Erderwärmung

  • Für alle die sich fragen wieso CO2 überhaupt ein Problem darstellt, wo doch laut dieser Grafik die Atmosphäre ohnehin auch jetzt schon fast 100% des Infrarot im CO2 -Fenster absorbiert, hier ein Beitrag dazu:

    https://kereng.wordpress.com/2…sattigung-gegenstrahlung/


    Es ist (wie fast immer) kompliziert: Wenn die CO2-Konzentration ansteigt, wird das Infrarot, dass vom CO2 emittierte Infrarot aus einer immer höheren Atmosphärenschichten ins All abgestrahlt, da es dort kälter ist, ist die Strahlungsleistung aber geringer...


    Edit: Link repariert

    Vor die Wahl zwischen zwei möglichen Alternativen gestellt, wähle die Dritte!

    Edited 2 times, last by secondtry ().

  • Bin grad in Italien ... was man hier gar nicht sieht, ist Thermosolar, dabei steht die Sonne viel höher als bei uns am Polarkreis, ist auch keine Raketentechnik zu nötig, nur Rohre.

    Vielleicht sollte hier die EU mal „nudgen“, statt immer nur am Defizit zu mäkeln in diesen klimahysterischen Zeiten, die Gasrechnung und damit das Defizit könnte dann ganz von selber sinken ... just sayin‘

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Quote

    Wenn ihr mich zum König von Deutschland wählt, würde ich:

    1. In den ersten 12 Monaten den privaten Stromverbrauch halbieren. Dazu werden Gesetze/Normen für einen sinnigen Umgang mit Energie erstellt und dann konsequent angewendet. Wer sich als Abnehmer disqualifiziert wird hart sanktioniert. Völlig egal wieviel Kohle derjenige hat! Das wird bei allen gleich durchgesetzt, das "Grundrecht auf Verschwändung" wird sofort abgeschafft. Einige Leute machen das schon ganz gut, aber das Gro der Menschen kann locker 50% einsparen ohne wirklich Einbußen in der Lebensqualität zu bemerken.

    Also diesem Punkt kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

    Ich habe vor 5 Jahren oder so (in meiner frugal living phase, um zugegeben anfangs eher aus ökonomischen als aus ökologischen Gründen) angefangen den Stromverbrauch unserer Familie systematisch zu reduziert um ca. die Hälfte bisher.

    Letztlich kein Problem und wie du sagst auch nicht wirklich ein Verlust an Lebensqualität. Eher im Gegenteil.

    Und andere im Forum haben das sogar noch besser hinbekommen.


    Daher versteh ich auch das Gejammer über die steigenden Stromkosten nicht. Bei den Woodpeckers kennen die eigentlich seit Jahren nur einen Weg:

    nach unten...

  • Hier nochmal Daten zum globalen Gesamtenergieverbrauch aus hoffentlich unbelasteten Quellen:


    https://www.bp.com/content/dam…view-2019-full-report.pdf


    Seite 11 per capita aufgeschlüsselt, 1 Gigajoule sind 277,7 Kilowattstunden.


    Die gesamte hienieden gewandelte Energie wird letzten Endes in Wärme gewandelt, ganz egal ob ursprünglich aus Atom, Öl, Gas, Kohle, Photovoltaik, Wind oder Biogas.


    Diese Wärme scheint aber keinerlei Problem darzustellen in der öffentlichen Diskussion, sie wird hinsichtlich eines Beitrages zur Erderwärmung nicht thematisiert.


    Auch die grottenschlechten Wirkungsgrade beispielsweise beim Biogas, wo die Abwärme nicht genutzt wird, spielen keinerlei Rolle. Es werden sogar Verfahren mit ganz miserablen Wirkungsgraden als "Rettung" propagiert, wie power-to-gas-to-power oder so ähnlich, die noch mehr Wärme freisetzen pro kWh Strom, als konventionelle Verfahren. Es werden Milliarden an Steuergeld für die Abscheidung und Bodenverpressung von CO2 ausgegeben, wo alleine die Abscheidung 25% der eingesetzten Primärenergie kostet, also bei gleich hoher Stromproduktion 25% mehr Kohle verfeuert werden muss.


