• Jeremy Grantham writes in 2018 "bracing yourself for a melt-up"


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    WIe Wie


    Wie finde ich diese 3-Jahresindikatoren? Ich male eine horizontale Linie mit der Länge von 3 Jahren unter den Peak, und schiebe sie so lange nach oben bis sie links und rechts die Kurve berührt.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Dazu brauche ich keine KI.

    Ach, Autoaktien und Co besagen nichts. Wie oft habe ich davor gewarnt? Ist das nicht sogar eher ein Zeichen eines gesunden Marktes, eher als wenn alles steigt? Es heißt auch, ein Allzeithoch habe keinen Informationswert an der Börse. Es ist der Normalfall, und statistisch war es glaub sogar besser, dann zu kaufen, vermutlich abhängig vom Zelthorizont.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • nixda guter Einwand. Das stimmt!

    Dennoch, ich kann schon das etwas nachvollziehen, denn auch wenn es stimmt was Du sagst, diese linien passen zu markanten punkten, da wo es Knicke gibt. Genau an solchen Punkte wuerde doch jeder die 3 Jahres hoizontallinie einzeichnen? Aber ich denke, das sollte Dein Einwand nicht verkleinern, der ist schon richtig. Mir faellt noch dazu ein, dass die Datenbasis duenn ist. In 4 Faellen war es so. Es gibt auch gar nicht soviele Crashs dass man daraus ein zuverlaessiges Pattern machen koennte. Wenn es wenigstens 50 Crashs gab, oder wenigste 20 major-crashs - aber es gibt nicht einmal 10 in den letzten 140 Jahren, und wie vergleichbar sind die mit heute? 1929-1932 ist bald 100 Jahre her. Der von 1908 noch laenger.

    Winter ich glaube es haengt auch von der Bewertung ab ob ein ATH gut oder schlecht ist.

    Es gab eine Untersuchung des "gold cross" und "death cross": 200 GDL vs 50 GDL - und das brachte wirklich eine outperformance in Jahren die Volatil waren, waehrend es in einer Seitwaertsphase nicht gut funktionierte. Wenn man jetzt wuestte ob es jetzt ploetzlich jahrelang seitwaerts geht mit wenig Schwankung, dann faehrt man mit 200GLD/50GDL schlechter.

    Hingegen, kann man das wirklich nie vorher wissen? Ich glaube dass nach solch rasantem Anstieg die wahrscheinlichkeit eines ausgepraegten ATH, ein "Tannenbaum"-Chart, doch sehr wahrscheinlich ist: also sollte man das vielleicht beherzigen: wird das death-cross getriggert, dann aussteigen. Im Covid-Blitz-Crash war es allerdings zu lahm, obwohl es doch wirklich "Zick" und "Zack" war, mit deutlicher "V"-Bewegung.

    Market-timing ist schwierig, ich traeume immer noch davon. Aber inzwischen denke ich, ich sollte oefter auf GPT-5.5 hoeren. Du meinst ich tue das zu oft, aber die wahrheit ist, wenn ich reinfaelle hatte, dann weil ich seine Warnungen nicht ernst genommen hatte. Er hat mir immer alles ziemlich gut gesagt, nur lese ich ihn zu selektiv.

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  • Wenn man nicht wüsste dass ihr selbstverständlich genau wisst was die nächsten Monate passieren wird .... dann könnte man fast meinen ihr stochert nur wild im Nebel herum ;-)

    Warum die Zeit nicht lieber damit verbringen nach billigen Aktien zu suchen und diese hier zu diskutieren?

    Ich bin auf der Suche und würde mich über Input freuen. :-)
    Und wer die nicht jetzt kaufen will, kann sie auf die Watch tun und bereit stehen...auch gut!

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Seit ich Jeremy Grantham gelesen habe, bin ich mir nicht mehr so sicher mit dem unmittelbar bevorstehenden Crash.

    Es gibt gute Argumente fuer einen Crash, aber vielleicht der wichtigste Grund fehlt:

    Der A/D Chart vom S&P 500 ist noch nicht seit mehreren Monaten schlecht gelaufen. Das scheint, laut Jeremy, bei grossen Crashs immer der Fall gewesen zu sein.

    Diesen A/D chart werde ich weiterhin beobachten. Es bedeutet allerdings auch, dass man, falls es so kommt, sehr wahrscheinlich ein "death cross" sehen wird: Wenn die 50-Tagesdurchschnittslinie die 200-Tageslinie kreuzt. Das wird nur der Fall sein, wenn die Mehrheit der Aktien nahe oder unterhalb ihrer 200-Tageslinie notieren. Das ist derzeit nicht der Fall.

    Somit gebe ich keine Entwarnung, aber die Wahrscheinlichkeit dass es sehr bald passiert verschwindet damit erheblich. Die Wahrscheinlichkeit dass man besser faehrt wenn man heute aussteigt und auf den Crash wartet - die ist m.E. immer noch hoch. Kann sein dass man bis zu 2 Jahre draussen bleiben wird, waehrend man steigenden Kursen nachguckt.

    Aber was heisst "draussen" bleiben? Doch hoffentlich nicht in "Cash"? Mindestens ein Geldmarktfond. Fuer mich ist £ in England ziemlich relevant, fuer mich habe ich ein ETF dass mit 4-5% rentiert, allerdings nicht die Inflation beruecksichtigt. Ansonsten habe ich riskantere Bonds, Squeeze outs, und einfach Story Aktien, der Situation geschuldet, weniger dem Markt. Ausserdem mache ich day-Trading, das funktioniert (fuer mich) ganz gut, kann aber nur warnen: 90% aller Day-Trader machen Verluste. Ich bin halt einer von den 10%. Sehe ich doch, fuer mich klappt es. Vielleicht habe ich wenigstens das gemeinsam mit Schachspielern. Ich bin einer der besseren, auch wenn es jede Menge Spieler und Daytrader gibt, die noch viel besser sind als ich.

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    Kurzfristiger eher im Neutralen Bereich. Der F&G index ist m.E. teilweise falsch, er interpretiert teilweise etwas baerisches genau umgekehrt: bullisch. Ueberwiegend gibt der Index dennoch das richtige Signal. Aus Baeren-Sicht: jetzt koennen die Kurse fallen. Aus Bullensicht: sie koennte auch weiter steigen. (im ernst, vor ein paar Tagen sah der F&G index eher ueberverkauft aus, also ein tiefer F&G ist bullish zu werten. Doch wir sind jetzt einfach im "Rauschen"-Bereich, wo der F&G index kaum aussagekraft hat). Edit: Hindenburg Omen immer noch scharf (Baerisch), VStoxx immer noch sehr niedrig (Baerisch), US-Zinskurve noch immer sehr flach (Baerisch), Junk-Bond vs investment grade - Schere geht auseinander (Baerisch), Fundamental war der US Markt noch nie so teuer wie derzeit (Baerisch), Space X IPO (Baerisch). Aber: Death cross ist nicht getriggert worden, und gleichgewichteter Index ("A/D chart") faellt gegenueber S&P 500 nicht ab (kein "Unterschwelliger Crash"), so heisst es, aber ich sehe viele gute Aktien fallen doch schon seit 1-2 Jahren? Offenbar nicht in den USA. Wenn jemand eine Alternative zu Aktien sieht, nur zu. Aktien sind derzeit toxisch.

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (7. Juli 2026 um 18:06)

  • Hui!

    --> Vstoxx zieht an, von 16 auf 19.x - ich denke das ist grenzwertig, aber halt noch unter 20. Auch heute noch vermutlich ein guter Tag zum Aussteigen. Einerseits.

    Andererseits, es ist eben so: die Divergenz (das auseinanderdriften) von gleichgewichtetem S&P500 vs normal Mcap gewichtetem S&P 500 ist nicht ueber Monate sichtbar. Auch das Deathcross ist nicht getriggert worden (200 Tagesline X 50 Tagesline), wobei, wenn man aufs Deathcross wartet, dann muss es natuerlich einige Prozente gefallen sein, das kann ja chart technisch gar nicht anders moeglich sein.

