• Langfristige teure fundamentale Bewertung ist ein schlechter Trigger. Sowas wie fundamentale ueberteuerte Bewertung war nie ein Trigger. Oder doch? Wie war das 1929?

    Ich bin schon lange kein Bulle mehr, aber so richtig rausgehen aus Aktien habe ich mich nicht getraut. Seit ein paar Monaten dann zunehmend weniger Long-Positionen, dann "endlich" nur noch 40% in langfristige Aktien.

    Seit heute habe ich die 20% erreicht. Es ist schwer sich von manchen Aktien zu trennen, ein harter Kern bleibt. Das sagt mir mein Bauchgefuehl, was hier abgeht ist zu lange zu verrueckt. Was mir die Entscheidung leichter macht: es gibt Investment Alternativen!

    Ich hoffe immer noch, dass der Irankrieg dem Boersengeschehen weiterhin Auftrieb verschafft, die Wall of Worry noch etwas laenger anhaelt. Dann kann ich auch den Rest meiner Aktien verkaufen. Ich will raus!

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Das hängt davon ab, was man im Depot hat. Wenn es Schrott ist, mag das Sinn ergeben. ;) Wenn man etwas hält, was 15-20% pro Jahr verspricht, sieht das ganz anders aus, zumindest längerfristig; und kurzfristig ist das Timing schwer. In den USA hat Small-Cap-Value in jedem Bärenmarkt outperformt, oft absolut stark positiv. Das hatte sich also abgekoppelt! Vgl. 2001. Die Zeit nach dem Platzen der Dotcom-Blase dürfte heute der passende Vergleich sein? Eher als die GFC, aber man weiß es natürlich nie im voraus. Vor der GFC gab es auch kaum noch günstige Nebenwerte, um 2000 schon. Heute scheint das Bild gemischt.

    US Small-Cap Value Annual Returns
    US small-cap value historical annual returns including dividends
    www.upmyinterest.com

    Bzgl. des möglichen Ölpreisschocks ist nichts eingepreist. Dementsprechend rechne ich auch nicht mit einen größeren Erholungspotential, ich sehe nur asymmetrisches Risiko.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Es gibt noch ein paar kurzfristige Investments, aber der Markt dafuer ist deutlich ausgetrockneter als noch im Februar-April. Insgesamt rentiert alles schlechter. Ist das jetzt schon der KI-Effekt, der die Ineffizienz bereinigt? Vielleicht wird es ja noch. Bis dahin nehme ich halt das was vorhanden ist. Ist ja eh nur kurzfristig. Doch, doch, einiges rentiert davon ganz gut, aber alles was hoch rentier hat einen Haken. Das war vor kurzem besser.

    Buffett Indikator - Fundamentale Bewertung von US Aktien auf 50 Jahreshoch.

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    238.3% ist Gestern gewesen! Uiuiui!

    Bildlich ausgedrueckt: 5 Skateboard-Parkouristen sind in Jack-Assery Stimmung, werfen sich gegenseitig angezuendete Dynamitstangen zu auf einer Halfpipe die sich wackelig auf dem Dach eines Wolkenkratzers befindet. Wie das endet kann man sich denken. Interessantes Detail: Wenn es dann rumst und sie alle abstuerzen, kommen sie erst auf halbem Weg nach unten an der Dotcom-Blase vorbei.

    Der Buffet-Indikator sagt, egal wo die Reise hingeht, 8-12 Jahre spaeter liegen die Kurse tiefer. Analog zu den Skateboardern: egal wo die Reise hingeht, wo sie landen werden, eins ist sicher: um Ende kommen sie unten an. Hussman aehnlich konzipiert wie der Buffet-indikator:

