Der "Gute Nachrichten" Thread

  • Ich bin Laie, allerdings zweifle ich solche Studien in der Regel an. Lauterbach hat damals auch (auf Basis von Studien) behauptet, dass Asthmaspray einen schweren Covid-Verlauf verhindern könnte. Musk hat wiederum Hydroxychloroquin beworben und Trump das Spritzen von Bleichmittel. Heute alles wiederlegt...

    Die NZZ hat ja selbst geschrieben: "Was fehlt, sind grössere wissenschaftliche Studien."

    Ja, das stimmt - das sagen ja sogar die Forscher, die das anekdotisch ausprobiert haben. Da steckt in diesem Fall auch kein Pharma- oder Tabak-Konzern dahinter, nur um das klarzustellen.

    Dass noch keine größeren klinischen Studien durchgeführt wurden, liegt natürlich u.a. an dem immensen Vorbereitungs- und Kostenaufwand.

    Ich sag mal so: Wenn ich Long Covid hätte oder jemand kennen würde, der es hat, dann würde ich mir in der Apotheke rezeptfrei eine Wochendosis Nikotinpflaster holen und es ausprobieren. Das Chancen/Risiko-Verhältnis sieht m.E. mehr als attraktiv aus. Und die wissenschaftliche Begründung klingt für mich als Halb-Laien absolut nachvollziehbar.

    NB: Die Autorin des NZZ-Artikels, Nicola von Lutterotti, gehört m.E. zu den besten ihrer Branche - für sie als Wissenschafts-Redakteurin würde ich definitiv die Hand ins Feuer legen.

  • 100 Prozent Weltmarktanteil an den optischen und photonischen Komponenten für die extrem ultraviolette Lithographie, kurz EUV-Lithographie für 2 Firmen aus Schwaben. Ohne diese keine modernen Halbleiter. Das läuft indirekt über ASML.

    Von wegen Niedergang: Chipproduktion mit schwäbischen Maschinen
    Rechenstarke Chips für Smartphones und Maschinen mit Künstlicher Intelligenz kommen meist aus Asien. Produziert werden sie jedoch mithilfe deutscher Maschinen.…
    www.faz.net

    Fun fact: eine der Firmen heißt wie der regierende US-amerikanische Autokrat.

    Time is on our side (TFF)

  • 100 Prozent Weltmarktanteil an den optischen und photonischen Komponenten für die extrem ultraviolette Lithographie, kurz EUV-Lithographie für 2 Firmen aus Schwaben. Ohne diese keine modernen Halbleiter. Das läuft indirekt über ASML.

    https://www.faz.net/aktuell/techni…-110454710.html

    Fun fact: eine der Firmen heißt wie der regierende US-amerikanische Autokrat.

    Und dieser Weltmarktmonopolist leidet unter Gewinneinbruch und baut 1.000 Arbeitsplätze ab:

    Maschinenbauer Trumpf streicht rund 1000 Stellen
    Die neue Bundesregierung will die Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Das passiert aber nicht stante pede. Aufgrund der Konjunkturschwäche muss…
    www.n-tv.de

    Time is on our side (TFF)

  • Harvard bestätigt nun selbst, dass am Campus systematischer Antisemitismus herrscht. Trumps Strategie scheint erste Erfolge zu haben.

    Antisemitismus in Harvard: Bericht gibt Trump recht
    Ausgegrenzt, eingeschüchtert und gemobbt: In einem Untersuchungsbericht der Harvard University erzählen jüdische Studierende, welchen Repressionen sie…
    www.nzz.ch

    A nation which can prefer disgrace to danger is prepared for a master and deserves one.

  • Die menschliche Bevölkerung schrumpft früher und stärker als erwartet. Der einzige Kontinent, in dem noch Bevölkerungswachstum stattfindet, ist Afrika: https://www.faz.net/aktuell/wirtsc…-110535133.html (jetzt leider hinter der Bezahlschranke)

    Das ist wirklich eine gute Nachricht - man kann auch mit der Hälfte der Bevölkerung wunderbar klar kommen - wie in den 1960er Jahren. Das Hauptproblem ist schlichtweg die Finanzierung der Staatsausgaben und vor allem der Renten-Systeme. Da hat man es in DE jahrzehntelang versäumt, eine "nachhaltige" Lösung wie in der Schweiz oder Norwegen einzuführen.

    Beim Thema Arbeitskräfte-Mangel sehe ich weniger schwarz: Dank KI und Automation läßt sich das abfedern. Und was die Altenpflege betrifft: Auch da wird den Leuten was einfallen - z.B. Alten-WGs, die weitghend autonom sind. Jedenfalls ist das alles nicht so dramatisch wie der Schwarze Tod zwischen 1346 und 1353, als in acht Jahren (!) ein Drittel der Bevölkerung (!) an der Pest starb (Quelle).

  • Alle Jahre wieder kommte das Sommerloch und damit die Frage:
    wieviel % der Deutschen können sich NICHT eine 1-wöchige Urlaubsreise leisten.

