Konflikte (wie das iranische Atomprogramm oder Saddams Angriffskriege) waren die Ursache für die schlechten Beziehungen, nicht erst der Währungswechsel.
Dennoch bleibt die Tatsache bestehen: Die Länder, die in den letzten Jahrzehnten am stärksten ins Fadenkreuz des US-Militärs gerieten (Irak, Libyen, Iran, Venezuela), hatten alle zuvor versucht, die Dominanz des US-Dollars im Ölhandel zu brechen.
Die VS zum Irakkrieg war weniger Verkauf gg. Euro als Verkauf überhaupt, da deren Förderkosten viel günstiger waren als die damaligen der USA. Das irakische Öl blieb dann auch im Boden ...
ZitatAfter a decade of poor economics, Saddam tried to set the groundwork for circumventing sanctions by switching its sale of oil to the Euro. Some political analysts speculated at the time that this was meant to create a geopolitical rift by incentivizing the Europeans to challenge the Americans' hardliner stance on sanctions. [13] Unfortunately for the Iraqis, this did not occur. After the 2003 invasion and normalization of relations, it made sense that the transitional government went back to pricing oil in the stable Dollar.
Sozusagen: Es gab einen Wechsel von $ zu €, aber die Gründe sind liegen vermutlich in dem erschwerten Zugang der Irakis zum Dollar. Ob der Wechsel den Krieg ausgelöst hat ist zumindest spekulativ.
Korreliert, aber Korrelation ist nicht immer kausaler Zusammenhang
Verwendest du keine KI, Acheron ?
Die Quellen dazu und auch die Rekonstruktion der Timeline sind dank KI heute in wenigen Sekunden zu finden.
Venezuela übrigens auch, hat 2017/18 auf Euro umgestellt.
Kannst du direkt mal die KI für testen, Acheron, sie wird es dir bestätigen.
Du unterschätzt, wie viele Zeitgenossen, eine Sache.
(verständlich, weil derlei nicht stark beleuchtet wird von den "Autoritäten", denn das ist nicht grade ein Garant für einen Karrierefortschritt. Wohingegen tatkräftige Unterstützung der Macht ein super Garant ist, auch bei totaler Unfähigkeit, siehe Bärbock)
Und zwar unterschätzt du, worauf sich eine Weltmacht eigentlich stützt.
Schau das Video vom Ray Dalio, a changing world order, an, das erklärt es gut.
Zentral sind weiche Faktoren wie
a) Bildung
b) Wirtschaft / Output etc
aber ebensowichtig
c) Militär
d) Kontrolle über den Vorhof und über weltweite Handelswege
und sehr wichtig
e) Stellen der Reservewährung
Jeder Wechsel der Weltmacht kam mit einem Wechsel der Reservewährung daher.
Willst du Weltmacht bleiben, solltest du das also verhindern.
(e) ist nun aber in Gefahr wenn man dauerhaft, wie die USA seit den 80ern(??), es war davor nicht so, ein so krasses Handelsbilanzdefizit fährt. Jede andere Währung wäre da längst abgeschmiert, wäre eine Weichwährung gewesen die keiner halten will, wie zum Beispiel die türkische Lira (die haben auch ein Problem mit ihrem Handelsdefizit)
Also wird dafür gesorgt dass das mit Abstand wichtigeste Handelsgut der Welt, Öl, nur in USD gehandelt werden darf.
Weil dann jeder USD in Reserve braucht, egal wie weich die sonst erscheinen.
Es ist damit eine konstante, hohe, Nachfrage nach USD gesichert.
Besonders, und das ist ein Argument was wir bislang nicht hinreichend beleuchtet haben, wenn die Menge gehandelten Öls konstant steigt, und umso mehr, JE HÖHER DER ÖLPREIS IST! Ein weiteres Argument warum die USA am Festhalten an Öl als Energieträger interessiert sind, und auch an einem steigenden Ölpreis (auch wenn sie es nicht so sagen können).
Klar ist der Irak oder auch Venezuela für sich genommen erstmal klein.
Aber auch dir sollte klar sein:
Wenn sowas erstmal Schule macht, dann fällt einer nach dem anderen ab.
Du wärst ein schlechter Supermachtleader wenn du nicht erkennen würdest: Währet den Anfängen!
Und, die Mittel dazu hast ja eh.
An zu viel Einigung im Rest der Welt ist dir auch nicht gelegen, weil dein Kontinent wäre dann etwas abseits.
Und wenn du schon vor Ort bist kannst du auch gleich deine Kontrolle über die Handelswege dort jeweils erweitern.
Drei Fliegen mit einer Klappe!
-
ps.
Punkt (d), wir haben es in den entsprechende Fäden 2022 ausführlich debattetiert, bitte dort nachlesen, ist der Grund warum Russland angriff.
Natürlich völkerrechtswidrig (so wie alle Angriffe von Supermächten, inkl USA).
Weil Russland sich eben für eine Supermacht hält und seinen Vorhof clean halten will.
Hat die USA bei Kuba auch so gemacht, und würden sie natürlich (oder siehst du das anders?) auch wieder machen wenn Mexiko plötzlich chinesische Raketen installieren will.
Freie Wahl der Büdnispartner?
Das ist in der Realität einfach Quatsch, naives Gerede von Leuten die zuviel Tagesschau gucken, sorry.
So war das damals, verurteilsenwerter Angriffskrieg durch Russland? Ja!
Aber ein "PROVOKED attack", nicht wie die Propaganda versucht zu suggerieren ein "unprovoked attack". Es gab eine lange Vorgeschichte mit entsprechenden roten Linien und unschönen Vorgängen auch seitens des Westens.
Achtung: Ich verteidige hier nicht den Putin.
Aber ich sage: Man hat sehenden Auges dort immer mehr eskaliert seitens des Westens (USA), weil man Russland klein bekommen wollte. Und dabei auch den Krieg in Kauf nahm.
Die arme Ukraine hat man reingequatscht, und sie hat sich reinreden lassen und hat wie erwartet keinen Sieg oder Vorteil davon, sondern nur Leid.
Zu Russland:
Klar faktorierten die auch Rohstoffe abseits USD. zB das Gas über NS wurde in Euro geliefert. Das mochten die Amis garnicht, erinnerst du dich als Trump mit Importverboten drohte auf deutsche Auto wenn man NS nicht zumacht? Hat man nicht, mei, wurde es eben gesprengt, jetzt wird brav LNG gegen USD gekauft. Alles wieder gut.
Gibt es Konsequenzen?
Nein, wenn du Supermacht bist, dann nicht, dann kannst du sowas machen!
Und machst es auch wenn sonst dein Niedergang droht, so wie die Russen nen dummen Krieg anfingen weil ihr Niedergang drohte.
Das musst du noch verstehen, dann versteht man plötzlich die ganze Welt, dann ist alles plötzlich sehr logisch. Unschöner als die naive Sicht ist diese Sichtweise, ja, aber die Welt wird dann logischer und auch besser vorhersagbar, weniger "wie konnte es dazu kommen?".
Interessant wird es, wenn der weltweite Ölverbrauch irgendwann nicht mehr steigt, weil erneuerbare Energieträger + Speicher einen ausreichend großen Anteil haben. Das wäre aus chinesischer Sicht die beste Strategie. Eventuell versuchen sie Amis dann, den Ölpreis in die Höhe zu treiben, aber damit schaden sie der eigenen Bevölkerung. Das wird interessant in Zukunft. Vielleicht bedeutet Unabhängigkeit vom Öl dann auch, dass man sich nicht mehr ständig den Vasallen spielen muss....
Interessant wird es, wenn der weltweite Ölverbrauch irgendwann nicht mehr steigt, weil erneuerbare Energieträger + Speicher einen ausreichend großen Anteil haben. Das wäre aus chinesischer Sicht die beste Strategie. Eventuell versuchen sie Amis dann, den Ölpreis in die Höhe zu treiben, aber damit schaden sie der eigenen Bevölkerung. Das wird interessant in Zukunft. Vielleicht bedeutet Unabhängigkeit vom Öl dann auch, dass man sich nicht mehr ständig den Vasallen spielen muss....
Da hast es erfasst!
Es findet hier auch ein Kampf um die neue Energieform statt. Entsprechend pushed China die Elektrifizierung.
Und ja, das macht unabhängiger, das sollte auch DE weiter ausbauen.
Interessant wird wie die Amis dagegen dann vorgehen. Embargos, "spionage", Handelsverbote etc?
Wird aber nicht einfach, weil die Technologie so komplex nicht ist, und bald überall billig sein wird.
Blöderweise kommen unsere Solar- und WKA größtenteils aus China, und da zumindest letztere laufend ausgetauscht werden müssen, ist es da mit der Unabhängigkeit an sich nicht weit her ...
Blöderweise kommen unsere Solar- und WKA größtenteils aus China, und da zumindest letztere laufend ausgetauscht werden müssen, ist es da mit der Unabhängigkeit an sich nicht weit her ...
Blöderweise brauchen die Chinesen Öl zum herbringen ![]()
woodpecker Die Sache mit dem thematisch verwandten, an anderer Stelle erwähnten zweifelhaften Sparen in Handelsbilanzüberschüssen ist ja seit Jahrzehnten Konsens in diesem Forum. Volle Zustimmung dazu.
Diese Petrodollartheorie erscheint zunächst als plausible, wenn auch unbelegte Verschwörungstheorie.
Es ergibt jedoch keinerlei Sinn, daß Trump gegen die Handelsbilanzüberschüsse vorgeht mit Zöllen und ausdrücklich einen schwächeren Dollar will. (Ein solcher logischer Widerspruch interessiert freilich das für Verschwörungstheorien anfällige Publikum in der Regel nicht) Die behaupteten Machenschaften zielen ja genau auf das Gegenteil ab: einen starken US-Dollar und die Finanzierung des Leistungsbilanzdefizites durch das Ausland, damit die USA auf Kosten das Restes der Welt leben kann. Nun?
Ein hoher Ölpreis hat gravierende negative Effekte, die meiner Meinung nach überwiegen. Aber das ist nur ein Zusatzaspekt, der die zugrundeliegende Theorie nicht widerlegt.
Im Falle Rußland paßt es allerdings zeitlich nicht und auch angesichts der komplexen und sich über lange Zeit entwickelnden Gemengelage, daß Rußland hier bestraft würde für den Handel abseits des US-Dollars. Aber geschenkt, im Falle des zu mächtigen Rußlands muß es auch nicht erklärt werden.
Aber an noch etwas krankt es: Wenn Länder "bestraft" werden sollen für den Handel in Nicht-USD, dann muß ihnen das auch bewußt sein. Wie sonst sollten sie ihre Lektion lernen - und auch alle anderen, falls es der Abschreckung dienen soll? Wenn das aber allgemein bekannt ist, dann wundert es doch, daß niemand darüber spricht. Gut, Saddam Hussein lebt nicht mehr und Maduro sitzt im Gefängnis, aber auch von Putin und den Mullahs und allen anderen habe ich nie einen solchen Vorwurf vernommen. Es wäre doch sehr naheliegend, die Weltöffentlichkeit gegen den Bully USA aufzubringen?
Du müsstest auch darlegen, ob denn der Aufwand, der für all das betrieben wird, in einem wenigstens plausiblen Verhältnis zum Nutzen steht. Die Kriegskosten sind nämlich immens, im Falle des Iraks und auch des Irans.
wisi die Antwort auf deine berechtigte Frage wird sehr schnell einen verschwörungstheoretischen Charakter haben. Aber ich stelle hier mal das Interview vom Russischen Botschafter in ungeskripted rein. Da könnte man raushöhren, dass zumindest die Russen das tatsächlich so sehen und dass die milit. Spezialoperation(osten) = Angriffskrieg(westen) ein Akter der Selbstverteidigung sind und Russland in eine kriegerische Auseinandersetzung gegen ihren Willen hineingezogen wurden. "Die Wahrheit" liegt wie immer irgendwo in der Mitte.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: ich verurteile den russ. Überfall auf die Ukraine.... genauso wie den Überfall auf den Iran..... oder die Grenzschamützel im chinesischen Meer gegen die Philippinen.... oder, oder. Ich bin für eine friedliches Miteinander.
bäs: Superspannendes Interview - vielen Dank für das Link. Das ist natürlich die pro-russische Perspektive pur, inklusive propagandistischer Einfärbung. Wenn aber davon ausgeht, dass auch die hier gängige Mediendarstellung stark gefärbt ist, dann kann man zumindest erahnen, an welchen Stellen die westliche Interpretation zurechtgebogen ist. Schade, dass das erste Drittel etwas langatmig ist und dann nach einer Stunde die Zeit knapp wurde.
Solche Interviews können definitiv ein Startpunkt sein, um wieder ins Gespräch zu kommen - sei es über Friedensbedingungen oder für die Zeit nach einer Befriedung.
Ich habe den Kanal abonniert und bin schon auf andere Beiträge gespannt - der Typ ist ja irrsinnig produktiv gewesen ![]()
witchdream falls noch nicht geschehen, höre dir den Beitrag von Oskat Lafontaine an. Manche seiner Aussagen habe ich zwar anders in Erinnerung. Spannend fand ich aber wie er erzählt, dass ihn 1990 als Oppositionsführer die Amis umgarnt/bestochen haben. Dass sie das mit den Grünen auch erfolgreich gemacht haben und dass er davon ausgeht, dass sie auch die AfD einnorden/einwesten. Falls das stimmt, sollten wir das im Forum mitbekommen. Interessant auch seine Bemerkung über Schröder. Anfang ebenfalls langartmig und manchmal selbst für mich inzwischen schwer zu ertragen, obwohl ich damals Oskar besser fand als Kohl. Trotzdem hörenswert mit 1,8facher Geschwindigkeit.
