Story-Stocks

  • Paion hat eine Kapitalerhöhung (1 Mio. Aktien zu 9,44 EUR) durchgeführt und ein Darlehen plaziert. Dem Kurs tut es gut, er steigt auf 11,55 EUR, nachdem er beim Threadanfang noch bei 8 EUR herumkrebste.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

    Edited once, last by cktest ().

  • Das hier ist keine Empfehlung, es sei denn man möchte auf eine zukünftige WO-top-ten spekulieren. Just for the record:


    PetroSun PSUD.PK,


    "an emerging provider of oilfield services" hat eine Firma gegründet, AlgaeBioFuels Inc, die aus Algen Energie gewinnen will. Also aus Kot Gold machen ... viel Glück!


    Ich kenne mich da nicht so aus, aber pink sheet ist glaube ich die Schublade ganz unten.


    http://biz.yahoo.com/bw/060622/20060622005586.html?.v=1

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Welch bessere Story-Stock als IBM 1970 hätte man sich vorstellen können? Ein Marktführer in der Trendtechnologie des Jahrhunderts? Ein Investor von damals muß Multimillionär geworden sein, könnte man meinen. Die Realität zeigt: die nächsten 25 Jahre konnte die Aktie gerade mal ihr nominales Niveau in US-$ halten. Auch von der Zeit an, als IBM ins PC-Geschäft einstieg, sah es nicht besser aus:



    Wer es damit nicht begreift, dem ist nicht zu helfen.

  • Also ich kenne auch einen Wert, der mich immer wieder beschäftigt wegen seiner Story. Gekauft habe ich ihn schon lange nicht mehr.
    Ich kann mich nicht durchringen ihn derzeit zu kaufen, und der Chart Trend geht abwärts.
    Die Fundamentalzahlen sind alle schlecht. Und dennoch, vielleicht kaufe ich ihn bei 5 Euro:
    Medigene.


    geschockt?


    Das schöne dabei ist, dass man über sowas ruhig schreiben kann. Es wird sowieso soviel drüber geschrieben und das Board hier ist relativ klein.
    Gruß, Joe

  • Hier steckt kein Story Stock dahinter, aber der Artikel ist sehr interessant und passt zu der Diskussion um Treibstoff aus nachwachsenden Rohstoffen, Erdöl aus Abfall, etc.



    Kohle aus dem Kochtopf


    Von Christian Wüst


    Max-Planck-Forscher haben eine Methode entwickelt, Pflanzenreste in Kohlepulver zu verwandeln. Sie funktioniert einfach und ist enorm effizient.


    Die Idee, den Deckel eines Kochtopfs gasdicht zu verschließen, um den Inhalt schneller garen zu lassen, ist über 300 Jahre alt. Das erste Gefäß dieser Art präsentierte Erfinder Denis Papin im Jahr 1680 der Royal Society in London, wo es infolge eines Ventildefekts eindrucksvoll zerknallte.


    Als Küchengerät etablierte sich der Schnellkochtopf erst im ausgehenden 20. Jahrhundert. Auch Fachpersonal handhabt ihn mit bangem Respekt. Nun könnte er finalen Ruhm erlangen - als Schlüsselinstrument zum Erreichen der ersehnten Energiewende.


    Markus Antonietti, Professor der Chemie und Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, nutzt ähnliche Behälter zur fixen Zubereitung eines der gehaltvollsten Kraftfutter des Industriezeitalters: Kohle.


    Der Vorgang ist simpel und das Ausgangsprodukt schier unendlich verfügbar: Pflanzenreste verschiedenster Herkunft - vom Tannenzapfen bis zur Apfelsinenschale - taugen für die Prozedur, die der Wissenschaftler "hydrothermale Karbonisierung" nennt. Zwölf Stunden bei einer Temperatur von 180 Grad Celsius unter Zugabe von Zitronensäure als Katalysator genügen, um die Biomasse eine Verwandlung vollziehen zu lassen, die in einem Kohleflöz mehrere Millionen Jahre dauerte.


    Unter Hitze und Druck verändert sich die Molekularstruktur der Pflanzen. Ihre Grundbausteine Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff gehen andere Verbindungen ein. Übrig bleibt nahezu reiner Kohlenstoff, meist als feiner Staub, sowie Wasser, das sich durch einen Filter abscheiden lässt.


    Dass bislang kein anderer auf dieses einfache Kochrezept gekommen ist, hat laut Antonietti einen einfachen Grund: "Die Gewinnung von Kohlenstoff stand lange nicht ganz oben auf der Wunschliste der Grundlagenforscher."


    Antoniettis Kohlefund zählt zu den Resultaten der Forschungsinitiative Enerchem, an der fünf Max-Planck-Institute seit zwei Jahren zusammenwirken. Sie soll chemische Grundlagenarbeit zur Beantwortung der brennendsten Frage der Zeit liefern: Welche Energieträger kann die Menschheit dauerhaft und ohne Klimaschädigung nutzen?


    Lange dominierte die Vision vom Wasserstoff, sündenfrei gewonnen etwa aus Wasser und Ökostrom. Doch die technischen Hürden sind enorm. Herstellung und Vertrieb dieser hochexplosiven Substanz wäre eine Verkettung extrem teurer und verlustreicher Prozessschritte. Bis heute werden in keinem großen Industrieland ernstzunehmende Anstalten gemacht, eine Vertriebsinfrastruktur für Wasserstoff aufzubauen.


    Weit aussichtsreicher - und teilweise schon in Anwendung - ist dagegen eine andere Methodik der synthetischen Kraftstoffproduktion. Sie folgt dem Prinzip, das auch zur Entstehung der fossilen Ressourcen Erdöl, Erdgas und Kohle führte: der Umwandlung organischer Substanzen in Brennstoffe von hoher Energiedichte.


    Dabei wetteifern bereits verschiedene Methoden von höchst unterschiedlicher Effizienz. In Deutschland blüht etwa das Geschäft mit Rapsölmethylester, letztlich eine Verschwendung von Ackerfläche: Der Ertrag pro Hektar und Jahr liegt nach Angaben der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe bei nur 1550 Liter Diesel, Verluste für Traktorentreibstoff und Düngemittel noch gar nicht eingerechnet. Mit dieser Methode die fossilen Energieträger ersetzen zu wollen wäre illusorisch.


    Ähnlich schwach ist die Ausbeute bei den bisher üblichen Produktionsverfahren von Bioethanol durch alkoholische Gärung: 1650 Liter Benzinäquivalent pro Hektar und Jahr. Neue Verfahrenstechniken zur Vergärung von Stroh und Holz könnten die Erträge steigern. Die sind jedoch noch nicht im Einsatz.


    Kurz vor der industriellen Einsatzreife steht eine aussichtsreichere Methode, bei der nicht nur Samen und Knollen der Früchte, sondern komplette Pflanzen verwertet werden können: das "Biomass to Liquid"-Verfahren (BtL), auch "SunDiesel" genannt. Im kommenden Jahr geht die erste Pilotanlage im sächsischen Freiberg in Betrieb. Der Ertrag soll bei 4000 Litern pro Jahr und Hektar liegen - nur noch überboten durch die Herstellung von Biomethan, dessen jährlicher Ertrag pro Hektar 5000 Liter Benzin gleichkommt.


    Doch auch diese Ausbeute erscheint noch dürftig im Vergleich mit der Kohle aus dem Kochtopf. Die jüngst entdeckte hydrothermale Karbonisierung hat einen entscheidenden Prozessvorteil: Sie erhält nahezu den gesamten in der Pflanze gespeicherten Kohlenstoff, der bei den anderen Verfahren zu großen Teilen als Kohlendioxid entweicht. Auch muss nur am Anfang Energie zugesetzt werden, da sich der Verkohlungsprozess nach kurzem Anheizen aus der eigenen Wärmepro-duktion selbst in Gang hält. Max-Planck-Forscher Antonietti hat, bei Nutzung von schnellwachsendem Schilfgras, einen Jahres-Hektar-Ertrag von 14 Tonnen Kohle errechnet.


    Der Brennwert des gewonnenen Gutes ist somit um ein Vielfaches höher als bei allen anderen bekannten Verfahren. Weniger erfreulich wäre lediglich der Aggregatzustand, sein direkter Einsatz etwa als Autokraftstoff ist nur schwer vorstellbar.


    Immerhin ließe sich das schwarze Pulver in einem "Coal to Liquid"-Verfahren zu Benzin oder Diesel weiterverarbeiten - und das in denselben Anlagen, in denen auch BtL-Kraftstoffe gewonnen werden. Die Freiberger Firma Choren, derzeit größter Pionier der BtL-Branche, schätzt die energetische Ausbeute bei der Nutzung von Kohlestaub sogar deutlich höher ein als etwa bei Holz.


    Doch die Schaffung neuer Flüssigkraftstoffe zählt für Max-Planck-Forscher Antonietti gar nicht zu den dringendsten Zielen. Für weit wichtiger hält er einen anderen Effekt der Pflanzenverkohlung: Sie könnte im Kampf gegen die Klimaerwärmung helfen, da sie in enormen Mengen Kohlenstoff bindet, der im natürlichen Kreislauf von Wachstum und Verrottung der Vegetation sonst wieder als Kohlendioxid in die Atmosphäre entweicht.


    Der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid durch die Verbrennung fossiler Ressourcen ließe sich nach Antoniettis Rechnung vollständig kompensieren, wenn die nachwachsenden Pflanzen auf einem Prozent der Erdoberfläche - immerhin 1000 mal 5000 Kilometer - nach seinem Rezept karbonisiert würden.


    Das Resultat müsste noch nicht einmal Kohle sein. Wird der Garungsprozess früher gestoppt, etwa nach acht Stunden, entspringt dem Kohle-Kochtopf eine Vorform des schwarzen Grubengoldes, die der Gärtner schätzt: Humus.


    Noch schneller als die Verwandlung des Ernteguts in Brennstoff würde die Herstellung hochwertigen und verwitterungsbeständigen Mutterbodens funktionieren - und damit die Gewinnung neuer Ackerflächen zur weiteren Kompensation von Kohlendioxid.


    "Akute Ressourcenprobleme", sagt Antonietti, "kriegt die Menschheit vielleicht in 20 Jahren. Ein akutes Klimaproblem haben wir schon heute."


    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,428493,00.html

  • Kannst Dir ja mal Lion Bioscience angucken.


    SAP Gründer Hopp, BASF und Bayer wollen in die leere AG Hülle die Axaron Bioscience einbringen, und haben ein Übernahme Angebot zu 1,82¤ abgegeben. Axaron forscht auch an einem Schlaganfall Blockbuster für den sie 2005 eine Auszeichung bekommen haben. Zumindest ist das Risiko durch vorhandene 23 Mio Cash und Übernahmeangebot begrenzt und die Neuausrichtung steht wirklich ganz am Anfang.
    http://www.manager-magazin.de/…kel/0,2828,425362,00.html


    Hier gibts noch einige Reden & Infos zur Pressekonferenz vom 6. Juli
    http://www.basf-lynx.de/pages/2006/0706/index.html

  • Mir geht Medigene nach wie vor nicht aus dem Kopf (und habe eine kleine Portion bei 5,56 Euro gekauft).
    Von allen Aktien die mir bekannt sind hat nur Medigene das Potential sich zu verhundertfachen (so hoher Wert allerdings nur mit geringer Chance).
    Immerhin, fundamental so oder so o.k. mit Lotteriegewinnpotential.

  • Bei 6,30 Euro (+12%) hatte ich mir noch überlegt, ob ich auf diesen Zug noch aufspringen soll nach der Bekanntgabe der positiven Wirksamkeitstests an rund einem dutzend Patienten. Aber inzwischen stehen wir schon wieder bei 5,96¤ - lange hielt die Freude nicht an. Wenn ich sie hätte, würde ich mich freuen, aber es gibt noch viele Unabwägbarkeiten ...
    (immerhin stehen bei 5,50 Euro die Chancen auf Bodenbildung gar nicht schlecht).
    Ein Portfolio von diversen High-Tech-Aktien bietet die DEWB - und das auch noch mit deutlichem Abschlag zum "eigentlichen" Wert.

  • Mit Hilfe von Excel und allerhand pessimistischer (bzw. realer Annahmen) kam ich schließlich auf diese Wahrscheinlichkeiten.
    Fragestellung: Bei einer normalen Bewertung von KGV =14 im Jahre 2015, wo würde der Kurs dann stehen?
    Das hängt natürlich davon ab wieviel Gewinn Medigene machen wird und das hängt davon ab wieviele Medikamenten-Kandidaten es tatsächlich gelingt auf den Markt zu kommen (die meisten schaffen das ja nicht).
    Hier das Ergebnis des fairen Kurses im Jahre 2015 (kein Wunder dass mich der Wert nicht hat schlafen lassen):
    P.S. die Grafik ist so zu interpretieren: mit 95% wahrscheinlichkeit wird Medigene UNTER 80 Euro notieren.
    (mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,96% wird Medigene unter dem jetztigen Kurs notieren)


  • Hallo Joe,


    also ich halte Medigene für sehr interessant und aussichtsreich auf aktuellem Niveau (5-6 ¤).
    Ich bin von der bisherigen Story überzeugt und gerade vor dem Hintergrund der Zulassung von Medikament #2 (Poly-E/GW), das in Kürze (31.10.2006 ist Stichtag) den Weg weisen wird.
    Was mich zur Zeit viel mehr beschäftigt, ist die Avidex-Übernahme, die schon relativ spontan und unerwartet kam (für mich). Medigene hatte selbst schon für 2006 den Break-Even angepeilt (mit vorzeitiger Zulassung von Poly-E/GW und den damit verbundenen Meilensteinzahlungen von Bradley) und selbst nach der Verschiebung des Ganzen schient der BE für 2007 realistisch.
    Dummerweise gibts nun aber Avidex, welches zwar riesiges Potential eröffnet und auch Fantasie in den Wert hinein bringt mit angeblichem Umsatzpotential von 1,5 Mrd ¤, erhöht aber auch die Forschungskosten+etc. auf absehbare Zeit erheblich, so das wohl vor 2008/2009 nicht mehr mit dem BE zu rechnen ist.


    Für nen Zock auf Sicht von 12 Monaten ist Medigene durchaus sehr interessant, aber es bleibt eben abzuwarten wie sich die Pipeline so weiterentwickelt.
    Poly-E/GW (wenn es denn kommt) sollte zusammen mit Eligard eine gesunde finanzielle Basis bilden, so das man wenig(er) Angst haben sollte, das Medigene pleite geht.
    Poly-E/AK war die Indikation, welche im Sommer 2005 zum Absturz führte und evtl. wird dies wieder aufgenommen, nachdem Poly-E/GW am Start ist.... ;)


    Das beantwortet zwar jetzt nicht deine Frage, aber ich wollte eben auch meine Senf zu Medigene dazu geben... :D



    MfG
    Zek :)

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

    Edited once, last by Zek ().

  • Zek : das mit dem Break even ist doch total egal.
    Jedenfalls mir, natürlich nicht dem Markt da draussen.
    Warum ist das egal?
    --> Medigene kann jederzeit den Break Even erreichen, ist ganz einfach: Medigene hält jede Forschung an und nimmt nur noch das Geld ein von Eligard und (sehr bald) von Polypenol-E-Salbe. das geht! Wirklich! Hat Medigene in schwieriger Zeit schon mal gemacht mit dem Wirkstoffkandidaten G207.
    Gesetzt der Fall Medigene hält alles an und nimmt die Gewinne von Eli und Pheno, dann ist das ca. 20 mio für 2007.
    Das wäre dann grob 70 Cent pro Aktie und Schwups - schon ist Medigene ein KGV von unter 10 gelungen.
    Und dazu hat Medigene einen haufen Cash, der ja nicht in die Forschung gesteckt wird. Diese Cash würde mit ca. 2-3% verzinst werden können und der Gewinn wäre vermutlich bald 80 Cent pro Aktie.


    Medigene hat aber noch eine viel bessere Option:
    Sie investieren das Geld (dafür haben sie es ja bekommen und eingesammelt) in Forschung. Und sie Thesaurieren den Gewinn von Eli und Pheno-E.
    Da sie soviel Geld haben, sind sie in der glücklichen Lage mehr in Forschung zu buttern als sie überhaupt an Gewinn einnehmen. Jedenfalls momentan noch.