    Historie:

    2019: ?

    2020: 22,4%

    2021: 19,9%

    2022: 22,2%

    2023: 22,6%

    2024: 21% lt. n-tv
    Damit liegen wir erfreulicher als der EU-Durchschnitt (27%).

  • Die aktuelle Regierung will eine Netto-Verschuldung von 82 Milliarden (in Worten: Milliarden) Euro nur für dieses Jahr. Quelle NZZ

    Zitat

    Laut Angaben aus Regierungskreisen sieht der Haushaltsentwurf für das laufende Jahr eine Nettokreditaufnahme – also eine Neuverschuldung – des Kernhaushalts von fast 82 Milliarden Euro vor. Letztes Jahr waren es noch 33 Milliarden Euro.

    82 Mrd € / Jahr entspricht bei gut 80 Mio Einwohnern ziemlich genau 1.000 Euro Schulden pro Nase pro Jahr. Vom Säugling bis zum Greis.

    Bei einer 4-köpfigen Familie: 4.000 Euro pro Jahr, die die Muster-Familie schultern muss. Nur in diesem Jahr, Zinsen außen vor.

    Tja: Die schwäbische Hausfrau würde hier sagen: "Urlaub ist leider nicht drin, wir müssen sparen."

    Kurz gesagt: Der Prozentsatz der deutschen Haushalte, der sich keinen Urlaub leisten kann (unterm Strich), ist realiter wesentlich höher als die zitierten 25%. Der Rest macht Urlaub auf Kredit. Die Rückzahlung der Bundes-Schulden durch den Steuerzahler und Urlaubs-Macher wird verdrängt.

  • Kurz gesagt: Der Prozentsatz der deutschen Haushalte, der sich keinen Urlaub leisten kann (unterm Strich), ist realiter wesentlich höher als die zitierten 25%. Der Rest macht Urlaub auf Kredit. Die Rückzahlung der Bundes-Schulden durch den Steuerzahler und Urlaubs-Macher wird verdrängt.

    Vielleicht sehen wir das einfach falsch!?!

    Freunde von uns haben vielleicht 1/3 unseres Haushaltseinkommen, aber wohnen seit über 5 Jahren im Eigenheim. Haben jetzt auch eine schöne Mercedes E-Klasse mit fast Vollausstattung, ein Swimmingpool, Hobbykeller mit eigener Werkstatt,.... Alles auf Kredit. Aber die scheinen nicht unglücklich damit zu sein. Und die haben noch den schönen Nebeneffekt, dass man ihnen nichts wegnehmen kann. Auto, Haus, etc gehört ihnen ja sowieso nicht und bei Überschuldung kann man ihnen vielleicht den Mercedes als Luxusgut wegnehmen, aber der Rest ist Eigenbedarf, den man nicht pfänden kann....

    Wenn man es isoliert betrachtet ist (Konsum-) Schulden machen nicht so schlau. Aber alle anderen Länder machen es und wir befinden uns im Wettlauf wer schneller Schulden aufbauen kann.

    Die Verlierer (also die nicht so erfolgreich im Überschulden waren) zahlen dann den Konsum der Gewinner, um den Euro zu retten 👌

    Von daher Feuer frei, kippt das Geld auf die Straße! Alles was wir auf der hohen Kante haben wird früher oder später umverteilt....

  • Lang ersehnt, endlich da (vermutlich schon ewig...). In den USA gibt es einen Bezahl-Fernsehsender für Hunde. Katzen und Kanarienvögel müssen wohl noch auf Unterhaltung warten.

    TV channel for Dogs and their Humans | DOGTV: Television for Dogs
    TV shows for dogs designed to reduce anxiety and enrich their lives with thousands of relaxing on-demand videos and calming music dogs enjoy.
    www.dogtv.com

    Time is on our side (TFF)

  • Lang ersehnt, endlich da (vermutlich schon ewig...). In den USA gibt es einen Bezahl-Fernsehsender für Hunde. Katzen und Kanarienvögel müssen wohl noch auf Unterhaltung warten.

    https://www.dogtv.com/

    Falscher Thread. Gehört eigentlich nach "Witze". :P;)

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

  • Den Schweizern geht es aktuell deutlich besser als vor 50 Jahren:

    Löhne, Konsum, Lebensqualität: Den Schweizern geht es besser als vor fünfzig Jahren
    Viele Menschen zweifeln am wirtschaftlichen Fortschritt. Doch ein Rückblick zeigt: Die Lebensqualität in der Schweiz ist seit 1975 deutlich gestiegen.
    www.nzz.ch

    Viele der Beispiele sind sicherlich auch auf die EU übertragbar :thumbup:

  • Ich habs nicht so gelesen, aber Lebensqualitaet? wie misst man denn das?