    Gibt es dafür eine Erklärung aus den Kreisen der Alarmisten (ich hoffe, nach Gretas "panic" darf man das so sagen), warum diese Wärme unschädlich ist?

    Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis


    Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.

  • Diese Wärme scheint aber keinerlei Problem darzustellen in der öffentlichen Diskussion, sie wird hinsichtlich eines Beitrages zur Erderwärmung nicht thematisiert

    Das finde ich auch bemerkenswert. Möglicherweise liegt es daran, dass die Sonne die Erde pro Jahr mit ca. 1,5 Mrd. TWh versorgt, während die menschliche Energieproduktion bei nur 100.000 TWh liegen soll (Quelle, keine Ahnung, wie zuverlässig die ist).

    "Foreign aid is a phenomenon whereby poor people in rich countries are taxed to support the life-styles of rich people in poor countries" - Lord Peter Bauer

  • Hallo woodpecker ,


    mit welchen Methoden habt ihr euren Stromverbrauch gesenkt bzw. schafft das immer noch?

    LED Lampen und Stand-by Geräte ganz ausschalten ist bei mir seit langem schon ausgereitzt. Hast du noch andere Tips?

    Keine Magie, eigentlich nur das Übliche:

    - Mit der Zeit haben wir den Gerätepark ausgetauscht gegen welche mit sehr hoher Energieeffizient (auch wenn die mehr kosten rechnet sich das)

    - Wir trocknen keine Wäsche mehr im Trockner. Im Sommer draussen, im Winter drinnen (ist auch gut gegen trockene Heizungsluft)

    - Die Waschmaschine läuft auch oft. Die Neue hat aber ein viel größeres Fassungsvermögen. Das lohnt sich sehr.

    - Fernseher flog raus, der hat eh genervt. Haben noch nen Beamer, der wird aber viel seltener genutzt

    - Wir backen oft Brot. Das machen wir jetzt in einer Brotbackmaschine statt im Ofen

    - Die Kinder müssen bei Kerzenlicht lesen und mein Handy lad ich nur noch im Segelverein :D. Nein, das ist natürlich Spaß...


    Ich denke bei uns ist jetzt auch das Ende der Fahnenstange erreicht, bzw ich erwarte wieder steigenden Verbrauch sobald die kids mit Elektronikgeräten anfangen.

    Momentan versuchen wir uns aber in einem freiwilligen Flugverzicht, vorerst für ein Jahr.

    Der erste Urlaub - Bauernhöfe in Südtirol und Bayern - war schon mal super, auch wenn der Wegfall des geliebten Pfingst-Türkeitrips anfang etwas schmerzte.

    Ist schon klar dass wir damit die Welt nicht retten und unser Fussabdruck immer noch viel zu groß ist, aber irgendwo muss man ja mal anfangen...


    Irgendwelche Tipps von deiner Seite?!


    VG

    woodpecker

  • Wenn die Erde 1,5 Mrd. TWh an die Erde abgibt, dann muss die Erde auch 1,5 Mrd. TWh wieder an das Weltall abgeben, wenn das Ganze im Gleichgewicht bleiben soll.


    Da kann natürlich ein kleiner Effekt, wie z.B. etwas mehr CO2 in der Atmosphäre und insbesondere in den höheren, kühleren Schichten dazu führen, dass etwas weniger Wärme abgestrahlt wird, was im Anbetracht der 1,5 Mrd. TWh dramatische Effekte haben kann.


    Die Sonnenstrahlung ist ja immer schon dagewesen, und offenbar hat sich dabei ein (ungefähres) Gleichgewicht eingestellt. Wie man die Sonneneinstrahlung in Wärme umwandelt, und ob mit oder oder menschlichen Einfluss, ist letztlich egal, solange immer noch genauso viel Energie abgestrahlt wird wie ohne den menschlichen Einfluss.


    Wenn wir fossile Energieträger, also gespeicherte Energie, in Wärme umwandelt stört es das Gleichgewicht dagegen schon, solange man diese Extra-Wärme nicht auch als Extra-Emission an das Weltall abgibt.

    Vor die Wahl zwischen zwei möglichen Alternativen gestellt, wähle die Dritte!

    • Ich mache es selber nicht, aber mit Gas kochen ist effizienter und billiger als mit Strom. Und der Herd gehört zu den Großverbrauchern im Haushalt. (Mein Bruder hat einen Gasherd und kocht lieber mit diesem als mit Elektro)
    • Man sollte den Backofen nicht unbedingt neben dem Kühlschrank platziert haben. Zumindest nicht, wenn man diesen öfters benutzt (den Backofen). Der Kühlschrank sollte auch nicht in der Sonne stehen und Side-by-Side Modelle sind besonders ineffizient.
    • Gefriertruhen sind energieeffizienter als Standgeräte, oder noch besser: Gefrierschrank verkleinern oder ganz drauf verzichten.
    • Wenn man auf den Wäschetrockner nicht verzichten will oder kann: Nach Möglichkeit Abluftrockner, sonst Wärmepumpentrockner (spart fast 50% gegenüber ohne Wärmepumpe). Exotischer dafür aber noch kostengünstiger: Gastrockner.
    • Da bei uns immer wieder vergessen wurde, das Licht im Flur auszuschalten, hat das Licht jetzt eine Treppenhausschaltung und schaltet nach 6 Minuten automatisch wieder aus.
    • PCs sind auch ganz gute Energiefresser. Beim Neukauf eher auf Energiesparkomponenten als auf Leistungspower setzen. Das gilt insbes. auch für Grafikkarten. Die c'T schreibt regelmäßig zum Thema.
    • Bem Neubau: Zentralschalter an der Eingangstür einbauen lassen, ähnlich wie in Hotelzimmern.
  • woodpecker

    danke für deine Übersicht.

    Ich habe weder Trockner noch Fernseher. Bei Computer und Monitor lässt sich bei mir nicht mehr viel sparen. Ich habe bei fast allen Standby Geräten einen AUS-Schalter davorgeschaltet. Mich nervt tierisch, dass man z.B. LED Standleuchten mit Touchschalter nicht ganz ausschalten kann (man sieht im Dunkeln noch leichtes Dauerglimmen, das erst bei Steckerziehen ganz verschwindet). Seit ich das weiss, sind solche Lampen für mich ein no-go.

    Gasherd habe ich glücklicherweise. Beim Backofen möchte ich mich aber nach Elktro umschauen. Gasbackofen taugt nichts, Gasherd dagegen ist sehr gut.

    Ich bin schon lange am Limit. Bei mir warten noch 4 mittelalte 15W Leuchtstoffbirnen auf einen 3-5W LED Austausch. Dann ist mein Potenzial bei Licht ausgeschöpft. Ausser ganz im Dunkeln sitzen ;-)

    Neue Waschmaschine kommt erst, wenn die alte ganz hinüber ist. Nicht nur wegen der Kosten für eine Neuanschaffung, sondern weil die Herstellung einer Waschmaschine mehr Energie und Ressourcen verbraucht als ich über die Restlaufzeit durch etwas höheren Strom und Wasser verbrauchen werde.


    Hätte ja sein können, dass ich noch etwas übersehen habe.


    nixda

    danke auch dir für deine Übersicht.

    Auf die Idee mit dem Zentralschalter wäre ich nicht gekommen. Bei mir steht zwar kein Neubau an, aber die Elektrik/Kabel müsste ich erneuern lassen. Da ist das eine Überlegung wert.

  • bäs

    Kannst du was zu Gasherden sagen, worauf man da achte muss?

    Wir tauschen unsere Geräte auch erst aus wenn sie "durch" sind.

    Und unser EHerd ist durch, da wäre Ersatz durch Gas durchaus eine Idee. Ich hatte als Studi mal einen uns hab da echt gerne drauf gekocht. Reagiert schnell und ist schön männermäßig "archaisch", wie Grillen, Feuer machen und so :)

    Und Gasbackofen taugen weiterhin nichts? Das hat mich früher nämlich auch schon immer genervt. Die Pizza war immer hinten verbrannt und vorne roh...


    wp

  • Gasherde / Elektrobackofen

    Es spricht nichts gegen das Beste aus beiden Welten.

    Ich betreibe seit vielen Jahren ein Gascerankochfeld über einem Elektroeinbaubackofen. Ofen mit Pyrolyse, super Sache. Bei passender Gestaltung kann man den Backofen natürlich auch getrennt vom Kochfeld z.B. auf Arbeitshöhe installieren.. .