Börsengurus, Dummschwätzer oder Verbrecher ??

  • Aus dem link:


    "Ironischerweise hat es nur ein einziger Dax-Konzern in den Fonds des einstigen „Mr. Dax“ geschafft, der Zahlungsabwickler Wirecard."


    Volltreffer würde ich heute mal behaupten

  • Für Ideen Generierung :


    Sieger beim Sum-Zero Contest :


    Unter anderem mit Majestic Wine, Trupanion, Metro Bank plc, Facebook usw.


    Top Stocks 2019


    "The 95 submissions entered into this year’s Challenge were independently assessed and voted on by a panel of 25 senior fund professionals and asset allocators. The following, multi-factor criteria was utilized to determine the Winners:"


    https://sumzero-prod.s3.amazon…9TopStocks_635122a159.pdf

  • Ich fand den Homm ja immer cool (angeschossen), aber sein Buch blieb nach einem Drittel liegen, irgendwo. Muss ich mir mal anhören.


    Ed: nicht richtig gelesen, ich dachte das wärs, kommt ja erst noch. Hör ich mir nicht an.


    Aber irgendwie ist das auch das Schöne an der Börse, jeder kann dabei sein, der größte Depp kann den Tenbagger greifen und der schärfste Analyst über Jahre underperformen ...

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Ich muss noch mal nachlegen:


    https://www.finanzkueche.de/di…ler-premium-aktien-fonds/


    Fazit: Ein Produkt für Menschen, die Herrn Müller mögen und "dazu gehören" wollen.

    Dirk Müller richtet sich mit seinem Fonds an Anleger, die sich vor dem nächsten Einbruch der Kapitalmärkte fürchten. Wobei zum Schluss die Frage erlaubt sei, ob ein Aktienfonds für diese Zielgruppe das bevorzugte Mittel der Wahl sein sollte?

  • Ich kenne einige in meinem Umfeld, die sich vermehrt nach alternativen Heilungspraktiken informieren.

    Manchmal halte ich sie für "Verschwörungstheoretiker".

    Aber wenn ich mir den aktuellen Fall um die Familie Sackler und die Opioid /Schmerzmittel) Epidemie anschaue, muss ich denen teilweise recht geben. (hauptsächlich werden diese Opioide in Deutschland von Zahnärzten verschrieben)


    "Pharma-Dynastie Sackler - Der Drogen-Clan"


    http://www.spiegel.de/wirtscha…-angeklagt-a-1253764.html


    "Opioid-Epidemie in den USA -Die betäubten Staaten von Amerika"


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=399091



    "Schätzung der Anzahl von Personen mit einer Opioidabhängigkeit"



    https://www.aerzteblatt.de/arc…einer-Opioidabhaengigkeit

  • Ich glaube nicht, dass deutsche Zahnärzte sehr häufig Opioide verschreiben. Zahnschmerzen lassen sich in der Regel mit Ibuprofen und Co. (in schweren Fällen Metamizol) gut in den Griff bekommen. Außerdem benötigt man für eine Opioidverschreibung ein Betäubungsmittelrezept.

    Bei den Opioidabhängigen in Deutschland handelt es sich überwiegend um Drogensüchtige. Das geht auch aus dem von mobilpage verlinkten Ärzteblatt-Artikel hervor; da heißt es nämlich: "Vergleiche mit früheren Schätzungen legen den Schluss nahe, dass sich der Umfang der Personen mit einer Opioidabhängigkeit in Deutschland in den letzten 20 Jahren kaum verändert hat." Im Gegensatz dazu ist in den USA die Zahl der Opioidabhängigen in den letzten 10 Jahren dramatisch gestiegen, was an der unkritischen Verschreibung von Opioiden durch Ärzte liegt, auch bei völlig ungeeigneten Indikationen (z.B. chronischen Rückenschmerzen). Letztlich ist es auch etwas zu einfach, die ganze Verantwortung Purdue (dem Hersteller von Oxycontin) zuzuschieben; auch für ein stark beworbenes Medikament benötigt man immer noch den Arzt, der es verschreibt. Allerdings begünstigt das Gesundheitssystem in den USA Fehlverschreibungen, z.B. durch die Erlaubnis von Arzneimittelwerbung im Fernsehen und durch das Fehlen eines Kontrollmechanismus.

    Die Zahl der Opioidabhängigen und -toten ist in den USA dementsprechend deutlich höher als in Deutschland (USA: ca. 45.000 Tote/Jahr; Deutschland: ca. 800 Tote/Jahr, das entspräche ca. 3200 Tote/Jahr in den USA).

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Sehr spannende bzw. Interessante Entwicklungen um die Firma Kapsch Trafficom .

    Kapsch hat ja wie bekannt mit CTS Eventim in Deutschland den Zuschlag für die PKW-Maut erhalten.


    https://www.handelsblatt.com/u…-hGVLTPf6q7fAEXkHvuBT-ap2


    Die haben seit 2007 auch das Mautsystems in tschechien in Betrieb und haben überraschenderweise die Ausschreibung gegen einen Tschechischen Anbieter 2018 verloren.

    Seither versucht Kapsch dagegen juristisch vorzugehen. Sie haben auch veröffentlich , dass Ihr Angebot 4 Mrd. Kronen niedriger als das Angebot der Tschechen war. Korruptionsvorwürfe/Insider Handel gegen einige Minister wurden vorgeworfen :


    https://www.boerse-express.com…per-zeitungsinserat-58563


    Und prompt wurde letzte Woche durch die Tschechische Polizei eine Razzia in den Büros von Kapsch in Tschechien durchgeführt, mit dem Vorwurf der Korruption. Verhaftet wurde niemand und es kam bisher nix dabei raus. Es sieht danach aus , als ob jemand Kapsch darauf "freundlich" hinweisen möchte , dass Geschehene hinzunehmen und die Füsse stillzuhalten.

    Und das mitten in Europa :


    https://www.derboersianer.com/…utsche-razzia-bei-kapsch/


    Ich denke das Beispiel zeigt wo es in Zukunft mit der Wirtschaft hingehen könnte. Populismus, wirtschaftliche Vorteile für die einheimische Industrie (meistens gelenkt durch eigene Leute) .

    Mal schauen wo das hinführt.


    Sollte man eventuell im Hinterkopf haben, wenn man in Firmen investieren möchte, die in sensible Regierungsgeschäfte mitmischen möchte.

  • Doch nicht alles Gold was glänzt .

    Und da sage mir einer „der hat einen Stanford Abschluss . Der ist Gscheit“


    Letztendlich erkennt schon zu Beginn des Studiums der Elite-Student , was alles mit Geld machbar ist . Somit wird ihm Korruption schon zu Beginn in die Wiege gelegt und diese Kultur wird später in den Firmen in denen sie arbeiten weitergelebt .

    Eigentlich sollte man rauskriegen, welche Studenten das sind und die Firmen für die sie später mal arbeiten , aus der Investitionsliste rausstreichen


    Stars ZAHLTEN MILLIONEN

    Massiver Betrugsskandal erschüttert Elite-Unis in den USA“



    https://www.welt.de/wirtschaft…lite-Unis-in-den-USA.html

  • Soso, die Eliten kriegen genauso dumme Kinder wie die anderen auch. Das ist ja schrecklich.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Ich dachte, da wäre das Geschäftsmodell der Elite-Privatunis:

    Säule 1: Ein paar Stipendien für Hochbegabte herausgeben, um sich mit guten Absolventen brüsten zu können

    Säule 2: Ein paar Plätze an halbwegs begabte Vollzahler mit wohlhabenden Eltern vergeben, um die laufenden Kosten zu decken

    Säule 3: Ein paar Plätze an Menschen mit mehr Standes- und Selbstbewusstsein als Begabung (freundliche Formulierung) gegen sehr hohe Zusatzkosten herausgeben, damit diese vom erworbenen Image des Ladens profitieren und der Laden selber profitabel gestaltet werden kann.


    Und jetzt wird die dritte Säule plötzlich als Korruption dargestellt? Was für ein Missverständnis!

    Wir sind hier nicht bei öffentlichen Hochschulen der Spitzenklasse mit Leistungsanspruch, sondern bei Privatläden mit Gewinnerzielungsanspruch!

    Es gibt schon Gründe, warum sich (so zumindest meine Erfahrung in Deutschland) in privaten Schulen und Hochschulen eher nicht die Creme de la Creme der fachlichen Begabung, sondern eher die mäßig begabten Kinder wohlhabender, halbwegs verzweifelter Eltern sammeln.

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Ich glaube die Unis die betroffen sind regen sich nicht darüber auf , dass Gelder geflossen sind . Sondern dass die Gelder nicht die Unis direkt erhalten haben , sondern ein Zwischenhändler.

    Ich denke den Unis geht es langfristig darum die Zwischenhändler auszuschalten und die ganze Kohle zu kassieren :)

  • Ich glaube die Unis die betroffen sind regen sich nicht darüber auf , dass Gelder geflossen sind . Sondern dass die Gelder nicht die Unis direkt erhalten haben , sondern ein Zwischenhändler.

    Ich denke den Unis geht es langfristig darum die Zwischenhändler auszuschalten und die ganze Kohle zu kassieren :)

    Du hast natürlich recht.
    Der offizielle und gewünschte Weg ist anscheinend, dass die Eltern erst eine (milionengroße) Stiftung an die Uni zahlen und im folgenden Jahr ihr Zögling an der Uni aufgenommen wird. So soll auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Harvard gekommen sein.