    Hier dieser Aufsatz, und dann kann man nochmal darueber nachdenken, ob wir ein schlechteres leben hatten:

    Wir waren Kinder in einer Zeit ohne Hightech-Jacken mit Reflektorstreifen, ohne Handy-Tracker, ohne Fahrradhelme, meistens sogar ohne Gangschaltung. Wir rasten den Huegel hinunter, Steine spritzen, die Kette schlug gegen den Rahmen - keiner von uns dachte an heute uebliche Sicherheits­blabla. Wer hinfiel, wusch die Wunde kurz mit Wasser aus dem Gartenschlauch, pustete, machte weiter. Das Wasser schmeckte nach Gummi und Sommer - und es hat uns nicht umgebracht.

    Wir hatten Schokolade in der Schultasche, Likörkirschen auf Omas Geburstagstische, E-Nummern auf allen Kaugummis, doch keiner zaehlte Kalorien. Wir kannten Fernsehen erst ab spaetem Nachmittag, also trafen wir uns draußen. Man klingelte an der Haustuer, fragte: „Kommst du raus?“ Wenn einer nicht da war, wusste man: er ist irgendwo zwischen Bach und Bolzplatz zu finden.

    Wir hatten keine WhatsApp-Gruppen - wir hatten ein lautes „Heeeey!“ durch die Siedlung. Keine sozialen Medien - dafuer Scherben im Aschenbecher und Geschichten von aelteren Cousins, die wir staunend fuer Wahrheiten hielten. Wir handelten Panini-Sticker, wir warfen Kastanien nach Strassenlampen, wir krochen durch Baugruben und nannten das Abenteuer.

    Unsere Eltern wussten oft gar nicht, wo wir wirklich steckten. Sie sagten nur: „Seid spaetestens um sechs zum Abendbrot da.“ Wir hatten keine GPS-Uhr, aber ein Bauchgefuehl fuer Zeit, angeleitet vom Magenknurren und dem orangenen Himmel ueber den Garagendachern. Wenn man zu spaet kam, gab es keinen Anruf, sondern einen Blick, der genuegte.

    Wir waren nicht staendig beaufsichtigt, aber wir waren nicht allein. Keine Follower, keine Avatare, sondern Menschen, die tatsaechlich neben uns in der Matsche standen. Wir teilten Fussbaelle und Geheimnisse, fingen Stichlein im Bach, fluchten leise, wenn ein Stock­schwert brach. Und wir lernten, ohne dass einer das Wort „lernen“ bemuehte.

    Wir lebten - und das ist kein Maerchen - staendig einen Millimeter neben der Katastrophe, aber genau dort laernte man Mut. Wir hatten keine Fahrradhelme, Knieschuetzer, keine Sicherheitsgurte oder Kindersitze auf dem Ruecksitz im Auto. Wir hatten Freunde.

    Spaeter, als wir erwachsen waren, wurden wir zu Leuten, die eine Sicherung wechseln, ein tropfendes Ventil abdichten, eine Excelformel flicken koennen. Wir rennen nicht gleich zum Service, wir holen einen Schraubendreher. Wir loesen Probleme, weil wir frueh genug gemerkt haben, dass niemand sonst vorbei­kommt, um den Ball vom Garagendach zu holen.

    “It’s the little things that matter. It’s one thing to tell someone they look like the first day of spring. It’s another thing to tell them they look like the last day of a long, hard winter.” - Zig Ziglar

    Einmal editiert, zuletzt von Joe (1. August 2025 um 19:35)

  • Ich habs nicht so gelesen, aber Lebensqualitaet? wie misst man denn das?

    Hier dieser Ausatz, und dann kann man nochmal darueber nachdenken, ob wir ein schlechteres leben hatten:

    Ääähh, wir leben doch noch.

    Und klar freue ich mich über eine um 10 Jahre höhere Lebenserwartung und über Flüsse, die keine stinkenden Kloaken mehr sind. Keine Brikett-Schlepperei mehr aus dem Keller, um im Winter die rußenden Kohle-Öfen anzuheizen. Keine Wäsche mehr mit der handgetriebenen Wasch-Kugel über der Badewanne. Keine Familien-Schande mehr, wenn ein Mädchen in der Familie ungewollte schwanger wurde, weil es die Pille noch nicht gab. Keine blöden Kommentare mehr über arbeitsscheue Gammler, wenn man langhaarig im Parka in die Schule kam. Keine Ferngespräche mehr erst ab 18:00 Uhr, wenn die billigen Abendtarife nicht mehr sauteuer waren. Keine stundenlangen Fahrten zur IHK in der nächsten Großstadt, um in der dortigen Fachbibliothek Fachbetriebe ausfindig zu machen. Keine Fahrten in die Innenstadt, um im einzigen "Südfrüchte"-Laden der Stadt ein paar Mangos für den Koch-Club zu ergattern. Keine Schule mehr am Samstag und keine Läuse-Kontrolle mehr in der Grundschule.

    Nichts davon ist Fiktion - alles selbst erlebt. Ein paar Sachen sind schon besser als früher...