• Da war der kleingeistige Sparer-Schwabe vom 8.2.2007 doch gut beraten ;D

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    Quelle: http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F63…n~Scontent.html

    Umsatzwachstum von 31% bei 2007er-KGV von 14,4 hört sich auf den ersten Blick nicht schlecht an, wenn da bloß nicht die Inflationsrate von 28% wäre (teils über 30% und mit steigender Tendenz), und dann auch noch unterdurchschnittliches Gewinnwachstum (2008 negativ) :rolleyes:
    "... Angst vor einer massiven Abwertung der Landeswährung Dong ... wachsendes Leistungsbilanzdefizit ..."

    Ich würde sowas ohne Währungssicherung nicht mit der Kneifzange anfassen.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • etwas OT:

    Bei METRO in Hanoi habe ich im Juni einen Kühlschrank kaufen wollen. Erst an der Kasse wurde gesagt, dass der ausgewiesene Preis nicht mehr gilt, sondern 40% Aufschlag gefordert werden (man sieht den Juni-Inflationsrutsch um mehr als 20% in Winters Kurve). Den Kühlschrank gabs dann in einem kleinen Geschäft noch zum alten Preis :-)
    Bei den unzähligen kleinen Döner-Ständen kam die Inflation allerdings schon an: Statt im Juni 10.000 Dong kostet der Döner jetzt 12.000 Dong.

    Oft hortet man in Vietnam sein Vermögen in Gold oder gibt das Geld aus. Bankkonten hat nur ein Bruchteil der Bevölkerung. Die Regierung tut derzeit alles, um eine Flucht aus dem Dong zu vermeiden. So bieten derzeit viele Banken in Hanoi 20% Zinsen auf die Spareinlagen an. Auch den Vietnamesischen Dong in US$ oder Euro zu tauschen ist bei den Banken nicht immer einfach und muss of vorbestellt werden.

    Hier gibts mehr Hintergründe von Bloomberg Singapur: http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=…IhaU&refer=home

    Investitionen:
    Bei Auslandsfinanzierten Investitionen bleibt zumindest im Verkehrssektor die erreichte Qualität der Arbeiten und somit das Payback an den Investor meist noch hinter den Erwartungen zurück.

    Besonders "in" ist derzeit der Städtebau/Infrastruktur. In diesem Rahmen entstehen rund um Hanoi riesige Hochhaus-Wohnkomplexe für den "modernen" Vietnamesen. Auch die Altstadt muß um Ihren Bestand kämpfen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Bürohochhäuser die alten Ladengeschäfte zu ersetzen suchen, wo die sehr ländlich geprägten Menschen dann allerdings arbeiten und Handel treiben sollen ist mir schleierhaft.

    OT ende

    2 Mal editiert, zuletzt von Donglengcha (24. August 2008 um 10:23)

  • Zeit für einen zweiten Frühling?

    Im Dummschwätzerthread hatte ich MadHFT verlinkt mit der Beobachtung, daß das Lohnniveau in Vietnam (für Investoren) erfreulich niedrig ist. Jetzt hat die FAZ eine Analyse mit charts: http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F63…n~Scontent.html

    Im Gelben gibts eine Chartbetrachtung mit Chartlink aus Vietnam sowie einigen Fondsvorschläge: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=194766

    Hier noch eine andere, kurze Diskussion von früher in diesem Board: http://www.antizyklischinvestieren.de/board/thread.p…m&hilightuser=0

    Nur mal so als update.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Ich stelle Mickymotos Empfehlung aus Derivatus Thread mal hier dazu:

    Ich hab seit ein paar Wochen den b x-trackers FTSE VIETNAM ETF (WKN DBX1AG) im Depot - gekauft habe ich hauptsächlich aus charttechnischen Erwägungen heraus

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Vietnam IST interessant.
    Besser als der Indexfonds ist es, wenn man einen geschlossenen Fonds erwirbt, der idealerweise auch noch MASSIV unter NAV notiert.
    DWS Vietnam ist so ein Beispiel...

