• Ja, das ist so, siehe zB
    https://mediendienst-integration.de/migration/wer-kommt-wer-geht.html
    oder
    https://www.destatis.de/DE/PresseServi…DB7B2024DD.cae1

    Den EU-Einwanderern stehen allerdings auch etliche Rückgänger gegenüber, da herrscht also munteres Kommen und Gehen (momentan viel mehr kommen als gehen).

    wp

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Ich trags mal hier unter Immos rein:

    Sehr interessant:
    Wie Supermarktketten Einfluss auf den Wert der Immobilien in der Nachbarschaft haben (Für UK). Mit Lidl steigen die Immobilien-Preise, mit Aldi fallen die Preise. Waitrose sorgt am meisten für Wertsteigerung.:

    "In Grossbritannien hingegen spielt es sehr wohl eine Rolle, welche Supermarktkette gleich um die Ecke liegt. Für Aufsehen hat diese Woche Lidl gesorgt. Denn seit neuestem dürfen sich Hausbesitzer glücklich schätzen, deren Liegenschaft sich in unmittelbarer Nähe einer Lidl-Filiale befindet."

    https://www.fuw.ch/article/der-lidl-effekt/

  • Supermarktketten Einfluss auf den Wert der Immobilien in der Nachbarschaft habe

    Nette Idee.
    Die im Artikel abgebildete Tabelle lässt sich auch so interpretieren, dass ALDI sich eher in ärmeren Vierteln (= billiger, weniger gesucht bei gleichartiger Immo) und Walrose eher in besser situierten ansiedeln, sozusagen der jeweiligen Klientel entgegenziehen. Ein Einfluss auf die Immopreisentwicklung ist dafür nicht notwendig.

  • Wollte es auch schon schreiben, und dieser Thread ist am besten geeignet. Bislang in der Tat wenig Umsatz, immerhin noch mehr als zuvor. Heute aber über 100.000€ auf Tradegate, fast alles nach 17:20 Uhr, nachdem eine Stimmrechtsmitteilung kam, ein neuer israelischer Aktionär, der 4,24% hält, sicher außerbörslich gekauft. Hauptaktionär Summit kommt auch aus Israel. Kurse über 8,90€, was angesichts des NAV von über 22€ pro Aktie ein Witz ist, praktisch nettofinanzschuldenfrei. Der NAV hat sich mangels Hebelung die letzten Jahre kaum verändert, dennoch hat sich der Kurs mehr als halbiert, beinahe gedrittelt, wobei die Kurse mangels Umsatz kaum bedeutend waren. Trotz aktuell hoher Leerstandsquote FFO in H1 0,41€.

    Hamborner REIT könnte man als Langweiler auch auf die Watchliste setzen. Der Kurs fällt immer weiter, nahe des Tiefs von Ende 2008. Mit der angekündigten neuen Dividendenpolitik soll sich eine Ausschüttung zwischen 33 und 39 Cent ergeben. Kurs: 5,31€, also 6,2 - 7,3%. Allerdings: Obwohl sie nicht alles ausschütteten, ist der Buchwert langfristig sogar minimal gesunken, der NTA nur geringfügig gestiegen seit 2010, wirklich ein Kunststück in einem (auch gewerblichen) Immobilienmarkt, der letzten 20 Jahre haussierte?

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Danke.

    Bin tatsächlich am Überlegen ein wenig Immobilien zu laden.
    Ist ja nun wirklich megaout. Der Hype um Immoaktien "muss man im Depot haben" liegt denn auch gut fünf Jahre zurück, er endete während Covid in 2020.
    Der Grusel des Vermietens ist mittlerweile Allgemeingut.
    Und selbst als Absicherung gegen Inflation sind Immobilien offenbar aktuell nicht en vogue, siehe Golddiskussion.

    Also antizyklisch "as fuck"?!

    Dt. real estate: Hm, nur 0,5% Divi, das ist mager. Wisst ihr warum?

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  • Der Hype um Immoaktien "muss man im Depot haben" liegt denn auch gut fünf Jahre zurück, er endete während Covid in 2020.

    Mit Vonovia habe ich von 2023 auf 2024 Geld verdient, und wenn ich sie nicht 2024 verkauft hätte, wäre es noch deutlich mehr gewesen.

    Berkshire Hathaway hat übrigens eine neue Position in Lennar Corp. eröffnet, einem amerikanischen Häuslebauer.

    "The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable." - John Kenneth Galbraith

  • Das ist die gesetzliche Mindestausschüttung von 4% des Grundkapitals. Der israelische Großaktionär will wohl nicht mit den freien Aktionären teilen. Keine Ahnung, was dessen Pläne sind. 89,9% Anteil, also direkt unterhalb der Schwelle, ab der die Grunderwerbssteuer ausgelöst wird. Das ist natürlich ein Grund für die niedrige Bewertung, mit Dividende wäre das Warten netter. Ich bin daher mit der Aktie nicht mehr glücklich, langfristig rentieren auch Gewerbeimmobilien nicht stark, man hat keine Dividenden, und wegen der Illiquidität kann man nicht einmal vernünftig verkaufen. Ich hoffe, daß die ihren Plan von vor einigen Jahren wahr machen und verkaufen, was damals wohl an Käufern bzw. am Preis scheiterte. Es ist also auch eine Sondersituation, allerdings aktuell mit historisch niedriger Bewertung. Im Gutachten zum squeeze out bei alstria office gibt es in der peer group welche, die mit 0, 4x NAV notieren, aber ich vermute, daß die hochverschuldet sind.

    Ich habe dieses Jahr die britische Mountview Estates plc gekauft. Danke chfin. Wollte schon länger dazu schreiben, komme jetzt nicht dazu. Die kaufen Wohnungen mit Abschlag (25%), die noch unter die regulierte Miete fallen, die es glaube ich bis 1989 gab, und die heute noch lebenslang für die Insassen Bewohner besteht - noch gibt es genügend, aber irgendwann wird das Angebot natürlich versiegen. Wenn die frei werden (wohl fast nur durch Tod, denn wer wurde aus so einer Wohnung ausziehen?), verkaufen sie sie zu normalen Marktpreisen. Sehr guter track record, und erstaunlich hohe historische Renditen, bei geringer Verschuldung (aktuell leicht angestiegen). Der Marktwert dürfte auch deutlich über dem Börsenkurs liegen, und auch relativ zum Buchwert ist die Bewertung historisch gesehen günstig, wobei der Buchwert aus den historischen Anschaffungskosten besteht. Jedoch: die Dividende wird nicht durch die Mieteinnahmen gedeckt (niedrige Bestandsmieten!), sondern vor allem durch laufende Verkäufe. Das heißt, die hängt natürlich auch am Immobilienmarkt, anders als laufende Mieten. Trotzdem haben sie sie seit mindestens den 1980er Jahren nie gekürzt, fast immer gesteigert, wahrscheinlich noch viel weiter zurückgehend. Mehrheitlich in Familienbesitz, wobei der CEO schon sehr alt ist, was Risiko (vgl. Bijou Brigitte) und Chance zugleich ist (Übernahme zum NAV). Es gibt eine ausführliche Analyse von Maynard Paton, wobei man m.E. aufpassen sollte, entweder legt man den Markt-NAV oder das KGV zugrunde, aber nicht beides, denn der Gewinn hängt vor allem davon ab, daß sie Immobilien über dem Buchwert verkaufen. Auch andere britische Immobilienaktien sollen günstig sein, aber mir gefiel die erprobte Nische von Mountview. Die sind auch nicht an der AIM, sondern am Main Market, jedoch recht illiquide. https://maynardpaton.com/2025/05/20/mou…in-6-below-nav/

    Ansonsten halte ich noch die Societé Anonyme de Bains de Mer et du Cercle des Etrangers à Monaco. Mittlerweile steigende Dividende, das KGV scheint im Vergleich zu normalen Aktien nicht super niedrig (vgl. Ungehebelte Immobilienrendite), aber man kauft absolute Luxusimmobilien (Wohnen und Hotels) zu weniger als einem Drittel des Marktpreises. Keine Schulden. Auch hier nicht sichtbar, weil Bilanzierung zu Anschaffungspreisen. Da gibt's garantiert keinen Lastenausgleich, und keine Mietpreisbremse, und wenn es anderswo finanzielle Repressionen geben sollte, dann dürfte Monaco erst recht profitieren - wäre also in diesem Szenario vielleicht doppelt interessant. Solche Immobilien sind natürlich auch absolut KI-resistent.

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  • Danke für die Tips, Winter.

    Ich hab heute Nachmittag mal "Real Estate" bei SWS gefiltert. Sobald man die Anforderungen an (gleichzeitig) Financial Health und Value erhöht, schrumpft die Zahl der Kandidaten gewaltig.

    Ins Auge stach mir die französische Icade mit angeblich 20% Divi-Rendite trotz turn-around-Situation und gleichzeitiger Senkung der Schulden - da stellen sich mir dann doch die Nackenhaare hoch.

  • Ins Auge stach mir die französische Icade mit angeblich 20% Divi-Rendite trotz turn-around-Situation und gleichzeitiger Senkung der Schulden - da stellen sich mir dann doch die Nackenhaare hoch.

    Aus "About the Company" bei TIKR: "It has made climate issues and the preservation of biodiversity central to its business model to reinvent real estate and contribute to more sustainable cities."

    Verspricht doch zumindest einen gewissen Unterhaltungswert für einen REIT mit Kurs zum 25-Jahres-Tief :)

    "If it moves, tax it. If it keeps moving, regulate it. And if it stops moving, subsidize it."

    Ronald Reagan, 15.08.1986

  • Ich habe bei Icade gerade mal in den HJ Bericht geschaut

    Zitat

    The General Meeting held on May 13, 2025 approved unanimously a dividend of €4.31 per share for the financial year 2024, including €2.54 per share corresponding to the dividends still due in respect of the capital gain on Stage 1 of the sale of the Healthcare business in 2023. Following the payment in cash on March 6, 2025 of an interim dividend of 50%, i.e. €2.16 per share, the balance of the dividend, i.e. €2.15 per share, was paid in cash on July 3, 2025 (with an ex-dividend date of July 1, 2025).

    €2,54 der Dividende von €4,31 ist eine Auszahlung wegen des Verkaufs eines Geschäftsbereichs - also eine einmalige Zahlung. Bleiben €1.77 oder etwa 8% bei einem Kurs von €22.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Icade immerhin mit KBV 0,42, im Squeeze-Out-Gutachten von alstria waren die einer der günstigsten Vergleichsunternehmen mit ebensolchem 0,4x NTA, und das immerhin ohne große Verschuldung laut TIKR.

    Zu Mountview: In den letzten mehr als zwei Dekaden haben sie den Buchwert plus Dividendenzahlungen um erstaunliche 9% pro Jahr gesteigert, und das sehr kontinuierlich - kein Wunder vielleicht bei der Bilanzierung nach Anschaffungspreisen, die Anhang 15 des GB bestätigt. Aber eben mit stets niedriger oder keiner Verschuldung. Der Aktienkurs schlug trotzdem Kapriolen, den mußte man halt ausblenden dabei. Es sind aktuell nicht 5% Discount zum NAV, sondern eben zum Buchwert. Das gab es abgesehen von diesem Frühjahr und kurz (beinahe) im Coronatief zuletzt vor über zehn Jahren; davor war jedoch das KBV seit der GFC auf oder unter diesem Wert. Kurs/NAV schätzt Maynard Paton noch konservativ auf 0,58, basierend auf einem alten Marktpreisgutachten. Die Dividendenrendite ist rekordhoch, die Ausschüttungsquote allerdings auch.

    PS. Dies ist wirklich das falsche Unterforum für so einen Thread.

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    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

    Einmal editiert, zuletzt von Winter (24. Oktober 2025 um 23:32)

  • Wollte es auch schon schreiben, und dieser Thread ist am besten geeignet. Bislang in der Tat wenig Umsatz, immerhin noch mehr als zuvor. Heute aber über 100.000€ auf Tradegate, fast alles nach 17:20 Uhr, nachdem eine Stimmrechtsmitteilung kam, ein neuer israelischer Aktionär, der 4,24% hält, sicher außerbörslich gekauft. Hauptaktionär Summit kommt auch aus Israel. Kurse über 8,90€, was angesichts des NAV von über 22€ pro Aktie ein Witz ist, praktisch nettofinanzschuldenfrei. Der NAV hat sich mangels Hebelung die letzten Jahre kaum verändert, dennoch hat sich der Kurs mehr als halbiert, beinahe gedrittelt, wobei die Kurse mangels Umsatz kaum bedeutend waren. Trotz aktuell hoher Leerstandsquote FFO in H1 0,41€.

    Hamborner REIT könnte man als Langweiler auch auf die Watchliste setzen. Der Kurs fällt immer weiter, nahe des Tiefs von Ende 2008. Mit der angekündigten neuen Dividendenpolitik soll sich eine Ausschüttung zwischen 33 und 39 Cent ergeben. Kurs: 5,31€, also 6,2 - 7,3%. Allerdings: Obwohl sie nicht alles ausschütteten, ist der Buchwert langfristig sogar minimal gesunken, der NTA nur geringfügig gestiegen seit 2010, wirklich ein Kunststück in einem (auch gewerblichen) Immobilienmarkt, der letzten 20 Jahre haussierte?

    Die sind mir auch gerade aufgefallen.
    Dividende 0,39 €, also am oberen Ende deiner genannten Spanne.
    Der Kurs hat nochmal nachgegeben auf 4,63 € je Aktie. 8,4% Dividendenrendite klingt schon mal ganz gut.
    KBV gerade so bei 1 etwa. NAV allerdings 9,07 € in Q3'2025 und damit KNAVV 0,51.

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

    Einmal editiert, zuletzt von Zek (10. März 2026 um 21:23) aus folgendem Grund: Fehler KNAVV korrigiert

  • NAV allerdings 9,07 € in Q3'2025 und damit KNAVV 0,51.

    Sind die Immobilien in der Bilanz zu hoch bewertet, drücken die Zinsen auf die Gewinne, oder drohen teure Sanierungen? Was haben die denn davon im Portefeuille? Ich werde aus denen nicht so richtig schlau.


    In letzter Zeit mehrfach angeboten bei mwb:

    https://downloads.research-hub.de/2026%2012%2024%20Hamborner%20REIT%20strategic%20repositioning___r99rb1cl.pdf

  • Sind die Immobilien in der Bilanz zu hoch bewertet, drücken die Zinsen auf die Gewinne, oder drohen teure Sanierungen? Was haben die denn davon im Portefeuille? Ich werde aus denen nicht so richtig schlau.


    In letzter Zeit mehrfach angeboten bei mwb:

    https://downloads.research-hub.de/2026%2012%2024…___r99rb1cl.pdf

    Hamborner Reit hat einen recht hohen Anteil an Büroimmobilien von 43%, welchen sie auf 10-20% reduzieren wollen (mittelfristig).

    Der Markt misstraut diesem Vorhaben und preist m.E. ein, dass Büroimmobilien in Zeiten der Deindustrialisierung und Home-Office deutlich an Wert verlieren könnten/sollten/müssten.
    Das würde bei ungeschicktem Rebalancing des Immobilientyps auch ggf. zum Vorschein kommen.
    Das Zinsänderungsrisiko gibt es natürlich auch zusätzlich immer.
    Im Endeffekt ist Hamborner zu 57% aus Retail-Immobilien (Edeka, Kaufland, Rewe, Aldi, Globus).
    Nach der erfolgreichen Transformation wäre Hamborner eher wie eine Realty Income (USA), was natürlich auch höher bewertet würde, weil eben viel sicherer als aktuell. Mondpreisbewertungen wie in den USA braucht man aber nicht annehmen.

    Auf jeden Fall gibt es hier einen größeren Mismatch von dem Wert, den die Gewerbeimmobilien aktuell haben und tatsächlich in der Zukunft unter Beweis stellen.
    Der Retail-Anteil ist m.E. in Sippenhaft genommen und da zweifele ich den langfristigen und stabilen Cash-Flow eigentlich nicht an.

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst