Die Überlegung hatte ich auch schon: Der Markt ist jetzt schon von Überangebot und niedrigen Preisen geprägt - das würde durch steigende Exporte aus Venezuela nicht besser. Ich hätte auch vermutet, dass die bisherigen Sanktionen gegen Venezuela durchaus auch der "Preiskontrolle" dienten...
Geo-politisch schießt sich Trump in den eigenen Fuss, wenn er jetzt in Venezuela "das Land führt", wie er es formuliert. Wo wäre dann der Unterschied, wenn - sagen wir mal - China beschließt, mit militärischen Mitteln und ebenso völkerrechtswidrig "Taiwan zu führen"? Das Argument überlegener westlicher Werte kannst du dann in der Pfeife rauchen, und das hat über Jahrzehnte durchaus gepunktet - siehe Zusammenbruch des Ostblocks.
Hat es. Aber diese Zeit ist Vergangenheit.
Der Krall hat heute einen guten Artikel auf X dazu geschrieben. hab den Link grade nicht da, aber findet ihr.
Seine Überlegungen decken sich überraschend mit meinen, und gehen noch weit drüber raus. Ein gutes Drehbuch um vorauszuahnen was als nächstes kommt, daher must read imho.
Kurzfassung: Trump hat verstanden dass eine Monopolare Weltordnung nicht aufrechtzuerhalten ist. Es gibt daher eine Absprache zwischen den USA, Russland und China über die Aufteilung der Welt in Einflusszonen.
Südamerika geht naturgemäß an die USA. Ukraine an Russland. Usw.
Nächstes Ziel: Iran.
Womit wir beim Ölpreis wären.
Ja, geht runter, einerseits.
Andererseits, wie oben geschrieben, die Lebensdauer der Fracking Plays in den USA geht zu Ende, hier wird einiges an Förderung verloren gehen.
Dann eben Iran, da wird was kommen was auch Produktion offline nimmt.
Was schließlich Petrobras betrifft. Stimmt einerseits. Andererseits steigt grade die Wahrscheinlichkeit massiv dass auch Lula bald weg ist, was wiederum gut wäre. Eine Petrobras bei Ölpreis 50 statt 60, aber dafür ohne Lula, wäre imho mehr wert als das Petrobras heute.