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    Wenn man sich den Chart anguckt, abgesehen von der Kurs-hoehe: es geht nun schon 17 Jahre lang (seit Maerz 2009 GFC) recht steil nach Oben. Das ist schon ein langer Zeitraum. Und dann, von 1981 ausgesehen, ging es eigentlich schon seit 1981 nach oben. (hingegen von 1928 bis 1981 kann man sagen dass es kontinuierlich billiger wurde. 45 Jahre von 1981 aus gesehen. Nochmal 45 Jahre habe ich nicht. Aber von 1929 aus gesehen hat es nur 13 Jahre gedauert bis zum Bewertungstiefpunkt. Was mal wieder die Daumen-mal-Pi-Regel bestaetigt: Abwaerts geht es ca. 3 mal schneller als aufwaerts. Ich frage mich wo wir in 13 Jahren stehen werden. Das sollte ich noch erleben koennen...

    Au weh!

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  • Nochmal 45 Jahre habe ich nicht.

    Wer weiß. Schon mal was von longevity escape velocity gehört? ;) Deshalb lohnt es sich besonders, gesund zu leben, um das ggf. noch zu erleben.

    Oder ist es so gemeint, daß in den Daten nicht so viele (unabhängige) Zeiträume enthalten sind - das ist nämlich ein Problem. Nicht bloß, weil in den 100 Jahren an Daten nicht so viele überlappungsfreie Zehnjahreszeiträume enthalten sind, sondern auch, weil es nur eine ähnlich geringe Zahl an "Investmentäras" gibt. Z.B. 1999 und 2000 sind ja keine voneinander unabhängigen Jahre, oder die 1970er mit Ölpreisschock und Inflation. Dementsprechend ist die Aussagekraft etwas begrenzt.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
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  • Fuer's Protokoll & Buffett-Indikator: Es ging noch einen Tag spaeter auf 238.8 rauf.

    Wer sich jetzt Siegel'sche langfristige durchschnittlich 7% p.a. sichern will, dem lass gesagt sein: das gilt nur wenn der Markt auch entsprechend fair bewertet ist. Das ist er aber nicht. In den USA prognostizieren verschiedene Bewertungsmodelle durchaus eine negative Rendite fuer die naechsten 8-12 Jahre, und das schlimme dabei ist: das beruecksichtigt bereits Inflation und unversteuerte Dividenden.

    Selbst 3-4% in einem Geldmarktfond erscheinen mir da attraktiver. In der Welt gibt es auch billigere Maerkte als die USA. Ja, stimmt. Aber auch einige, die ebenfalls sauteuer sind, und wenn ich nach Japan, Suedkorea und sonstwo hinblicke gibt es verdammt viele teure Maerkte, die insbesondere im letzten Jahr teuer geworden sind, da ist mindestens eine Zwischenkorrektur ueberfaellig.

    Heute weiter meine Long Positionen reduziert von 22% auf 17% (Edit: runter auf 13%), vielleicht wird es heute noch mehr. Den harten Kern zu verkaufen ist nicht leicht. (meine Bijou flog raus. Wer sie halten moechte, kann ich verstehen, aber mir rentiert sie nicht mehr gut genug um auch dann noch an sie zu glauben wenn es crashen sollte.)

    Vstoxx unter 20, immer noch sehr guter Zeitpunkt um Angst zu haben und zu verkaufen.

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    4 Mal editiert, zuletzt von Joe (8. Juni 2026 um 16:44)

  • Der Vstoxx. Derzeit noch unter 20. Sicher, er koennte noch tiefer stehen (aber noch ist er genuegend tief um sich in Sicherheit zu bringen...)

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    Der Gruene Chart zeigt CCC-Junk-Bonds die untere Lila-Curve zeigt investment grade BBB-Bonds.

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    Buffett Indikator stand am Donnerstand bei 238.8.

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    Hussman hat saemtliche Indikatoren die irgendetwas aussagen zusammen genommen, er verbessert und doktert daran staendig rum. HO auch mit verwurstet, Titanic Syndrome, Motherload, Bull vs Baer Aii sentiment messung, Junk-bond spread, abstand zur 200 Tageslinie, Death-cross, etc.

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    Nicht nur der US-Markt.

