Erderwärmung

  • Ich verbreite sicher gelegentlich Unsinn, aber ich stelle nicht wissentlich falsche Behauptungen auf und ich verfolge auch keine politische Agenda.


    Zu dem konkreten Vorwurf, zwei Beispiele, wie die beiden von mir genannten Politiker bewusst Wetterereignisse als Klima verkaufen:


    Von Merkel:


    „Der frühe Hochsommer in diesem Jahr zeigt: Extreme Wetterereignisse werden häufiger. Wir haben mehr warme Tage und auch mehr tropische Nächte, insbesondere in einigen Teilen Deutschlands“, sagte die Kanzlerin. „Darauf müssen wir gemeinsam reagieren.“ In Deutschland war es im Juni so heiß wie noch in keinem Juni zuvor.


    https://www.handelsblatt.com/p…-UnfnnuJS6cAIAPcspPL5-ap3



    Von Baerbock: Interview, aus Welt-Online vom 17.6.19, nur als Screenshot:


    IMG_2496.PNG



    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Klimaneutralität ist kommunistische Planwirtschaft in neuem Gewand.


  • Diese warmen, weil sehr sonnigen und trockenen Sommer der letzten beiden Jahre in Deutschland lassen sich sehr gut als Folge der Erderwärmung erklären. Durch die niedrigere Temperaturdifferenz der wärmeren Nordpolarregion mit der Äquatorregion ist der Jetstream, der vor allem im Sommer Ringförmig von West nach Ost um die Polarregion weht, sehr viel schwächer als in den Jahren zuvor gewesen. Das wiederum führt dazu, dass die feuchte Luft vom Atlantik über Europa nicht mehr so weit in den Osten geweht wird, und es damit in Deutschland weniger Wolken, weniger Regen und mehr Sonnenschein gibt. Unser Klima wird hier kontinentaler.


    Ob wir eine Erderwärmung haben finde ich überhaupt nicht fraglich. Da braucht man sich nur die globalen Durchschnittstemperaturen oder den Rückgang der Gletscher ansehen. Bestenfalls kann man noch diskutieren, ob wirklich das CO2 der Auslöser ist, da ist die Evidenz nicht so stark.

    An der Börse kennt man den Preis von allem, aber den Wert von nichts.

    Edited once, last by nixda ().

  • Sollte diese Annahme stimmen, dann müsste der Jetstream durch die kontinuierliche Erwärmung der Arktis auch jedes Jahr etwas schwächer und unser Klima stetig kontinentaler werden. Wie erklärt man Ausreißer=nasse Sommer wie 2017 dann? Ich vermute, die Zusammenhänge sind komplexer.

  • Speziell Donglengcha


    Ich muss Dich persönlich bitten, Diffamierungen meiner Person zu unterlassen.

    Ich wollte mich ja aus dem Thread heraushalten, aber solche öffentlichen Nachtritte lasse ich mir nicht gefallen.

    Hier verwechselst Du Kritik mit Gerüchten, falschen Behauptungen oder gar persönlichen Angriffen, die ich keinesfalls beabsichtige oder so geführt habe. Es geht einzig um die Sache und gegen unreflektierte politsche Meinungsmache.

    Ich kann nur wiederholen: "Wer zu politischen Themen mit immer neuen Argumenten und Quellen um sich wirft, ohne diese auch nur ansatzweise fachlich zu untermauern, der muss auch mit klaren Worten an sich selber rechnen und das aushalten."

    Die von Dir zitierten "Klimaforscher", repräsentieren als "family-run independent research group" keine herrschende Meinung, sind erst seit 2009 "Klimaforscher" und wundern sich selbst: "It is surprising that nobody else seems to have carried out our analysis before".
    Nachzulesen auf der Seite der Leugner jeglichen menschlichen Einflusses auf das Klima: https://globalwarmingsolved.com/faq/#expertise

    Schätzungsweise 97% aller Klimaforscher sind der Meinung, dass der Mensch sehr wohl einen Einfluss auf das Klima hat.
    Da sind Deine Postings dagegen klar überrepräsentiert. Und wer "Fridays for Future" als "Kinderkreuzzüge" betitelt sollte sich mit dem Wort "Diffamierung" etwas vorsichtiger umgehen oder etwas mehr Kritik aushalten.

  • Auf die Gefahr wie eben Kantoke als Troll gescholten zu werden poste ich Links zu Seiten die sich mit Klimawandel beschäftigen:

    Diese beschäftigt sich mit Artikeln in Medien zum Thema Klima. Wissenschafter bewerten bzw. kommentieren die Artikel hinsichtlich fachliche Richtigkeit. https://climatefeedback.org/

    Als Bsp. eine Beurteilung eines Artikels der New York Times zu "How Scientists Got Climate Change So Wrong":

    https://climatefeedback.org/ev…g-evidence-eugene-linden/


    Auf der Seite des Umweltbundesamts gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen und beantwortet zu bekommen: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen

    Es sind auch Fragen zum Klima beantwortet.


    Ich stimme Lando übrigens zu, dass manche Politiker - aber nicht nur diese - Wetter mit Klima verwechseln.

    Lando Leider braucht man für das Handelsblatt ein Abo, das ich nicht habe. Im geposteten Bild antwortet Baerbock meiner Meinung nach richtig auf die Frage des Reporters der Welt am Sonntag:


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  • Sollte diese Annahme stimmen, dann müsste der Jetstream durch die kontinuierliche Erwärmung der Arktis auch jedes Jahr etwas schwächer und unser Klima stetig kontinentaler werden. Wie erklärt man Ausreißer=nasse Sommer wie 2017 dann? Ich vermute, die Zusammenhänge sind komplexer.


    DIe Zusammenhänge sind einfach: Das Klima ist gemitteltes Wetter. Deshalb ist die Aussage, jemand würde Klima und Wetter verwechseln nicht richtig. Es sind verschiedene Betrachtungweisen des selben Gegenstandes: Die eine zeitlich und räumlich lokal, die andere zeitlich und ggf. räumlich umfassend und gemittelt.


    So betrachtet wandert der Mittelwert der Temperatur nach oben und der des Niederschlags nach unten. Das kann an einer lokalen Position aber durchaus ganz anders ausschauen (z.B. höhere Niederschläge). Ausreißer sind keine Gegenargumente.


    Ich gebe dir Recht: Die beiden warmen und trockenen Sommer beweisen alleine genauso wenig wie der nasse Sommer davor. Ein zehnjähriger gleitender Durchschnitt hat aber schon höhere Aussagekraft.


    Mit dem Jetstream wollte ich vor allem aufzeigen, dass die kleine, 1,5 Grad Durchschnittserwärmung in Deutschland möglicherweise wegen der geographischen Lage größere Auswirkungen haben kann, als nur "der Regen wird wärmer".

    An der Börse kennt man den Preis von allem, aber den Wert von nichts.

  • 2019 waren es 35% CO2 weniger als 1990, gar nicht so weit weg vom 40% Ziel für 2020.

    Die Erneuerbaren hatten 43% am Stromverbrauch, 5% mehr als 2018.


    Hoffen wir, dass die Optimisten weiterhin Recht behalten und wir bei all dem Zappelstrom von Blackouts verschont bleiben.