    bernau

  • Eine Lageeinschaetzung aus der FUW vom 6.Oktober 2010

    "Vietnam bleibt ein Sorgenkind Flucht aus der Landeswährung Dong Aktienkurse gegenüber Jahresbeginn in der Verlustzone Weiterhin ein Kandidat für eine Zahlungsbilanzkrise

    Ernst Herb, Hongkong

    Realwirtschaft und Finanzmarkt haben sich in keinem anderen ostasiatischen Land in den vergangenen drei Jahren so unterschiedlich entwickelt wie in Vietnam. Während Südostasiens viertgrösste Volkswirtschaft dieses Jahr gemäss den Prognosen der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) mit 6,8% neben Indonesien das grösste Wirtschaftswachstum der Region aufweisen wird, hat die Börse in der Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt seit Anfang Jahr rund 10% verloren. Das ist umso bemerkenswerter, weil alle anderen südostasiatischen Börsen kräftig gestiegen sind.

    Der indonesische Leitindex, der Composite-Index, hat seit Jahresbeginn ein Plus von mehr als 40% realisiert, und selbst die Börse im von politischen Unruhen geprägten Thailand verzeichnete eine Avance von mehr als 34%. Das schlechte Abschneiden der Börse Ho-Chi-Minh-Stadt geht Hand in Hand mit der anhaltenden Schwäche der Landeswährung Dong. Während anderswo in Asien die Regierungen wegen des anschwellenden Zuflusses von ausländischem Kapital versuchen, mit Interventionen am Devisenmarkt die Aufwertung ihrer Landeswährungen zu bremsen, findet in Vietnam eine Flucht aus dem Dong statt.

    Falsch gesteuert

    Dabei galt Vietnam noch vor drei Jahren als einer der attraktivsten Wachstumsmärkte der Welt. Der VN-Index stieg von Anfang 2006 bis Februar 2007 mehr als 300%. Doch in den nachfolgenden 24 Monaten stürzte er von einem Allzeithoch von 1114 auf zeitweise unter 250 ab. Für die Schwäche des Dongs und die enttäuschende Performance des Aktienmarktes gibt es mehrere Gründe. Offensichtlich sind die Regierung und die ihr direkt unterstellte Zentralbank in den letzten Jahren einen falschen wirtschaftspolitischen Kurs gefahren. Das lässt sich etwa daran ablesen, dass 2007 in keinem anderen südostasiatischen Land die Geldmengeso rasant anschwoll wie in Vietnam.

    Das sorgte zwar für ein dynamisches Wirtschaftswachstum, doch gleichzeitig löste die lockere Geldpolitik einen Inflationsschub aus. Im Jahr 2008 schossen die Konsumentenpreise 23% nach oben. Nach Schätzungen der britischen Grossbank HSBC dürften sie dieses Jahr mehr als 8% steigen. Auch der Import nahm in den letzten Jahren massiv zu. Doch anders als seine Nachbarn weist Vietnam seit 2006 ein Aussenhandelsdefizit aus, das sich dieses Jahr trotz eingeleiteten Gegenmassnahmen wahrscheinlich auf über 11% des Bruttoinlandprodukts belaufen wird. Obschon das teilweise durch die ausländischen Direktinvestitionen ausgeglichen wird, droht dem Land weiter eine Zahlungsbilanzkrise.

    Kritik vom IWF

    Es bestehen noch immer erhebliche Zweifel daran, ob die Regierung die Situation unter Kontrolle gebracht hat. Das zeigt das nach wie vor rasante Wachstum neu erteilter Bankkredite, die massgeblich dazu beitragen, dass die Industrieproduktion im August 15,2% im Jahresvergleich zunahm. Doch mit den sich aufblähenden Kreditvolumen wächst auch die Angst vor einer Bankenkrise. Im September bemängelte der Internationale Währungsfonds (IWF) die«unklaren Absichten der Regierung», was das Vertrauen in den Markt untergrabe. Das multilaterale Finanzinstitut kritisierte auch die schlechte Qualität der Wirtschaftsdaten.

