• bis jetzt hat der AI Fortschritt kaum nachgelassen. Vor einem Jahr mit Einfuehrung von GPT 5.0 war AI schon gut, aber bei weitem nicht was jetzt mit GPT-6 herauskam. Da ist kein Plateau. Allenfalls: soviel intelligenz braucht man nicht, der Nutzen koennte fuer den Privatverbraucher nachlassen. Was aber ist mit Biotechnology, und Forschung allgemein? Call-Centers - Versuch Nr. 2.0: Menschen durch AI ersetzen. SW programierer, Film Industrie, Musik-Industrie, effizienzsteigerungen ueberall.

    Es koennten paradiesische Zeiten anbrechen, bald braucht niemand mehr zu arbeiten. Nur fuerchte ich, so wird das nicht ablaufen. Die AI Disruption wird bestimmt noch kommen, spaetestens jetzt mit GPT-6 hat man eine AI die recht aktiv mitdenkt. Und natuerlich wird man auch GPT-6 mit GPT-7 verbessert haben, naechstes Jahr. Was ist schon 3-5 Jahre? Da wird uns der AI-Zug mit voller Wucht ueberfahren, ich hoehre ihn schon kommen.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Ist es nicht ein Glueck dass die Zentralbanken die Zinsen anheben? Es erleichtert einem das Aussteigen, verteuert den Margin Kredit auf Wertpapiere, und ist damit doppelt hilfreich fuer den Aussteiger. Konnte man vor einem Jahr in einem Geldmarktfond nur 4% bekommen, so sind es mittlerweile eher 5%. Es ist nicht so schwer auch 6-7% zu finden, soviel gibt zumindest der US-Aktienmarkt bei dieser Bewertung nicht her. In fact: der Buffettindikator sagt eine negative reale Rendite vorraus (fuer die naechsten 8 Jahre), und das beinhalten bereits steuerfreie Dividenden. Die Siegelsche Konstante, ob sie so hoch bleiben wird wenn Aktienmaerkt seit ca. 30 Jahren teurer sind als das was die Siegelsche Konstante verdurchschnittlicht (eher die letzten 150 Jahre)? Wohl kaum.

    Als es negative Zinsen gab, da sagt man dass es dem Aktienmarkt hilft, denn Aktien stehen in Konkurrenz zu Anleihen. Jetzt wo es wieder deutlich hohe Zinsen gibt - was ist jetzt das Argument?

    Noch dazu: die Zinsen sind recht schnell angestiegen, und auch das soll offenbar gift fuer die Wirtschaft sein.

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  • Es stimmt schon, zumal die hohen Zinsen eigentlich auch die Inflation bremsen sollten, was ja eine Sorge für Anleihengläubiger ist und Aktien als Realwerte begünstigen könnte (sofern eben in der Folge nicht die Zinsen steigen, was ja auch eine Sorge war).

    Ach, es hieß, wir würden nie wieder ein solches Zinsniveau bekommen, wegen der Staatsverschuldung. Wer hätte das gedacht, und daß die Aktienmärkte dabei so unberührt bleiben? Spricht aber irgendwie auch nicht dafür, es besser wissen zu wollen und den Markt zu timen. ;)

    Welche Geldmarktfonds werfen denn 6-7% ab?

    Apropos, wer einmal prüfen will, welche Rendite mit wirklich sicheren Abfindungen in der Regel zu verdienen ist - ja, es gibt Ausnahmen, die aber leider selten sind; das reicht nicht aus, um damit 20 ständig rollierende Positionen aufzubauen -, der kann sich Installux anschauen. Die Aktie wird für 500€ übernommen werden, abzüglich im August gezahlter 8€ Dividende. Die notierte nach den ersten Tagen nach der Ankündigung im Frühjahr nie mehr auf einem Niveau, daß sich daraus eine annualisierte Rendite höher als etwa das Tagesgeldniveau ergab, abgesehen von der Illiquidität. So einfach ist es leider nicht.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Zitat von winter

    Welche Geldmarktfonds werfen denn 6-7% ab?

    Keiner!

    ich dachte mehr ans UK. Fuer Euros sind es wohl eher 5-6%.

    Auf anhieb finde ich TUI mit 5.3%, aber ist halt ein large cap. Wenn Du suchst, wirst Du sicherlich besseres finden, mein Tip: small cap Firmen. Das ist genau wie bei Aktien auch: die Kleineren rentieren oft besser.

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  • Meinetwegen auch gerne im UK. Weil das britische Pfund deutlich mehr Zins bietet, dürfte der Wechselkurs eher steigen, oder? Das ist doch oft die Marktlogik ungeachtet der Kaufkraftparität.

    Bei den Fonds ist auch zu beachten, worin sie investieren. Sind es tatsächlich Kurzläufer, will man Swap-basierte usw., da können Überraschungen lauern. Ich hatte dazu einen Thread Ende letztes Jahr erstellt: Geldmarktfonds

    Ich weiß immer noch nicht, was ich kaufen sollte.

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  • Der TLT, also der ETF mit US 20 jährigen, ist nach der Leitzins Erhöhung dieser Woche gestiegen - also sind die langfristigen Zinsen dort etwas gesunken. Bärenralley für den Mutigen?

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Zitat von winter

    Ich weiß immer noch nicht, was ich kaufen sollte.

    Angenommen Du vertraust nicht auf eine Ueberrendite, sondern auf Weltmarkt-konform, dann hat die USA+teure andere Maerkte einen MCap anteil von 80-90% (je nachdem wo Du die Linie fuer "signifikant zu teuer" ziehst), und somit ist laut Buffett-indikator Deine Rendite Null bis leicht negativ, und das beruecksichtigt steuerfreie Dividenden und null Transaktionskosten.

    Die "Wahrheit" fuer mich ist hier, dass die Strategie auf value-Aktien in einem Crash gerade gegen einen laeuft. Wer Vistry, BMW, B&M value retail oder Stabilus kauft, der hat Aktien im Depot die gerade in den letzten 1-2 Jahren stark gefallen sind, und noch nicht lange genug gefallen sind um auf die Antizyklik zu vertrauen. Hier erwarte ich, dass sie sich in einem Crash (so er kommen sollte) aeusserst schlecht relativ zum Gesamtmarkt entwickeln werden. Man wird den Tag verfluchen indem man sich getraut hat hier zu kaufen weil die faire Bewertung doch mindestens doppelt so hoch als der Kurs liegen sollte. Nun: die Kurse solcher Aktien werden bald ein 4-fach Potenzial aufweisen.

    Die value Strategie ist volatiler. Da Maerkte meist aufwaerts gehen, ist eine hohe Vola willkommen, aber nicht in einem Crash.

    Was man kaufen soll? Keine fallenden Aktien! Aber dann gibt es kaum attraktives! Naja, dann kauft man nicht! Die zu erwartende Markt-konforme Rendite ist Null oder praktisch gesehen (wegen Versteuerung) negative, und derzeit gibt es 6-7% bei recht sicheren Bonds im UK, mit kuerzerer Laufzeit. Fuer Eurobonds nur 5-6%, aber so oder so, selbst ein ETF mit 4-5% und nahezu null Vola ist attraktiver als hohe Vola bei negativer Rendite.

    Von 5% kann der Privatier ganz gut leben (durchhalten) und auf bessere Zeiten hoffen.

    Aktien und deren Prognose (Buffett-Indikator, Shiller Cape, Tobin Q), das ist doch total schlecht. Hinzu noch die ungewoehnlich vielen HO's, Bond-Bonitaets-Spread (C-Bonds vs Rest), Margin Debt und niedriger V-Irgendwas. Nahezu ein No-Brainer bei den derzeitigen Zinsen.

    Dax bisher YTD: 3.3% - Wow! (das beinhaltet steuerfreie Dividenden).

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  • Selbst wenn die Renditeerwartung von US-Aktien auf Sicht von 10 oder 12 Jahren bei 0 liegt (nominal dann bereits positiv in Höhe der Inflationsrate), heißt das nicht, daß es einen Crash gibt oder daß überhaupt der Aktienmarkt jemals (nennenswert*) niedriger stehen wird als heute. Das ist nicht das gleiche. Es wird zurecht oft darauf hingewesen, daß nur längerfristige Prognosen ableitbar sind aus dem KGV10, keine kurzfristigen. Für DAX & Co sieht es entsprechend besser aus (siehe Norbert, +5% p.a.?), und wenn man die richtigen Aktien hat, noch etwas mehr. Plus die Inflation, je nachdem, wie hoch die ausfällt, im Gegensatz zu Festverzinslichen.

    * Daß er überhaupt einmal geringfügig niedriger stehen wird, ist zwar wahrscheinlich - ausnutzen kann man das aber nur, wenn man dann kauft, und das wird man mit dieser Einstellung nicht tun.

    Mein IB-Depot liegt YTD bei +10,0%, war vorletzte Woche bei +12%. Ich hätte also etwas verpaßt.

    Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, was ich mit dem Cashbestand machen soll. Wenn ich das richtig sehe, gibt es leider nur 2,4% im Euro Raum und 3,8% im UK (ohne laufende Kosten), davon geht noch die Inflation ab (und Steuern auch, wenn schon, nicht nur bei Aktien, und zwar in der Reihenfolge), damit ist man nur bei real null. Besser als Cash auf dem Tagesgeldkonto ist es aber.

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  • Zitat

    und wenn man die richtigen Aktien hat, noch etwas mehr.

    Das ist ja das: in einem Crash vermutlich schlechter als der Markt. Ansonsten besser.

    Zur Erinnerung:

    HO's koennen manchmal Jahrelang ausbleiben. Eigentlich sind sie recht selten. Nicht jedoch im Jahr 2026.

    VStocks noch immer unter 20. Ein Standard-Crash mit VStoxx > 40 kommt immer wieder mal vorbei.

    Zinsen sind hoch, Margin Debt sieht gefaehrlich aus.

    Wir haben die beiden schlechtesten Monate im Jahr im September und Oktober.

    C-Bonds divergieren gegenueber B-Bonds --> Tendenz "risk-off".

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    Bei dieser Gemengelage erwarte ich keine Ueberrendite mit einer Valuestrategie. Um 5% mehr Rendite zu bekommen sind Aktien das Risko nicht wert. Es muss nicht zu einem Crash kommen, richtig, es kann Jahrelang teuer bleiben. Aber wieviel potenzial ist drinnen, und wie weit der Weg nach unten? Laesst sich das noch rechtfertigen?

    Mit Casherhalt - meinetwegen nur 4% p.a., und 1% nach Abzug von Inflation - ja das ist nicht schoen, aber das Risiko jetzt noch einzugehen, fuer eine langfristige zu erwartende Rendite von 5-10%? Da wird man sich doch "hinterher" ziemlich dumm fuehlen, wenn man haette einsteigen koennen bei 20-30%?

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  • Mit Casherhalt - meinetwegen nur 4% p.a., und 1% nach Abzug von Inflation - ja das ist nicht schoen, aber das Risiko jetzt noch einzugehen, fuer eine langfristige zu erwartende Rendite von 5-10%? Da wird man sich doch "hinterher" ziemlich dumm fuehlen, wenn man haette einsteigen koennen bei 20-30%?

