Kennt eigentlich jemand von Euch die konkreten Pläne, wie Die Linke sich in Berlin die zukünftige Vermietung der enteigneten Wohnungen vorstellt? Also die Finanzierung und Entschädigungsfrage mal völlig außen vor: Nehmen wir an, viele, viele Wohnungen werden verstaatlicht: Was passiert danach?
- Werden die Wohnungen umgewidmet in Sozialwohnungen?
- Wenn ja: müssen die aktuellen Mieter dann ausziehen, um Platz zu machen für Sozialwohnungs-Berechtigte?
- Werden die aktuellen (angeblich extrem überteuerten) Mieten dann abgesenkt? Wenn ja, auf welches Niveau?
- Oder bleiben die Mieten, wie sie sind, und die Stadt Berlin verdient sich mit den überteuerten Mieten eine goldene Nase?
- Wer übernimmt die Verwaltung des Wohnungsbestands? Die aktuellen städtischen Angestellten und Beamten? Oder gibt es dafür einen neuen Verwaltungsapparat? Wie viele Leute? Wo werden die dann wohnen?
- Wird die Stadt auch die Pflege und Renovierung der enteigneten Wohnungen in die eigene Hand nehmen? Also städtische Handwerker, Reinigungsgesellschaften und Architekturbüros? Oder wird das mehr oder weniger teuer outgesourced?
Keine Ahnung, ob Die Linke und die Enteignungsbefürworter solche trivialen Fragen schon mal diskutiert oder sogar vorab geklärt haben.