    Hongkong ist gestern sogar gestiegen, entgegen dem allgemeinen Markttrend. Eine Sonne macht noch keine Schwalbe, also ein positiver Tag an Hongkongs Boersen bedeutet nicht, dass ab jetzt eine Anti-Korrelation zum Weltmarkt startet, aber wenn sich dass in Hong Kong einigermassen haelt, dann ist es ein moeglicher "Exit"? Ich bin sehr skeptisch, aber schoen waere es. Woodpecker erhofft sich sowas, und ich bin ja kein Baer aus Prinzip, ich will auch Geld machen mit Investments, mir ist alles recht solange es funktioniert, und vielleicht ist "diesmal alles anders"? Was fuer Hongkong gilt, was vielleicht fuer andere Maerkte gilt? Wie beispielsweise Malaysien (erreichbar) oder Indonesien (nur ueber ADRs oder Fonds oder Zertifikate erreichbar), Tuerkei, Kazachstan... das sind schon ernsthafte Alternativen. Im SoH Thread schon geschrieben: politisches Risiko gibt es auch in Deutschland, da kann man genauso gut in eine korrupte Bananen-Republik investieren, und so schlimm sind diese Alternativen Aktienmaerkte doch gar nicht. Lieber raus aus Deutschland, rette sich wer kann!

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    3 Mal editiert, zuletzt von Joe (8. Juli 2026 um 11:57)

  • Ein niedriger Volatilitätsindex hat keine Aussagekraft. Das ist der Normalzustand im überwiegenden Teil der Zeit. Lediglich im Crash ist er hoch.

    Ich verstehe die Sorge um die Marktlage sehr gut, aber zugespitzt könnte man die Empfehlung so formulieren: Verkaufen und rausgehen ist gut, aber kaufen ist auch gut, und dann entweder Hongkong oder Large-Cap-SchrottAutomobilhersteller*, oder gleich Storystocks und Daytrading. Was bloß nicht geht, ist Buy&Hold von qualitativ guten und auch im eigenen Vergleich günstigen (europäischen) Nebenwerten, von denen ich zwar nicht weiß, wo sie in einem Monat oder einem Jahr stehen, die aber über die nächsten zehn Jahre hinweg ziemlich sicher inklusive Dividende eine ordentliche Rendite abwerfen werden, und das bei langfristig niedrigem Risiko, zumindest was den dauerhaften Kapitalverlust angeht.

    Wieder andere setzen auf Megatrends wie KI-Chipaktien oder auf teure statt billige Aktien, oder auf Qualität oder gleich alles auf Goldminen. Ich verstehe, warum die Value-Strategie funktioniert (wenn sie denn funktioniert) - weil sie einfach fast niemand konsistent durchhält. Man will nicht langsam reich werden.

    * : Oh, wie werde ich das um die Ohren gehauen bekommen, falls Stellantis sich einmal versechsfacht, dann von 2,50€ auf 15€. 😉

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  • Zitat

    Ein niedriger Volatilitätsindex hat keine Aussagekraft.

    Na eben doch: Sagst Du ja dann selbst: Lediglich im Crash ist er hoch.

    Fuer sich alleine hilft das nicht viel, aber es gibt ja zum Glueck noch andere Indikatoren, und erst mit dem letzen Mosaiksteinchen ergibt sich ein ganzes Bild. Niedriger VStoxx heisst uebersetzt: "Es ist noch nicht zu spaet".

    Zitat

    Was bloß nicht geht, ist Buy&Hold von qualitativ guten und auch im eigenen Vergleich günstigen (europäischen) Nebenwerten

    Nebenwerte noch eher, aber eigentlich: die auch nicht. Das es langfristig funktioniert, bedeutet doch nicht, dass Du sie kurzfristig noch guenstiger bekommen koenntest, falls Du Geld hast.

    Seit ich Jeremy Grantham gelesen habe, bin ich von einem unmittelbar bevorstehenden Crash nicht mehr ueberzeugt, kann jedoch keine Crash-Entwarnung geben. Der Crash koennte kommen, nur waere es untypisch wenn der A/D chart nicht schon Monate vorher divergiert. Diese Divergenz abzuwarten wuerde Prozenpunkte kosten, doch dafuer die Chance auf einen Crash deutlich zu verbessern.