    Seit einem Jahr steigen einige andere Indizes ueberproportional stark, beispielsweise der N225:

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    Die US-Zinskurve. Wird sie negativ gilt das als Baerisch. Sie ist noch nicht negativ, aber sie ist erstaunlich flach, gesund sieht das nicht aus, und es gibt einige Stimmen die sagen, eine flache Zinskurve genuegt ihnen als baerisches Zeichen (kaum ein Unterschied zwischen kurzfristiger und langfristiger Bond Rendite):

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    Was mir noch fehlt: ein Trigger, der das Kartenhaus zusammenfallen laesst. Was koennte das sein? Ist es ueberhaupt notwendig? Denn was war denn der Trigger im grossen Crash von 1929-1932? Mir ist nichts besonderes bekannt. Damals waren Radios und Autos die bahnbrechende Erfindung, das vergleiche ich mal mit AI und Robotern, oder dem Internet und der Dot-com Blase - dann passt auch das. Keine Frage: Autos und Radiowellen haben die Welt veraendert, ebenso das Internet, und auch AI und Roboter werden einen gehoerigen Impact haben. Das Muster: Obwohl es stimmt, dass das ganz tolle Erfindungen sind, so scheint es noch enthusiastischer aufgenommen zu werden als es gerechtfertigt waere, und scheint regelmaessig zu Ueberbewertungen zu fuehren. Ausbleibende Gewinne, milliarden Abschreibungen - das folgt dann.

    Ein Trigger? Ja, vielleicht kommt so einer. Doch in 100 Jahren wird man sich an den Trigger nicht erinnern, so wie man nur den Crash 1929-1932 sieht, aber nicht von einem Trigger spricht ausser: es war damals verdammt Teuer, und alle wollten an der Boerse das schnelle Geld machen.

    Die Southsea bubble, von 1718-1721:

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  • Heute nochmal fast 6% (edit: 7%) vom Depot los geworden (noch vor der eroeffnung des US-Marktes), jetzt nur noch 7% (edit: 6%) Long.

    Soviele sind geflogen in den letzten 8 Monaten, das meiste erst vor kurzem: Bijou, KSB Vz, china mobile, teilverkauf Schaeffler, Fleury Michon, Toya, BASF, Bertrand, Covestro hat sich selbst herausgenommen, Deutsche Euroshop, Eurocommercial Properties, Hugo Boss, Innotec TSS teilverkauf, Origin Enterprises, Renault, SMT Scharf, Takkt, ABN Amro Bank, Costain, Fresenius, British american tobacco, LCM, Imperial Brands, Sabre Insurance, Mountview, Bpost, Bayer, PWO, Elringklinger. War's das?

    Aber ich bin natuerlich grossteils investiert, nur halt nicht in long Aktien.

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (9. Juni 2026 um 19:41)

  • Am Anfang, da erwischt es natuerlich nur die Nasdaq. Und alles was bis dahin viel zu weit hoch gegangen ist.

    Aber(!): Es ist ein Sentimentwechsel. Die anderen gehen ganz gesittet langsam und geordnet runter. Margin Kredite werden rueckabgewickelt, und es kommt hier und da zu zwangsverkaeufen bei irgendwelchen spinnern, die halt eben doch noch ein paar normale Aktien im Depot hatten.

    Auch werden die stark gefallenen Aktien weiter fallen, denn man verkauft sie, um sie als Verluste mit den Gewinnen zu verrechnen. Also gerade die stark gefallenen und die stark gestiegenen erwischt es dadurch, ein Verhalten was ja ans Hindenburgomen erinnert, dass angeblich nochmals am 3. Juni getriggert wurde, aber nicht von mehreren Stellen bestaetigt.

    Jedenfalls, ob nun 11,4% (Tate & Lyle) oder anderes Zeug, es rentiert auch. Im Falle meines Geldmarktfonds-ETF tatsaechlich nur mit 4-5% p.a.