    Ich habe ja nun selbst mehrere radikale market-timing-Versuche hinter mir, und die Bilanz ist (für mich) ernüchternd:

    • Von 2014-2019 war ich nach mehreren guten Jahren und der Konfrontation mit Hussmann komplett ausgestiegen und hab mich mit dänischen Anleihen (Hoffnung auf Aufwertung der DKK) herumgeschlagen. Sechs Monate nach Wiedereinstieg kam der Corona-Crash.
    • Anfang März 2025 bin ich wenige Tage vor Trumps Zollschock komplett ausgestiegen - perfektes Timing. Dummerweise bin ich nicht ebenso radikal am unteren Wendepunkt wieder eingestiegen, sondern peu à peu. Das hat unterm Strich wenig gebracht und ein paar von meinen "Staraktien" wie Heijmans sind fleißig weitergeklettert.
    • Diesen März - zu Beginn des Irankriegs - habe ich radikal meine Koreaner ausgemistet. SK Hynix hat sich danach in der Spitze nochmal verdreifacht, und ich bin habe mir reichlich Recherche-Arbeit für neue Aktien aufgebürdet.

    OK, ich habe jedesmal dazugelernt, Wenn-Dann-Szenarien entwickelt und es war jede Menge Spiel-Spaß-Spannung. Aber finanziell eher ernüchternd, und ich ärgerte mich im Nachhinein über meine klassischen Verhaltensfehler. Aber klar: Wenn man einmal sowohl den Ausstieg als auch den Einstieg halbwegs elegant hinbekäme, wäre man der King - im Vergleich zum Markt. Aber der Ausstieg hat seine ganz eigenen Tücken - das geht z.B. schon los bei der simplen Frage, ob man einfach sein altes Depot zurückkaufen würde, und zwar in der alten Gewichtung.

    Gedankenexperiment: Wenn du eine Glaskugel hättest und genau wüßtest, dass am Montag der Startpunkt für eine neue Aktienrallye ist: Wüßtest du genau, was du kaufen würdest? Bist du "allzeit bereit"? Vermutlich eher nicht.

    Und dann gibt es noch die interessante Unterscheidung zwischen einem Crash und einem Bärenmarkt, die Alfons Cortés hier neulich anstellte:

    Zitat

    Auf jeden Fall hat Präsident Trump mit seiner Verknüpfung von Zinsen und Handelsdefiziten Neuland betreten. Wie lange selbst ein republikanisch beherrschter Kongress dieser Politik zusehen würde, ohne einzuschreiten, ist offen.

    An den Finanz- und Kapitalmärkten würde zunächst einmal Panik ausbrechen. In einer Panik würde ich aber nicht verkaufen.

    Nach der Panik setzt stets eine Erholung ein. Das war sogar 1929 der Fall. Diese Erholung wäre auf ihre technische Qualität zu prüfen. Ebenfalls begutachtet werden müsste der Widerstand der Verfassungsorgane gegen das präsidiale Dekret.

    Die Politik der Trump-Regierung ist unberechenbar. Niemand kann voraussagen, ob er seine Drohung tatsächlich wahr machen würde oder nicht, wobei die praktische Umsetzung fraglich ist. Aus meiner Sicht wäre es aber komplett falsch, einen guten Markt aus Angst vor einer möglichen Krise und einem dadurch ausgelösten Crash zu verlassen. Ein Crash ist noch kein Bärenmarkt.

    Die Unterscheidung zwischen Crash und Bärenmarkt hatte ich noch überhaupt nicht auf dem Schirm. Das klingt aber bedenkenswert.

  • Ich haette einige Kandidaten zum Kaufen, wurden hier im Forum genannt.

    Die Sache mit dem Aussteigen ist: gibt es eine Alternative? Und hier bin ich sehr zuversichtlich, es gibt sie.

    a) daytrading (funktioniert fuer mich)

    b) Special Situation Stocks (Ich habs euch am Beispiel Tate & Lyle ja vorgefuehrt, ansonsten bleibe ich hier geheim, weil sie typischerweise sehr Markteng sind. Der Markt trocknet recht schnell aus eben wegen der Sondersituation.) Wie gut sie rentieren? nun, sie orentieren sich am allgemeinen Zins. Tate & Lyle gibt ca. 4-6%, je nachdem wann und wie ich die Abwicklung der Uebernahme schaetze. Zur Nullzinsphase gabs diese Alternative sicherlich nicht.

    c) ungeratete Bonds kleiner/winziger Unternehmen. (Das gabs zur Nullzins-Phase nicht) - oder aber ueberhaupt Bonds. Auf anhieb finde ich TUI - gibt 5.3%, klingt nicht schlecht. ETF Amundi overnight GBP gibt ca. 5% wie mit dem Linial gezogen, praktische keine Volatilitaet.

    d) Fuer fleissige Leute mit eigenem Dach die es noch nicht gemacht haben, und wo das eigene Vermoegen noch nicht so gross ist: Solaranlage mit Hausbatterie, man spart nicht nur Strom, man verkauft ihn, oder nimmt ihn bei negativen Strompreisen (gibts ca. 100 tage im Jahr) in der Nacht ab (mit der Hausbatterie) und speist ihn tagsueber mit Gewinn wieder ein, Ausserdem laedt man das EV-Auto damit auf. Batterien sind verdammt billig geworden, und sehr haltbar. Und es erhoeht wohl auch den Immobilienwert, wenn man das beruecksichtigt, lohnt sich das erheblich!

    b, c und d gab es frueher nicht. Bei c hilft mir GPT die Verschuldung einzuschaetzen, auch das gab es frueher nicht.


    Das sind schon ernst zu nehmende Alternativen zu Aktien, wo ich nicht mehr mit viel Potenzial nach oben, aber jede Menge Potenzial nach unten rechne. Ist doch wahr, die Markt is noch viel teurer als die Ein/Ausstiegszeitpunkte die Witchdream nennt.

    Heute wird argumentiert "Ich kann mir nicht leisten NICHT im Aktienmarkt investiert zu sein! Siegelsche Konstante und Value-Ueberrendite und so."

    Morgen wird es heissen: "Ich kann mir NICHT leisten noch laenger im Aktienmarkt investiert zu sein! -70% schon verloren, ich brauch' jetzt was ganz sicheres und so."

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    Einmal editiert, zuletzt von Joe (19. September 2026 um 18:24)

  • Ich glaube dass bei der Betrachtung der Ueberrendite durch geschickte Aktien-Auswahl vollkommen uebersehen wird, dass eine geschickte Auswahl an Bonds eben auch eine Ueberrendite bringt. Es gilt hier umso mehr als bei Aktien: kleinere Unternehmens-Bonds zahlen mehr/besser.

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  • Eigentlich gibt es jetzt als Alternative auch

    e) langristige Bonds

    Je laenger die Laufzeit, desto staerker der Hebel bei einer Zinsaenderung. Die Zinsen sind schon recht hoch wenn man bedenkt welche gewaltige Schuldenlast ueberhaupt noch tragbar ist. Zinsen wie frueher in den 70er Jahren erwarte ich nicht. Koennte 7% noch erreicht werden? Das war doch mal das Niveau um 2000 herum? Oder taeusche ich mich?

    Hier ein interessanter Chart:

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    Moeglicherweise ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt in langfristige Bonds. Man sichert sich vielleicht 5-6% Rendite pro Jahr fuer £-Bonds (nicht inflationsbereinigt), und falls die Zinsen mal wieder fallen sollten, dann duerfte man ordentlichen Kursgewinn einfahren.

    Wer nicht komplett aus Aktien aussteigen will, der kann es einfach nur als eine normale Depot-Positionsgroesse mitmachen, es ist doch so oder so eine interessante Investitionsmoeglichkeit?

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  • Nein, Daytrading basiert wie bereits dargelegt auf einem Denkfehler. Die Sondersituationen funktionieren ebenfalls in den meisten Fällen nicht. Wer will, kann sich heute bei Berentzen satte 0,5% vor Gebühren für ca. ein Vierteljahr sichern (Brief 5,52€ bei 5,55€ Abfindung). :D Zur PV-Anlage habe ich auch bereits hinlänglich geschrieben, das ist alles so typisch Joe.

    Was die Überrendite bei Anleihen angeht: Also ich kann das nicht. Und ich bezweifle, daß Du es kannst. Junkbonds werden genauso "gut" laufen wie irgendwelche kennzahlenmäßig ausgewählte Schrottaktien, und sie werden gewiß nicht risikolos sein. Genau das, was man will, wenn man mit einer großen Finanzkrise rechnet. Was ich kann, ist ein diversifiziertes Portfolio an defensiven Qualitätsaktien zusammenzustellen, die mich vor AGI und Inflation schützen werden. Ich kenne niemanden, der bei Anleihen gezeigt hat, daß er Überrendite erwirtschaften kann, aber sehr wohl bei Aktien.

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  • Also eigentlich ist jetzt die Zeit für Bitcoin. Extrem bullish die letzten Tage.

    Naja hab es jetzt mehrmals geschrieben. Spricht vieles dafür:

    - die Schulden der Staaten und alle daraus resultierenden Konsequenzen wie Inflation und Geldmengenausweitung.

    - der BTC Zyklus

    - die Chart Technik

    - die Institutionalisierung in Form von ETFs, Gesetzen (aktuell in D Kryptosteuer, usa clrity act)‘, u.a.)


    Ich sehe das als Once in a Lifetime Chance.

    MSTR kann man passend dazu auch kaufen oder coinbase , wenn einem Aktien lieber sind.

    Bei nem Crash triffts sicher auch BTC - kurzfristig. Buy the Dip - wenns dieses Jahr noch ne Chance gibt z.B. bei den USA Midterms oder den AI IPOs.

  • Nein, Daytrading basiert wie bereits dargelegt auf einem Denkfehler. Die Sondersituationen funktionieren ebenfalls in den meisten Fällen nicht. Ich kenne niemanden, der bei Anleihen gezeigt hat, daß er Überrendite erwirtschaften kann, aber sehr wohl bei Aktien.

    Amen. Ich wuerde kein Daytrading machen wenn es nicht funktionieren wuerde. Grundsaetzlich ist mir klar dass an der Boerse kein Geld verloren geht, es wechselt nur den Besitzer: von Deiner Tasche in meine Tasche. Plus/Minus ein Nullsummenspiel, aber gut fuer mich. Man muss "nur" auf der Gewinnerseite sein. Bei Trading212 zahlt man keine Transaktionskosten. Wovon dieser Broker lebt? Ich nehme an von Margin Kredit, Shortselling gebuehren, wechselkursgebuehren (0.15%), Umlegungsgebuehren, und ansonsten scheinen Brokerkosten recht niedrig zu sein, alle Broker zocken einen offenbar ab, selbst IB.

    Wenn man mit Anleihen eine Unterrendite erwirtschaften kann (der Chart zeigt das), dann kann man auch eine Ueberrendite erwirtschaften, wenn man (Thema des threads!) zum richtigen Zeitpunkt einsteigt. Market-timing!

    Es ist idiotisch sich 0.7% bei der 100-jaehrigen Oesterreichischen Staatsanleihe zu sichern. Wer immer die gekauft hat wird jetzt auf horrenden Verlusten sitzen, nahezu Totalverlust. Es sei denn, er haelt bis zum Ende der Laufzeit, dann wird er tatsaechlich (vor Steuern) 0.7% pro Jahr erwirtschaften haben. Natuerlich - wenn Oesterreich vorher pleite macht (es kein Oesterreich mehr gibt, und das nachfolgeland nicht zahlt), dann wird er nicht 0.7% pro Jahr machen.

    Man koennte jetzt in langlaufende Anleihen einsteigen und darauf spekulieren, dass der langfristige Zins niedriger als 5% sein wird. Wer traut sich?

    Je langfristiger, desto staerker der Hebel.

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  • phoenics :

    Jetzt muesstest Du mir nur noch erklaeren, warum im Wert steigen sollte Bitcoin, obwohl die Macht offenbar Gold besitzt aber nicht Bitcoin.

    Wenn es nur begruendet ist damit, dass die Schattenwirtschaft Kryptos braucht, dann muss Dir bewusst sein, dass es mittlerweil mehr Kryptowaehrungen gibt als es Worte im Duden gibt. Mittlerweile kursieren Namen wie "Useless coin" oder "Fart-Coin" - und auch mit diesen funktioneren krumme Geschaefte. Warum also Bitcoin, dass dazu auch noch im Rampenlicht steht? Das moegen Kriminelle gar nicht!

    Die Idee bei Gold ist: wegen der Verschuldung der Staaten die Du ansprichst, und dem Mistrauen des Kreditgeldstandards (Fiatmoney), so bin ich geneigt zu glauben, dass uns die Truemmer um die Ohren fliegen, Geld wertlos wird. In so einer Situation werden sich Staaten (solche mit Macht) daran erinnern dass sie Gold im Zentralbank Tresor bunkern. Gold wird auch bei Oma wieder Vertrauen gewinnen. Geld, welches durch Gold gedeckt ist, dem traut man eher. Natuerlich muesst Gold dafuer kraeftig aufwerten, weil es sonst nicht genug Gold gibt um das Geld zu decken. Schaetzungen gehen (je nach Land und Verschuldung) von 50,000 bis 100,000 USD aus, gemessen im heutigen Wert des US-dollars.

    Aber warum Bitcoin? Es wird niemals Bitcoin als Waehrung eingefuehrt werden, weil die Macht nunmal die Waffen und das Gold hat.

    Wenn es hart auf hart kommt, wird von Gold gesprochen: Putin hat angekuendigt in Gold abzurechnen, Erdogan darauf hingewiesen wieviele Tonnen Gold im Tresor der Tuerkischen Zentralbank liegt.

    Zentralbanken kaufen und verkaufen Gold, doch der Zufluss scheint in Richtung akkumulation von Gold zu sein, mehr und mehr Gold wird von Zentralbanken gekauft (es muss irgendwo her kommen, somit vermute ich verkauften Private Personen, bzw. wird ja laufen Gold gefoerdert, da kommt jedes Jahr ca. 2% neues Gold auf den Markt von den Minen.)

    Ausser Kursgewinn verspreche ich mir von Gold nichts. Es wirft keine Zinsen ab. Fuer mich ist Gold die Absicherung fuer die Probleme die Du ansprichst: Kredit-Exzesse!

    Aber Bitcoin? Auch hier hast Du nur Kursgewinne, aber keine Macht und keine Waffen, die im Fall der Faelle auf Bitcoin zurueck greifen werden. Deshalb halte ich Bitcoin fuer die Tulpenmanie. Das ist vielen nicht bewusst, aber die Tulpenmanie dauerte 25 Jahre oder so. Erst die letzten 3 Jahre waren krass, aber das ist nicht zwangslaeufig so, dass es zur Blow-off Phase kommen muss, sondern es kann einfach auch vorher fallen.

    Der Kursverlauf von Bitcoin ist sehr volatil. Das ist auch nicht gerade Vertauenerweckend bei Oma und Opa. Bitcoin die neue stabile Waehrung? Ohne unterstuetzung der Macht? Vielleicht fuer die EZB eine Kryptowaehrung ein, doch nein, es wird nicht Bitcoin sein, sondern der Krypto-Euro. Der krypto-euro wird die Kreditsause in keinster Weise aufhalten, noch reparieren. Es kommt zum Staatsbankrott, und dann zum Goldstandard und nicht zum Fart-coin standard, oder irgendeiner anderen Kryptowaehrung. Und egal wieviele Kryptos es gibt und geben wird, es wird immer eine Nummer eins unter ihnen geben. Derzeit Bitcoin. Bei Aktien ist es derzeit NVidia. Aber das muss nicht so bleiben.

    Ueberzeuge mich, ich schliesse ja nicht aus, dass ich auf dem Schlauch stehe. Fuer mich ist Bitcoin des Kaisers neue Kleider - da ist NICHTS dahinter, was die Macht motiviert, dass der Bitcoinkurs teurer wird.

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