Wege aus der Bankenkrise: was kann die Politik tun?

  • Ein neuer Thread als Ausgliederung aus dem IKB/Kreditkrise-Thread. Hier soll es um kurzfristige Lösungen der Bankenkrise gehen, und um langfristige Konsequenzen.


    Daß die Regierung handeln muß, steht für mich außer Frage, bei Strafe des Untergangs des Finanzsystems. Ich frage mich aber, was kann sie leisten, und womit würde sie sich verheben? Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen für die Regierung, und welche Alternative ist die beste, d.h. billigste für den Steuerzahler, aber auch gerechteste?
    Dabei ist noch zu unterscheiden zwischen den Verlusten auf lange Sicht, und zwischen der temporär nötigen Neuverschuldung.


    SPON listet als Interventions-Möglichkeiten:
    - Gründung einer "bad bank". Ersteigerung von schlechten Krediten; das dürfte einem Teil des US-Rettungsplans entsprechen.
    - Notenbanken stellen Liquidität zur Verfügung durch Ausweitung der akzeptierten Sicherheiten: hilft aber nur gegen Liquiditätsengpässe und nicht gegen faule Kredite
    - Garantie der Bankeinlagen, wie in Irland: Das scheint es nach der aktuellen Nachrichtenlage zu sein. "Der Staatshaushalt werde erst belastet, wenn eine Bank in die Insolvenz ginge." Das wäre dann in Höhe des ungedeckten Fehlbetrages. Das dürfte die Vertrauenskrise beenden, und damit vorerst die Gefahr weiterer Zusammenbrüche. Ohne Insolvenzen kostet es erstmal nichts.
    - Verstaatlichung. Wie? Laut Steinbrück teurer. Enteignungen sind nicht möglich, nur Kapitalerhöhungen.


    Wenn ich es richtig verstehe, dann sichert der Staat ohnehin schon 20.000 Euro pro Sparer und Bank ab (zu 90%) - das ist immerhin ein normales Nettojahresgehalt. Ich weiß nicht, wie das im Zweifelsfall durchgesetzt würde, evtl. durch Vorrang der privaten Gläubiger bis zu diesem Betrag? Es geht also nur um den darüber hinausgehenden Betrag und die restlichen 10%.


    Wie werden die Banken, d.h. deren Aktionäre, zur Ader gelassen? Und was ist rechtlich möglich? Sowohl bezogen auf die geretteten Institute, als auch auf diejenigen, die vom Auffangen der Konkurrenz selbst profitieren.

  • Also anstelle einer Bad-Bank, wäre es doch völlig normal gewesen (so wie andere Staatsfonds das übrigens tun), das Eigenkapital der Banken aufzufüllen. Und zwar indem die Banken Aktien zeichnen. Das verwässert den Anteil ungemein. Die Banken würden damit ein gutes Stück verstaatlicht. Der Staat als miteigentümer. Statt dessen wird nur die Lösung diskutiert, die armen Banker rauszuboxen indem man ihnen die faulen Kredite abnimmt zu einem Preis den auf dem freien Markt keiner bereit ist zu zahlen.
    Verstaatlichung - wäre das so schlimm? Die Telekom war auch mal in Staatshand, und wurde dann versilbert, genau wie vieles andere auch für das man mal Steuergelder bezahlt hatte um es aufzubauen (z.B. die Stromkonzerne. Die Strommasten, die wurden noch von Steuergeldern bezahlt, also u.a. von meinen Eltern. Und dann hat der Staat vieles versilbert und am Ende war die Verschuldung doch höher wie vorher. Nur das wir nun höhere Gebühren für die Stromrechnung bezahlen, weil ja die Stromdinger nun in Privatbesitz sind).


    Die Staatsquote an Firmen zu erhöhen ist nicht das Übel von dem dauernd gesprochen wird. Geht man den Weg zurück und kauft Tafelsilber wieder auf, dann wird gleich geschrien, dass dies tiefster Kommunismus sei.
    Ja hatten wir denn in den 80ern tiefsten Kommunismus?!


    Also m.E. Richtiger wäre: Aktien zeichnen, Staat als miteigentümer ins Boot holen. Ich frage mich, warum da kein Politker drauf kommen will?


    Eine mutigere (und die richtigste) Lösung wäre nichts zu tun. Keine Garantie. Evtl. auch den Bankenrun zulassen.
    Davon geht die Welt nicht unter, die Häuser würden alle stehen bleiben, es wäre einfach nur das Guthaben auf den Konten weg.
    Guthaben und Schulden würden eleminiert werden, und wir hätten im Anschluss einen sehr nachhaltigen Boom, wo jeder in jedem Alter leicht Jobs bekommen, die über 100 Euro die Stunde bringen.
    Es wird sowieso irgendwann auf diese Lösung hinauskommen. Nur je später dies geschieht, desto härter wird es.
    Diesmal werden die Banker rausgebox, kriegen die Knete hinten ordentlich hineingeschoben.
    Nächstesmal wird eine Staatsgarantie wie sie Irland ausgesprochen hat viel zu winzig wirken um irgendjemanden zu beeindrucken.


    Gruß, Joe

    Früher war sogar die Zukunft besser.

    Edited once, last by Joe ().

  • Ich glaube, dass dein Ansatz etwas kurz greift;


    Nur weil der Staat Anteilseigner bei den Banken wird, fangen die nicht wieder gleich mit dem Handel und der Vergabe von Krediten an;


    Es sei denn der Staat greift sich >50% - aber das ist ja wohl auch nicht gewollt;

    Value investing is at its core the marriage of a contrarian streak and a calculator - Seth Klaman

  • Joe ,


    "Guthaben und Schulden würden eleminiert werden, und wir hätten im Anschluss einen sehr nachhaltigen Boom, wo jeder in jedem Alter leicht Jobs bekommen, die über 100 Euro die Stunde bringen."
    wie kommst du auf die Idee?
    Das musst du mir näher erklären (den nachhaltigen Boom und jede Menge Jobs).

  • Also ich finde Joes Idee sehr gut muss ich sagen. :) So hätte es schon bei der IKB laufen sollen. Am Ende hat der Staat viel Geld bezahlt aber kein Eigentum dafür in seinen Büchern. Das kann ja wohl nicht sein.

    They did not know it was impossible, so they did it! --Mark Twain

  • Quote

    Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind, sagte Bundeskanzlerin Merkel. Ihr Finanzminister Steinbrück betonte, dass die Regierung dafür Sorge tragen wolle, dass die Sparerinnen und Sparer in Deutschland nicht befürchten müssen, einen Euro ihrer Einlagen zu verlieren.


    Quelle

    »In meinem Alter begreife ich, dass Zeit mein kostbarster Besitz ist.«
    »Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.«
    »Eine Aktie zu verkaufen die fällt, ist in etwa so, als ob man ein Haus für 100.000 Dollar kauft und es verkauft, sobald jemand 80.000 Dollar dafür bietet.«
    Buffett

  • Die Bürgschaftslösung hat den Nachteil, daß mit ihr alleine die Banken nicht "in die Verantwortung genommen werden", wie es doch erst hieß. Oder sind damit etwa bloß die operativ Verantwortlichen gemeint? Hat aber den Vorteil, daß sie gezielt die deutschen Sparer schützt. Was sind schon "deutsche Banken"? Weitere Schieflagen sind jedoch dennoch nicht ausgeschlossen, wenn auch nicht durch diejenigen verursacht, die zum Schalter rennen können.


    Joes Verstaatlichung würde ja nicht bloß auf der Eigentümerseite etwas verändern, sondern auch das Eigenkapital stärken und damit Liquiditätslage und Bilanz "entschärfen". Wenn später durch Abschreibungen das Eigenkapital an Wert verliert, dann ist wenigstens nicht bloß der Staat davon betroffen, dessen Aktien an Wert verlieren. Jedoch kostet das erstmal richtig Geld. Soll es bloß für einzelne Banken gelten, nach ad-hoc-Methode? Das kann ein Faß ohne Boden werden; man weiß ja nicht, wieviele Banken noch dran sind. Evtl. wäre die Lösung besser, alle Banken sofort zu einer Kapitalerhöhung zu zwingen, z.B. das Eigenkapital um 50% aufzubessern. Das müßte per Gesetz einfach zu regeln sein. Selbst wenn eine einzelne Bank das aktuell freiwillig machen würde, würde ihr das negativ interpretiert werden, und alleine dadurch würde sich ihre Lage verschlechtern; außerdem hätten die Aktionäre auch kein Interesse dran: ist doch billiger, wenn einen der Staat raushaut.
    Nur bei den Banken, die es nicht fristgerecht privat schaffen, übernimmt es der Staat (zu klären wäre noch, zu welchem Preis - ich würde sagen, zu einem so niedrigen Preis, daß die Verwässerung fast 100% ausmacht. Diese Banken wären früher oder später ohnehin über die Wupper gegangen!). Wenn nach der bisherigen Methode erst die Rettung einer Bank ansteht, würde es vermutlich schwer, private Investoren zu finden. Die bestehenden Aktionäre hätten mit diesem Verfahren das Nachsehen, wegen der Verwässerung bei aktuell niedrigen Börsenkursen. Das ist aber auch nicht so schade.
    Diese Lösung wäre sogar unabhängig von der Garantie möglich, zusätzlich. Sie setzt aber voraus, daß die Kapitalerhöhungen auch ausreichen/in ausreichender Höhe möglich sind. Die HRE hatte 2007 Eigenkapital von 6 Mrd. Euro, und braucht jetzt das zehnfache ...


    Später könnte man die billig gekauften Banken dann wieder verkaufen - das wäre mal antizyklische Wirtschaftspolitik.

  • Na, da brennt es.
    Bisher wurde eine Garantie ja abgelehnt, das beste System,
    alles paletti.
    Und nun Angst, dass der Bürger sein Geld abhebt und nach Hause trägt.
    Ob der Bürger dem Staat traut?
    Ist er ja eigentlich selber.
    Was macht der Staat (Bürger)?

  • Winter ,
    Verstaatlichung wäre die Lösung, die Schweden schon praktiziert hat.
    Dort hat man aber nur wichtige Banken verstaatlicht, andere hat man pleite gehen lassen.
    In Schweden war es aber ein Problem nur für Schweden, also in etwa überschaubar.
    Das Problem heute ist weltweit gestreut und noch nie dagewesen.

  • Das Problem an der Verstaatlichung ist folgendes:


    1. Banken mit Staatsgarantien (und dadurch konkurrenzlosen Finanzierungskosten) neigen dazu, Gelder nicht besonders produktiv einzusetzen weil kurzfristig das Geldverdienen von selber geht. Bestes Beispiel ist die jahrzehntelange Misswirtschaft der LAndesbanken und auch unsere heissgeliebte KfW ist nicht unbedingt ein Paradebeispiel für die Rolle des Staates im Bankensektor.


    2. Eine Einlagensicherung in unbegrenzter Höhe gibt es in Deutschlqand schon lange, das nennt man gemeinhin auch den "Sparkassensektor". Auch die Sparkassen sind trotz des generellen Wettbewerbsvorteils nicht gerade dafür bekannt, den Finanzplatz Deutschland weit nach vorne gebracht zu haben.


    3. Die Verstaatlichung wird, sofern sie nicht knallhart zeitlich beschränkt wird, den Umstrukturierungsprozess deutlich in die Länge ziehen. Wie schlecht man das wieder los wird zeigt die jahrelange Diskussion über die "Gewährträgerhaftung" die jetzt sozusagen flächendeckend wieder eingeführt wird.


    Kurzfazit: Eine generelle Verstaatlichung und Sozialisierung der Verluste ist sicher keine Problemlösung sondern nur eine Verschiebung in die Zukunft.


    Wichtig wird es sein, die staatliche Unterstützung zeitlich sehr eng zu begrenzen.


    MMI


    Edit: Eigentlich wäre es jetzt doch auch an der Zeit, Banken die seriös gewirtschaftet haben auch zu belohnen. Mit der jetzigen Lösung wird allen geholfen, egal ob sie seriös und erfolgreich gearbeitet haben oder rumgezockt.


    Das ist aus meiner Sicht nicht der richtige Anreiz.

  • Hallo MM,
    ich muss dir da zustimmen.
    Deine Argumente sind absolut überzeugend.
    Ich habe als Quereinsteiger einige Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet. Von Arbeit kann man im öffentlichen Dienst nicht sprechen.
    Wenn man aus der Wirtschaft kommt kann man das nur schwer
    aushalten.

  • Es gibt mehrere Möglichkeiten, alle sind besser den Banken faule Kredite abzukaufen. Das würde voraussetzen, dass der Staat besser über die wahren Werte der schlechten Titel bescheid weiß.


    Wenn, wie bei vernehmlich bei der HRE, ein Liquiditätsproblem aus der mangelnden Fristenkongruenz auf Aktiv- und Passivseite vorliegt, die Bank aber noch solvent ist, also nicht überschuldet, dann sind Bürgschaften des Staates sinnvoll, mit der sich die Bank bei der EZB Liquidität verschaffen kann, anstatt auf dem Interbankenmarkt.


    Wenn eine Insolvenz vorliegt, muss die Bank rekapitalisiert werden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:[list=1]
    [*] Zurück zur Bewertung der Assets nach Anschaffungskosten und Abschreibung erst wenn der Kredit tatsächlich uneinbringlich. Das verteilt das Problem auf Zeitachse über mehrere Jahre.
    [*] Einen Zwangs-Debt-for-Equity-Swap, d.h. bestimmte Gläubigerklassen (z.B. andere Banken) müssen ihre Forderungen gegen Eigenkapital (Aktien) tauschen. Im Konkursfall müssten sie mit der Konkursquote vorlieb nehmen.
    [*]Der Staat rekapitalisiert die Banken selbst und erhält Vorzugsaktien, die bevorrechtigt dividendenberechtigt sind. Dividendenzahlungen werden zunächst aber insgesamt ausgesetzt. Die Vorzugaktien besetzen eine Option zum Wechsel in Stämme, die vor der Widerveräußerung auf dem Aktienmarkt ausgeübt werden.
    Die Kredite der Gläubiger der Bank wären gerettet, und die Bank kann operativ weiterarbeiten.
    [/list=1]
    Typischerweise würde man eine Kombination dieser Maßnahmen wählen wollen.

    Nationalökonomie ist die Metaphysik des Pokerspielers

    Edited once, last by nixda ().

  • Ich bin begeistert von der Idee, die Sparer-Einlagen staatlicherseits zu schützen, nicht aber die Banken per se. Das verhindert einen panischen Run auf die Banken und die damit verbundenen kurzfristigen Liquiditätsengpässe. Es "erlaubt" aber den Konkurs von schlecht gemanagten Banken, wie es in einer Marktwirtschaft selbstverständlich sein sollte.


    Mir scheint, Frau Merkel tritt gerade in die Fußstapfen von Ludwig Erhard. Es gäbe wirklich schlimmeres.

    "Manchmal ist nichts zum Thema schreiben auch eine Lösung."

    nixda

  • Quote

    Daß die Regierung handeln muß, steht für mich außer Frage,


    Ein klein wenig koennen sie einem ja schon leid tun. ;(
    Sie muessen sich im Moment wohl so aehnlich fuehlen wie Honnecker und Co. kurz vor dem Fall der Mauer.
    Viele haben sich schon abgesetzt. Immer mehr versuchen es.
    Jetzt bloss kein falsches Wort eines Herrn Schabowski sonst wird die Mauer gestuermt.
    Ganz im ernst: ich kann mir vorstellen dass es zu einem Bankrun kommen wird, wenn das Geplaenkel so weitergeht. Es faellt mir zwar schwer mich in die Situation von Menschen zu versetzen denen erst durch die Ereignisse der letzten Wochen die Brenzligkeit der Lage des Finanzsystems ins Bewusstsein dringt. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man im Moment so einer Erkenntnis in grosser Gefahr ist unueberlegt zu handeln. Steht man damit allein auf weiter Flur ist die Gefahr Dummheiten zu begehen doch relativ gering. Man sieht am naechsten Tag, dass die Welt genau so weiter funktioniert wie immer und offenbar ist - ausser im eigenen Gehirn - nichts passiert. Das verschafft Zeit zum Nachdenken und zu besser ueberlegtem Handeln. Wenn aber - was ich annehme, dass momentan der Fall ist - viele gleichzeitig so ein persoenliches Erweckungserlebnis durchmachen halte ich die Gefahr, dass es zu Panikreaktionen kommt doch fuer relativ hoch. Zumal die Wahrscheinlichkeit sehr gross ist, dass am naechsten Tag schon wieder Horrormeldungen oder Beruhigungsapelle der offenbar bisher Ahnungslosen aufgetischt werden.


    Gruss Willy
    PS: seh grad was witchdream beigetragen hat. Da knn ich nur sagen: hoffentlich hat er recht.

  • Quote

    Original von witchdream
    Ich bin begeistert von der Idee, die Sparer-Einlagen staatlicherseits zu schützen, nicht aber die Banken per se. Das verhindert einen panischen Run auf die Banken und die damit verbundenen kurzfristigen Liquiditätsengpässe. Es "erlaubt" aber den Konkurs von schlecht gemanagten Banken, wie es in einer Marktwirtschaft selbstverständlich sein sollte.


    Mir scheint, Frau Merkel tritt gerade in die Fußstapfen von Ludwig Erhard. Es gäbe wirklich schlimmeres.


    Das mit den Spareinlagen wird nicht reichen, weil die Institutionellen Anleger davon nichts haben. Die werden die nächste Zeit Ihre Mittel dahin bewegen,wo es auch für sie Staatsgarantien gibt.


    MMI

  • Hab grade gelesen welche Massnahme Frau Merkel da getroffen hat. An Ludwig Erhard erinnert mich das nicht. Das war ein Stratege. Frau Merkel und Herr Steinbrueck sind Getriebene.


    Trotzdem ihr Ansatz die Unschuldigen zu schuetzen statt die Gauner zu belohnen, so wie es der Obergauner in Washington eingefaedelt hat, ist ehrenwert. Ob's was nuetzt ist eine andere Frage.


    Welchen Lapsus koennte jetzt ein Politiker vom Format eines Schabowski in einem Interview z.B. begehen? Er koennte z.B. vorschlagen was sich viele vielleicht insgeheim selber schon gedacht haben, naemlich dass es vielleicht nicht verkehrt sein koennte angesichts der angespannten Situation mal die eigene Barreserve zu Hause voruebergehend etwas zu erhoehen. Wenn das dann alle am Montag machen, dann ist's schon passiert.


    Gruss Willy

  • Quote

    die Institutionellen Anleger ... werden die nächste Zeit Ihre Mittel dahin bewegen,wo es auch für sie Staatsgarantien gibt.


    Ja wie schoen, dass im Zuge der neoliberalen Globalisierung wenigstens das grosse Kapital befreit wurde. So kann es immer fliehen wie ein scheues Rehlein. ;D;)


    Dass jetzt auch noch ein Wettrennen der Politiker ausbricht institutionellen Anlegern Staatsgarantien zu geben? Also, nein, das kann nicht einmal ich mir vorstellen. Und ich bin in der Hinsicht nicht so leicht zu ueberraschen. ;D;)


    Gruss Willy

  • Das ist also schon passiert und deshalb die Staatsgarantie.


    "Viele besorgte Anleger heben wegen der Finanzkrise offensichtlich bereits ihr Geld ab. "Wir erleben in ganz Europa einen signifikanten Anstieg des Bargeldbedarfs", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Alle Notenbanken hätten dieses Signal. Mit der Staatsgarantie wolle die Regierung die Bürger beruhigen."


    http://www.ftd.de/unternehmen/…-568-Mrd-Euro/421870.html

  • "Wenn, wie bei vernehmlich bei der HRE, ein Liquiditätsproblem aus der mangelnden Fristenkongruenz auf Aktiv- und Passivseite vorliegt, die Bank aber noch solvent ist, also nicht überschuldet, dann sind Bürgschaften des Staates sinnvoll, mit der sich die Bank bei der EZB Liquidität verschaffen kann, anstatt auf dem Interbankenmarkt"


    in der theorie vielleicht, in der praxis bedeutet das aber das risiko zu übernehmen das alles auch wirklich werthaltig ist und bleibt.
    bei der hypo heißt das sehr wahrscheinlich im verlaufe des nächsten jahres nochmals 100 milliarden (quelle: http://www.weissgarnix.de/) zur zwischenfinanzierung aufzutreiben um irgendwann in 5 jahren die ernte einzufahren, natürlich nur wenn dann alle schuldner auch noch solvent sind.