    Ich bin nicht gierig, gefaellt mir auch, und dann habe ich eine oder zwei handvoll anderer Gelegenheiten (Tate & Lyle kennt ihr). Wenn ich die kommenden 12 Monate auch nur 6% machen sollte, will ich es zufrieden sein.

    Mir ist die Lage nicht geheuer, kann sein, dass das eine Bloede Entscheidung von mir ist, aber sie ist nicht erst heute entstanden, sondern ich ging peux a peux aus dem Markt, zum Schluss immer schneller und radikaler.

    Ich glaube kaum, dass jemand, wenn die Kurse erst einmal fallen, noch aussteigen moechte. Man will nicht gerne verkaufen, man hofft dass es nur ein Dip ist, die Gegenbewegung kommt, so wie sie immer kommt. Und vielleicht tut sie das auch. Und dann? jene, die so dachten, die hatten sich gefreut als es sich seit dem Irankrieg-Tief so drastisch erholt hatte. Und DIESE verkaufen nun endlich, denn das war die erhoffte Gegenbewegung.

    Fuer mich ist das Puzzle perfekt. Ich glaube noch immer an AI-Disruption (ok, ch wundere mich dass sie ausbleibt), an brutale Fehlinvestitionen (AI Server zu teuer, das bringt man nicht an den Kunden weiter, das erinnert mich an UMTS Lizensen Milliarden Abschreibungen), an Roboter, an bequem gewordene Politiker, die es noch immer so sehen wie die Merkel: "Ich glaube Deutschland ist stark. Sehr stark sogar." - also noch mehr immigranten, keine Obergrenze, noch mehr Geld in den Sand setzen, Woke sein. Autoindustrie, Schluesselindustrie Deutschlands? Scheiss drauf.

    Und auch wenn ich den Oelpreis als Trigger klein rede - verdammt, der Irankrieg ebbt nicht ab, Winter hatte recht. Der hohe Oelpreis ist so schlimm vielleicht nicht, aber hilfreich ist das jetzt auch nicht gerade.

    Fuer mich sieht alles einfach nur schlecht aus, und gar nichts ist davon eingepreist.

    Also RAUS aus Aktien!

    Trotzdem, die Statistik spricht gegen mich, denn es ist nunmal Tatsache:

    "Stocks only go up!"

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  • Buffett hat 1957 gesagt, man solle die 70/30 Rule beachten. Allerdings hat er die spaeter nicht mehr wiederholt, das war damals halt seine Ansicht.

    70% Value investing / 30% special situations

    Ich habe was - 25 Jahre? - gebraucht um das endlich zu verstehen: Der Buffett hat gemacht was ich auch mache!

    Meine kurzfristigen (short duration) Investments sind genau das: special situations.

    Ach ja, eigentlich ist diese Erkenntnis so neu nicht, ich hatte schon vor 6 Jahren festgestellt:

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (14. Juni 2026 um 09:08)

  • Ich hatte zwar vor ein paar Tagen eine indonesische Firma gekauft, aber 2-3 Tage spaeter wieder verkauft, weil ich mich daran erinnert hatte dass ich doch nichts kaufen will.

    Fuer mich gilt Cash-Erhalt vor moeglichen Gewinnen. Gut moeglich, dass mich das Performance kostet, aber wenn es crasht, kann ich kaufen, wenn andere es nicht mehr koennen. Dann hole ich es vieleicht wieder auf.

    Derzeit habe ich genug gewonnen, ich nehme die Chips vom Spieltisch, lege das Geld zinsbringend an, schlage ein bisschen die Inflation, und nach Abzug der Lebenshaltungskosten bleibt mein Vermoegen im Wert einigermassen erhalten.

    Vielleicht wird es nicht um 50-70% crashen (wobei ich das ernsthaft glaube: diese Groessenornung wird es sein), doch solange werde ich gar nicht abwarten. Ich warte nur auf einen Vstoxx > 40, das kommt immer wieder mal vor, und dann werde ich bereits teilweise wieder long in Aktien gehen, wenn auch nur zu einem Drittel. Dann falls es noch staerker crasht oder nach einer zwischenerholung wieder crash, dann das zweite Drittel. Und weiter plane ich nicht. Mal gucken. Bestimmt wird es weh tun, dabei zu zugucken, wie der Markt 2026 und 2027 nochmal um 30%++ steigt, ich aber nur 6% oder so mache. Jeder ist mal dran mit Schmerzen.

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    P/S ratio started leider erst Dezember 2000 (Hochpunkt dotcom Blase war Maerz 2000). Aber wo immer es zur Dotcom-Blase stand, vermutlich nicht deutlich ueber 2.0, denn der Dotcom-Crash startete langsam und beschleunigte dann immer mehr.

    Inflation ist zuletzt deutlich gestiegen, die Zentralbanken haben reagiert, und der Leitzins steigt. Vermutlich nicht gut fuer Hausaktien wie beispielsweise Vistry, und generell: hoch verschuldete Unternehmen kommen noch mehr unter Druck. Ansonsten erscheint es mir kein Indikator zu sein fuer Boersenbewegungen. Zuletzt war steigende Inflation eher gut fuer Kurse, allerdings, wenn ich auf 1980 blicke ist es nicht so.

    Hier die Quelle:

    Site Map - Multpl

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  • Gut - was leiten wir nun aus diesen Grafiken für Handlungsempfehlungen ab.

    Du bist laut eigener Aussage seit längerem short und ziehst dich zurück bzw. platzierst deine Sondersituation-Wetten.

    Meinerseits erwarte ich einen guten Lauf bis die AI-IPOs über die Bühne gegangen sind. Diese Gewinne werden sich die amerikanischen Banken und Investment-Firmen nicht nehmen lassen und so lange den Markt am Laufen halten. Trotz der Rekord-hohen Bewertungen.

    Spätestens nach dem letzten AI-IPO evtl. auch schon etwas davor muss die Luft aus dem Markt raus und mich würde wundern, wenn es kein starker Einbruch wird.

    Dazu erwarte ich, dass das Thema Geld-Inflationierung und Verschuldung wieder verstärkt ins Bewusstsein rückt.

    Meine Hauptwette für dieses Jahr ist es daher billig Bitcoin einzusammeln, der aktuell niedrig steht und ggf. bei nem allgemeinen Drawdown nochmal richtig nach unten gedrückt wird. Zusätzlich BTC Treasury Firmen. Gold und Silber gehen sicherlich auch, sind aber schon sehr gut gelaufen.

    Alles Value-mäßige (Öl, Rohstoffe, Haier, WBD, Banken?, usw.) werde ich durch den Drawdown halten - das könnte sich sogar leicht positiv entwickeln, weil in irgendwelche sichere Häfen will das Geld immer.

    Momentan halte ich auch noch Chip und KI Aktien, die ich aber eher abbaue bzw. wo ich kurzfristig abstoßen würde.

    Andere Länder außer USA und EU habe ich als Aktien ebenfalls ein paar. Allerdings wüsste ich jetzt auch nicht, welches Land sich in einer AI+Verschuldungs-Krise als sicher anbieten würde. Denke China und andere werden ebenfalls mit runtergezogen, wenn auch etwas weniger stark.

  • Ich bin nicht short!

    Ich bin in Kurzfristigem (short duration) investiert.

    Dir ist schon klar, dass weder Bitcoin noch Goldmuenzen Dividende oder Zinsen zahlen? Es ist nicht etwas mit dem man Gewinne macht, sondern dient der Absicherung fuer "nachher", beispielsweise nach dem Atomkrieg. Hier vertraue ich Gold mehr als Bitcoin oder Fartcoin oder einer andere Kryptowaehrung. Es gibt mittlerweile mehr Kryptowaehrungen als deutsche Worte im Duden! Bitcoin ist die prominenteste Kryptowaehrung unter ihnen, aber das alleine ist ein schlechter Grund Bitcoin zu kaufen.