    Bei Harvard läuft Säule Nr. 3 unter dem Namen "Deans Interest List" https://www.thecrimson.com/art…harvard-admissions-trial/

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Wir sind hier nicht bei öffentlichen Hochschulen der Spitzenklasse mit Leistungsanspruch, sondern bei Privatläden mit Gewinnerzielungsanspruch!

    Es gibt schon Gründe, warum sich (so zumindest meine Erfahrung in Deutschland) in privaten Schulen und Hochschulen eher nicht die Creme de la Creme der fachlichen Begabung, sondern eher die mäßig begabten Kinder wohlhabender, halbwegs verzweifelter Eltern sammeln.

    Diese Darstellung wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht: Die großen Privatuniversitäten (in den USA oder in England) haben keinen Gewinnerzielungsanspruch. Sie sind als Stiftungen organisiert. Sie bezeichnen sich als private nonprofit organisations.

    Harvard, wie auch viele andere ivy leagues universities, könnte es sich leisten, alle Studenten kostenlos studieren zu lassen: Die 6700 Undergraduates zahlen pro Jahr etwa 12 000 $ tuition fees, wenn ich das recht verstehe. Das macht etwas über 80 Mio USD. Peanuts bei einem Stiftungsvolumen von etwa 40 Mrd USD. Die staatlichen Universitäten verlangen da zum Teil sehr viel höhere Studiengebühren.

    Es würde auch den deutschen Universitäten gut tun, nicht an der kurzen Leine der jeweiligen Kulturminister und deren Allüren zu hängen.

    Einmal editiert, zuletzt von monopole () aus folgendem Grund: Die Zahl war falsch. Das war die Zahl per "course". Standardmäßig werden offenbar vier courses belegt. Siehe weiter unten den Link von @cktest.

  • Das geht doch auch überhaupt am Thema vorbei.


    Das Problem bei dem Skandal ist, dass Geld bezahlt wurde um Lebensläufe faken, Mitarbeiter der Unis zu schmieren um Test rauszugeben etc.

    Das ist schon übel.

    Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klaman

  • Die 6700 Undergraduates zahlen pro Jahr etwa 12 000 $ tuition fees

    Da liegst Du leider um den Faktor 4 zu niedrig: https://college.harvard.edu/fi…aid-works/cost-attendance. Auch wenn die Seite suggeriert, dass es sich dabei um die Gesamtgebühren handeln würde, sind es leider die jährlichen Gebühren.

    Die Herausforderung liegt für einen Normalsterblichen ohne sehr wohlhabende Eltern aber eher darin, eine Zulassung bei Harvard zu ergattern. Wenn man nämlich nicht genug Kohle hat, muss man tatsächlich hochbegabt sein (und das System verstehen), um dort studieren zu können. Das gilt in ähnlicher Weise auch für die ganz oben angesiedelten englischen Universitäten. Im Vergleich dazu ist das deutsche Zulassungssystem ziemlich transparent.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Da liegst Du leider um den Faktor 4 zu niedrig.

    Oops. Du scheinst recht zu haben. Es zahlen aber nur 10% der Studenten tatsächlich den vollen Satz. Die Größenordnung der von Harvard eingenommenen Studiengebühren sollte also nicht deutlich über 100 Mio $ liegen, eher darunter.

    Das deutsche Zulassungssystem ist völlig verschieden: Abiturienten haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Zulassung zum Studium. Es gibt allerdings zulassungsbeschränkte Fächer. Und in diesen erscheint mir das deutsche Zulassungssystem mit seinen Wartezeiten, Kontingenten und Ausnahmeregelungen nicht transparenter als das amerikanische oder englische.

  • Als Normalsterblicher mit gutem Abi kann man sich in Harvard zwar bewerben, die Chancen, dass man einen Studienplatz bekommt, sind aber fast gleich null. Gleiches gilt nach meinem Kenntnisstand für britische Eliteuniversitäten wie Oxford und Cambridge (an der Uni, an der ich gearbeitet habe, war das nicht so). Um dort einen Platz zu bekommen, trainiert man in speziellen Auswahlseminaren (bzw. wenn man vorher auf eine Eliteschule gegangen ist, hat man dieses Training dort erhalten).

    In Deutschland kann man sich mit seinem Abitur sowohl an der LMU oder in Heidelberg bewerben als auch an irgendeiner drittklassigen Fachhochschule. Ob man genommen wird oder nicht, hängt ausschließlich von der Abiturnote ab (und evtl. der Wartezeit, die aber gerade höchstrichterlich kassiert worden ist; eine Ersatzregelung gibt es meines Wissens bisher noch nicht). Man muss nicht in irgendeinem elitären Klub gewesen sein, um eine Chance auf einen Studienplatz an einer deutschen Spitzenuniversität zu haben.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer