• 70% Value investing / 30% special situations

    Ich habe was - 25 Jahre? - gebraucht um das endlich zu verstehen: Der Buffett hat gemacht was ich auch mache!

    Buffett versteht unter Sondersituationen sicherlich etwas ganz anderes, der jagte bestimmt nicht dem letzten Prozent nach mit statistischer Merger-Arbitrage. Market-Timing ist mir von ihm auch nicht bekannt. Er löste allerdings seine Partnership 1969 auf, mit der Begründung, dass er keine attraktiven Gelegenheiten mehr finden würde. Schon Mitte der 1960er wurde es glaub zunehmend schwieriger, und ab 1966 schloss er sie für neue Investoren. Aber danach ging es mir Berkshire nahtlos weiter. Vielleicht könnte man auch den aktuellen Cashbestand so interpretieren.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

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    6 mal Hindenburg Omen getriggert. Oben der Chart ueber der Tabelle ist aufschlussreich. Vor den beiden Crashs von 2000-2003 und 2007-2009 hat das HO wunderbar gewarnt. Im Prinzip auch vor dem Covid-Crash. Meine Interpretation: Der Markt ist anfaellig fuer Trigger. Falls der Trigger ausbleibt, beruhigt sich das ganze wieder und der Markt ist psychologisch wieder robust.

    Was das HO sagt, beobachten viele von euch eh schon: Space X steht hoch, BMW und Vistry stehen tief, und mehrheitlich fallen bereits viele Aktien, waehrend die paar Glamour Aktien die Indizes noch weiter nach oben schieben.

    Das HO misst: ungewoehnlich viele Aktien erreichen ein neues Allzeit 52-Wochen-Hoch, und noch mehr (ungewoehnlich viele) erreichen ein neues 52-Wochen-Tief. Da schieben grosse Aktien die Indizes nach oben, obwohl der gleichgewichtet Markt am Fallen ist (auch das als eine der Bedingungen des HO).

    Man will ja gewarnt werden BEVOR es crasht. Das tut das HO, nur halt zu oft. Im Gesamtbild mit einer recht flachen US-Zinskurve, einem sich weitenden Bonitaetsspread (Vergleiche CCC Junk steigende Renditen versus fallende Renditen fuer alle nicht CCC Bonds); alles zusammen deutet auf gute Chancen eines Crashs hin. Und da die Bewertung allen Grund gibt, schlechtes zu erwarten, so ist das ein goldener Moment wie man ihn nur sehr selten im Leben vorfindet:

    Das ideale Signal zum Ausstieg wegen Crash.

    Crash mit Ansage!

    Ich habe schon einiges vorweg genommen, hatte es nicht mehr ausgehalten, aber nun, wirklich, das sind total dunkle Wolken am Horizont. Der leichte Wind der in Boeen seitlich kommt, kurz vor heftigem Regen - kennt ihr diesen Wind? "Die Ruhe vor dem Sturm" genannt, Boersianer kennen es vielleicht auch als "VStoxx = 16.x"

    Wirklich, ich glaube das ist der Hochpunkt, es knallt jetzt bald, aber so richtig! Diesen Monat noch! Keine Monate mehr, eher Tage als Wochen.

    Geld zusammen halten, nix mehr kaufen. Nicht mitzocken, dem Forum fern bleiben, wenn es sein muss. Nicht dem Klang der Sirenen folgen! Ich werde mich jetzt sogar vor Sondersituationen zurueckziehen, denn witch warnt zurecht: selbst die erwischt es, denn Liquiditaet wird auch aus diesen gezogen. Nur noch Cash, ich bin bei 6.55 Euro raus aus Tate & Lyle. Bei Space X wurde ich ausgestoppt, erst lief es ins plus, dann habe ich es in Minus laufen lassen, Verluste kassiert. So ist das, wenn man eine Aktie kauft von der man nicht ueberzeugt ist, wenn es hart auf hart kommt, hat man nicht den Mut daran fest zu halten. Jetzt wird Space X bestimmt steigen. Meine Frau beobachtet Space X immer noch, als waere es die einzige Aktie auf der Welt. Ich muss ihr noch beichten dass ich laengst verkauft habe... <Seufzer> Nein, das geht nicht!

    Nur fuer den Fall dass das verdammte Ding nochmal steigt, sollte ich lieber eine Stop-Kauf-Order legen, eine Order die erst getriggert wird wenn der Kurs teuerer ist. Ich dachte immer das ist eine Kauf-Order Option fuer die Idioten - jetzt nutze ich sie selbst. Aha. Man stelle sich vor das verdammte Ding steigt auf 300 Euro und ich bin nicht dabei? Wie soll ich das dann meiner Frau erklaeren?

    Zurueck zum Crash: Entwarnung waere fuer mich erst wenn innerhalb von 6 Wochen kein HO Trigger kommt, und eigentlich die anderen Crash-Indikatoren sich auch wieder aufweichen.

    Und verkaufe ich den letzten Rest auch noch? Nein. Nur fuer den Fall, dass ich halt mal wieder falsch liege, behalte ich BMW Vz, B&M und zwei weitere kleine Nanocap Aktien. Falls der Crash kommt, waere man immer besser dran gewesen alles zu verkaufen, aber mit KGV10 < 5 (Rendite 20% p.a.) verkaufe ich nicht. BMW Vz (steht derzeit um die 60 Euro) hat mir 30.90 Euro Dividende bezahlt in 6 Jahren, 44 Euro thesauriert und diese Investionen in Buchwert sind kraeftig gestiegen, Bond rating: A! - allerdings ein schrecklicher Kurs-Verlauf!

    Sowas werfe ich nicht weg. Kann sein, dass ein Uebernahme-Angebot fuer BMW gemacht wird? Tesla koennte BMW doch leicht aufkaufen.

    Und Space X ? --> Dios mio! Bitte lass die Kurs-Rakete nicht zuenden.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

    2 Mal editiert, zuletzt von Joe (20. Juni 2026 um 07:26)

  • Nur mal angenommen der Crash kommt. Die Erwartungshaltung wäre dann, dass die amtierende US Regierung tatenlos zuschaut? Anstatt einfach wieder 1.000 USD pro Nase zu verteilen wie zu Coronazeiten? Oder halt noch mal 1.000 falls das erste Mal noch nicht reicht? Bei denen ist jetzt Wahlkampf, spätestens nach der 250-Jahr-Feier.

    "If it moves, tax it. If it keeps moving, regulate it. And if it stops moving, subsidize it."

    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Zitat von EgonKuhn

    Die Erwartungshaltung wäre dann, dass die amtierende US Regierung tatenlos zuschaut?

    Ja, die schaut zu. Warum erwartest Du etwas anderes?

    Man liest ab und zu dass es ein plunge-protection team gaebe, damit sich (reichen) Aktionaere nicht aermer fuehlen wenn die Kurse fallen. Ich denke das es sowas gar nicht gibt. Hohe Kurse sind doch kaum ein Selbstzweck?

    Eher wuerde die FED US-Staatsanleihen (QE) kaufen. Weniger weil Aktien jetzt billiger ueber den Tresen gehen, sondern eher, weil es wirtschaftlich bergab geht.

    Du darfst nicht vergessen: egal wo der Kurs einer Aktie steht, die Aktie gibt es immer noch. Nur halt billiger! Keine Aktie geht wegen dem Crash verloren, niemand "verliert" etwas, die Wirtschaft loest sich deswegen nicht in Luft aus. Es werden keine Billionen "vernichtet" wenn Preise tiefer stehen. Falls die Dividenden nicht gestrichen werden, bleibt sogar die absolute Dividendenhoehe gleich, da ja die Aktienanzahl gleich bleibt.

    Ich denke der crash kommt erst nach den grossen KI IPOs.

    Der Covid-Crash war, was die Fall-Geschwindigkeit angeht, eine Ausnahme. Er dauerte nur wenige Wochen. Der Dotcom Crash hatte 3 Jahre angehalten, auch der Crash 1929 - 1932 dauerte 3 Jahre. Da ist noch jede Menge Zeit IPOs an den Markt zu bringen. Die meisten Crash haben eine initiale Phase, einen kurzen Ruck nach unten, vielleicht 5% tiefer. Dann eine Wochenlange, oder monatelange Seitwaertsphase, jede Menge Zeit fuer IPOs, die sich dann immer noch lohnen. Die Stimmung ist erst dann im Keller, wenn die Kurse im Keller sind, kann also viele Monate oder bis zu 3 Jahren dauern.

    Die Masse entkommt keinem Crash, denn irgendwer haelt zu jedem Zeitpunkt die Aktien in seinem Depot. Das ganze Geld bleibt erhalten, es wird nur anders verteilt, und es hindert Kurse nicht daran niedriger zu stehen. Es ist nur eine Frage des "Wechselkurses": Wieviele Aktien bekomme ich pro 1000 USD?

    Dem individuellen Investor bleibt ueberlassen ob er die Aktien oder das Geld haelt. Normalerweise hoffen die Menschen auf eine Kurserholung, die dann ausbleibt. Es wird der "Dip" gekauft, in der Hoffnung dass es ein Dip ist. Auch der Crash 1929-32 bot kraeftige Zwischenerholungen an.

    Eine Sache noch: Geld ist ein schreckliches Asset. Es verliert an Wert und wirft keine Zinsen ab. Wer es auf Konten wie der DKB haelt bekommt immerhin noch etwas Zins drauf, meist aber unterhalb der Inflation. Also wenn man raus geht aus Aktien, dann braucht man eine Alternative. Mindestens sollte man sein Geld in einen Geldmarktfond stecken: hier (in Euro, brachte 2.4% in den letzten 12 Monaten) oder hier (in £, auf London umstellen, 1 Jahr Chart betrachten, 4.36% p.a. ).

    Bitcoin halte ich noch immer fuer Unfug, daran haben Zentralbanken kein Interesse. Zentralbanken haben Gold (nicht Bitcoin) in ihren Tresoren. Wenn es hart auf hart kommt sprechen Politiker von Gold.

    Wer bis hier gelesen hat, der mag vielleicht das Maerchen vom elften Lederstueck auch noch lesen?

    Und was mache ich jetzt mit Space X?

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  • Die meisten Crash haben eine initiale Phase, einen kurzen Ruck nach unten, vielleicht 5% tiefer. Dann eine Wochenlange, oder monatelange Seitwaertsphase...

    Das liest sicht so, als ob im Falle eines Falles noch genug Zeit zum Ausstieg beliebt.

    Warum dann die Panik?

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • "If you panic, panic first" - Warum sollte es auch anders sein? Erst Cool bleiben, muerbe werden vom Crash, und im Tief dann panish verkaufen?

    hier ist jemand vorbereitet

    Meine Aussage

    Perma-Bear Hussmann zum Hindenburg Omen, mit weiteren Filtern

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    3 Mal editiert, zuletzt von Joe (20. Juni 2026 um 09:27)

  • Ja, die schaut zu. Warum erwartest Du etwas anderes?

    Zumindest die aktuell amtierende US Regierung betrachtet die Anleihen- und Aktienmärkte als Barometer. Dafür wie die Stimmung generell ist, ob sie sich in irgendwelche Sackgassen verrennen, ob die Rahmenbedingungen stimmen, ob sie irgendwo justieren müssen etc.

    Die FED hat anders als in Europa nicht nur ein Inflationsmandat sondern daneben ein Arbeitsmarkt- und gewissermaßen auch Wachstumsmandat.

    Anders als im Sparbuchdeutschland oder im sozialistischen Staatsfonds Modell a la Norwegen sind breite Teile der US Bevölkerung via 401K und ähnlichen Vehikeln signifikant mehr oder weniger direkt im Anleihen- und Aktienmarkt engagiert.

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    Ronald Reagan, 15.08.1986

    Einmal editiert, zuletzt von EgonKuhn (20. Juni 2026 um 10:15)

  • Die FED hat anders als in Europa nicht nur ein Inflationsmandat sondern daneben ein Arbeitsmarkt- und gewissermaßen auch Wachstumsmandat.

    Aber die FED hat kein "Aktienkurse muessen oben bleiben Mandat". Es spielt fuer die Wirtschaft keine Rolle wo der Aktienkurs steht.

    Die Madeleine Schickedanz dachte (beraten von der Deutschen Bank), indem sie ihre Karstadt Aktien kauft, dass sie ihrer Firma Karstadt/Quelle helfen wuerde. Aber egal wieviele Aktien sie kaufte, es half der Schuldensituation von Karstadt nicht. Karstadt hatte nicht einen Cent mehr Kredit dadurch, dass Schickedanz lauter Aktien anderen Karstadtaktionaeren abgekauft hatte: Am ende war Karstadt Insolvent, und Schickdanz sagte noch immer, sie dachte sie wuerde ihrer Firma helfen, wenn sie die Karstadt Aktien kauft. Geld fliesst doch in Aktien, nein?

    Irrtum, und wer ueber Schickedanz's "Dummheit" lacht, der Irrtum haelt sich in der Masse hartnaeckig: Geld fliesst nicht in den Aktienmarkt, es wechselt den Besitzer. Der Wirtschaft im Allgemeinen und Karstadt im Besonderen hilft es kein bisschen, wenn irgendwer Aktien kauft. Auch wenn es die FED ist, die - laut EgonKuh - doch Aktien kaufen moege, um die Inflation und den Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen und in gewisserweise ein Wachstum damit zu foerdern, wenn Aktien den Besitzer wechseln, und die FED nun der neue Besitzer ist.

    Ich werde nicht muede das immer und immer wieder zu erklaeren, denn es gilt:

    Zitat von Johann Wolfgang von Goethe

    "Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse."

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  • Nicht vetgessen, in den USA hängt die Rente am Aktienmarkt.

    Ich glaube nicht an einen Krach im Hochsommer. Gab es das überhaupt schonmal? Die masters wollen sich doch nicht ihren Urlaub auf den Yachten, in Amalfi oder der Ägeis verderben.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Auch wenn es die FED ist, die - laut EgonKuh - doch Aktien kaufen moege, um die Inflation und den Arbeitsmarkt in den Griff zu bekommen und in gewisserweise ein Wachstum damit zu foerdern, wenn Aktien den Besitzer wechseln, und die FED nun der neue Besitzer ist.

    Ich rechne keineswegs damit, dass die FED Aktien kauft. Womit ich rechne ist, dass sie die Konjunktur zumindest versucht zu unterstützen. Zur Not temporär auch ein Stück weit zu Lasten von mehr Inflation. Sie tariert mehrere Ziele gleichzeitig aus.

    Nicht vetgessen, in den USA hängt die Rente am Aktienmarkt.

    Weshalb die politischen Anreize deutlich anders sind, als in unserem Teil des Atlantiks.

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    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Ja, die Fed wird die Konjunktur unterstuetzen, mit Zinssenkungen und neuerdings mit QE. Aber einen Crash wird das nicht verhindern, und ich glaube auch nicht, dass es jemandem hilft. Die Idee bzw. die Rechtfertigung: niedrige Zinsen erlauben auch Geschaefte aufzunehmen die sich bei hohen Zinsen nicht lohnen. Ich will das jetzt nicht im Detail debattieren, aber Fakt ist, es hat in den bisherigen Crashs nicht geholfen.

    Ein Crash heilt sich selbst: wenn Aktien wieder guenstiger sind, werden sie auch gekauft werden.

    Eine Faustregel hat sich bisher (zumindest im Prinzip) immer bewahrheitet: Stocks only go up!

    Wenn jemand aussteigt (z.B. ich) dann weil er versucht den Markt zu timen, daher der Thread titel. Selten bietet sich ein Bild so klar wie heute, denke ich.

    Ich bin neugierig was der Trigger sein wird? Fehlinvestitionen bei der AI? Irgend ein neuer Krieg? Was war eigentlich der Grund fuer das Platzen der dotcom Blase? --> Kein Grund geht auch.

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  • Ich sehe in den USA keine massive Überbewertung.
    Das Forward KGV liegt aktuell bei 20,6. Die großen Tech-Unternehmen stehen aktuell noch solide da finanziell. Die Gewinne wachsen stetig. Nvidia, Microsoft und Co. haben doch de facto keine ernstzunehmende Konkurrenz.

    Die US-Doomer müssen einsehen, dass die USA Europa technologisch überrunden.

    A nation which can prefer disgrace to danger is prepared for a master and deserves one.

  • Zitat

    Das Forward KGV liegt aktuell bei 20,6.

    Wer bietet mehr! Ich prognostiziere sogar ein KGV von 5. Billichhh Akien! KAUFEN!

    Spass beiseite: Schaetzungen sind meist positiver als die tatsaechlichen Ergebnisse.

    Darum darf man ein echtes KGV nicht mit einem Forward-KGV verwechseln. Wenn Du Dir FWD P/E anguckst dann schau einfach nur den relativen Vergleich an:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Somit liegen wir auch beim Forward KGV ungefaehr auf Dotcom-Blasen niveau. Seit 2021 ist es besonders teuer. Vor Covid lag das Fwd KGV nie ueber 20, ausser zur Dotcom Blase. (und natuerlich seit 2021, wobei man das als Blase bezeichnen kann, weshalb ich ja in Deckung gehe. Ich denke, jetzt siehst Du mit FWD PE = 20,6 doch noch das Blasen-Niveau. (der Median (= rot) macht es auch nicht besser).

    FWD PE ist uebrigens die einzige Metric, die zwar "teuer" anzeigt, aber wo man noch das Gefuehl hat: "Geht schon noch".

    Edit: meine Prognose fuer forward KGV = 5 steht! (allerdings fuer "nach dem Crash")

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (20. Juni 2026 um 15:34)

  • Ich habe es gar nicht mitbekommen: Anthropic (= Claude AI) hat Fable 5 veroeffentlicht, musste jedoch bereits 3 Tage spaeter Fable offline nehmen.

    Grund: es war viel zu gut, die US-Regierung hat interveniert, man hat sich Sorgen gemacht dass Fable genutzt wird um Fehler in verschiedenen Systemen zu finden und diese auszunutzen. Fable startete 10 Juni, und war 12 Juni schon wieder weg.

    Fable schaffte 36% "von sowas" waehrend GPT-5.5 nur 2% "von sowas" erreichte. Fable war angeblich mehr als doppelt so stark wie Opus 4.8, ein wirklich grosser Sprung, keine incrementelle Verbesserung.

    Somit ist es soweit: die Regierungen werden versuchen das unter Kontrolle zu bringen, AI wird zu stark. Gut moeglich, dass wir jetzt GPT-6 bekommen koennten, aber angesichts des Fable politikums wartet OpenAi damit, und gibt nur GPT-5.6 heraus.

    Ich glaube: sowas laesst sich auf Dauer nicht aufhalten. es gibt hunderte von AI-Modellen, und sie werden aufholen. Vermutlich wird es auch open-source AI geben (a la Linux), wo jeder Freak mithelfen kann das Ding zu verbessern.

    Bis dahin: GPT-5.5 ist schon sehr stark. Andere AI modelle vermutlich aehnlich (Claude, Grok, Gemini), und vielleicht sogar besser als GPT, weil man mehr HW resources bekommt die man sich mit weniger Usern teilen muss als bei openAI (GPT mit Marktanteil von ueber 80%).

    Edit: schon klar was AI-disruption bedeutet? Erst freut man sich ueber den Effizienz Gewinn, dann merkt man, dass die Konkurrenz den gleichen Effizienz Gewinn hat, man als Null Wettbewerbsvorteil hat wenn man AI einsetzt. Es bedeutet nur, dass man AI einsetzen MUSS um mithalten zu koennen. Mehr Gewinn bedeutet es eben NICHT und wenn das die Erwartung war, dass die Firmen jetzt mehr gewinn machen werden, dann wird das bitter enttaeuscht. Mehr Produkte werden deshalb auch nicht verkauft (ich werde beispielsweise nicht doppelt so viel Konsumieren), und deshalb kommt es zu massenentlassungen und guenstigeren Produkten fuer den End-Kunden (wir koennen uns freuen, die Zukunft wird besser. Nur halt nicht fuer jeden (wer gerade seinen Job verloren hat), und nicht fuer Freunde von hohen Aktienkursen aufgrund hoher Margen.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Joe (21. Juni 2026 um 14:09)

  • Eine andere Frage bleibt, ob die hohe Bewertung des US-Marktes durch die künftigen Gewinne einiger weniger beherrschender Techfirmen gerechtfertigt sein könnte. Aber der Rest ist ja auch teuer, Nike, Coca-Cola, Walmart usw.

    Der Rest der Welt allerdings nicht so sehr. Also ich glaube nicht an die Theorie der immer steigenden Bewertung. Ich sehe keine plausible Begründung dafür. Die Nullzins-Zeit haben wir ja hinter uns. Die Zentralbank in Verbindung mit fiskalischem Stimulus mag Vermögenswerte treiben können, aber das sollte nicht nachhaltig sein. In Japan wurde irgendwann auch Luft aus der Blase abgelassen, trotz Nullzinspolitik und quantitative easing - von dort stammt ja der Begriff.

    Dass der US-Markt ein Damoklesschwert bleibt, wie Joe nannte, stimmt daher.


    (Edit: an anderer Stelle hatte ich folgenden Chart kuerzlich gepostet: er beinhaltet Markt KBV, Tobin q, trailing TTM KGV, KGVe, Shillersches CAPE (KGV10), Buffett Indikator (total Mcap/GDP), Enterprise_Value/EBITDA, und egal wie man es misst, es sieht doch eher verdaechtig aus: seit Januar (wo dieser Chart gemacht wurde) ist zumindest der S&P nochmals 6% teurer worden, vielleicht kann ich das als Schaeztung nehmen fuer den Chart und somit weitere 6% Punkte draufschlagen, auf nun ca. 106 - teuerste "overvaluation" ever. Was leider "nur" 130 Jahre oder so sind. Viele "Blasen" gab es nicht um daraus eine Statistik machen zu koennen.

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    Bald ein Jahr her. Ich habe fuer diesen kombinieren Chart jetzt nicht nach einem update gesucht. Geschaetzt duerfte es seit dem 15% hoeher stehen, die Skala rechts muesste auf "120" erweitert werden. Diese Bewertung ist die hoechste bisher je da gewesene. Wie vergleichbar ist das alles? Vor 1973 ("Bretton-Woods") gab es einen Goldstandard. Jede Menge Bahnbrechender Innovationen gabs auch:

    Dampf-Schiffe, Eisenbahn, Elektrizitaet, Medizin (Antibiotika), Radio, Telefon, Autos & Flugzeuge, Computer, Internet, AI & Robotik - es erschwert die Vergleichbarkeit. vermutlich ganz wichtig: Bevoelkerungsboom der industrialisierten Laender ebbt ab.

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  • Derzeit bin ich im Kaufstreik. Bijou mit -8.10 Euro tieferem Kurs wegen 6 Euro Dividende (ex-div), sehr unfair. :S:evil:

    Ja, Bijou koennte ich kaufen, aber ich tue es nicht, weil (siehe Market-Timing) die Grosswetterlage imho extrem schlecht ist.

    Die Reaktion von Bijou ex-div spricht fuer sich, kann man vielleicht als weitere Sentimentreaktion werten. Vstoxx noch immer unter 20, auch heute eigentlich ein guter Tag Aktien zu verkaufen, aber das hat nix mit Bijou zu tun.

    Blicke ich auf meinen kleinen Rest meiner Aktien faellt es mir sehr schwer hier noch was zu verkaufen, obwohl ich die Lage sehr baerisch sehe. So wird es andern auch gehen. Denn unterirdisch hat der Crash doch laengst begonnen? Was vorher schon schlecht lief ist in den letzen paar Wochen massiv abgetaucht, so mein subjektiver Eindruck.

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  • Am 25. Juni wurde ein weiteres Hindenburg Omen getriggert. Nach diesem chart ist es das 7.te HO (immer dann, wenn der Chart die oberste Linie erreicht. Man kann auch die Historie fuer die letzten Jahre sehen. Man beachte dann, dass ein HO "scharf" ist erst nach 3 HOs innerhalb von 6 Wochen, es gibt immer wieder mal einzelne Tage, und wenn man die werten wuerde waere es einfach viel zu oft), das 8.te wird im chart noch nicht gezeigt (8.te am 25. Juni). Andere Quelle sagt das 6.te, weil zwei davon knapp verfehlt, aber das ist halt je nach Einstellung und strengerer Auslegung. So oder so, bei 3 Hindenburg Omen gilt die Warnung als getriggert, und je oefter umso gefaehrlicher.

    Heute startet es negativ, da wird nichts mehr getriggert nehme ich an.

    VStoxx = 17.9 --> noch immer ein guter Tag, um Panik zu bekommen ("if you panic, panic first").

    Meine Lieblings-Seite fuer den Buffett Indicator scheint nicht mehr taeglich zu updaten, zeigt immer noch 18. Juni an:

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    Die Zinskurve bei US-Anleihen ist noch ein klitzekleines bisschen flacher geworden, eigentlich nicht der Rede wert, jedenfalls gibt es insgesamt keine Entspannung, im Gegenteil, es sieht alles minimal noch bedrohlicher aus (mehr HOs = ein "HO Gewitter", noch minimal flachere Zinskurve).

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    In der Tabelle betrachte ich "1-3 J" vs "7-10 J". Nur noch 0.219% Rendite-Spread (4.345% - 4.126%).

    2.Spalte ist heute, 3.Spalte gestern, 4.Spalte vor einer Woche (spread hier 0.229%) , 5. Spalte vor einem Monat (spread 0.352%), 6.Spalte vor einem Jahr (also schon recht lange grenzwertig flach).

    (Die "10 J" sollten "10 J ++" heissen, kann durchschnittlich also sonst was sein, beispielsweise "10-50 J".)

    Zur flachen Zinskurve: in anderen Maerkten (Euro, GBP, Yen) sieht es besser aus.

    hier der Link: https://www.comdirect.de/inf/anleihen/r…h/laufzeit.html

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  • so ist das ein goldener Moment wie man ihn nur sehr selten im Leben vorfindet: Das ideale Signal zum Ausstieg wegen Crash.

    Crash mit Ansage! [...]

    Wirklich, ich glaube das ist der Hochpunkt, es knallt jetzt bald, aber so richtig! Diesen Monat noch! Keine Monate mehr, eher Tage als Wochen.

    Der Monat ist vorbei, und auch dieser Crash kam nicht. S&P500 wieder bei 7.500, DAX bei 25.000, ganz knapp unter ATH. Tipp: Wenn man einen Crash vorhersagt, dann nie mit Zeitangabe! ;)

    Den Chart im drittletzten Beitrag (#1.717) habe ich kürzlich aktualisiert gesehen, und da es ein relativer Vergleich ist, steht er aktuell im hundertsten Perzentil und natürlich nicht im 120. ;)

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Ich denke immer noch: Auch heute waere noch ein guter Tag gewesen um auszusteigen. Gerade solche positiven Tagen erleichtern den Ausstieg. Vstoxx <16.5

    Viele Aktien auf der Watchlist stehen Woche fuer Woche tiefer. Ist es in Deinem Depot nicht so? Das HO sagt: "Ja!"

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.