    Der Durchschnitts-Einfaltspinsel grämt sich nun, dass Medigene den Break-Even verschoben hat.
    Mit dem neuen Rhudex-Kandidaten grämt er sich sogar, dass hier neben den bisherigen Kandidaten noch zusätzlich Forschungsgelder investiert werden.
    Mir wurscht. Ich gucke nur, was im Jahr 2015 dann herauskommt: 1 bis 3 weiter Kandidaten könnten dann neben Eli und Pheno auf den Markt kommen.
    Ich habe anhand der Wahrscheinlichkeiten 10.000 Möglichkeiten durchgespielt und dabei die obige Grafik erstellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass keines der Wirkstoffkandidaten den Markt erreicht liegt bei ca. 1%.
    Die zuvor angegebene Grafik zeigt wo der Kurs bei einem KGV von 14 stehen müßte wenn je nach wahrscheinlicher Verteilung entsprechend mehr oder weniger Kandidaten das Ziel der Vermarktung erreichen.
    In meinen 10.000 "Würfelproben" gab es übrigens keinen einzigen Fall in dem es alle Kandidaten geschafft hätten.


    Beispiel der Würfelproben-Datei:
    (Spalten von links nach rechts zeigen die Gewinne je Medikament in mio an. 1. Spalte mit 8,3= Eligard, 2. Spalte mit 12,5 mio ist Polyphenol, 3. Spalte ist aktinische Keratose etc. ganz rechts steht dann ein Kurs wenn dieser Gewinn mit KGV 14 zustande kommt)
    Wo der Kurs in 12 Monaten stehen wird kann ich allerdings kaum vorhersagen.


    Letztendlich ist Avidex wegen etwas anderem nicht so gut.
    Es setzt zu sehr alles auf eine Karte. 10 kleinere Wirkstoffkandidaten wären viel besser als ein Blockbuster.
    Mit dem RhuDex-Kandidaten erhöht sich das Risiko erheblich.
    Allerdings hat Medigene gar nicht vor das Risiko lange zu tragen. Sie wollen RhuDex eine Stufe weiterentwickeln und in 2 Jahren wieder verkaufen. Sie haben Rhudex vermutlich riskiert, weil damit auch eine weitere Technologie gekauft wurde. Es gibt neben RhuDex noch 6 Wirkstoffe, die sich in der Präklinischen Phase befinden. Deren Chance liegt bei unter 10%, aber immerhin diese geringe Chance multipliziert mit 6 ergibt schon ein bisschen was.
    Vergleicht man den Avidex Kauf mit der 4SC-Aktie, dann war das schweinegünstig. 4SC bietet nämlich weit weniger, kostet dafür mehr.


    Was an Medigene sehr sehr schlecht ist (siehe Cardero und Patriot): Es ist ein Publikumsmagnet. Mit dem Ausscheiden aus dem TecDax besteht hoffnung, dass das bald zuende geht.
    Momentan jubeln alle, wenn Medigene auch nur ein paar Cent zulegt, ähnlich wie bei Cardero, als nach langer Durststrecke der Kurs von ca. 1,25 auf 1,50 Euro hochschoss.
    Gleich waren alle wieder Feuer und Flamme. Sehr schlechtes Zeichen für eine Aktie.
    Dennoch, ich konnte nicht anders. Angesichts meines Wahrscheinlichkeitsmodell mit 10.000 erwürfelten möglichen Endergebnissen ist mir klar geworden, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Kurs unter dem jetzigen im Jahr 2015 liegen wird. Und wenn man einen verhundertfacher haben könnte, gleichzeitg fast null Risiko nach unten hat - warum nicht? Ich hoffe das Beste, aber falls die Wahrscheinlichkeiten gegen mich spielen, dann verliere ich höchstwahrscheinlich zumindest nicht meinen Einsatz.


    Gruß, Joe


  • Ich, als Durchschnitts-Einfallspinsel, denke, das der Break-Even bei Medigene durchaus nach Jahren der Forschung langsam mal fällig ist.
    Ob es nun 2006, 2007 oder 2008 wird, mag im Hinblick auf die nächsten 10-20 Jahre natürlich egal sein aber ich hätte es halt gerne gesehen, wenn Medigene 2007 den BE schafft. Das wäre m.E. ein sehr positives Signal für den Markt gewesen...


    Quote

    Original von Joe
    Und dazu hat Medigene einen haufen Cash, der ja nicht in die Forschung gesteckt wird. Diese Cash würde mit ca. 2-3% verzinst werden können und der Gewinn wäre vermutlich bald 80 Cent pro Aktie.


