• Das "Gute" ist ja, dass die Market-Leaders zuerst fallen. Es gibt noch einige Aktien die steigen.

    Ich vermute das der DAX ein guter Proxy ist - er haelt sich vergleichsweise gut. Nasdaq, Nikkei, Kospi - sie alle fallen schon. Insbesondere der Kospi. Der S&P500, weil stark von Techwerten dominiert, unterscheidet sich kaum vom NASDAQ 100. Ansonsten, FTSE, DAX, CAC ... sie halten sich noch relativ gut.

    Wenn es crashen sollte (und es nicht nur ein Dip wird): das bleibt nicht so. DAX & Co holen die Leader noch ein. Mein Erfahrungshorizont schliesst die Zeit ab Anfang 2000 ein (1998 habe ich aber nicht mitbekommen). Zuerst hielt sich alles, was nicht Nemax war, noch relativ gut.

    Damals wurde ich beraten, man sagte mir es wird crashen, und ich habe es auch geglaubt und mich zurueck gehalten. Eingestiegen bin ich dann verstaerkt im Crash "9/11" 2001: Etwas zu frueh.

    Aber ich erinnere mich: der Nemax fiel wie ein Stein, aber der Dax blieb einigermassen stabil. Naja.

    Ob sich das so wiederholen wird? Jedenfalls gehe ich davon aus. Noch steht alles nahe Allzeithoch, koenne ein Dip werden, nur glaub ich das nicht so richtig. In etwas mehr als einem Monat kommt Crash Monat September vorbei. Vielleicht broeckelt es bis dahin vor sich hin, einiges wird noch steigen. Vielleicht.

    Meine Kaffeesatz-Prognosen sind schlecht, aber immerhin, ich handele danach, ich bin ziemlich deutlich aus "Aktien-Long" ausgestiegen, doch wie Winter treffend sagt: man ist immer investiert, bzw. man kann nicht nicht investiert sein. Geld ist ein "terrible asset" wusste schon Waren Buffett. Nein, das mache ich nicht. Ich bin in Aktien-Short duration investiert, was nicht "shorten" ist, sondern: wind downs, squeeze-outs, tender offers, takeover offers, Share swap offers, und ich mache sogar day-trading. Day-trading ist ein bisschen stressig, nach 2 Monaten hatte ich die Lust Verloren, obwohl es funktioniert: ich bin ein hervorragender Day-trader.

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  • winter hatte gerade zur Zinswende ein paar interessante Charts gepostet.

    Interessanterweise ist die Zinskurve in den USA relativ flach. Ich glaube sie war vor einem Jahr sogar negativ. wenn die Zinskurve invers ist, ist das ein baerisches Zeichen (soweit stimmt das Verstaendnis), aber es ist ein frueher Warnindikator (man will ja frueh gewarnt werden). Was viele missverstehen: Der Crash kam immer erst dann wenn die Zinkurve aufhoerte invers zu sein und positiv wurde. Vom Zeitpunkt der inversen Zinskurve vergingen immer so 12-18 Monate.

    Somit: Gestern oder heute oder doch zumindest demnaechst sollte es crashen, wenn man dem Indikator "inverse Zinskurve" glauben schenken mag. Es crasht ja bereits hier und da: Kospi, Japan, Nasdaq 100... vielleicht ist es der Crash, vielleicht ist es nur ein Dip. Wenn sich die Verluste ausweiten, dann wird man hinterher das ATH im Juni ausmachen. Auch je nach Index.

    Achja, Hindenburg-Omen wurde wieder getriggert. Nein nicht das von mir vor ein paar Tagen berichtete, sondern jetzt schon wieder und dann schon wieder. Somit sind jetzt noch 6 HOs innerhalb des 6W Zeitraums "scharf". die letzten 3 am 24.07., 27.07. und 29.07

    Und 3 HOs gelten bereits als bestaetigtes HO, man brauch die 3 HO's vom letzten Monat gar nicht, doch sind HO's 6 Wochen "gueltig" (nach allgemeiner Lesart). Somit sind jetzt noch 6 HO's scharf. In den letzten 12 Monate wurden wirklich viele HO's getriggert, richtig inflationaer.

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  • Wir reden immer über die Bewertung des US-Marktes. Gut und recht. Aber wie sind denn eigentlich (europäische) Nebenwerte bewertet, genauer gesagt: Small Cap Value?

    Wenn es lediglich eine lange Stagnation gibt wie ab Mitte/Ende der 1960er Jahre, das berühmte "permanently high plateau" ohne externe Schocks wie die beiden Ölpreisschocks, dann kann man denke ich die Bewertung von US-Tech ignorieren, sofern Valueaktien wenigstens normal bewertet sind. Ich meine im eigenen Vergleich - Value ist schließlich per definition günstig im Querschnitt.

    Wenn es hingegen, wie es oft der Fall ist, eine Rezession gibt, weil sich die hohen Investitionen als nicht profitabel herausstellen, dann dürfte es auf das Crashszenario hinauslaufen. Der Vergleich mit den Telekoms dürfte ganz gut passen. Es ist kein gutes Geschäft. Am Ende hat man vielleicht ein wenig differenziertes Produkt mit hohen Fixkosten, für das kaum jemand Premiumpreise zahlen will, weil das kostenlose DeepSeek kaum schlechter ist (das scheint auch so), und wo man deshalb die Preise senken muß, um Marktanteile zu gewinnen, was auf die Margen drückt.

    Ich weiß nicht, wie es kommt. Das erste Szenario scheint jedenfalls denkbar. Das Problem ist, daß man nicht von einzelnen Aktien verallgemeinern sollte. Natürlich gibt es günstige Aktien, aber das können auch die sein, die bei näherer Betrachtung entweder zu Recht günstig sind, oder es sind nur einige wenige, die halt noch übersehen wurden. Normalerweise interessiere ich mich nur für die und nicht für den Rest des Marktes, wozu auch, daher ist mein Blick leider nicht repräsentativ.

    Man bräuchte entweder sowas wie die KUV-Liste von Börse-Online, die Herakles früher gepflegt hat. Oder alternativ repräsentative Old-Economy-Aktien, die aber eigentlich im voraus ausgewählt werden müßten, sowas wie KSB, Jungheinrich, Sixt, Einhell usw.

    Z.B. gibt es Aktien wie Nestlé mit fast 4% Dividendenrendite. Vielleicht wird da gespielt, daß sie durch Eigenmarken angegriffen werden. (Keine Empfehlung, nur Beobachtung, weil ungewohnt) Bei den Autoaktien, so günstig sie geworden sind, könnte es auch mehr als nur ein zyklisches Tief sein. Wenn sie den technologischen Anschluß an die chinesische Konkurrenz verlieren, dann würde ich nicht davon ausgehen, daß alle Premiumpreise nur für die Marke zahlen wie bei Mode. Usw.

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  • es muss uebrigens nicht der "grosse" Crash sein. Derzeit lohnt es m.E. sogar, einfach nur auf hoehere Vola zu warten.

    6 HO's (3 genuegen!) und ein Rekordverdaechtiges "Margen-Debt ratio zu irgendwas" (z.B. zur Geldmenge M2), und noch immer liegt die negative Yield Kurve keine 18 Monate hinter uns (dieser Indikator also auch auf "Alarm" - das genuegt vollkommen. Selbst wenn es ab jetzt fuer immer teuer bleiben wird, es wird schon nicht fuer immer eine Vola von VStoxx unter 20 bleiben.

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (4. August 2026 um 19:08)

  • Hier die US-yield curve, d.h. typischerweise 10jährige minus 2jährige Anleihen, aber es wird nicht einheitlich verwendet. Man findet alle möglichen Daten dazu: https://www.ustreasuryyieldcurve.com/b/kQCRVI

    Es ist bekannt, daß in den wenigen beobachtbaren Instanzen (hier die letzten 50 Jahre, geht für 10J ./. 3M bis 1934 zurück) fast immer nachdem die Zinskurve wieder ins Positive gedreht war, die Rezession folgte, und parallel ein Einbruch am Aktienmarkt, hier nicht dargestellt. Diesmal läßt es aber bereits seit September 2024 auf sich warten, und es geht auch nicht so steil weiter wie früher.

    PS. Eine höhere implizite Volatilität und auch eine Korrektur von 10% oder 20% wird es sicherlich geben, fragt sich bloß, von welchem Kursniveau aus...

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  • Alles muß man selbst machen... Ich hatte es zwar für deutsche Nebenwerte anders in Erinnerung - damalige Valuetitel waren z.B. Sixt, KSB, (Hans) Einhell, Aurubis (damals noch Norddeutsche Affinerie), Salzgitter, Fuchs (Petrolub), vielleicht auch Jungheinrich oder Sto (damals darbte die Baukonjunktur bereits seit der Einheit), und kein einziger von denen konnte im Kurs zulegen zwischen März 2000 März 2003. Immerhin haben einige sich ungefähr gehalten.

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    Nach dem DAX steht jetzt auch der S&P500 Kursindex auf Allzeithoch mit 7736, und auch der Nasdaq 100 schoß wieder nach oben, gestern +3,32%. Die These vom beginnenden Crash ist damit erstmal falsifiziert.

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  • Value small cap hat aber insgesamt sogar zugelegt. 2000 und 2001 gab es Gewinne (18.x% und 18.x%), erst 2002 war Value-small-cap ein bisschen (-8.x%) betroffen, insgesamt jedoch ein Plus.

    Leider ist nicht bekannt wie sich "Value" zusammensetzt. Einfach nur Aktien mit niedrigem KBV?

    Die Alternative zu Aktien waren damals Bonds: Selbst Staatsanleihen rentierten mit ca. 7% p.a., und wenn man ein bisschen suchte, fand sich sicherlich auch besseres. Immerhin ist "Value" ja auch ein Filter, warum also nicht "BB+" herausfiltern?

    Achja, wie aehnlich das doch alles ist: auch jetzt sind die Zinsen nicht bei Null, und auch jetzt gibt es Alternativen, vermutlich nicht so gut wie damals, aber immerhin.

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  • Das soll auch die Aussage sein, small value habe sich gut gehalten. Die Jahre 2000, 2001 und 2002 sind richtig gewählt, dagegen kann man nichts einwenden. Wie es jeweils definiert wird, Bewertung und Größe, weiß ich nicht, vermutlich ist es die Morningstar-Style-Box, die laut KI bedeutet: Die obersten 70% nach kumulierter MCap sind Large Cap, dann 20% Mid, und die untersten 10% Small. Bei der Bewertung ist es ein komplizierter Score für Value und Growth, für den eine Differenz gebildet wird. KGVe 50%, dann ein je Achtel KBV, KUV, KCV und Dividendenrendite, und für den Growth-Score zu 50% das langfristig erwartete Gewinnwachstum, und je ein Achtel historisches Gewinnwachstum, Umsatz-, CF- und Buchwert-Wachstum. Dürfte mechanisch gesehen passen.

    Aber schaut Euch ruhig mal die Kursentwicklung von den oben genannten Aktien an (logarithmische Skalierung). Die Sixt-Stammaktie kam von über 40€ im Jahr 1998, fiel Anfang März 2000 von 17€ auf 15€ und fiel bis 2001 auf 3€, 2003 um 4€. KSB AG von 100€ auf 66€, das waren doch beides Horst-Fugger-Aktien. Kamen von 300€ im Jahr 1997/98. Hans Einhell dümpelgurkte von 2,50€ auf 1,60€ im kurzen Tief, unter sehr geringer Schwankung. Sto von über 20€ recht kontinuierlich auf unter 10€. Salzgitter von 9,50€ unter Schwankung im Tief auf 6€. Fuchs konnte leicht zulegen, Jungheinrich schwankte, je nach Zeitpunkt leicht im Minus oder nicht, und oft war der Kursverfall erst ab Mitte 2002 bis Mitte 2003. Es ist natürlich jeweils das Tief herausgepickt. Dividenden für drei Jahre kamen ggf. noch dazu. Der Vergleich mit Anfang 2000 bis Ende 2002 ist in der Hinsicht fairer. Keine Ahnung, ob diese Rezession mehr eine deutsche Sache war - ich erinnere mich noch an den Bundestagswahlkampf Stoiber gegen Schröder "Schlußlicht in Europa" etc. Sowas trifft Nebenwerte, die mehr für den lokalen Markt produzieren, halt mehr. Parallelen zur heutigen Zeit sind rein zufällig... Der SDAX-Performanceindex, der vielleicht auch damals nicht nur aus Value-Aktien bestand, halbierte sich ziemlich genau von 3200-3300 auf 1621 Punkte, und das recht kontinuierlich. Und genau so habe ich es in Erinnerung. Deshalb tue ich mir sehr schwer damit zu sagen, 2000 bis 2003 sei eine gute Zeit für Value-Aktien gewesen. Für deutsche jedenfalls nicht - und die oben genannten waren schon Ende der 1990er auffällig günstige Valueaktien, vielleicht mit Ausnahme von Jungheinrich und Sto. Österreich war auch besser.

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    Einmal editiert, zuletzt von Winter (5. August 2026 um 18:40)

  • Also die Entwicklung beim Mib (Italien) unb beim cac waren ähnlich wie in Deutschland. Die Internet-Euphorie hat im gesamten iecd Raum zu hohen Investitionen, wirtschaftlichem Aufschwung und steigenden Kursen geführt. Und als Zweifel an der werhaltigkeit aufkamen und Cash ist King galt und nicht mehr Klicks, ging es abwärts.

    Allianz hat jetzt ihr altes hoch aus dem Jahr 2000 erreicht. Im Prinzip ist jetzt alles um ki, Chips, Stromerzeugungskapazitaet (bloom) teuer, die Finanzwerte auf hohen Kursen, der Rest eigentlich nicht s teuer. Aber wenn die Finanzwerte abstürzen, stürzt der Rest wegen einer potentiellen Kreditklemme mit ab. In der FT war heute ein Artikel, wie Google und broadcom für die durch finanzintermediaere finanzierten Investitionen von antrophic bürgen. Gewinn heute, Risiko morgen. Immerhin werden Kryptominer zu ki Rechenzentren umgebaut, also wird der Strom vielleicht ein bisschen produktiv genutzt.

  • Hier wurde NVidia genommen, aber mittlerweile könnte man auch SpaceX nehmen mit abenteuerlichem KGV, die machen ja mit Grok auch im KI, dann ist auch dieses Kriterium erfüllt.

    Der Buffett-Indikator könnte fragwürdig sein wegen der Globalisierung (Techfirmen eben heute alle amerikanisch). Aber bei S&P500-KUV sieht es ja genauso aus. Beim Shiller-KGV gab es auch Kritik an der Berechnung, aber ich finde die Quelle nicht mehr.

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  • Tolle Arbeit und Analyse Winter !

    Hier der Unterschied zwischen der Dotcom Blase und heute: P/E peak ist heuer nicht so hoch. Die teuren Leader haben echte Einnahmen. In der Dotcom Blase war's heisse Luft. Man wird viel Umsatz haben und man wird einen hohen Cashflow haben und die Gewinne werden hoch sein - aber derzeit ist man noch in den Startloechern. Man sah dass das Internet eine tolle Sache wird, views-per-page Wachstumsraten. Verluste waren ok, man investiert und views-per-page war die neue Metric.

    Das ist bestimmt aehnlich bei AI Klitschen der Fall, doch diesmal konzentriert sich alles auf die paar grossen AI's: Grok, GPT, Claude/Fable, Gemini, keine Ahnung ob DeepSeek noch im Rennen ist. AI's die man alle nur indirect handeln kann.

    Was die Euphorie in der dotcom blase angeht, sie ist schwer zu messen, doch wie immer man sie misst, subjektiv glaube ich war damals die Naivitaet und der Wahnsinn damals noch viel groesser als heute.

    "Volksaktie Telekom", "B2B/B2C", "Cashburn rate", "Biotech", Firmen die "dot" oder "com" oder "net" im Namen hatten stiegen alleine wegen ihres Namens, Gewinne waren egal, die Idee zaehlte und die survival rate (cashburn). Es gab Firmen, die bestanden aus wenig mehr als eine Powerpoint Praesentation. Und dann ein haufen IPOs mit anschliessenden Betrugsskandalen. Es gab grandiose Fehlschlaege: Solarworld, Enron, CargoLift, manche ueberlebten - aber wie? Singulus Kurs heute bei ca. 7.58 Euro, rueckgerechnet auf Juli 2000 war der Kurs in der Spitze bei ca. 11,000.00 Euro = Du teilst den Kurs durch 1000 und Du bist noch nicht einmal nahe dran am heutigen Kurs.

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  • "Hier der Unterschied zwischen der Dotcom Blase und heute: P/E peak ist heuer nicht so hoch. Die teuren Leader haben echte Einnahmen. In der Dotcom Blase war's heisse Luft."

    Das stimmt nicht so ganz. In der Dotcom-Phase waren in D viele IPOS ums Internet nicht viel mehr als heiße Luft. Der Nemax enthielt zum Hype aber auch sehr viele Medienfirmen mit schon realen Umsätzen. Sie zahlten dann bloss viel zu viel für irgendwelche Rechte.....

    Und auch Werte mit realen Umsätzen wie Cisco etc. verloren nach dem Hype deutlich. Der Unterschied zu damals ist, dass weniger "Hoffnungswerte" über einen IPO finanziert wurden. Heute werden sie durch VC, durch private debt, oder durch Lieferantenfinanzierung (NVIDIA; google, MS, oracle) bei den Investitionen finanziert. D.h. aber auch, dasss ein Scheitern größere wirtschaftliche Folgen hat, bei Verlusten gibt es mindestens Zweitrundeneffekte.

  • Interessante Metrik

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  • Ich lag wohl falsch mit meiner Crash Vorhersage. Nichtsdestotrotz sind die HO Signale alle noch scharf, debt-Margin zu "irgendwas" (beispielsweise zu M2) in den USA ist abscheulich hoch. Ich halte insbesonder die AI investitions ausgabe mittles Schuldenexzesse fuer gefaehrlich (Lando hatte ebenfalls diesen Gedanken, siehe seinen Post vorher).

    Ich sehe keinen Trigger. Eher im Gegenteil: Iran-Krieg mit SoH situation und Russland/Ukraine Krieg kann nur besser werden, d.h. positiver Newsflow ist eher zu erwarten als ein Crash trigger.

    Ich bleibe bei meinen Short-Investments, und fahre damit bisher sehr zufriedenstellend, besser als nur die Tagesgeldzinsen auf irgendeinem Konto. Nicht ohne Risiko, aber jedenfalls mit stark reduziertem Crash-Risiko.

    Je hoeher die Bewertungen an den Boersen, desto mehr lohnt es sich, nicht long-Aktien zu gehen. Das Jahr 2026 laeuft bisher hervorragend, aber das war 1999 auch schonmal so. Es bleibt ein heisser Ritt, der immer heisser wird.

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  • HO wurde am Donnerstag 6. August getriggert. Somit 4 neue HO's in weniger als 2 Wochen. Die aelteren HOs fallen demnaechst oder sind bereits aus dem 6 Wochen Fenster herausgefallen. Somit "nur" 4 HO's, wobei 3 HO's schon deutlich genug waeren.

    Es gibt Jahre da wird kein einziges HO getriggert. Die auffaellig haeufigen HO's zeigen einfach einen Markt der eigentlich schon angefangen hat zu fallen, nur die grossen Indizes werden noch von Tech-Aktien angetrieben. Wer keine Tech-Aktien besitzt koennte damit schlecht gefahren sein.

    Somit keine Entwarnung, ich glaube noch immer, dass es jeden Tag demnaechst passieren koennte.

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  • Wie unterscheidest du eigentlich ein HO vom nächsten? Wenn an zwei aufeinanderfolgenden Tagen oder Wochenständen ein HO getriggert wird, sind das dann 1 oder 2 HOs? Im letzteren Fall hat es wenig Bedeutung, wenn mehrere HOs auftreten. Dann ist evtl. nur der Markt längere Zeit verzerrt wie aktuell.

    Und wie unterscheidet man die Richtung des Marktes insgesamt - also hoch oder runter? Wird das HO nicht auch im Aufschwung getriggert, wenn wenige Aktien dem gesamtem Markt einfach deutlich voraus sind? Dann könnte ja der Markt noch insgesamt unter der 200 Tage Linie sein, aber dann langsam Fahrt aufnehmen.

  • 2 Tage hintereinander = 2 HO's.