    Als Hauptwette ist es doch komplett verrueckt: Kauf lieber etwas, was Dir garantiert Gewinn bringt. Anteilseigner einer Firma, sprich: kauf Aktien.

    So eine Firma produziert und verkauft, und macht Gewinne, und reinvestiert den Gewinn oder schuettet ihn als Dividende aus. Egal wo der Kurs der Aktie steht, Du wirst am Gewinn beteiligt, solange die Firma und ihr Geschaeft existiert und funktioniert.

    In einem Boersencrash mag ja der Kurs einbrechen, aber Deine Aktienanzahl bleibt die gleiche, und wenn Du sorgfaeltig auswaehlst bleibt sogar der Dividendenstrom ungefaehr konstant.

    Geld fliesst nicht in sichere Haefen. Richtig ist in Deinem Sinne, dass die Menschen Risk-aversiv werden. Heute rechnet man sich aus wie hoch die Kurse noch steigen werden. In einem Crash wird spekuliert wie tief die Kurse noch fallen koennten. Da ist man erst bereit zu kaufen, wenn es wirklich billig ist. Man hat Angst und sucht sichere Aktien, die zwar nicht so stark steigen, aber auch nicht so tief fallen koennten.

    Aber Geld fliesst da nicht hinein, sondern Du tauschst Geld gegen Aktien. Was den Kurs der Aktien bestimmt ist nicht die Geldmenge, sondern die Angst vor Verlusten und die Hoffnung auf Gewinne (=emotionslos in der Literatur auch als "Angebot und Nachfrage" beschrieben). Geld gegen Aktien werden getauscht, darum auch der Name stock EXCHANGE. (Vergiss "Geldmengen"-Gequatsche)

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (16. Juni 2026 um 13:28)

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    Wer suchet der findet: P/S langfristiger. Tatsaechlich, P/S war im Maerz 2000 nicht deutlich ueber 2.0 (sieht aus wie 2.13)

    Im vorherigen P/S chart war es aktuell 3.74 (Mai: vermutlich Ende Mai), hier jedoch nur bei 3.58 (Mai: vermutlich EndeMai)

    S&P 500 Price to Sales Ratio (P/S Ratio)
    See the current and historical S&P 500 price to sales ratio from 1946 until now, with min, max, average, and median. Export data as needed.
    dqydj.com

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    Tobin's Q ist der bereinigte Buchwert (ohne Goodwill). Es aendert nicht wirklich was zum P/B, qualitativ immer noch die gleiche Aussage.

    Kurzfristig sind solche fundamentalen Daten vielleicht nichts Wert, aber was heisst das schon? Hier, in diesem Falle, ich denke man macht langfristig verluste, also wozu drinnen bleiben bis es knallt?

    Wichtig: es gibt Alternativen: Metall/Rohstoff Aktien, andere Laender (die sind zumindest billig, aber ich vermute die werden noch billiger, aber dennoch: wenn die gekuerzte Dividende bereits 10% gibt, und der Gewinn schon bei 20% pro Aktie liegt, niedrige Verschuldung, dann kann man argumentieren, dass das ja unabhaengig vom Preis der Aktie bleiben wird: Die Firma ist gesund, und die Dividende wird regelmaessig gezahlt. In Indonesien habe ich fast sowas gefunden. (8%, 16% Gewinnrendite, Baa2 Bondbewertung, hatte noch nie verlustjahre, stabile Marge).

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  • phoenics : Bei einem (erwarteten) Crash halte ich eine Wette mit Bitcoin auch für keine gute Idee. TheMarket sieht den Kurs von Bitcoin regelmäßig als "Liquiditäts-Indikator", etwa kürzlich hier:

    Zitat

    Die Abnahme der Finanzmarkliquidität ist auch eine zunehmende Bedrohung für die hoch bewerteten Aktienmärkte und andere «Risk Assets» wie den Bitcoin. Der Bitcoinpreis ist seit langem ein zuverlässiger Liquiditätsindikator und derzeit stark gefährdet.

    oder auch hier:

    Zitat

    Ein Signal, dass es den Märkten mulmig wird und die Liquiditätslage angespannt ist, liefert der Preis von Bitcoin. Er ist seit Mitte Mai von 80'000 auf 60'000 $ gefallen.


    Bei einem Aktiencrash herrscht akuter Liquiditätsmangl. Das wäre - nach obiger Logik - Gift für Bitcoin. Oder hast du oben gemeint, dass du erst auf dem Höhepunkt des (erwarteten) Crashs Bitcoin kaufen willst?

  • Gerade die kurzfristige Volalität in Kombination mit langfristig steigendem Wert macht den Bitcoin für mich so interessant.

    Joe: Grundsolide Firmen mit Dividende habe ich auch und kaufe ich auch gerne. Es ist aber nur ein Teil des Mixes.

    Und es ist egal, wenn 99% der 10 Millionen Memecoins scheitern. Btc hat mit denen nix zu tun.


    witchdream: Du hast perfekt erkannt, dass der Bitcoin vor allem und als erstes an der Liquidität hängt. D.h. die LiquiditätsKrise schlägt beim Btc als erstes und am stärksten zu.

    Genauso erwarte ich langfristig steigende Liquidität durch Staaten, welche sich über Gelddrucken entschulden werden. Das spricht für den Btc.


    Ich mache mit dem BTC kein Buy and Hold, sondern versuche die Zyklen beim BTC mitzunehmen.

  • Zitat

    Gerade die kurzfristige Volalität in Kombination mit langfristig steigendem Wert macht den Bitcoin für mich so interessant.

    wo ist denn der langfristige steigende Wert eines Bitcoins? Und wie macht man mit Volatilitaet Geld? Kaufst Du Straddles auf Bitcoins?

    Normalerweise vermeidet man Vola. Wir haben hier im Forum schon viel diskutiert, aber Vola wird als Risiko empfunden. wenn die Vola (der Kurs) stark steigt hat man nichts dagegen, aber Volatilitaet an sich ist nichts vorteilhaftes, da sie in beide Richtungen gehen kann.

    Typischerweise ist ein hoher VStoxx-Wert ein guter Einstiegspunkt bei Aktien, denn Volatilitaet ist Risiko = Angst.


    Ob Du nun ein Auto fuer 1000 Bitcoins kaufst, oder ein Auto fuer 1 Bitcoin ist eine Frage des Wechselkurses. Der Wert dem man dem Bitcoin zugesteht ist Verhandlungssache, aber "steigender" Wert? Es ist ja nicht so, dass der Bitcoin sich selbst Thesauriert (anders als bei Aktien), sondern BTC is einfach nur ein Tauschmittel. Eine intrinsische Wertsteigerung hat es bei BTC nie gegeben, es ist immer eine Wechselkurs Angelegenheit. Gilt fuer Gold genauso.

    Weil die Zentralbanken der maechtigen Laender keine BTC sondern Gold in ihren Tresoren bunkern, kann man den Traum auf eine BTC Umstellung als Waehrung ziemlich vergessen.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Jedenfalls, weil das alles so ist, und weil ich meine Frau liebe... Ich habe kaum noch Aktien, aber eine davon ist...

    Space Exploration Technologies :S

    Ich habe mich an die "Gap"-Theorie gehalten: das Gap von heute morgen muss geschlossen werden, also habe ich genau am Gap gekauft, und das war wohl ziemlich nah am Tagestiefpunkt.

    Was habe ich da ueberhaupt gekauft? AI, Starlink, Grok, vermutlich geplante Zusammenarbeit mit Tesla's Robotern.

    ca. $85bn hat SpaceX eingenommen, immerhin, das hilft fuer ein paar Monate Cashburn?

    Mein Frau sagt, ich such doch Sondersituationen, und SpaceX ist eine Sondersituation. Hm, da hat sie recht. Ist eher was kurzfristiges.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

    Einmal editiert, zuletzt von Joe (17. Juni 2026 um 10:21)