    Allerdings sind die aus dem Gleichgewicht geratenen makroökonomischen Eckwerte nicht der einzige Grund für die schwache Performance der Börse Vietnam. Das dem Crash vorausgegangene Kursfeuerwerk hatte die Aktienkurse in schwindlerregende Höhen getrieben. Begründet wurden Kurs-Gewinn-Verhältnisse von zeitweilig über 40 mit einem rasanten Gewinnwachstum. Einige Zeit lang schienen sich diese Versprechen auch zu erfüllen. Möglich war es aber nur deshalb, weil viele Unternehmen den Hauptteil ihres Gewinns nicht durch Kernaktivitäten, sondern durch Investitionen auf dem boomenden Immobilienmarkt und Spekulationen an der Börse erwirtschafteten. Mit der Korrektur am Aktienmarkt brachen die Unternehmensgewinne ein. Solche Begleiterscheinungen mögen Kinderkrankheiten eines noch sehr jungen Marktes sein, der naturgemäss wenig reguliert ist und an dem unerfahrene lokale Investoren den Ton angeben. Mittlerweile hat es vor allem betreffend Markttransparenz und Anforderungen an das Corporate Governance von börsennotierten Unternehmen Fortschritte gegeben. Doch heutemachenvor allem ausländische Investoren einen Bogen um die Börse Vietnam. Grossbanken wie die UBS oder das asiatisch-französische Brokerhaus CLSA Asia-Pacific Markets, die vor 2007noch Research zu vietnamesischen Aktienanboten, haben diese Aktivität eingestellt. Der langfristig eigentlich vielversprechendste Wachstumsmarkt Südostasiens erscheint wegen der derzeitigen Unwägbarkeiten zumindest auf kurze Sicht wenig attraktiv."

    06.10.2010 | Ausgabe: 78 | Seite: 32 | Rubrik: Ausland |


    Fuer mich sind das alles antizyklisch eher positive Zeichen.
    Ausser dem VNM Fonds der etwa 5 % Premium hat, notieren alle geschlossenen Vietnamfonds die ich gefunden habe mit zum Teil betraechtlichen Abschlaegen.

  • Zum DWS Vietnam Fonds einige Links:
    (nicht weiter analysiert!!)

    Verkaufsprospekt:
    http://www.dwsvietnamfund.com/EN/MediaLibrar…am%20Fund%20IPO(approved%20prospectus).pdf

    Net Asset Value:
    http://www.dwsvietnamfund.com/EN/showpage.aspx?pageID=5

    Holdings:
    http://www.dwsvietnamfund.com/EN/showpage.aspx?pageID=17

    letzter Bericht:
    http://www.dwsvietnamfund.com/EN/MediaLibrar…Report_2009.pdf

    (aus dem Wertpapier Forum geklaut ;-) )

    “Investment is most intelligent when it is most businesslike.” -Benjamin Graham

  • Ich sehe in Vietnam weder die zentrale Strategie noch das Engagement einer breiteren Bevölkerungsschicht noch die Bildung.

    Bildung:
    Vietnam ist ein Land mit zwei gut entwickelten Hauptstädten. Dazwischen jedoch ist viel Land, wo man im Kindesalter beginnt, auf dem Reisfeld zu arbeiten und wenig Schulbildung geniest. Vom Land in die Stadt zu ziehen ist schier unmöglich, ausser man heiratet dorthin oder prostituiert sich. Traditionsgemäß bleibt zudem der Mann im Haus der Eltern wohnen, was die Fluktuation auch nicht steigert.

    Strategie:
    Aus eigener Erfahrung treffen folgende Aussagen ganz gut zu:
    "They buy things to prove that they are richer than their neighbors, not to invest in long-term development."
    Auch für gewisse Naivität/Bildungsbedarf kann man der Bevölkerung nicht absprechen:
    "One seaport contributes 10 percent to GDP annually, with 200 seaports, the contribution to GDP will be up to 2000 percent"

    aus:
    Sitting on mounts of gold, why is Vietnam still poor? (Part 1) und
    Sitting on mounts of gold, why is Vietnam still poor? (Part 2)

    Ich glaube, auch wenn immer mehr Mopeds durch Autos ersetzt werden, die Entwicklung spielt sich noch immer eher in den Köpfen nicht-Einheimischer ab und geht noch am breiten Volk vorbei. Ein Land, in dem nur wenige ein Bankkonto unterhalten und in dem eine schlichte Überweisung in der der Bank auch für Einheimische mit einem Besuch nicht unter 3 Stunden machbar ist, ist noch nicht so weit.

    Hier den Wendepunkt zu finden, ist die Herausforderung. Gefühlsmäßig ist das für mich alles noch Ende vom Hype und einen ganzen Sprung entfernt von 'Antizyklisch'. was es dort allerdings reichlich gibt, ist Gold. Denn das ist traditionelles und nahezu einzigstes Wertaufbewahrungsmittel. Allerdings ist es schon wieder fast 2 Jahre her, dass ich dort gewohnt habe.. derivatus ist da näher dran :-)

    2 Mal editiert, zuletzt von Donglengcha (23. Dezember 2010 um 19:08)

  • @ donglengcha

    Thailand und Vietnam kann man nicht in einen Topf schmeissen.
    Thailand profitiert vor allem von den Chinesen die 1948 ff vor Mao gefluechtet sind. Die Nichtchinesen in Thailand sind zum Teil aehnlich naiv wie du die Vietnamesen beschreibst. Vietnam hat seine erfolgreichen Chinesen 1979ff aus dem Land geschmissen - sicher ein riesiger Brain Drain.

    Ich sehe Vietnam vor allem interessant wegen der niedrigen Bewertung. Den Einstieg in den Markt sehe ich wie den Kauf einer Option. Das sollte man bei der Positionsgroesse beruecksichtigen.

    Hier noch ein negativer Artikel aus der FAZ von gestern:

    Krisenzeichen
    Vietnam hat sich immer als kleines China präsentieren wollen. Doch die Wachstumspolitik der Regierung destabilisiert das Land zunehmend. Die Rating-Agenturen warnen vor einer Krise und haben die Bonitätsnoten gesenkt.

    http://www.faz.net/s/Rub09A305833…n~Scontent.html

  • Inflation und Dong Abwertung:

    http://blogs.ft.com/beyond-brics/2…dong-what-next/

    Sure enough, with the festivities having officially wrapped up earlier this week, the State Bank of Vietnam, the central bank, today devalued the dong by nearly 10% against the dollar. Amid accelerating inflation and ongoing macro-economic instability, the unloved dong has been trading more than 10 percent below the official rate in the black market, which operates openly in gold shops across Vietnam. The hoarding of dollars has made life difficult for businesses that need greenbacks for international trade, so it was only a matter of time before the central bank was forced to take a reality check.

    Dafür hält sich der Vietnam ETF erstaunlich gut:

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    mmi

  • Mein Vietnam-Investment wächst und gedeiht. Sie wird pro Jahr bestimmt 5% größer, soweit ich das anhand von Fotos beurteilen kann. Vielleicht gibt es anderswo größere Wachstumschancen, aber bei meinem Investment scheint es sich mir um nachhaltiges Wachstum zu handeln, später könnte es gar eine Vervielfachung werden.

    Time is on our side (TFF)

  • Die FTD schreibt heute über Vietnam...ob das jetzt ein Kontraindikator ist?
    Irgendwo hatte ich kürzlich gelesen, dass das Wirtschaftswachstum in Vietnam im Gegesatz zu China durch Schulden finanziert ist.