    Fuer mich habe ich entschieden dass ich lieber zu frueh aussteige als zu spaet.

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  • Nebenwerte noch eher, aber eigentlich: die auch nicht. Das es langfristig funktioniert, bedeutet doch nicht, dass Du sie kurzfristig noch guenstiger bekommen koenntest, falls Du Geld hast.

    Da ist auch die Frage, was man will. Will ich unbedingt noch mehr Rendite? Nein, eigentlich nicht. Aber gar keine Rendite, oder jahrelang nur der Tagesgeldzins, nach Inflation und Steuern nahe null, in der Reihenfolge, kann ich mir eigentlich auch nicht leisten.

    Die Evidenz für Market-Timing ist nicht gerade sehr stark, wobei das Problem auch die wenigen unabhängigen Datenpunkte sind, aber sie ist aus der eigenen Erfahrung der letzten 30 Jahre auch nicht null. Vielleicht ist diese Erfahrung aber auch nur Zufall. So gesehen ist es eher eine Reise in unentdecktem Territorium. Daß die Bewertung die letzten 10+ Jahre immer weiter stieg, bedeutet schließlich nicht unbedingt, daß das immer so weitergeht, sondern es erhöht nur die Gefahr des Platzens der Blase. Selbst die Value-Strategie funktioniert seit langem nicht mehr, heißt es - aber genaues wissen wir nicht. Es wäre interessant, eine aktualisierte Ausgabe von What Works On Wall Street zu lesen, nach langen 17 Jahren. Wie dem auch sei: In so unklarer Lage - falls sie denn unklar ist, auch das ist nicht so klar ;), immerhin hat sogar das Shiller-CAPE wieder den Rekordwert aus dem Jahr 2000 erreicht, und alles andere ist noch darüber -, könnte eine Halb-Halb-Strategie sinnvoll sein: Hohe Cashquote und mit dem Rest weiter in Aktien. Das minimiert zumindest die Gefahr, daß man ganz falsch liegt.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Hier noch einen weiteren Indikator gefunden: Spekulieren auf Wertpapierkredit im Verhaeltnis zum BIP.

    Es ist nur logisch dass mit wachsender Wirtschaft auch das Geld mitwaechst und entsprechend auch die Schulden.

    Das war ja die Idee der Maastricht-Kriterien: maximal 3% Neuverschuldung, bei maximaler Verschuldung von 60% im Verhaeltnis zum BIP.

    Eigentlich ist 3% Neuverschuldung zu viel, wenn das Inflationsziel 2% ist. Gedacht wahr wohl, wenn die Verschuldung nur bei 50% im Verhaeltnis zum BIP liegt, dann hat man noch Luft und kann bis zu 3% Neuverschuldung aufnehmen.

    Jedenfalls, die Verschuldung (= das Geldmengenwachstum, denn Geld = Schulden, deshalb ja der Name: Kreditgeld), so die These beim Kreditgeld, waechst mit der Wirtschaft.

    Hier also fuer die USA:

    Margin Debt / GDP

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    ich habe versucht eine noch laengere Zeitreihe zu finden. Und Hussman war wohl schneller:

    Externer Inhalt pbs.twimg.com
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    Wie man am ersten Chart sieht: bis 31 Maerz ging es nochmal minimal runter (klar, Boerse ging runter wegen Iran Krieg), um kurz danach auf neue Margin debt Rekord Hoehen zu klettern. Auf Hussman's chart ist December 2025 ungefaehr gleichauf mit August 2021.

    Aber seitdem hat die US-Boerse zugelegt und der Wertpapierkredit auch.

    Kredite wachsen nicht mit dem GDP. Das ist Wunschdenken der Gruender des Euros mit ihren Maastrichtkriterien. Das hielt vielleicht bis 1995, aber seitdem (vielleicht) aufgrund von Zinseszins waechst Kredit exponentiell, Wirtschaftswachstum annaehernd linear (eigentlich ist nicht einmal linear auf Dauer moeglich bei einer begrenzten Welt, aber fuer den Beobachtet Zeitraum von ein paar Jahrzehnten ist linear angenommenes Wirtschaftswachstum eine brauchbare Arbeitshypothese).