    Zitat

    Main Criteria

    • Simultaneous Highs and Lows: The number of new 52-week highs and the number of new 52-week lows on the New York Stock Exchange (NYSE) must both exceed a minimum threshold (typically 2.8% of total issues traded, or at least 2.2% in some adjusted models) on the same day. [1, 2]
    • Highs/Lows Ratio Limit: The number of new 52-week highs cannot be more than double the number of new 52-week lows (though new lows can be more than double the new highs). [1, 2]
    • Market Uptrend: The broader market index (such as the NYSE Composite or S&P 500) must be in a nominal uptrend, defined as being higher than it was 50 trading days (about 10 weeks) ago. [1, 2]
    • Negative Market Breadth: The McClellan Oscillator (a breadth indicator measuring advancing/declining issues) must be negative on that same day. [1, 2]
    • Clustering Requirement: A single day triggering these rules is often viewed as a preliminary warning; a true validated signal generally requires a cluster of multiple occurrences within a 30-day window.

    Weil die Leute die Kriterien des HO's unterschiedlich stark einstellen kann es leichter oder schwerer getriggert werden.


    Simultaneous Highs and Lows:

    mindestens 2.8% + 2.8% = mindestens 5.6% aller Aktien die zufaellig ein neu 52W hoch oder 52W tief erreichen ist viel seltener als wenn es 2.2%+2.2% = 4.4% aller Aktien betrifft. Leider schreiben die Analysten nie, was ihre Kriterien waren.


    Im Prinzip zeigt das HO an das die Indizes noch steigen, die gleichgewichteten Indizes (kleinste Microcap Aktien genauso gewichtet wie die magnificient 7) jedoch bereits fallen. Darum "Market Uptrend" (index zeigt steigend) + "Advancin/Declining" (breadth zeigt fallend, sieht man oft im eigenen Depot: die eigenen Aktien laufen schlecht).

    Und so geht es an 3 verschiedenen Tagen. Je oefter ein HO getriggert wird desto auffaeilliger. Die Interpretation ist: Viele Investoren verabschieden sich, waehrend die Euphorie an den bekannten Mainstream Aktien noch anhaelt. Es ist eine gute Idee, doch es koennte auch zufaellig mal so sein. Da es soviele Kriterien benoetigt ist "Data-Mining" nicht ganz von der Hand zu weisen. Praktisch gesehen kommt noch die unterschiedlichen Einstellungen hinzu. Die juengsten 4 HO's wurden nicht ueberall bestaetigt, sie sind vermutlich schwaecher eingestellt worden.

    Normalerweise wird das HO sehr selten getriggert, es kann Jahrelang ausbleiben. Doch 2026 wurde es sehr oft getriggert.

    Ich sehe auch welche Aktien steigen und welche fallen: bestimmt Tech-Aktien steigen, und insbesondere Automobil branche Aktien fallen.

    Der Markt ist nicht konform.

    Wenn die Leute risikofreudig sind, dann sind sie es normalerweise fuer alles. Risiko wird ausgeblendet - fuer alle Aktien.

    Da wir einen Crash erkennen wenn er schon -30% hingelegt hat, waere es schoen, Fruehwarn Indikatoren zu haben. Das HO ist so ein Indikator.

    Dann blickt man auf Bonds: Auch hier total Risikofreudig? Nein! C-Bonds Zinsen steigen, waehrend sicherere B-Bonds fallen. Normalerweise wuerden die Leute fuer ein paar Prozent mehr auch den letzten Schrott kaufen. Doch nicht zur Zeit.

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    Die oberste dunkelgruene Kurve sind C-Bonds. Ihre Rendite steigt seit 1.5 Jahren. Seit ca. 1 Jahr eindeutig anders als alle anderen Bonds. (Anfang 2025 stiegen alle Renditen, und sie fielen auch alle gleichzeitig bis ca. vor einem Jahr. Vielleicht sehe ich nochmal einen gleichlauf Anfang 2026 bis ca. April: Die Renditen aller Bonds steigen und fallen. Seit April faellt die dunkel-blaue Kurve (B-Bonds) waehrend die C-Bond rendite weiter steigt.

    Meine Interpretation: Die Leute fangen an Risiko zu vermeiden, es koennte ein Sentimentwechsel anzeigen.

    Jetzt noch ein Trigger, und es stuerzt alles grandios ab.

