• Ein echter Short-squeeze dauert bestimmt nicht so lange. Wenn er vorbei ist (spaetestens heute, vermute ich, es sei denn es war kein Short-squeeze), gibt es kein weiteres Auftriebspotential von dieser Seite.

    Was passiert bei einem short-squeeze? Das zocken auf Kredit hat dazu gefuehrt dass sich jemand uebernommen hat ("verzockt"). Zwangs-Eindeckung hat dann den Domino-effekt und den naechsten Shorty erwischt es - auch dessen Margin-Kredit ist nicht mehr gedeckt. Kaskadierend im Domino-effekt ist es recht schnell vorbei: bevor man zwangsverkauft wird, verkaufen Shorties freiwillig kurz bevor sie zwangseingedeckt werden (waere nur zwangsverkauf zugange, waere es ja schon in sekunden vorbei). Sehr hohes Volumen und sehr schnelle Aufwaertsbewertung in einem Baeren-Trend sind typische fuer short-squeezes, weshalb ich von einem solchen ausgehe. Irgende eine Webseite (zerohedge?) hat darauf hingewiesen dass es sich um einen short-squeeze handelt.

    Sowas ist eine Chance auszusteigen, kein Signal zum einsteigen. Baeren-Trend noch intakt.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Wobei auch jetzt schon ziemlich viele Stunden gehandelt werden kann. Bit ca. 1:00 AM (eine Stunde nach Mitternacht) UK Zeit, und dann wieder ab 9:00 AM (UK). Fuer Deutschland bis 2:00 Morgens, dann wieder ab 10:00 Uhr. Fuer die meisten Aktien jedenfalls.

    Aber ja, es ist vielleicht ein bisschen ein Crash Signal. Die Jugend von heute ist vor allem zwischen 22:00 und 7:00 Uhr aktiv, schlaeft 12 Stunden und wacht dann wieder um 19:00 Uhr. Alles lichtscheues Gesindel. Und gerade die Jugend zockt um diese Zeit via Robinhood.

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  • Irgendwo auf der Welt ist immer Tag und somit jemand wach. Es wird spannend, wie Intraday aussieht. Wenn 24h gehandelt werden kann, kann eine Schockwelle endlos länger um den Globus schwappen. Jetzt ist die zumindest temporär unterbrochen und die Gemüter können sich abkühlen.

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    Zitat
    50/15/6 signal 1Margin Debt decelerationBear-market within next 12m?Outcome
    ~Mar 1955~Jun 1955NoFalse positive under 12-month rule
    ~Jun 1968~Sep 1968Yes, ~6m~35% bear market
    ~Feb/Mar 1972~Sep 1972Yes, ~10–11m~50% bear market
    ~Dec 1985~Jun 1986No1987 crash came ~21m after Signal 1 and 14m after Margin Debt YoY deceleration; too early for the rule
    ~Dec 1999~Apr 2000Yes, ~3–4mDot-com bear; deceleration came essentially too late to improve timing
    ~Jun 2007~Jul 2007Yes, ~4m GFC bear
    ~Mar 2021~Apr 2021Yes, ~9–10m2022 bear
    Apr 2026Jun 2026?Current unresolved signal


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  • Die Idee der Analyse von GPT kam von mir, nur auswerten konnte ich es nicht, aber GPT.

    Grob formuliert: die gelbe Flaeche zwischen Margin debt und Mcap (beides year-over-year) ist wichtiger als nur der Abstand zwischen ihnen.

    Meine Idee ist: Wenn gezockt wird, dann nicht nur einen Monat lang. Ein Bullenmarkt schaukelt sich auf, und die Risiken die man eingeht werden immer groesser. Es zieht sich ueber monate hinweg wo die Kreditaufnahme extrem ist, der gelbe Bereich dauert mehrere Monate an.

    Wirklich gefaehrlich wird es, wenn das Sentiment kippt: die Leute bauen ihren Kredit ab, sie werden Vorsichtiger. Dieses zweite Signal ist nicht so treffend wie das erste Signal, aber es ist noch immer auffaellig, und eine zusaetzliche Warnung.

    Beide Warnungen haben wir bekommen: April 2026 das Signal 1, und im July dann Signal 2. Letzteres interpretiere ich als: "es ist ziemlich bald soweit - aus Risk-On wird Risk-off: man wird vorsichtiger, Margin Debt ab."

    Die gelbe Flaeche ist ein staerkeres Signal als die Hoehe (z.B. 72% im Jahr 2021 oder 80% im Jahr 2000. Ich benoetige nur: ziemlich viel Kredit wurde kuerzlich aufgenommen, und 50% mehr ist schon sehr hoch.)

    Man sieht die gelbe Flaeche 2021 nicht gut, aber rechnerisch ist sie vorhanden. Optisch nicht so gut zu sehen, mathematisch aber eindeutig.


    Achja, July war schon. kann jederzeit passieren, aber wenn ich mir die Historie angucke, dann passt September oder besser noch October sehr gut ins Bild.

    Im Dotcom Crash kam der Kreditabbau zu spaet, bzw. mit fallender Mcap war der Kreditabbau zwangslaeufig der Fall, somit gab es keine (zusaetzlich) Warnung zum Ausstieg. Da es aber erst langsam in einem Bogen fiel, so meine ich, das die zweite Warnung im April 2000 noch vielen Aktionaeren genuegt haette, um dem meisten Elend vom Crash zu entkommen. Das ist so spaet ("zu spaet") eigentlich nicht, von wegen "essentially no useful additional lead time." - es waere sehr "useful" gewesen noch im Mai 2000 auszusteigen (sell in may and go away)

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (22. August 2026 um 23:11)

  • Google Trends: bestimmte Suchbegriffe koennten eine Euphorie oder ein Crash-Tief signalisieren.

    Dummerweise funktioniert Begriffe nicht mehr so gut sobald sie gut funktioniert haben, einfach deshalb, weil dann nach ihnen gesucht und gehandelt wird. Insbesondere mit AI (frueher neuronale Netze?) wird das regelmaessig abgefragt.

    Ich habe deshalb meinen "eigenen" Signal-Begriff gesucht, einen der noch nicht bekannt ist.

    Bekannt sind die Suchbegriffe: Recession, Bear Market, Debt

    Ich habe "best broker" ausprobiert. Hier der Google Trend:

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    oder hier: "stable stocks" (ich vermute dass wenn jemand das sucht, dann fuerchtet er eher den Crash, es signalisiert den Trendwechsel zu "risk-off"?)

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    Auch "fear & greed" (man sucht wohl den fear & greed index) zeigt ein Peak. Suchbegriffe sind eine fruehe warnung vor einem beforstehenden Crash. Ich kann nicht sagen wie lange vorher, aber ich vermute es sind eher einige Wochen, vielleicht auch 2-3 Monate.

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (5. September 2026 um 00:18)

  • Es gibt noch die Alternative C-rated Bonds. Manche davon zahlen irre hohe Zinsen, bzw. eigentlich werden nicht hohe Zins bezahlt (kein hoher Coupon) sondern der Bond ist so stark abgestuerzt im Kurs. Man kann hier doch manchmal recht guenstig einen riskanten Bond bekommen. Richtig, riskant ist ein C-Bond schon deshalb, weil der Bond bereits im Verzug ist mit der Zinszahlung. Dennoch, nicht alle Bonds sind so schlimm - wenn man genauer hinguckt kann man ziemlich risikoarme Schnaeppchen finden - jedenfalls ist das Risiko m.E. manchmal recht ueberschaubar, die Rendite jedoch gross.

    Es ist eine total uebersehene Alternative zum Aktienmarkt.

    Edit: dann wiederum, ich stolpere halt auf kurzfristige Bonds. Keine Bonds die noch Jahrelang laufen. Solche suche ich nicht, denn diese fallen in einem Crash aehnlich wie Aktien, jedoch gehebelt nach Laufzeit. Und die "interessanten" Bonds sind praktisch immer sehr illiquide.


    Edit 2: der obere Graph (dunkel gruen) zeigt die C-Bond rendite. Sie steigt waehrend sogar B-Bonds fallen. Der Anstieg von C-Bonds (und Divergenz zu den anderen Bond-Typen) ist ein Signal fuer "risk-off". Es waere staerker wenn die B-Bonds auch steigen wuerden, denn prinzipiell ist B schon ganz schoen riskant.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Joe (5. September 2026 um 20:40)

  • Aber: Wenn der Markt noch "risk-off"iger wird, geht dann deiner These zu folge nicht der Spread noch weiter auseinander, sprich die C-Bonds fallen?
    D.h. im Crash wärst du mit denen dann doch nicht unkorreliert?