    Jede Spitze muss tendenziell, wenn das mit dem Kreditmengenwachstum stimmt, hoeher liegen las die vorangegangene.

    Dass soviel auf Wertpapierkredit spekuliert wird "wie noch nie" ist zu erwarten. Dennoch kann man feststellen, dass relative Spitze doch recht markante Zeitpunkte anzeigt, die zum Thema passen: Market-Timing.

    Der Hussman Chart geht (linke Skala) nur bis 4%. Aktuell steht es bei 4.44%. Das ist schon ein Sprung hoch genug um das Ende der aktuellen Spitz erahnen zu koennen. Die vorangegangenen spitzen sind auch nicht dermassen stark angestiegen zu den Spitzen ein paar Jahr zuvor.

    Luft nach oben ist sicherlich vorhanden. Denn vergleicht man den prozentualen Anstieg von 1987 mit 2000 (13 Jahre Differenz), dann ist es gleich um +2% angestiegen, von knapp unter 1% auf knapp unter 3% = 2% differenz.

    Milchmaedchen rechnet: August 2021 ist ca. 5 Jahre her, also 2% x 5/13 = 0.77% zuwachs gegenueber August 2021 wenn man es mit dem Zuwachs von 1987 bis 2000 vergleicht. So gesehen sind noch 0.3% "mehr" drinnen.

    Darauf Wetten? Nein, natuerlich nicht. Es ist einmal eine Indikation mehr, die einen warnt.

    Es ist als haetten wir einen Vstoxx = 60 und wir uns fragen wuerden: geht der VStoxx noch weiter rauf, oder haben wir schon ein Crash-Tief erreicht? immerhin wurden auch schon VStoxx-Werte von ueber 80 gemessen, also "Luft" beim Vstoxx nach oben ist durchaus noch drinnen.

    Dass Margin Debt/GPT = 4.44% sehr hoch ist, steht wohl ausser Frage.

    Die A/D Linie bestaetigt leider keinen bevorstehenden Crash, und das ist leider einer der wichtigeren Indikatoren, wenn man es mit historisch kraeftigen Crashs aus der Vergangenheit vergleicht. Einen Crash kann es schon geben, aber vielleicht wirds nur ein "buy the dip" wenn der Vstoxx auf 30-33 hoch geht.

    Doch selbst da sind wir noch nicht. Vstoxx unter 20.

    Interessanter Indikator, schon deshalb, weil er nicht schon wieder Aktien misst, sondern "Zocken auf Kredit", und die relativen Spitzen "hinter" durchaus markante Punkte anzeigen. Wie weit kann die Spekulation auf Kredit noch ansteigen? Wann ist ein Vstoxx so tief/hoch dass es nicht mehr tiefer/hoeher geht? Das kann man nicht sagen, und doch, da sieht man schon eine Warnung?

    winter meint ja, ein niedriger Vstoxx hat keine Aussagekraft. Jeder der sich einen langfristigen V-Irgendwas Chart anguckt kann bestaetigen: Vor einem Crash ist die Vola niedrig, im Crash tief ist sie hoch. Was winter meint ist vielleicht: gibt es einen Tiefpunkt der verlaesslich ist und sagt: "jetzt aussteigen"?

    Nein, den gibt es nicht. Genau wie bei einem Crash: Vstoxx > 40 bedeutet nicht, dass es das schon war, Vstoxx > 80 ist moeglich, es gibt keine feste Unter/Obergrenze.

    Deshalb zu sagen es haette keinerlei Aussagekraft? Ich stimme nicht zu, fuer mich sind das starke indizien: es wird auf Kredite gezockt, und die Erfolge machen immer leichtsinniger. Jede Vorsicht wird zunehmend ignoriert. VStoxx zeigt sehr niedrige Nervositaet an, hoher "Margin debt/ GDP" level zeigt hohe Risikobereitschaft an, und fundamentale Bewertung zeigt an, dass man 8-12 Jahre spaeter mit absoluten Verlusten rechnen muss. Real gesehen (inflation beruecksichtigt, Dividenden beruecksichtigt, Aktien Rueckkaufprogramme beruecksichtigt, Steuern auf Dividenden nicht beruecksichtigt).

    Ich wuerde niemals auf die Idee kommen, auf Market-timing zu achten, wenn es historisch nicht so teuer "wie noch nie" waere. Denn je billiger der Markt ist, desto schneller werden Kursverluste wieder ausgebuegelt, denn bei billigen Aktien ist die Dividende langfristig entsprechend hoch, ist der thesaurierende Effekt der Reinvestitionen in Aktien staerker.

    Ein draussen bleiben lohnt umso mehr je schlechter der Aktienmarkt bewertet ist. Bei negativ zu erwartender Aktieninvestment Rendite lohnen schon mickrige 4-5% Zinsen via Geldmarkt-fond.

    Cash Erhalt ist wichtig. Vermutlich lohnt es auf einen Crash zu warten. Aber die A/D Linie divigiert noch nicht signifikant, heisst es. Habe ich es ueberprueft? Huestel... nein. Ich glaubs einfach mal. Jeremy hat nein gesagt.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Joe (9. Juli 2026 um 10:20)

  • Was war denn August 2021?

    Das war dieser Rückgang in Tech damals, oder?

    Weil mein Depot lief damals gut, ziemlich gut im Plus sogar meine ich.

    Jan 2018 kann ich mich jetzt auch spontan nicht an einen Crash (bei mir im Value Depot!) erinnern.

    Dann hoffe ich mal dass sich derlei wiederholt, und nicht 2007.

    Weil dass da gernell Luft entweichen wird, da bin ich voll bei dir.

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  • Ah, doch noch was gefunden. Den Margin debit/GDP chart kann man etwas langfristiger einstellen und logarhythmiert darstellen. Das erscheint mir Sinnvoll, erst recht ab dem Zeitpunkt wo dieser log Chart startet. Denn der Kredit scheint exponentiell zu wachsen, 3% Neuverschuldung und 60% max debt vom GPD ist Wunschdenken der Gruender des Euros. Kredite wachsen und deren limit ist die Unbezahlbarkeit/ die Ueberschuldung, bzw. endet es mit Bankrott. Staatsbankrott oder Insolvenz aller Orten, irgendwann ist schluss. Bei Richard Werner hiess es, dass jenseits der 90% Verschuldung es kein Staat mehr geschafft hatte, die Verschulung wieder zurueckzufuehren - es kam immer zum Staatsbankrott. Die 90% sind laengst ueberschritten, aber Werner's Beobachtung ist eine empirische Faustregel, keine bestaetigte Theorie.

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    Die Punkte sind im log-Chart noch immer markant.

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  • woodpecker : Dein Depot lief ab August 2021 gut? (ATH am US-markt war genau zur Jahreswende ende dezember 2021/anfang Januar 2022). Fuer die meisten lief es knapp ein Jahr schlecht, ca. August 2021 - August 2022, dann erholte es sich wieder.

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  • Ich müsste die Details nachsehen, aber 2021 war eines der Jahre mit meiner stärksten Outperformance ggü DAX.

    Mein Depotfaden sagt: Depot inkl Cash und Gold Performance 2021: +32% ggü DAX +16%.

    Jetzt wo ich hinschaue: Der DAX schmierte nicht August 2021 ab, sondern erst ab Jan 2022.
    Nasdaq und S&P 500 auch!
    Kein Markt schmierte bereits August 2021 ab - das ist interessant, weil den Marginchart oben hätte ich auch so gedeutet.

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  • ich habe GPT-5.5 "Pro 20x" um eine Zusammenfassung gebeten (also nicht die Spielzeug GPT-5.4 "thinking" Version die viele von euch benutzen), insgesamt hat GPT-5.5 "Pro 20x" etwa 30 minuten nachgedacht. verteilt ueber 3-4 Kommentare, meine Diskussion mit ihm zum GMO papier von Jeremy Grantham, wo ich meine die Omen und Zeichen zu sehen, es passiert was Jeremy als Bedingungen eines Endes einer Blase nennt. Kurzfassung: GPT meint "Naja..."

    Danke für die Infos.

    Was mich interessieren würde ist folgendes:

    Ich denke, du hast die KI so befragt, dass Du die Brille des „Value-Anlegers“ trägst und im Unterbewusstsein auf Alarm bzgl. Crash bist. Welche antworten würde Chatti liefernn, wenn Du nun aus der Sicht eines bullischen Anlegers fragen würdest?

    Ich hoffe ich kann mich verständlich ausdrücken.

    Vielleicht fragen wie „ welche Aktien und welche Branchen werden weiter Rekordhöhen erreichen? Wie lange geht der Bullenmartk? Auf welcher stufe sind wir?“ usw…

  • mobilpage: ja, stimmt, dass kann schon sein. Meine diskussionen sind immer subjectiv genau wie meine Beitraege hier im AZ Forum, alles andere waere ja komisch.

    woodpecker "Kein Markt schmierte bereits August 2021 ab": das genaue ATH ist in diesem Zeitraum schwer zu erfassen, es plateaute gerade, ich sehe 3 kleine Spitzen, die August Spitze nicht die hoechste davon, sondern die Spitze kurz danach. Auf komma genau wuerde ich mich nicht festlegen und mich darauf verlassen, dass es jedesmal ein Fruehwarn-Indikator ist (vielleicht ist es das?). Auch jetzt passt die Spitze, der Letzte Datenpunkt mit 4.44% Margin debt ist vom 31/5/2026, also schon 5 Wochen alt. Wir stehen heute ungefaehr immer da wo wir Ende Mai standen, oder? Die Betrachtung in meinem letzten chart mehr als 20 Jahre, und Hussman betrachtet sogar ueber 50 Jahre. Selbst da sind es nur 8 Datenpunkte die Hussman hat. Das ist leider gar nicht so viel. Interessant ist es allemal, und fuer mich ein weiterer Indikator.

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  • Beitrag von witchdream (9. Juli 2026 um 19:10)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Beitrag überholt. Merke: Erst lesen, dann schreiben... (9. Juli 2026 um 19:13).
  • Zum Margenkredit: Das ist eine interessante Statistik, aber auch da muss ich leider Wermut in den Wein kippen. Es gibt meiner Meinung nach eine zyklische und eine strukturelle Komponente, die sich beide überlagern. Die zyklische kehrt tendenziell zum Mittelwert zurück, aber über die letzten Jahrzehnte hinweg könnte es auch eine strukturelle Verschiebung gegeben haben, nämlich durch die Entwicklung des Finanzmarktes, und von der sollte man nicht erwarten, daß sie sich wieder umkehrt. Es haben vielleicht mehr Marktteilnehmer Zugang zu Wertpapierkrediten. Diese Überlagerung macht die ganze Statistik kaum mehr interpretierbar.

    Nach Hussmans Grafik hätte man es schon im Jahr 2015 mit der Angst zu tun bekommen sollen. Ich tat das auch, und war bis zum Coronacrash draußen...

    winter meint ja, ein niedriger Vstoxx hat keine Aussagekraft. Jeder der sich einen langfristigen V-Irgendwas Chart anguckt kann bestaetigen: Vor einem Crash ist die Vola niedrig, im Crash tief ist sie hoch. Was winter meint ist vielleicht: gibt es einen Tiefpunkt der verlaesslich ist und sagt: "jetzt aussteigen"?

    Nicht nur das. Es ist ein für Market-Timing typischer Denkfehler. Ja, vor jedem Crash gab es - irgendwann zuvor - eine Phase mit niedrigem Volatilitätsindex, aber daraus kann man leider (fast) keinen Umkehrschluss ziehen. Es gibt nicht nur keinen verlässlich bestimmbaren Tiefpunkt, und selbst wenn es den gäbe, wüßte man nicht, wie lange es dauert, bis irgendwann einmal ein Crash kommt.

    Es ist ähnlich wie die Aussage, daß vor jedem Gewitter die Sonne scheinte. Aus dem Tag mit der längsten Sonnenscheindauer kann man in der Hinsicht wenig Information ziehen. Wenn man das als Maß nimmt, würde man den halben Sommer verpassen.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
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