    Und noch eine Risiko Messung: Margin-debt --> zocken auf Wertpapierkredit. Je hoeher die Kurse desto mehr Kredit benoetigt man, so dass die absolute Margin-Debt hoehe nicht soviel aussagt. Man muss es durch etwas brauchbares teilen. Die Geldmenge M2 sieht gut aus. Andere haben es mit dem BIP (=GDP) probiert. Hier der Chart Margin-debt/ M2 (und darunter ein weniger aussage-kraeftiger Chart: je hoeher die Kurse, desto mehr Kredit bekommt man. Deshalb der Versuch mit der Geldmenge M2, um es in ein besseres Verhaeltnis zu setzen. Aber ist M2 zwingend logisch? Ich weiss nicht so recht):

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    Dann noch diese Indikation:

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    Die Zinskurve war vor einem Jahr recht flach, vor einem Monat noch flacher (4.501% - 4.209% = ca. 0.3% Unterschied) hat sich jedoch mittlerweile entspannt. Das ist eine leichte Entwarnung. Allerdings: es crashte nie wenn die Zinskurve negativ wurde, sondern erst 12-18 Monate danach. Dieses Danach ist ca. JETZT. Wir liegen mehr als 12 Monate nach der negativen Zinskurve, und naeher dran an 18 Monaten.

    Das ist alles keine genaue Wissenschaft. Wenn es erst 20 Monaten spaeter seit negativer Zinskurve crasht, ja, dann wuerde ich die negative Zinskurve fortan noch hoeher gewichten anstatt zu sagen: "diesmal hat das nicht funktioniert".


    Jetzt muss es nur noch crashen, was es ueberhaupt nicht tut. Und was den Newsflow angeht: vermutlich nur positives zu erwarten - Iran Krieg geht zuende, Russland/Urkraine Krieg wird beendet, Oel faellt, Trump wird abgeloest ... sowas ist eher zu erwarten als negative News.

    Die Indikatioren warnen vor einem Crash. KOSPI Crash koennte als Vorlaeufer gesehen werden.

    Das Gute ist: es gibt Alternativen zum Aktienmarkt. Beispielsweise: Die Zinsen sind relativ hoch, man muss nicht komplett auf Rendite verzichten. Einige Bonds rentieren mit 6% und ich halte sie fuer sicher.

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  • Logisch wäre einzig und allein der Bezug der Wertpapierkreditsumme zum Börsenwert. Daß dann "nichts rauskommt", heißt eben nur, daß es sich nicht um einen unabhängigen Indikator handelt. Alles andere mißt MCap/BIP oder MCap/M2. Es ist unsinnig, das doppelt zu betrachten und sich dann über eine vermeintliche Bestätigung zu freuen. Kein Ergebnis heißt eben kein Ergebnis! Das ist auch eine Aussage. Daß der Indikator auf diese Weise auch früher nie angeschlagen hatte, ist eben so.

    Nachtrag zu oben: Jungheinrich und Sto waren schon damals wohl eher die durchschnittlichen und eher qualitativ besseren als super günstigen Midcaps, dafür eher langweilig.

    Bei der Norddeutschen Affinerie weiß ich auch nicht mehr, wie sie bewertet war, aber schon wegen des Namens maximal uncool und auffällig. In die gleiche Kategorie und günstig, daran meine ich mich zu erinnern, fiel Kali und Salz, heute K+S. Die stiegen tatsächlich (und nach 2003 erst recht) - vermutlich, weil vom Rohstoff getrieben? So etwas suchen wir auch heute. Ähnlich, genauso altbacken: Südzucker. Die hatten tatsächlich um den März 2000 herum ein kurzes Tief bei knapp über 10€, und stiegen dann auf um 15€. Beide allerdings nicht so klein, MDAX/SDAX.

    Bei der BayWa weiß ich die Bewertung auch nicht mehr, aber die Aktie fiel von knapp 4€ auf 2,60€.

    Es gab auch noch ein paar andere vom Börse-Online-Kurszettel mit sehr niedrigem KGVe und/oder höher Dividendenrendite, deren Namen mir heute entfallen sind und die heute vom Kurszettel verschwunden sind und damit nicht mehr auswertbar, z.B. Hach. Ach ja, Nordwesthandel wäre vielleicht auch infragegekommen? Ich weiß nicht, ob die 2000 schon günstig waren, aber die Aktie viel von knapp 20€ auf 2€! Also schwierig, schwierig.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Noch gilt party on:


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