• Hier mal Bertrandt (gelb) vs. BMW (blau):

    Hm, sieht schon ein wenig aus als wäre Bertrand einfach ne gehebelte BMW.

    Wenn man jetzt eher nicht an BMW glaubt, wie ich, dann wäre das natürlich .... nicht so gut.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    "I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine." - John Galt in "Atlas Shrugged"

    "If you act out of fear, anger, despair or suspicion - this will ruin everything." - Thich Nhat Hanh

  • Bertrandt ist nach zwei zwischenzeitlichen Höhenflügen wieder auf dem Coronacrash-Niveau zurück, wie schon Mitte 2022. Siehe den Chart in Beitrag #3 oben. Eine Halbierung seit Anfang des Jahres.

    Börsengeflüster meint, Ursache seien Projektverschiebungen beim Thema Elektromobilität - vermutlich bremsen viele Autohersteller da, weil die Nachfrage gerade schwach ist, und fokussieren sich wieder mehr auf den Verbrenner -, und wegen eines Forderungsausfalls bei der insolventen Fisker:

    https://www.boersengefluester.de/bertrandt-heftige-entwicklung/

    Das ist auch so ein PKV-Riese, der nach Corona nicht mehr zum alten Gewinnniveau zurückfand (4€ bis über 6€/Aktie), wenn man auch nie Verlust schrieb und die Prognosen genau das vorhersagen. Selbst der TTM-Gewinn von 2,84€, der höchste seither, reicht gerade zu einem KGV von knapp 10 (@27,60€) und lockt mich nicht.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Besprechungskurs: 20,30 €

    Datum: 14.10.2024

    MC: 205,2 Mio €

    KPV: 3,87 oder auch 25,87%

    KGV: 6,74

    KGV-TTM: 12

    KBV: 0,45

    KUV: 0,17

    KBV2 (ohne immaterielle Vermögensgegenstände): 0,50

    Eigenkapitalquote: 47,5%

    Dividendenrendite: 5,9% (könnte natürlich zusammengestrichen werden, weil es aktuell nicht gut läuft)

    Kein Verlustjahr seit 2002.

    Pandemie-Tief (SK): 25,25 € am 23.03.2020

    Q3'2024 (bis 30.06.2024) hat allerdings einen Verlust von 10 Millionen €.

    Zuletzt stand der Kurs so niedrig im Jahr 2009 als der Umsatz bei 384 Mio € im Jahr lag statt jetzt 1,2 Mrd €.

    Damals 2009 mit einer Marge von 6,4% über Durchschnitt von 4,3%.

    Die Schulden pro Umsatz sind über die letzten Jahre gestiegen. 2009 waren es nur 22 Cent pro Euro Umsatz und jetzt 43 Cent pro Euro Umsatz.

    Bertrandt ist natürlich stark von Porsche AG (Sportwagenhersteller) abhängig. Porsche gehören 28,97%.

    Ich finde die Kennzahlen sehen schon ganz ordentlich aus.

    Vor dem Hintergrund der schlecht laufenden Automobilindustrie ist der Kurs zu Recht so weit unten.

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

  • Datum: 28.04.2026
    Aktienkurs: 12,70 €


    Vorteile:

    • historisch sehr günstig mit einem KUV von 0,13 - halb so hoch wie in der GFC
    • weit unter Eigenkapital mit KBV 0,41 und KBV2 0,5
    • falls die Automobilindustrie wieder in Schwung kommt, dann gibt es hier einen ordentlichen Hebel nach oben und Dividendenrenditen von 10% würden mich nicht wundern


    Nachteile:

    • 2024 und 2025 in der Verlustzone
    • 2025 ein Umsatzrückgang von 17,6%
    • Hängt sehr am Rockzipfel der Automobilindustrie, also vor allem VW, Porsche und Co.
    • Umsatzwarnung mit Prognose von 10% Rückgang gegenüber Vorjahr
    • Umsatz war 2008 etwa Faktor 3,5 höher als das Fremdkapital und nun ist dieser Faktor nur noch etwa 2,3


    Mein Innerer Wert: 26,32 € ==> Upside: +107%

    Gibt bei mir aktuell keine Kaufreflexe wegen der schwächelnden deutschen Automobilindustrie.

    Meinungen zu dem Teil?

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

  • Die stellen bloß Ingenieure.

    In "unserer Demokratie" werden keine Minderheiten unterdrückt oder zum Schweigen gebracht (Boris Pistorius). Sondern die Mehrheit.
    "Unsere" Demokratie verhält sich zur Demokratie wie Transfrauen zu Frauen.

  • Bertrandt ist im Kern kein klassischer Autozulieferer, sondern ein Engineering- und Entwicklungsdienstleister. Das Unternehmen verkauft also nicht primär Teile, sondern Ingenieurleistung, Software-/Elektronikkompetenz, Testkapazitäten, Projektmanagement und Entwicklungs-Know-how.

    Einfach beschrieben

    Ein Autohersteller wie VW, Audi, Porsche, BMW oder Mercedes entwickelt ein neues Fahrzeug, eine neue Batterieplattform, ein Assistenzsystem, ein Infotainment-System oder eine Karosseriekomponente. Teile dieser Entwicklungsarbeit macht der Hersteller selbst, andere Teile vergibt er an externe Entwicklungsdienstleister. Bertrandt ist so ein ausgelagerter Entwicklungsarm.

    Bertrandt arbeitet laut eigener Beschreibung entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses und hat langjährige Automotive-Expertise; Schwerpunkte sind autonome Systeme, Digitalisierung und E-Mobilität. Neben Automotive nennt Bertrandt auch Luftfahrt, Elektroindustrie, Smart Industry, Medizintechnik, Energie und Personalberatung als Branchen.

    Was Bertrandt konkret macht

    Im Automotive-Bereich reicht das Leistungsspektrum von frühen Design- und Konzeptphasen bis zur Serienanlaufunterstützung. Bertrandt nennt unter anderem Design, Konzeptentwicklung, Prototypenbau, Softwareentwicklung, Simulation, Produktionsplanung, Qualitäts-/Projektmanagement und After-Sales-Themen.

    Typische Arbeitsfelder sind:

    1. Klassische Fahrzeugentwicklung
    Karosserie, Interieur, Exterieur, Fahrwerk, Achsen, Bremsen, Lenkung, Powertrain, Simulation, Versuch und Prototypen.

    2. Elektronik und Software
    Infotainment, Bordnetz, Konnektivität, Steuergeräte, automatisiertes Fahren, virtuelle Tests, Softwareentwicklung und agile/DevOps-nahe Entwicklungsprozesse. Bertrandt beschreibt seine Electronics-Sparte als Kombination aus Softwarelösungen, autonomer Mobilität, Smart Information Systems, alternativen Antrieben und Testkompetenz.

    3. Elektromobilität und Validierung
    Bertrandt entwickelt und testet E-Antriebe, Ladetechnologien, Hochvoltspeicher, Batteriemanagement und Leistungselektronik. Dazu betreibt das Unternehmen eigene Testzentren für Hochvoltbatterien, Leistungselektronik und elektrische Antriebssysteme.

    4. Nicht-Automotive-Geschäft
    Dazu gehören Luftfahrt, Bahn, Energie, Defence, Medizintechnik, Smart Industry und Telekommunikation. Bertrandt bietet dort kundenspezifische Dienstleistungen für Konzerne, Systemlieferanten und Mittelständler an – von einzelnen Services bis zu Komplettlösungen mit flexiblen Vertragsmodellen.

    Wie Bertrandt Geld verdient

    Das Geschäftsmodell ist überwiegend projekt- und kapazitätsgetrieben. Bertrandt stellt Ingenieure, Entwickler, Tester, Softwareleute, Projektmanager und eigene Testinfrastruktur bereit. Abgerechnet wird je nach Projektmodell über Dienstleistungs-, Werkvertrags-, Arbeitnehmerüberlassungs- oder ähnliche Modelle; Bertrandt nennt selbst temporäre Besetzung, Direktvermittlung sowie Service- oder Werkverträge als Lösungen.

    Das bedeutet: Die Profitabilität hängt stark daran, ob die Mitarbeiter und Testkapazitäten gut ausgelastet sind. Wenn OEMs Projekte verschieben oder Entwicklungsbudgets kürzen, bleiben bei Bertrandt viele Fixkosten zunächst bestehen. Genau deshalb kann das Ergebnis bei Umsatzrückgängen stark einbrechen.

    Quelle: Chat-GPT

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst

  • Das finde ich doch mal ein innovatives Thema bei der Kostensenkung:

    Temp. salary waiver (C-level, Senior Executives)

    Ansonsten: die 2024/25 Zahlen hatten schon einen gewissen Würgfaktor, und die erwartete Erholung blieb jetzt auch aus (Warnung).

    Das Geschäftsmodell dürfte zwei Kräften ausgesetzt sein: Niedrigere Nachfrage wegen Problem im Automobilbereich, und bessere Märke für Beratung wegen demographischer Entwicklungen.

    Ich würde mal sagen: Watchlist. Wenn der Kurs nach oben zuckt, dann weiß der Markt irgendetwas.

    "Die Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers"

    (Kurt Tucholsky)

  • Porsche AG haelt 28% Bertrandt Aktien. Damit war Porsche vermutlich einer der Hauptkunden von Bertrandt. Seit es fuer Porsche rapide den Bach heruntergeht, geht es fuer Bertrandt erst recht runter. Da Porsche ja teilweise erheblich in Bertrandt investiert ist, haette ich angenommen, dass Bertrandt Projekte zugesteckt bekommt, Porsche also der sicherste Kunden fuer Bertrandt. Und Porsche lief immer gut; wenn nicht hohe Margen dann mittelgute Margen. Aber nun? Porsche scheint um seine Existenz-Berechtigung zu kaempfen. Ich halte es fuer uebertrieben, Porsche bleibt ein Prestige-Objekt egal ob Verbrennermotor oder Elektromotor. Aber nunja, im Zweifelsfalle ist Porsche das Hemd naeher als die Hose, und bevor man Porsche Mitarbeiter entlaesst, verlaengert man keine Vertraege mehr mit Bertrandt.

    Auch sonst sieht es in der Autobranche schlecht fuer zulieferer aus, der Markt schrumpft. Fuer eine Zeitarbeitsfirma wie Bertrandt es ist, mit ausgeliehenen Ingenieuren ueberwiegend an Autoproduzenten, da sieht die Zukunft schwarz aus.

    Bertrandt muesste etwas anderes finden. Roboter sind noch nicht so weit. Und EV-Cars? Das will die EU lieber von den Chinesen bekommen. Politik enttaeuscht, Schluesselindustrie "Automobil" wird vernichtet, mal gucken. Das ist nicht nur ein Bertrandt Problem, aber insbesondere fuer Bertrandt ist es ein Problem. AI-Disruption gibt vermutlich den Todes-stoss. Wenn es so bleibt, koennen bei Bertrandt die Lichter ausgehen. Takkt ist auch so eine Firma, die billig ist, aber an der Automobilindustry haengt.

    Keine Frage, da gibt es ein paar billige Unternehmen, aber das Risiko das sich hier nichts mehr erholt, das ist durchaus gegeben.

    Was mich angeht, ich kaufe derzeit keine Long-Positionen, mir ist der Weltmarkt durchschnittlich viel zu hoch bewertet. Gestern schon wieder ein historisches hoch beim Buffet-indikator auf Gurufocus gesichtet: 228%. Dot-com ATH war bei ca. 130%, man bezeichnete das als Blase. 2021 ATH war es 195%, man bezeichnete das als Blase. Mir ist das mit der Blase insofern egal, weil ich festgestellt habe, dass man mit Short auch Geld verdienen kann, mich eine Blase also nicht weiter stoert was die Rendite Erwartung angeht. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass ich nicht alleine auf der Welt lebe, und wenn uns die Truemer um die Ohren fliegen, wird das kein Spass werden, siehe meine vorherigen Beitrag.

    Bertrandt... schade drum: R.I.P.

    Time is relative. We perceive time very differently depending on which side of the bathroom door we’re on.

  • Nur noch 10,25 € je Aktie.
    100 Mio € MC noch etwa.

    Am Wochenende habe ich mit einem Freund gesprochen der dort arbeitet.
    Läuft wohl nicht so gut. Teilweise nur Auslastung von 50% in bestimmten Bereichen.

    3.) Gib nie mehr für einen Erwerb aus, als absolut nötig
    16.) Geschäft ist Geschäft (... bis sich ein besseres anbietet)
    218.) Kauf nie ohne zu wissen, was Du kaufst