SPAG Kapitalherabsetzung: Risikofrei 10% in 6 Monaten?

  • Aus der HV Einladung:

    http://www.sp-ag.de/investor/show.asp?NewsID=97


    Wenn ich mich jetzt nicht vertue gibt es nach der KE aus Gesellschaftmitteln rein rechnerisch ein EK je Aktie von 5,19 Euro, von denen dann 4,90 Euro ausgeschüttet werden sollen (vorr. im Januar), ca. 0,19 Euro/Aktie verbleiben in der Gesellschaft. Die Aktie kann man derzeit an schwächeren Tagen für 4,40 bis 4,50 erwerben.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Weiß jemand btw, wie solche Rückzahlungen von Eigenkapital nach Kapitalherabsetzungen steuerlich behandelt werden?

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • SPAG St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG
    Darmstadt
    - Wertpapierkenn-Nr. A0KPPM -
    ISIN DE000A0KPPM8
    Ordentliche Kapitalherabsetzung zur Kapitalrückzahlung
    in Form einer Barausschüttung an die Aktionäre


    Die ordentliche Hauptversammlung der SPAG St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG hat am 9. Juni 2006 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 26.993.342,91, eingeteilt in 5.200.000 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, nach den Vorschriften des AktG über die ordentliche Kapitalherabsetzung (§§ 222 ff. AktG) um EUR 26.733.342,91 auf EUR 260.000,00 durch Zusammenlegung der Stückaktien im Verhältnis 20 : 1 herabzusetzen. Die Kapitalherabsetzung erfolgte in Höhe von EUR 1.253.342,91 zur Dotierung der freien Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB und in Höhe von EUR 25.480.000,00 zur Rückzahlung an Aktionäre. Der Beschluss wurde am 4. September 2006 in das Handelsregister B des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 9311 eingetragen. Die Kapitalmaßnahme und die Satzungsänderung sind damit wirksam geworden.

    Die Kapitalrückzahlung in Höhe von EUR 98,00 je Aktie (nach Zusammenlegung) erfolgt unter Beachtung von § 225 AktG am 30. März 2007 über die Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main. Anspruch auf die Ausschüttung haben alle Aktionäre, die am letzten Handelstag vor Ausschüttung (29. März 2007, nach Börsenschluss) Aktien der SPAG St. Petersburg Immobilien und Beteiligungs AG in ihrem Depot halten und dadurch von der Clearstream Banking AG erfasst werden. Von den Aktionären der Gesellschaft ist nichts zu veranlassen. Die Aktie wird am 30. März 2007 ex Kapitalrückzahlung gehandelt.

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    (Kurt Tucholsky)

  • Ich vermute die SPAG-Aktie wird ein Instrument sein um (nicht legal) steuerlich anrechenbare Verluste aus Wertpapiergeschäften innerhalb der Spekulationsfrist zu generieren.

    Die Ausschüttung ist definitv steuerfrei. Soweit ich informiert bin, ist aber im Gegenzug dafür, auch der auf die Ausschüttung folgende Kursverlust, steuerlich nicht anrechenbar, sofern er innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist realisiert wird. Ich hege aber die Vermutung, das dies die Systeme der Banken, die die Jahresbescheinigung für 2007 ausstellen, nicht erkennen werden, und somit ein saftigen Verlust aus SPAG-Transaktionen innerhalb der Spekulationsfrist ausweisen werden. Wer teilt meine Vermutung?

    Gruß tt

  • Gratulation nixda, die Spekulation ist aufgegangen.
    Ohne mich groß mit dieser Gesellschaft zu beschäftigen - geht ja auch nicht, weil es keine aktuellen Informationen gibt -: wie geht es denn jetzt weiter mit denen? Dient die AG nur noch zur Geldwäsche oder was?

    Sehe ich das richtig, daß die Marktkapitalisierung dann nur noch 108-98=10 Euro * 260.000 Aktien = 2,6 Mio. Euro betragen wird? Welche Assets/Eigenkapital haben die denn noch? Der letzte GB ist von 2005 und hier nicht hilfreich.
    Interessant ist auch, daß die Kursschwankungen von ein paar Euro, die heute nur 2% ausmachen, eigentlich doch das Zehnfache sind - 20%. Wenn ich heute 108 Euro aufwende, und weiß, daß ich in ein paar Tagen 98 Euro zurückbekomme, habe ich eigentlich nur 10 Euro investiert. Je nach dem ist die Aktie also 8 oder 10 Euro wert. Eigentlich also eine Verdopplung innerhalb der letzten paar Tage, oder?

    @thomtrader: wie ist es denn dann bei Dividendenausschüttungen? Die werden doch nicht berücksichtigt bei der Verlustberechnung? Sonderausschüttungen sind doch nichts so seltenes, ich kann mit kaum vorstellen, daß es dafür nicht bereits eine automatische Lösung gibt.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

    Einmal editiert, zuletzt von Winter (19. März 2007 um 12:55)

  • Da ich die Aktien vor der Zusammenlegung und zum Teil auch unter 3 Euro gekauft habe, wird bei mir kein Verlust auftauchen. Die Banksoftware dürfte auch so ihre Probleme mit dem Fall bekommen. :)

    Die Frage, wieviel Assets in der AG verbleiben hat mich auch beschäftigt. Nach NWJ wäre die verbleibende Immobilie 3-6 Mio ¤ wert. Das würde etwa 10-20 Euro je Aktie ausmachen. Den Wert haben sie bestimmt direkt von der SPAG. Wenn ich den GB 05 richtig interpretiere, dann steht da auch ein Buchwert von 3 Mio in der Bilanz der Tochter. Diese Liegenschaft soll lt. HV Bericht 06 in 2007 auch verkauft werden, dann soll eine weitere SA kommen. Danach bleibt nur noch der Mantel und das Gerichtsverfahren.

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    (Kurt Tucholsky)

    Einmal editiert, zuletzt von nixda (19. März 2007 um 14:26)