Standort Deutschland

  • Ist schon traurig wie die ganze Nation und Presse sich auf den Hr. Merz einschiesst weil er einen vernünftigen Vorschlag unterbreitet hat. Nicht verwunderlich dass kaum gute Leute bock auf Politik haben.

  • Wenn keiner spart, wo soll dann das Kapital herkommen ?

    Wieso "keiner spart" oder auch womöglich "keiner kauft Aktien".

    Es ging doch um Aktiensparen als Altersvorsorge (das Umlageverfahren ergänzendes Aktiensparen) sowie um Rendite/Drawdown.

    Neben dem Umlageverfahren und/oder auch neben Aktiensparen als ergänzender oder auch ersetzender Altersvorsorge gibt es weiteres Sparen sowie Gewinne der Firmen.


  • Wenn du jedes Jahr den selben Betrag in den S&P gesteckt hättest


    Nimm einen 10 Jahreszeitraum in dem der S&P erst 5 Jahre auf 1000 steht, dann auf 2000 steigt, und am Ende wieder auf 1000 "crasht". Wenn du jedes Jahr den selben Betrag in den S&P gesteckt hättest, hättest du 25% Verlust auf deine Anlage gemacht. Der Break-Even wäre bei 1333 Punkten.

    Mehr zum Thema Sparplan versus Einmalanlage gibt es hier.

  • Vielleicht noch kurz zur Umlage: was die Sachen und Leistungen angeht, müssen immer die Jungen, die arbeiten, die Alten, die nicht mehr arbeiten mit den Sachleistungen versorgen. Die offene Frage ist allein, wie man das finanziert bzw. wem genau man die Lasten aufbürdet.


    Letztes Jahr wurden ca 300 Mrd an 25,66 Mio Empfänger gezahlt (Du 11.691 pro Nase). Aufgebracht wurden davon 225 Mrd von 30,51 Mio Beitragszahlern (Du 7.374 pro Zahler), die restlichen 75 Mrd von allen Steuerzahlern (entspricht weiteren 2.458, die sonst jeder Zahler noch zusätzlich aufbringen müsste).


    https://www.deutsche-rentenver…/01_rv_in_zahlen_2013.pdf


    (Offenbar Schreibfehler im Link, Broschüre heisst "2018")


    Bei Merz Überlegung geht es alleine darum, ob durch geschickte Anpassung der Kapitalertragsbesteuerung unter Einsatz von weiteren 1-2 Mrd. durch den Bund nicht eine vielfache Wohlstandswirkung erreicht werden könnte, indem die Versicherten durch Sparen in Aktien ihre erwartbar niedrigere (als heute) Umlagenrente aufbessern könnten.



    Wobei interessant hinsichtlich des vorherrschenden Narrativs "immer mehr Rentner, immer weniger Zahler" folgende Broschüre ist:


    https://www.deutsche-rentenver…blob=publicationFile&v=22


    Der Seite 14 kann man entnehmen, dass sich das Verhältnis von aktiven zu passiven Mitgliedern der RV seit 2000 nicht verschlechtert (wie damals von der Regierung prognostiziert), sondern verbessert hat.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Wobei interessant hinsichtlich des vorherrschenden Narrativs "immer mehr Rentner, immer weniger Zahler" folgende Broschüre ist:


    Der Seite 14 kann man entnehmen, dass sich das Verhältnis von aktiven zu passiven Mitgliedern der RV seit 2000 nicht verschlechtert (wie damals von der Regierung prognostiziert), sondern verbessert hat.

    Mag sein. Es gabe auch keine nennenswerte Änderung der Anzahl Rentner. Das wird sich ändern mit Renteneintritt der geburtenstarken Kahrgänge 1954-1968.

  • Ein Blick auf die Bevölkerungspyramide hilft. Momentan geht die unmittelbare geburtenschwache Nachkriegsgeneration in Rente. Sobald aber in 5-10 Jahren die Babyboomer kommen bzw. in 10-20 alle in Rente sind, braucht man kein Hellseher sein, dass die doppelte Haltelinie dann nicht mehr hält. Aber bis dahin sind die Politiker, die das heute versp(b)rechen, nicht mehr in der Verantwortung. Deren Rente ist allerdings sicher.

  • Mag sein. Es gabe auch keine nennenswerte Änderung der Anzahl Rentner. Das wird sich ändern mit Renteneintritt der geburtenstarken Kahrgänge 1954-1968.

    Hinzuzufügen ist noch, und m.E. ist das der wichtigere Part:

    Praktisch die komplette Reserve der zusätzlichen Beitragszahler wurde im Zeitraum 2000-2018 gehoben.


    Namentlich:

    - Starke Zunahme der Erwerbstätigkeit bei Frauen

    - Starke Abnahme der Arbeitslosigkeit

    - Abschaffung Wehrpflicht

    - Verkürzung Studium

    - G12


    Das lässt sich nicht wiederholen.


    Bzw. lässt sich schon wiederholen:

    Durch ca. 400-500.000 Zuwanderer pro Jahr.

    Darauf wird es auch rauslaufen, daher habe ich nicht sooo viel Angst vor einem Kollaps der Sozialsysteme.


    Der Preis ist eben dass unsere Gesellschaft sich massiv verändern wird.


    wp

  • [...]

    Das lässt sich nicht wiederholen.


    Bzw. lässt sich schon wiederholen:

    Durch ca. 400-500.000 Zuwanderer pro Jahr.

    Darauf wird es auch rauslaufen, daher habe ich nicht sooo viel Angst vor einem Kollaps der Sozialsysteme.

    [...]

    Oder durch Erhöhung des Renteneintrittsalters, mit dem zusätzlichen Effekt, dass auch die Zahl der Empfänger singt. Deshalb bin ich sicher, dass das kommen wird.

    Vor die Wahl zwischen zwei möglichen Alternativen gestellt, wähle die Dritte!

  • Oder durch Erhöhung des Renteneintrittsalters, mit dem zusätzlichen Effekt, dass auch die Zahl der Empfänger singt. Deshalb bin ich sicher, dass das kommen wird.

    Das geht natürlich auch.

    Aber bitte erst nach mir.

    Bzw. nach meinen Kindern, die werden ja auch nicht ewig arbeiten wollen.

    Aber danach...gerne ;-)

  • Nochmal zurück zur Immobilien-/Mieter-Diskussion:


    - Wenn die Mieten in gewissen Ballungsräumen obszön hoch aussehen und es nach Miethaien stinkt:

    - Dann läge es doch nahe, als Investor ebendort zu investieren, oder? Die Rendite für Miethaie ist ja per definitionem immens (ansonsten wären es keine Miethaie, sondern Wohltäter...)

    - Man könnte ja als fairer Vermieter deutlich billiger vermieten als die Miethaie, hätte dann immer noch eine ordentliche Rendite und zusätzlich das gute Gefühl, ein sozialer Wohltäter zu sein.


    Kennt einer von Euch irgend jemanden, der diesen Ansatz erfolgreich praktiziert? Ich würde mich da gerne dran hängen, wenn es profitabel machbar ist.

    "Manchmal ist nichts zum Thema schreiben auch eine Lösung."

    nixda

  • Soweit ich selbst bzw. bei anderen in Berlin mitbekommen habe, wird die Miete meist kurz vor Verkauf um das max. Mögliche angehoben und nach dem Verkauf dann saniert, um die Mieten weiter hoch zu bekommen.


    Ich vermute das die beste Rendite der Verkäufer gemacht hat, der zuvor sehr lange Besitzer war.


    Aber man darf auch nicht zu Wohltätig sein, da spielt das Finanzamt nicht mit: https://www.taz.de/!5213563/

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Die Mietrendite ist meines Wissens in Ballungsräumen derzeit sehr niedrig (Miethaie hin oder her). Wenn Du da jetzt eine (schon teure) Immobilie erwirbst, dann nur mit der Hoffnung, dass der Preis weiter ansteigt. Meiner Ansicht nach befinden wir uns aber eher am Ende des Schweinezyklus, denn die Politik versucht zum einen, die Miete zu begrenzen, und zum anderen, neuen Wohnraum zu schaffen (Maßnahmen in diesem Bereich können sicher noch deutlich verstärkt werden).

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Also zumindest in M ist sicher der falsche Zeitpunkt um in dieses Spiel einzusteigen.


    Hier in München sind die Mietrenditen neuer Objekte - trotz irrer Mieten - sehr bescheiden, selbst wenn Du nicht wohltätig bist.

    Wohnungen werden durchaus zu Faktor 40 verkauft.


    Den Reibach machen also jene, die vor dem Boom günstig Immobilien/Grund erworben haben und nun (gemessen am damaligen Preis) teuer vermieten, oder ihre alte Immo/Grund jetzt an neue Investor verkaufen.


    Und bei den Einstandspreisen wird Dir dann nicht viel übrig bleiben als heiartig aufzutreten und Deine Mieter auszuplündern oder halt ne richtig miese Rendite einzufahren.


    wp


    edit. sehe grad, cktest kam mit zuvor....

  • Quote

    Kennt einer von Euch irgend jemanden, der diesen Ansatz erfolgreich praktiziert? Ich würde mich da gerne dran hängen, wenn es profitabel machbar ist.

    Dann kauf die Aktien von der GAG aus Köln, diese "Geimeinnützige Aktiengesellschaft" macht einen auf wohltätig. In Wahrheit geht es aber vor allem darum, Politikern Pöstchen zuzuschachern und Wählerklientel zu beglücken. Wie meistens, wenn Preise nicht dem freien Markt unterworfen werden sollen, wissen einige schon wie man das System ausnutzen kann.

  • zumindest in M ist sicher der falsche Zeitpunkt um in dieses Spiel einzusteigen.

    Das hat man in München allerdings vor 25 Jahren auch schon gesagt...

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Das hat man in München allerdings vor 25 Jahren auch schon gesagt...

    Absolut korrekt.

    Allerdings hätte ein Einstieg jetzt eben nichts mit Investition in eine schöne aktuelle Mietrendite zu tun, sondern eher mit der Spekulation auf die weitere Wertentwicklung.

    Und genau deswegen wird ja auch weiter fleissig gekauft.

  • Diese TAZ Geschichte ist natürlich höchst tendenziös.


    Die Bewertung von Mietshäusern für die Erbschaftssteuer ist genau geregelt (Par 146 Bewertungsgesetz).


    Abweichende Interpretationen werden vor dem Finanzgericht abschließend geklärt.


    Wenn einer die Returns aus dem ererbten Aktiendepot an die Armen verteilte und deshalb Nachlass bei der Erbschaftssteuer verlangte, könnte man auf einen analogen Artikel dorten lange warten ;-)

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Kennt eigentlich jemand Daten zur Entwicklung der Wohnfläche / MIETER über die Zeit, ab 1970 wäre schön. Ich kenne nur die Entwicklung der Wohnfläche / PERSON in diesem Zeitraum von ca. 30qm auf 45-50qm. Aber da sind natürlich die selbstgenutzten Flächen dabei.

  • Kennt eigentlich jemand Daten zur Entwicklung der Wohnfläche / MIETER über die Zeit, ab 1970 wäre schön. Ich kenne nur die Entwicklung der Wohnfläche / PERSON in diesem Zeitraum von ca. 30qm auf 45-50qm. Aber da sind natürlich die selbstgenutzten Flächen dabei.

    Nein, kenne ich nicht.

    Dürfte aber mehr werden, weil man als Familie eine größere Wohnung benötigt und nach 10-20 Jahren, dann eine kleinere Wohne nicht preiswerter ist.


    Nicht umsonst versuchen jetzt die großen Gesellschaften den "Alten" ein Angebot zu machen, überschüßigen Wohnraum durch Tausch der Wohnung zu gleichen Konditionen freizugeben.

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett