Leerverkäufe - Ideensammlung

  • VL9QCU ist ganz schön weit aus dem Geld und das Aufgeld sehr hoch, es müsste also unter 100 gehen oder demnächst, das sich das lohnt.

    Oh, danke, das klingt nicht gut! Ich bin einfach unerfahren mit Zertifikaten .
    Kurshalbierung, Zeitraum >1 Jahr: Was bietet sich dafür eher an? (KO-Zertifikate mag ich nicht, hohe Vola könnte die Schwelle reißen.)

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Oh, danke, das klingt nicht gut! Ich bin einfach unerfahren mit Zertifikaten .

    Schau mal http://optionsscheine.finanztr…t.htn?seite=os&i=26660794


    Kennzahlen

    Hebel: 15,14
    Moneyness: -50,78
    Optionsscheinwert: stark aus dem Geld
    Innerer Wert: 0,00 EUR
    Zeitwert: 1,57 EUR
    Aufgeld: 57,39%
    Aufgeld p.a.: 35,20%
    Break Even: 121,21 USD
    Spread absolut: 0,01 EUR
    Spread relativ: 0,64%
    Impl. Volatilität: 67,60%


    Und unter Tools gibt es noch den Szenariorechner:

    http://www.finanztreff.de/medi…/osrechner.htn?i=26660794

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Bei Firmen mit "charismatischen" Führern würde ich mich nicht trauen zu shorten.

    Diese Firmen haben meisten eine Anhängerschaft, die sie bis zum Tode verehren werden und trotz immer wieder aufkommenden Enttäuschungen weiterhin an den "Guru" glauben.

    Es geht hier gar nicht mehr um die Zahlen, sodern um Emotionen.


    Siehe Erdogan , Trump, auch notorische "Lügner" in Firmen die trotzdem es bis zur Spitze schaffen usw.

    Ja und nein.

    Ich erwarte nicht, dass seine Guru-Jünger ihre Aktien verkaufen.
    Aber ich gehe auch nicht davon aus, dass sie wie verrückt genügend weitere, neu ausgegebene Aktien kaufen, um einen Cashburn von 1 Mrd in nur diesem Quartal auszugleichen.
    Wenn Tesla bei institutionellen Anlegern nicht mehr stetig neue Aktien platzieren kann, bekommen sie ein Cashproblem. Der aktuelle Analyst Call hat dem Standing Teslas bei den Instis geschadet. Wahrscheinlich mehr als die schlechten Zahlen.
    Denn Musk war nicht nur rüde und im Umgang unmöglich, er hat damit auch Nerven und Schwäche gezeigt,

    "(vii) His first priority would be reservation of much time for quiet reading and thinking, particularly that which might advance his determined learning, no matter how old he became; and
    (viii) He would also spend much time in enthusiastically admiring what others were accomplishing."


    (Ausschnitt aus Charlie Mungers Jobbeschreibung für den Chairman von Berkhire Heathaway, BH-Aktionärsbrief anno 2015)

  • Ich bin einfach unerfahren mit Zertifikaten .

    Erstmal unterscheiden: willst Du ein Hebelzertifikat oder einen Optionsschein? Optionsscheine haben einen Zeitwert, der mit zunehmender Restlaufzeit gegen Null geht. Hebelzertifikate haben das nicht; je nach Ausstattung des Zertifikats wird aber der Basiswert verändert.

    Ich finde Optionsscheine schwerer zu kalkulieren als Hebelzertifikate, würde also - wenn möglich - nur mit letzterem Short gehen.

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Erstmal unterscheiden: willst Du ein Hebelzertifikat oder einen Optionsschein? Optionsscheine haben einen Zeitwert, der mit zunehmender Restlaufzeit gegen Null geht. Hebelzertifikate haben das nicht; je nach Ausstattung des Zertifikats wird aber der Basiswert verändert.

    Ich finde Optionsscheine schwerer zu kalkulieren als Hebelzertifikate, würde also - wenn möglich - nur mit letzterem Short gehen.

    Warum denn überhaupt Zertifikate? Das ist alles teuer und mit hohen Nebenkosten belastet, denn die Emittenten wollen schließlich ihren Schnitt machen.


    Wenn man schon von einem "Short" überzeugt ist: Warum dann nicht einfach direkt die Aktie shorten, also leerverkaufen bzw. einfach verkaufen ohne sie vorher besessen zu haben?


    Gerade bei amerikanischen Aktien ist das bei bzw. über Interaktive Brokers/ Cap Trader/ Lynx so einfach, unkompliziert und problemlos bei niedrigsten Kosten und Gebühren möglich. Einfach nur das Kürzel eingeben und "Sell" statt "Buy" auswählen.


    Ich verstehe nicht, wie man sich da mit dem ganzen Zertifikate-Müll abgeben kann.


    Wenn man Angst vor den Verlustrisiken hat, kann man ja einfach die Positionsgröße klein halten und/oder einen festen Stop-Loss hart und von Anfang an eingeben. Bei den liquiden amerikanischen Aktien ist das überhaupt kein Problem.


    Oder, wenn man partout nicht direkt shorten will, kann man auch einfach eine Put-Option direkt an der Börse kaufen. Bei amerikanischen Standardwerten wie Tesla hochliquide mit minimalen Geld-Brief-Spannen für eine Fülle von Laufzeiten. Bei IB in der TWS einfach auf den Option Trader gehen und das Wertpapierkürzel eingeben.


    Sorry, aber Zertifikate sind einfach Mist und machen nur die Emittenten reich.

  • Wenn man schon von einem "Short" überzeugt ist: Warum dann nicht einfach direkt die Aktie shorten, also leerverkaufen bzw. einfach verkaufen ohne sie vorher besessen zu haben?

    Weil ich deswegen nicht zu Interactive Brokers bzw. einer der Tochterfirmen wechseln werde. Ich habe mir IB vor ein paar Jahren angeschaut und beschlossen, dass das nichts für mich ist. Bei meiner bevorzugten Bank (comdirect) kann man keine Aktien leerverkaufen.

    Zweiter Vorteil eines Zertifikats: der maximale Verlust ist von vornherein klar. Ein Stoploss beim Leerverkauf von Aktien oder gar dem Handeln mit Futures ist keine Garantie dafür, dass man maximal diese Menge Geld verliert, wie etliche Kleinanleger Anfang 2015 leidvoll erfahren mussten, als die SNB plötzlich die Schwelle 1,20 CHF/EUR aufgab. Nach allem, was ich gehört habe, hat es da etliche Privatinsolvenzen gegeben.

    Die Kosten von Hebelzertifikaten sind meiner Ansicht nach relativ überschaubar und beinhalten im Wesentlichen die Geld-Brief-Spanne, sofern man Zertifikate mit begrenzter Laufzeit wählt. Bei Zertifikaten mit unbegrenzter Laufzeit ist die Kostenstruktur intransparenter, weil der Emittent regelmäßig die Knockout-Schwelle und den Basispreis anpasst. Das ist auch genau der Grund, warum ich Optionsscheine nicht mag. Ich weiß, dass es Black-Scholes gibt, finde die Preisgestaltung aber trotzdem sehr intransparent. Hier kassieren die Emittenten meiner Ansicht nach auch tatsächlich kräftig ab.

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  • Zitat

    Hier kassieren die Emittenten meiner Ansicht nach auch tatsächlich kräftig ab.


    Sie machen aber auch oft genug Fehler. Das Pricing wird ja größtenteils von Algorithmen gemacht, die Kursstellung ist da manchmal komplett daneben (zum Beispiel bei Werten die auch an anderen Börsen (mit anderen Öffnungszeiten) gehandelt werden, was die Software aber irgendwie nicht mitkriegt). Habe ich auch schon öfters "ausgenutzt" (Man möchte ja auch seinen Beitrag zu einem effizienten Markt leisten :))

  • Ich habe mir IB vor ein paar Jahren angeschaut und beschlossen, dass das nichts für mich ist. Bei meiner bevorzugten Bank (comdirect) kann man keine Aktien leerverkaufen.

    Kannst Du kurz Deine Beweggründe erläutern? Ich habe langjährige Erfahrung sowohl mit IB, wie auch mit comdirect und würde gerne wissen, ob es da ein Risiko gibt, dessen ich mir nicht bewusst bin.

  • ob es da ein Risiko gibt

    Nein, es geht nur darum, dass ich mit der comdirect-Benutzeroberfläche besser klar komme. Das ist ganz klar Geschmacksache.

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  • Von jemanden der ~20% der Anleihen gekauft hat und auf Grund des Covenantbruchs sein sonderkündigungsrecht ausgeübt hat

    http://www.dgap.de/dgap/News/a…-zinssatz/?newsID=1070859


    HAHA. Interessante "Auffassung" der Gesellschaft. Ob 7% ausreichen?

    Zitat

    Die Gesellschaft vertritt die Auffassung, dass diese Kündigungen unberechtigt sind, möchte aber gleichwohl rechtliche Streitigkeiten vermeiden.

    (...)

    Im Rahmen des Umtauschs sollen die Anleihegläubiger das Recht erhalten, neue Anleihen mit (..) einer jährlichen Verzinsung von 7 % (sowie einem Zinsaufschlag von zusätzlichen 3,5 % p.a. (also zeitanteilig) für die ersten sechs Monate der Laufzeit der neuen Anleihe) ohne weitere Gegenleistungen zu beziehen.

  • Ich habe mir gerade einmal Tesla angeschaut. Man hat zwar im letzten Quartal -1B Cash Flow gehabt, aber man hat noch 2,8B als Cash rumliegen. Und in den nächsten Quartalen wird der Cashflow etwas besser aussehen, weil man die Produktion dann doch hochgefahren bekommen wird.


    Auch wenn ich glaube, dass Tesla kein nachhaltiges Produkt oder Moat hat, sondern nur auf einer Hype-Welle surft, würde ich die nicht shorten. Noch haben die genug Geld um 12-18 Monate zu überleben. Zudem kann es passieren, wenn der Kurs einmal richtig nachgibt, und das Unternehmen kurz vor dem Exitus steht, Daimler, VW oder GM den Laden übernimmt. Und dann steht man als Short nicht gut da.

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

  • Eventuell eine kurzfristige "Gewinn-Maximierungs-Strategie".

    (Traden bzw. Zocken)


    Ich beobachte einige hoch geshortete US-Werte, die regelrecht nach den "Earnings" explodieren.


    Beispiel:


    Shake Shack - am Tag der Quartalsergebnisse über +20%

    Tripadvisor über +22%

    Twilio über +20%

    Solaredge über +15%


    Den Bock hat gestern Trade desk mit über +40% abgeschossen.


    Das sind jetzt keine Werte, die Pennystocks sind, sondern Werte die in dem einen oder anderen Fonds von Value-Investoren schlummern.


    Das interessante ist auch, dass bei fast allen der Ablauf wie folgt ist.


    Die Ergebnisse kommen raus und die Kurse schnellen im "After market" nach oben.

    Aber morgens bis zu Eröffnung schwanken die Kurse an deutschen Börsen um die after market Kurse herum. Kurz vor Eröffnung der Us Börsen tauchen die kurz mal etwas runter und geben dann am Nachmittag nochmal Vollgas.

    Trade desk war in Deutschland bis 15:30 Uhr bei +22% um dann auf +39% hochzuschiessen.


    Wenn man das verpasst hat ist es immer noch nicht schlimm, denn die Kurse steigen am nächsten Tag immer noch um 4-7% nach oben.

    D.h. mann hat immer noch Zeit etwas vom Kuchen abzubekommen.


    Vermutlich liegt es am Shortsqueeze, die am nächsten Tag noch weiter einkaufen müssen und sich weiter eindecken.

    Die Kurse durchbrechen dadurch einige "Widerstände" sodass die Chartie-Algos als neue Käufer auftauchen und vermutlich so die Kurse weiter nach oben anschieben.

  • Ging bei meinem Depotwert Arista letzte Woche genau umgekehrt. Im ganzen gute Zahlen, aber die Guidance der Bruttomarge(!) war einen Prozentpunkt(!) unter den Erwartungen(!), deshalb -10%.

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