    Medigene hat aber noch eine viel bessere Option:


    Sie investieren das Geld (dafür haben sie es ja bekommen und eingesammelt) in Forschung. Und sie Thesaurieren den Gewinn von Eli und Pheno-E.
    Da sie soviel Geld haben, sind sie in der glücklichen Lage mehr in Forschung zu buttern als sie überhaupt an Gewinn einnehmen. Jedenfalls momentan noch.


    Genau, momentan noch...


    Quote

    Original von Joe
    Der Durchschnitts-Einfaltspinsel grämt sich nun, dass Medigene den Break-Even verschoben hat.
    Mit dem neuen Rhudex-Kandidaten grämt er sich sogar, dass hier neben den bisherigen Kandidaten noch zusätzlich Forschungsgelder investiert werden.


    Richtig, da ich nicht genau weiss, wie wertvoll die erworbenen Technologien sind in dieser Phase und Rhudex noch am Anfang steht, gräme ich mich deswegen...


    Quote

    Original von Joe
    ...Was an Medigene sehr sehr schlecht ist (siehe Cardero und Patriot): Es ist ein Publikumsmagnet. Mit dem Ausscheiden aus dem TecDax besteht hoffnung, dass das bald zuende geht.


    Das dürfte nur von kurzer Dauer sein, wenn es die nächsten News über Polyphenon-E/AK&GW und EndoTAG kommen. Naja, mal sehen... ;)


    Ich habe deine potentielle Gewinnschätzung nachvollzogen und komme auf "ähnliche" Werte, wobei ich noch ein wenig konservativer vorgegangen bin und für <= Phase I-Projekte stumpf nur 10% Zulassungswahrscheinlichkeit angesetzt habe und als Umsatzrendite habe ich nur 20% angesetzt:
    Da kommt man immer noch auf 56,26 Mio. ¤ möglichen Gewinn, was recht gut im Vergleich zur Marktkapitalisierung erscheint. ;)


    33% Umsatzpotential von Medigene's Umsatzschätzung ist auch schon sehr sehr konservativ, finde ich.
    Also nach diesem Modell scheint Medigene schon recht Preiswert...


    We'see... :D

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

  • Es gibt thesaurierende Fonds. So ein Fond schüttet nie Gewinne aus. Genau genommen machen diese ständig Verluste. Ein leben Lang. Denn die Gewinne werden eben wieder angelegt und obendrein gibt es Managementgebühren.
    Ein solcher Fond hat also von Haus aus nie einen Break even.
    Dennoch steigt der Fond in seinem Wert und keinen stört es, dass sie freigewordenes Geld sofort wieder investieren.
    Manchmal erhöht ein solcher Fond seine liquide Mittel Quote.
    Es stört aber nicht, wenn diese auf nahezu Null gefahren werden.
    Medigene investiert in seine Medikamenten-Pipeline. Ihre liquiden Mittel fahren sie langsam auf Null herunter.
    Da Medikamenten-Kandidaten in fortgeschrittenem Forschungsstadium mehr wert sind als solche die sich in der präklinischen Phase befinden, so denke zumindest ich, dass das Geld nicht wirklich verschwindet sondern Werte schafft.
    Tatsächlich werden Medikamentenkandidaten aber überhaupt nicht als Buchwert gewertet. D.h. nach Buchwert ist es völlig egal ob Polyphenol in der Präklinischen Forschungsphase sich befindet oder wie hier real, kurz vor der Marktzulassung steht.
    Ich denke aber, dass das sehr wohl einen Unterschied macht.
    Rhudex ist momentan Null wert (laut Buchführung). Wenn Medigene mit RhuDex aber eine erfolgreiche Phase II abschließt, ist der Wert immer noch Null (laut Buchführung). Real bin ich mir aber sicher, dass Medigene bei Weiterverkauf von RhuDex plötzlich mehr bekommt als die Anfangs investierten 43 mio Euro.
    Man kann mit mir streiten. Die 20 mio Verlust für 2006 sind m.E. überhaupt gar keine Verluste. Sie schaffen im Gegenzug Werte. Wenn man streiten kann, dann allenfalls, ob mehr Wert geschaffen wird als investiert wird. Doch die annahme dass hier 100% Verlust vorliegt wenn die Forschung vorangetrieben wird würde ja streng genommen bedeuten, dass man "am besten" sofort Polyphenon E auf Eis legt. Auch dann wenn es nur noch möglicherweise wenige Wochen sind bis zu Zulassung. Denn bis dahin macht man ja Verluste! Kostet ja nur Geld!


    Gruß, Joe

    Früher war sogar die Zukunft besser.

    Edited once, last by Joe ().


  • Der Unterschied ist allerdings, dass die Investitionen in Medikamenten-Enwicklungen mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit zu 100% verpuffen, zumindest wenn man nicht dank großer Forschungsabteilung Hunderte Entwicklungen in der Pipeline hat. Dass alle Investments eines Fonds auf Null sinken, ist extrem unwahrscheinlich. Es sei denn, er investiert ausschließlich in wenige, kleine Biotech-Medikamentenentwickler...

    Bekanntlich hält man ja nur jene Menschen für normal, die man noch nicht so gut kennt. (SPON)

  • Quote

    Original von Joe
    Es gibt thesaurierende Fonds. So ein Fond schüttet nie Gewinne aus. Genau genommen machen diese ständig Verluste. Ein leben Lang. Denn die Gewinne werden eben wieder angelegt und obendrein gibt es Managementgebühren.
    Ein solcher Fond hat also von Haus aus nie einen Break even.
    Dennoch steigt der Fond in seinem Wert und keinen stört es, dass sie freigewordenes Geld sofort wieder investieren.
    Manchmal erhöht ein solcher Fond seine liquide Mittel Quote.
    Es stört aber nicht, wenn diese auf nahezu Null gefahren werden.

    Wenn ein Fonds keine Gewinne macht, ist es egal ob er ausschüttet oder thesauriert ;) . NAV wird kleiner. Wenn ein Fonds im Wert steigt, weil Beteiligungen mit Gewinn verkauft wurden, dann hat er Gewinne in irgend einer Form gemacht und versteuert. Den Fonds der bei ständigem Verlust im Wert steigt, gibt es nicht.


    Ich kann leider keine Zahlen anbieten, aber imho würde ein Pharmaunternehmen Medikamente nicht über derartige Umwege entwickeln lassen. Dazu gibt es startup's und venture capital Gesellschaften im Eigentum der Pharmaunternehmen ;D

    "If it sounds too good to be true, it probably is."


    "Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht."


    "Erfahrung ist das was man bekommt, wenn man nicht bekommt was man möchte."

  • Ich frag ob ihr das mit absicht nicht versteht? Ist doch nicht so schwer. Ihr nehmt mich auf den Arm, oder?
    Bin mir nicht ganz sicher.



    Medigene kann doch auch "Beteiligungen" verkaufen mit Gewinn. Kaufen RhuDex ein und verkaufen es später wieder.
    Das Risiko wird kleiner je mehr Wirkstoffe in der Pipline sind.
    Aber an der Art ändert das nichts. Mehr Wirkstoffe bedeutet eine geringere Volatilität.
    Ein Fond mit nur 9 Werten ist zwar kein so toll diversifizierter Fond, aber sicherlich würde sich sowas sogar gerade noch finden lassen?!
    Für Medigene wäre es mir auch lieber, sie hätten statt RhuDex mit Spitzenumsatzpotential von 1500 mio besser 10 Wirkstoffe eingekauft mit je nur 150 mio Spitzenumsatz.
    Ein Wunschkonzert ist es aber leider nicht, und es gibt halt Medigene so wie sie sind. Dafür aber sehr günstig finde.
    Und die Forschungsgelder sind m.E. nicht 100% verloren. Geht ein Wirkstoff hops dann macht ein anderer diesen Verlust wieder gut. Es ist sogar so, dass die meisten Wirkstoffe nicht das Ziel erreichen. Alles schon einkalkuliert.


    Gruß, Joe

  • Höret sich fast an wie bei einem Explorer, Joe.

    Das Drehbuch für den Untergang steht fest - es geht nur noch um den Preis für die beste Maske (H. v. Buttlar)

  • Nochmal zurück zum Thema Bioethanol/Biosprit, in der Wirtschaftswoche gibt es einen interessanten Artikel:


    "Biosprit: Warum Ökonomen und Ökologen skeptisch sind"
    http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/w…7ef6a7/depot/0/index.html



    Interessant ist momentan die Oelmuehle Hamburg AG, durch die sehr positive Geschäftsentwicklung bestehen berechtigte Chancen auf Abfindungskurse von über 1000 Euro und das bei deutlich einstelligem KGV. http://www.oelag.de/