    Du schreibst das zwar bereits für lange Laufzeiten selber, aber in gewissen Maß müsste es doch auch für Kurze gelten?
    Ok, schreibst du eigentlich auch selber, "gehebelt nach Laufzeit".
    Meine Frage ist also: ist der Hebel denn je so niedrig dass weiterhin eine positive Rendite entsteht, auch im Crash?
    Kann ich mir kaum vorstellen.
    Vorallem wenn der Crash aus der Ecke "Zweifel an der Staatsverschuldung" kommen sollte.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Zitat von woodpecker

    Wenn der Markt noch "risk-off"iger wird, geht dann deiner These zu folge nicht der Spread noch weiter auseinander, sprich die C-Bonds fallen?

    Mich hat risk-on versus risk-off auch durcheinandergebracht, denn wer schaltet um auf risk-off/on? Wenn jemand C-Bonds kauft gibt es ja immer jemanden der C-Bonds ihm verkauft.

    Was ich gemeint habe: man will keine riskannten C-Bonds besitzen, sie werden weitergereicht wie heisse Kartoffeln, niemand will sie besitzen, irgendwer muss sie jedoch besitzen. Somit werden sie durchgereicht und der Zins der C-Bonds steigt (was Kursverluste bei den C-Bonds bedeutet - der Kupon bleibt ja gleich).

    Wenn Euphorie herrscht wird Risiko gerne ausgeblendet. Das nenne ich "risk-on". Man jagt allem hinterher was auch nur ein bisschen mehr Rendite verspricht und geht dabei unangemessen hohe Risiken ein. Nachfrage nach C-Bonds steigt bei "Risk-on", d.h. der Zins auf C-Bonds faellt.

    Die Divergenz die ich hier beobachte (C-Bond Zins steigt) bedeutet das man das Risiko scheut (risk-off).

    Ich finde auch B-Bonds noch recht riskannt, und der Zins sollte bei B-Bonds ebenfalls steigen, was jedoch nicht der Fall ist. Somit wird derzeit nur das allergroesste Risiko vermieden, nicht jedoch die noch immer recht riskannten B-Bonds.

    BB-Bonds werden noch "Junk" genannt, sind jedoch gar nicht so junk wie behauptet wird, deshalb, fuer meine Interpretation, sind BB-Bonds noch immer Investierbar (investment grade). Die Ausfallrate von BB ist noch immer sehr gering.

    Tja, perfekt ist das alles nicht. Wann ist ein Vstoxx zu hoch/zu niedrig, sollen B-Bonds auch steigen und nicht nur C-bonds? Wo liegt die Grenze?

    Margin-Debt lohnt nur, solange die Aktien auch steigen, denn derzeit, in den USA (also 80% der Welt) sind die Zinsen ca. 5% (je nach Broker), und Aktien muessten somit mehr als 5% abwerfen, damit es sich lohnt, Steuer nicht beruecksichtigt. Werfen US-Aktien 5% ab? Bei einem CAPE von mehr als 40 garantiert nicht, sondern 1/40 = 2.5%.

    Aktien muessen steigen, damit die Rechnung aufgeht. Wenn sie es nicht mehr tun, muss der Margin Credit zurueckgefahren werden. Ob es der Anfang eines Baerentrends ist: Manchmal war es so. Es gibt mal wieder nicht genug Datenpunkte in der Historie. Die paar wenigen die es gibt: siehe meine vorherigen Beitraege zum Margin debt year-over-year und die GPT Analyse.

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  • Soweit verstehe ich dich und gehe da mit.

    Meine Frage bezog sich eher darauf dass ich den Eindruck hatte du würdest C-Bonds als möglichen sicheren Hafen ansehen wenn man weder Aktien nich Cash halten will und die Wahrscheinlichkeit für einen Crash hoch einschätzt.

    Hattest du das so gemeint oder habe ich das vielleicht falsch verstanden?