Es wäre doch sehr naheliegend, die Weltöffentlichkeit gegen den Bully USA aufzubringen?
Lies deren Propagandaoutlets (tehran times, globalnews etc), genau das versuchen die doch.
Ob nun zu Recht oder Unrecht ist damit - zugegeben - nicht bewiesen.
Du müsstest auch darlegen, ob denn der Aufwand, der für all das betrieben wird, in einem wenigstens plausiblen Verhältnis zum Nutzen steht. Die Kriegskosten sind nämlich immens, im Falle des Iraks und auch des Irans.
Das ist eine gute Frage.
Ich denke wir können uns auf eines einigen:
Sehr oft in der Geschichte haben Imperien, die sich in ihrer Vormachtstellung bedroht sagen, ihr Heil im Krieg, oder zumindest in der Rüstung gesucht, nicht wahr?
Manchmal hat das geholfen um den Niedergang zu verzögern oder erstmal ganz zu verhindern.
Oft aber auch nicht.
Gegenwärtigstes Beispiel war die Sowjetunion, die, wenn man so will, nicht zu letzt durch immer höher werdende Militärkosten kollabierte. Aber ohne Rüsten - wo doch der Westen es auch tat? Wäre für sie auch riskant gewesen.
Andere Beispiele gibts genug, bis in die Antike.
Man kann dieses Argument auch umkehren:
Wenn ein Imperium, wie das der USA (aber zig andere vor ihm auch *), schon so hohe Militärkosten hat, dann will man diese teure Maschinerie auch mal gewinnbringend einsetzten, nicht wahr?
Jeder der mal Civilisation am PC gespielt hat, weiß das aus eigener Erfahrung. ![]()
Wie du habe aber auch ich generell meine Zweifel ob das Militär der USA noch so richtig "rentiert" oder overstreched ist.
Ich habe das ja im Zuge meiner Ukrainekrieg-Analysen ja recht frühzeitig schon dargelegt:
Die Billig-Drohne ist ein absoluter Game-Changer.
Etwa so wie das MG die Infanterieformation plötzlich obsolet machte, oder der Flugzeugträger die Battleships.
Relativ gesehen hilft diese billige, einfache, neue Waffe mehr den weniger finanzstarken, weniger technologisierten Mächten.
Sie verkleinert also das Gap das es vorher gab, das ist ungut für die USA - die krassen Kosten laufen weiter, die dadurch erkaufte Überlegenheit sinkt.
Es ist aber für mich noch unklar wie das am Ende alles ausgeht.
Aber: Es ist doch definitiv möglich, dass alte, im 20sten Jahrhundert sozialisierte und von Ja-Sagern umgebene Säcke wie Trump, und auch damals Biden, die Wirkung ihres Militärs überschätzen? Denke auch da wirst du mir zustimmen?
*) ich höre grade einen super Podcast: "Hardcore History" von Dan Carlin, zu Alexander dem Großen. Der hatte dieses "Problem" auch schon: Seine Armee war so groß und teuer, dass sie ohne ständiges Weiterziehen und Plündern nicht bezahlen ließ. Das war einer der Gründe warum der so absurd rumerobert hat, bis Indien kam er ja. Er konnte auch aus finanziellen Gründen einfach nicht aufhören.
witchdream falls noch nicht geschehen, höre dir den Beitrag von Oskat Lafontaine an. Manche seiner Aussagen habe ich zwar anders in Erinnerung. Spannend fand ich aber wie er erzählt, dass ihn 1990 als Oppositionsführer die Amis umgarnt/bestochen haben. Dass sie das mit den Grünen auch erfolgreich gemacht haben und dass er davon ausgeht, dass sie auch die AfD einnorden/einwesten. Falls das stimmt, sollten wir das im Forum mitbekommen. Interessant auch seine Bemerkung über Schröder. Anfang ebenfalls langartmig und manchmal selbst für mich inzwischen schwer zu ertragen, obwohl ich damals Oskar besser fand als Kohl. Trotzdem hörenswert mit 1,8facher Geschwindigkeit.
bäs: Danke für den Tipp, das hat sich gelohnt. Der Lafontaine hat offenbar einen ziemlich klaren Kompass, und gerade in puncto Außenpolitik kann ich vielen seiner Aussagen zustimmen. Ansonsten finde ich bewundernswert, wie fit im Kopf der für sein Alter ist. Gut trainiert... ;o)
Fundstück im Netz:
55 Jahre Inflation