Ich hab seit einiger Zeit ein Gedanke, der mir ein wenig im Kopf rumspukt. Der Titel dürfte es gut ausdrücken, man kann kurz gesagt weiter über die bösen Banken schimpfen, oder sich einfach auf ihre Seite stellen ;).
Die Bankenlandschaft ist immer noch auf sehr wackeligen Beinen, was zum einen Rückschlagpotential bedeutet, aber auch noch nicht allzu stark angezogene Kurse bei den ganz Großen. Durch die Kreditkrise gibt es starke Veränderungen in der Banklandschaft, was Chancen ermöglicht hat. Besonders GS und JPM konnten gut von der Krise profitieren, konnten Mitbewerber schlucken und sich jetzt durch neue Rekordgewinne praktisch ungestört auf dem Markt austoben. Keine Konkurrenz, großer Kundenstamm, viele Möglichkeiten.
Wie seht ihr das Ganze? GS hat eine beeindruckende Historie hinter sich, starkes Umsatz- und Buchwertwachstum und festigt seine Position immer mehr. Ob man selber die aggressive und nicht immer ganz einwandfreie Aktionen gut heisst, steht auf einem anderen Blatt, aber die Aktie?
JPM konnte auch seine Stellung in dem (Filial)Bankensektor stärken und hat WaMu und BearSterns übernommen. Moralisch vertretbar, dafür nicht so fidel wie GS und durch das Privatkundengeschäft auch nur bedingt im gleichen Sektor tätig.
Da diese beiden aber sehr volatil und langfristig eher mau sind, wie wäre es dann mit Blackrock beispielsweise?? Blackrock hat Barclays Global Investors übernommen, inklusive iShares, und verwaltet nun knappe 3 _Billionen_ an Geldern! China hat sich mit dem Staatsfonds auch ein riesiges Kuchenstück geschnappt.
Also: Gibt es einen Grund, bei den beiden marktbewegenden Monopolisten GS und JPMnicht im Boot zu sitzen, oder bei Blackrock langfristig dabei zu sein? Oder hat jemand andere Vorschläge? Macquarie?