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  • Nein, Du hast das richtig verstanden. Bei den C-Bonds ist es so: kurzfristige Bonds koennten faellig werden bevor es crasht. Die Laufzeit ist so kurz, dass man halt nur bis zur Faelligkeit halten muss, wobei das gerade bei "C" ja eher eine verspaetete Faelligkeit sein wird. Und doch kann man diese Faelligkeit gut schaetzen. Ohne in Details zu gehen, weil ich mir jetzt nicht selbst Konkurrenz bei marktengem Wert machen moechte, es ist doch so: es wird nicht einmal hingeguckt wo das "Problem" ist. Bestimmt sind viele C-Bonds fuer den Muell, aber halt nicht alle. Es ist ein Markt, der total ignoriert wird, insbesondere jene Bonds, die gar kein Rating haben. Was die Problem Gruende sind? Manchmal gar nicht die Solvenz (was man annehmen wuerde), das Geld ist durchaus vorhanden, die Rueckzahlung erfordert jedoch die Freigabe einer Behoerde, oder eines Gerichtsbeschlusses, eine verzoegerte Fusion, und es liegt nicht in der Hand des Unternehmens sondern der troedelnden Behoerde.


    Edit: erinnert ein bisschen an den Witz wo jemand den verlorenen Autoschluessel unter der Laterne sucht, obwohl er ihn doch doch im Dunkeln verloren hat. Aber er sucht unter der Laterne einfach deshalb, weil es dort heller ist.

    Analog: man sucht halt weiter bei Aktien, auch wenn der Aktienmarkt teuer ist. Alternativen? Ja, die gibt es, aber da sucht keiner.

    Mein Tip: dort suchen wo keiner sucht! Wo das ist? --> ja, das ist Teil der Suche.

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  • Nein, Du hast das richtig verstanden. Bei den C-Bonds ist es so: kurzfristige Bonds koennten faellig werden bevor es crasht. Die Laufzeit ist so kurz, dass man halt nur bis zur Faelligkeit halten muss, wobei das gerade bei "C" ja eher eine verspaetete Faelligkeit sein wird. Und doch kann man diese Faelligkeit gut schaetzen. Ohne in Details zu gehen, weil ich mir jetzt nicht selbst Konkurrenz bei marktengem Wert machen moechte, es ist doch so: es wird nicht einmal hingeguckt wo das "Problem" ist. Bestimmt sind viele C-Bonds fuer den Muell, aber halt nicht alle. Es ist ein Markt, der total ignoriert wird, insbesondere jene Bonds, die gar kein Rating haben. Was die Problem Gruende sind? Manchmal gar nicht die Solvenz (was man annehmen wuerde), das Geld ist durchaus vorhanden, die Rueckzahlung erfordert jedoch die Freigabe einer Behoerde, oder eines Gerichtsbeschlusses, eine verzoegerte Fusion, und es liegt nicht in der Hand des Unternehmens sondern der troedelnden Behoerde.


    Edit: erinnert ein bisschen an den Witz wo jemand den verlorenen Autoschluessel unter der Laterne sucht, obwohl er ihn doch doch im Dunkeln verloren hat. Aber er sucht unter der Laterne einfach deshalb, weil es dort heller ist.

    Analog: man sucht halt weiter bei Aktien, auch wenn der Aktienmarkt teuer ist. Alternativen? Ja, die gibt es, aber da sucht keiner.

    Mein Tip: dort suchen wo keiner sucht! Wo das ist? --> ja, das ist Teil der Suche.

    Ah ok, du meinst also Bonds mit richtig kurzer Restlaufzeit, also nur noch Tage oder Wochen.

    Und du meinst dass es dort zu Fehleinschätzungen des Marktes kommt wegen zu geringer Coverage.

    Das klingt plaubibel. Kann gut sein, weil praktisch alle Institutionelle C-Bonds vermutlich garnicht halten dürfen oder wollen.
    Es ist also ein kaum beackerter Markt, ergo gibts unentdeckte Chancen.

    Übrigends genau der Ansatz den ich bei HongKong, Türkei, Kasachstan und anderen Märkten auch habe. Auch dort ist die coverage extrem niedrig. Institutionelle aus den großen Anlegermärkten (USA) dürfen oder wollen keine Hongkong Aktien haben, erst Recht nicht irgendwelche Mini-Klitschen dort.
    Somit gibt es dort systematisches Underinvestment und einen Edge für uns kleine Fische die sich die Mühe machen genauer hinzuschauen.

    Somit ja, da hast du vermutlich tatsächlich ne gute Alternative gefunden!
    Für mich leider nichts, weil es bleibt ja die Aufgabe zu beurteilen was das Insolvenzrisiko nun wirklich ist.
    Das kann man Tool nicht, und ich bin echt schlecht in derlei Detektivarbeit.
    Auch wäre es mir als fauler Sack zu stressig da dann alle paar Wochen neue Werte finden zu müssen?

    Aber egal, ich hab ja meine China- und sonstige Klitschen.
    Dir viel Erfolg dir weiterhin mit den C-Bonds! Spannend klingt es allemal.

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  • Für mich leider nichts, weil es bleibt ja die Aufgabe zu beurteilen was das Insolvenzrisiko nun wirklich ist.

    Da hilft neuerdings GPT, man sollte GPT jedoch schein 1-2 Minuten Nachdenken lassen. Er sucht und findet und liest den Geschaeftsbericht, erklaert Dir die Debt-Ratios, vergleicht mit "was wuerde Moody's als Rating setzen?". Du befragst ein bisschen drum herum, und dann kannst Du Dir recht sicher sein, denn "falsch" und "Halluzination" gibt es nur noch sehr selten, auch wenn sich die Geruechte hartnaeckig halten dass GPT immer noch oft dichtet. Bei 10 Sekunden vielleicht, nicht aber bei 1-2 Minuten des Nachdenkens. Ich vertraue GPT mittlerweile blind, aber noch vor ein paar Monaten hatte ich ihn immer gebeten mir die Quelle zu zitieren (Seite im GB und Zitat, dann geprueft - und da es immer stimmte, mittlerweile mein blindes Vertrauen.) . Wenn GPT sagt er hat im GB nachgelesen, dann hat er das auch.

    Notfalls mit mehr als nur einem Prompt. GPT-Terra gibt es vermutlich immer noch kostenlos wenn Du einen VPN dazwischen schaltest. Vor ein paar Monaten gab es das 20 USD abo in der Tuerkei kostenlos fuer 30 Tage, und sollte man vergessen haben es zu kuendigen, dann ist openAI so kulant und berechnet fuer die ersten paar Tage des Folgemonats trotzdem nichts, auch wenn es offiziell heisst dass anteilig abgerechnet vom angebrochenen Monat wird. Falls Du kein VPN hast, HolaVPN bietet fuer 20 Minuten kostenlos VPN, Tunnelbaer auch ganz ok (glaube ich und haelt laenger), das genuegt, wenn Du nicht troedelst. Andere VPNs gibt es gleich kostenlos, doch HolaVPN erreicht mehr Laender und hat "echte" Server in vielen Laendern, wird also von Geoblocking weniger betroffen sein als andere VPNs. Ich hatte GPT-Sol 20x Pro in den Philippinen zum halben Monatspreis bekommen, werde es jedoch demnaechst nicht mehr verlaengern. GPT ist zwar immer noch Version 5.6, dennoch ist GPT-5.6 derzeit staerker als noch vor 1-2 Monaten - ich vermute mehr HW und bessere Utilization Zuteilung. Es ist als ob du das gleiche Spiel auf einem besseren PC spielst und in den Einstellungen dann die Aufloesung, Anti-Aliasing, shadows etc. hochschraubst. OpenAI hat die Parameter bereits 2 mal bei GPT-5.6 veraendert/verbessert, auch wenn es noch immer GPT-5.6 heisst - es ist deshalb noch besser geworden trotz gleicher Version. AI entwickelt sich rasant, sie wird uns alle ausrotten.

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (7. September 2026 um 11:10)

  • Sehr kurzfristige Anleihen lohnen nicht wegen der anteilsmäßig hohen Kaufspesen, und etwas längerlaufende zu kaufen, wenn man von einem Crash ausgeht, in welchem sich typischerweise die Refinanzierungsmöglichkeiten für solche Unternehmen drastisch verschlechtern werden - klingt nicht gerade schlau. Gerade auf den letzten Metern dürften solche Anleihen doch besonders riskant sein. Es fallen ja nicht isoliert die Aktienkurse, wenigstens wird es Verwerfungen am Kreditmarkt geben in einer Finanzkrise. Der nächste Crash wird ein Bondcrash sein, schrieb Peter Huber gestern. Es gibt zwar kein Zinsänderungs- bzw. Spreadrisiko, wenn man bis zur Endfälligkeit hält, und unter normalen Umständen ist auch das Ausfallrisiko überschaubarer als bei langen Laufzeiten, aber im Gegensatz zu langlaufenden (sofern es bei denen keine anderweitigen Fälligkeiten zwischendurch gibt) ist die Anfälligkeit gegenüber einer Finanzkrise erhöht. Genau davor willst Du Dich aber schützen!

    Es ist immer die gleiche Art von Denkfehler, Du übersiehst immer den Haken.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Zurück zum Thema Market-Timing:

    Verdad Research hat untersucht, wie sich hohe bzw. niedrige Aktienplatzierungen auf die Aktienrendite im Folgejahr auswirken.

    Zumindest in einigen Sektoren läßt sich ein extrem hoher Prognosefaktor nachweisen: Je mehr Aktien platziert werden, desto mieser ist im Folgejahr die Aktienrendite. Das gilt insbesondere für Biotech/Pharma, Communication Services, Health Care und andere.

    Interessanterweise ist dieses Jahr bei Biotech/Pharma eine sehr hohe Aktienplatzierung zu beobachten (d.h. schlechte Aussichten für die Kurse nächstes Jahr), wohingegen die Communication Services aktuell nur sehr wenige Aktien platziert haben.

    Vielleicht sollte man sich mal den Bereich Communication Services näher ansehen - auch sonst ergeben sich aus dem Artikel einige Anregungen.

  • wegen der anteilsmäßig hohen Kaufspesen

    Tja, trotz relativ niedriger Kaufspesen kann es sich lohnen. Bei so kurzfristigen Anlagen sind die Spesen sehr entscheidend, man muss es mit spitzem Bleistift ausrechnen. Generell hast Du sicherlich recht: der Spesenanteil ist so hoch, dass es oft nicht lohnt. Das kann frustrierend sein, und fuer die meisten hier lohnt es nicht. Man muss schon einen extrem guenstigen Broker haben.

    witchdream : Ja, das ist ein interessanter Filter, eine "smoking gun" die in eine bestimmt Richtung zielt. Jetzt bleibt noch die Frage: was sind communication services? Teleperformance mit Call-Service? Da fuerchte ich die AI-Disruption. Das zurueck rudern weg von AI und weiterhin Menschen ist sicherlich nur vorrueber gehend so, denn die AI hat sich seitdem rasant weiterentwickelt. GPT-6 ist tatsaechlich nochmal ein Sprung nach vorne. Was ist besser bei GPT-6?


    - - - -

    Bisher hat GPT-5.6 alles schoen recherchiert, gut zusammen gefasst, mir die relevante Information gegeben.

    GPT-6 scheint mich zusaetzlich zu beraten. Waehrend GPT-5.6 weiss was ich suche, so scheint GPT-6 einen Schritt weiter zu gehen: er weiss was ich will, denkt mit und beraet mich. Das mitdenken ist ausgepraegter. Bei GPT-5.6 war es schon vorhanden, im Sinne von "welche Info" suche ich. GPT-6 ist eher "warum suche ich die Info, und sollte ich besser etwas anderes betrachten? Worauf will ich hinaus?" - GPT-6 beraet staerker. Bei GPT-5.6 muss ich halt nachhaken und fragen, selbst drauf kommen. Abgesehen vom Mitdenken, GPT-6 soll noch token-effizienter sein, mehr Tokens haben (mehr memory), und hier und da verbesserungen die man nicht merkt, in ihrer Gesamtheit dann eben doch. GPT-6 ist beeindruckend schlau, ich habe keine Ahnung was/wann eine AGI existiert, aber der Sprung von GPT-5.x auf GPT-6 ist deutlich. Ich weiss nicht ob es ein Sprung wie von GPT-4 auf GPT-5 ist. Vielleicht. Jedenfalls, man merkt es sofort. Ich war sehr zufrieden mit GPT-5.6 Sol, aber GPT-6 ist der Hammer, seine Antwort zu einem Thema war dermassen gut, seine Beratung umwerfend, das ist der Wahnsinn! Ich bin beeindruckt.

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  • Jetzt bleibt noch die Frage: was sind communication services?

    Ich hatte zwar eine Ahnung, die aber nicht den gesamten Bereich abdeckt, wie eine KI-Anfrage zeigt. Hier die Antwort von Gemini:

    Speziell im "Hardware-Bereich" (Telekom) sehe ich keine Gefahr durch KI, bei Medien schon eher. Aber - wie gesagt - werde ich mal ein Screening machen. Klassische Telekom ist so was von out, die könnten tatsächlich billig sein.

  • Interessant, dass Google, Meta und Tencents nicht mehr als "IT" aufgefasst werden. Das muss man bei Fonds/ETFs berücksichtigen, wenn man sich die jeweilige Sektor-Zusammensetzung anschaut. Die 3 zusammen haben häufig schon eine große Gewichtung.