Standort Deutschland

  • Die AfD hat in den Umfragen nun die CDU überholt. Merz gibt weiter den großen Staatsmann und versucht die Lage mit außenpolitischen Manövern zu beruhigen. In der CSU herrscht Unmut wegen seiner Israel-Politik. Wirtschaftspolitische Reformen bleiben aus. Merz ist wie Merkel ein Prototyp des Schönwetterpolitikers.

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    Gehört eigentlich alles in den Wahl Thread, aber einfach gesagt: „It’s the Economy, stupid“. Und aussenpolitisch ist er auch kein Genscher.

  • Defence supplier Renk threatens to sidestep German ban on Israel arms exports
    Chief says group has ‘responsibility’ to help Israel ‘maintain its deterrence capabilities’
    www.ft.com

    "German defence contractor Renk has threatened to shift some of its production abroad so it can continue selling parts for Israeli tanks after Berlin announced an export embargo."

    “"It is also clear that we are discussing a plan B. The plan B is that we relocate production of these specific transmissions to the US,” said Sagel, who earlier told analysts that Israel accounted for 2 to 3 per cent of Renk’s sales."

    A nation which can prefer disgrace to danger is prepared for a master and deserves one.

  • Ich find das auch lustig immer dieses "der Hitler hat das gesagt am x.x.xxxx um xx.xx Uhr in xxx, also darf man das nie und nimmer mehr sagen".

    Ich bin auch kein Fan der Sitten- und Sprachpolizei. Allerdings sollte ein seriöser Politiker sich schon beherrschen können. Das ganze ist ja kein Zufall. Ein Politiker ist ja auch Repräsentant seines Landes. Wenn selbst Le Pen in Frankreich nichts mehr mit der AfD zu tun haben will (unter anderem wegen Aussagen zur SS), spricht das schon Bände.

    A nation which can prefer disgrace to danger is prepared for a master and deserves one.

  • Ich bin erklärtermaßen auch kein Freund oder Wähler der AfD.

    Ich würde aber unabhängig hiervon davon ausgehen, dass Weidel und Chrupalla die AfD über kurz oder lang auf Koalitionsfähigkeit bügeln werden, und dazu werden sie sich bei Gelegenheit des Flügels entledigen müssen. (Man wird sich „der Mitte öffnen müssen“).

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Überraschenderweise ein Artikel in den MSM, der den Aufreger über die Erhöhung zur Beitragsbemessungsgrenze "damit auch die Reichen mehr zahlen", in den richtigen Kontext setzt. Leider hat der Autor es dann aber doch nicht verstanden: In seinem Beispiel berechnet er die Krankenkassenkosten vom Netto statt vom Brutto.:thumbdown: Ausserdem muss "der Reiche" 6,9% und nicht 0,69% vom Lohn zahlen. Da ist wohl das Komma verrutscht.

  • Alle Jahre wieder

    - steigt die Beitragsbemessungsgrenze für Sozialgedöns (dem mittleren Arbeitnehmereinkommen folgend).
    - steigt der Beitrag einzelner PKVs um satte zweistellige Prozentsätze (unter 5% dürfen die nicht erhöhen, also Mehrkostensammeln)
    - gibt es einen zweistelligen Prozentsatz von DR-Rentner mit kleinen Renten (und womöglich fetter Pension, Kaptialerträgen etc)
    - steigt der Anteil Rentner mit Grundsicherung (und wird evt. irgendwann höher liegen als in der Gesamtbevölkerung statt bislang niedriger)
    - können sich zweistellige Bevölkerungsprozentsätze keinen (?Auslands-)Urlaub leisten (in etwa der Anteil Sozialhilfebezieher)

    usw usf

    und bei näherer Betrachtung ist das regelmäßig heisse Luft. Möchtegernaufreger.

    Journalisten sind oft ganz arme Schweine.
    Ständig um Aufmerksamkeit betteln müssen, und das kompent, das ist ganz schön schwierig.

  • Überraschenderweise ein Artikel in den MSM, der den Aufreger über die Erhöhung zur Beitragsbemessungsgrenze "damit auch die Reichen mehr zahlen", in den richtigen Kontext setzt. Leider hat der Autor es dann aber doch nicht verstanden: In seinem Beispiel berechnet er die Krankenkassenkosten vom Netto statt vom Brutto.:thumbdown: Ausserdem muss "der Reiche" 6,9% und nicht 0,69% vom Lohn zahlen. Da ist wohl das Komma verrutscht.

    Jep. Dazu kommt: Der GKV-Satz liegt nicht bei 6,9%, sondern m.W. bei 14,6% des Einkommens - bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Dass Angestellte nur etwa die Hälfte dieses Abzugs auf ihrer Lohnabrechnung zu sehen bekommen, ändert nichts an den Kosten, die sie mit ihrer Arbeit erst mal erwirtschaften müssen. Es wäre ehrlicher, den Angestellten den vollen Brutto-Lohn auszuzahlen und davon die vollen KK-Beiträge abzuziehen - das würde vielleicht den einen oder anderen für die Thematik sensibilisieren. Etwa für die Frage, welche Kosten die GKV übernehmen sollte und welche nicht. Oder für die Frage, wie man exzessive Arztbesuche von Hypochondern (ich habe da einen in der Familie) zu Gunsten der Allgemeinheit eingrenzen könnte. Oder für die Frage, warum wir Dutzende von GKVs (mit jeweils einem eigenen Verwaltungs-Wasserkopf) benötigen, zwischen denen keine echte Konkurrenz besteht.

    Fakt ist: Das Gesundheitswesen in DE ist überproportional teuer, aber die Lebenserwartung ist nicht überproportional hoch. Da gibt es sowohl auf der Kosten- als auch auf der Qualitäts-Seite Verbesserungsbedarf.

  • Überraschenderweise ein Artikel in den MSM, der den Aufreger über die Erhöhung zur Beitragsbemessungsgrenze "damit auch die Reichen mehr zahlen", in den richtigen Kontext setzt. Leider hat der Autor es dann aber doch nicht verstanden: In seinem Beispiel berechnet er die Krankenkassenkosten vom Netto statt vom Brutto.:thumbdown: Ausserdem muss "der Reiche" 6,9% und nicht 0,69% vom Lohn zahlen. Da ist wohl das Komma verrutscht.

    Details..... Das kontrolliert doch niemand bei so einem Spartenkanal. 🫣


    Alle Jahre wieder

    - steigt die Beitragsbemessungsgrenze für Sozialgedöns (dem mittleren Arbeitnehmereinkommen folgend).
    - steigt der Beitrag einzelner PKVs um satte zweistellige Prozentsätze (unter 5% dürfen die nicht erhöhen, also Mehrkostensammeln)


    Meine Frau hatte ein nettes Schreiben in der Post. Habs nicht auf den Cent parat, weil gerade im Urlaub unterwegs. Aber es waren über 50% Erhöhung. Kein Schreibfehler, über die Hälfte oben drauf auf den Beitrag zur privaten Krankenzusatzversicherung! Und die GKV ist natürlich auch nicht billiger geworden.

    Damit zahlen wir nun nur für sie alleine (sie ist AU, also ohne Gehalt) über 1.100€ Krankenkassenbeiträge!!!!

    Wenn ich zurück bin mache ich zum Versicherungsthema mal einen extra Faden im OT Bereich auf, um zu sinnieren wie wir hier weitermachen. Wir zahlen nun weit über 2k nur Krankenkasse für uns 3. Plus die anderen Versicherungen sind es ca 3.5k im Monat. Noch nicht gewohnt, kein Auto dabei, nichts gegessen, 700€ Krippe,....

    Das ist eine sehr unangenehme cash burn rate 😱 und vermiest etwas den Urlaub (wo ich kein Einkommen generiere)

  • Meine Frau ist im Juli freiwillig gesetzlich krankenversichert worden (freiwillig ist das leider nicht). Vorher war sie pflichtversichert.

    Jetzt ist sie 3 monate in elternzeit und fällt eigentlich dieses jahr unter die grenze der freiwilligen gesetzlichen krankenversicherung. Diese Zeit wird dann allerdings herausgerechnet von der krankenkasse. Zudem berechnet die krankenkasse ihr ein vietuelles gehalt in diesen 3 monaten, von dem sie dann beiträge zahlen muss. Etwa 1200€/monat.


    Pflichtversichert hätte sie nix zahlen müssen.

    Ist also auch mal wieder so ein spezialfall, wo man als Gutverdiener nachteile hat.

    Die gehaltserhöhung, die zur freiwilligen versicherung geführt hat, ist jedenfalls auf jahre kompensiert.

  • Freiwillig versichern in der gesetzlichen? Muss man halt auf Termine warten, aber wenn man gesund ist?


    Oder ganz aussteigen, monatlich ~1000 EUR in ETFs sparen und alles selbst bezahlen.

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis

    Everything will be allright!

  • Und das schöne ist ja, dass man trotz Deluxe PKV Tarif trotzdem Dinge selbst zahlen muss. Ich meine nicht den Selbstbehalt von 2k im Jahr, sondern Leistungen die einfach abgelehnt werden.

    Wir zahlen beide ca 4k, also zusammen knapp 8k für Zahnschienen. Das ist ja nur kosmetisch. Nicht das man dann besser putzen kann und dadurch die zukünftigen Reparaturen verschieben/verhindern kann.... Nein, dass ist privat Spaß!


    Bin drauf und dran nen Monat bei Dominos Pizza zu fahren (oder mich in ANÜ zu versklaven) um wieder in die GKV zu kommen. Dann hab ich zu ca 1.1k die Basisabsicherung für uns 3 und auch jedes weitere Kind, dass noch kommt. Dann kann ich den Rest selbst ansparen, verzinsen lassen und dann ggfs die Ausgaben sogar als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen....

  • Oder ganz aussteigen, monatlich ~1000 EUR in ETFs sparen und alles selbst bezahlen.

    Das geht zum Glück nicht und schützt die Menschen vor ihrer eigenen Dummheit!

    Jeder wird zwangsversichert. Und wenn du dich da rum drückst, ja das geht mit gewissen Konstrukten / Konstellationen bei selbständigen, dann darfst du das rückläufig zahlen wenn es raus kommt.